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Die Quadratur des Kreises

13. April 2019 in Kommentar, 28 Lesermeinungen
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„Diejenigen, die jetzt empört auf Papst em. Benedikt XVI. reagieren, sind vielleicht eine besonders eindringliche Bestätigung seiner Wortmeldung.“ Gastkommentar von Martin Lohmann


Bonn-Vatikan (kath.net) Papst em. Benedikt XVI. hat es gewagt, die Quadratur des Kreises aufzuzeigen, die derzeit von Teilen der Gesellschaft und der Kirche versucht wird. Damit hat er ein wichtiges Zeichen gesetzt, auf das viele gewartet haben; zugleich legt er den Finger auf eine immer größer werdende Wunde. Ein sich als „tolerant“ präsentierender Mainstream stellt immer mehr Denkverbote auf und versperrt den Blick auf die Wirklichkeit und damit auf die Wahrheit. Neue Dogmen entstehen, die keine Kritik dulden, um sich durch Verunglimpfungen einem rationalen Diskurs zu verweigern. Gerade den hat aber Papst em. Benedikt gesucht, als er den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt hat.

In seinem Schreiben erinnert er daran, dass eine Gesellschaft ohne Gott orientierungslos wird, was sich tagtäglich immer mehr bewahrheitet, wie nicht zuletzt die aktuellen Debatten zu bioethischen Themen zeigen. Gleiches gilt auch für die Theologie und die Morallehre der Kirche, die geradezu zur Ideologie degradiert oder den Moden des Zeitgeistes angepasst werden, wenn nicht mehr die göttliche Offenbarung der Orientierungspunkt ist. Dabei weiß sich der emeritierte Papst ganz in einer Linie mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, in dem vor eben dieser Entwicklung gewarnt wurde, denn „das Geschöpf sinkt ohne den Schöpfer ins Nichts“ (GS 36).


Der Glaube ist nicht nur ein Ritual, bestehend aus zeremoniellen Gesten, sondern ein konkreter Weg, ein Weg, der durch das Kreuz zum Ewigen Leben führt. Erst im Kreuzesopfer ereignet sich Erlösung (vgl. LG 3). Ein Christentum entkoppelt von diesem heilbringenden Ereignis, darauf hat der Papa em. ganz zu Recht hingewiesen, würde eine Quadratur des Kreises entstehen lassen und eine „neue“ Kirche schaffen, die eben nicht mehr die Kirche Jesu Christi ist. Wenn nicht mehr Christus der Maßstab der Kirche ist, dann wird alles willkürlich, dann löst sie sich auf. Das Schreiben bringt es auf den Punkt: „Müssen wir etwa eine andere Kirche schaffen, damit die Dinge richtig werden können? Nun, dieses Experiment ist bereits gemacht worden und bereits gescheitert. Nur der Gehorsam und die Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus kann den rechten Weg weisen.“

Es ist eben die Kirche Jesu Christi, und es ist keine Kirche, die wie ein Verein ganz neu erfunden werden kann. Christus ist und bleibt der Maßstab, er ist die Wahrheit, die er den Menschen treuhänderisch anvertraut hat. Eine sogenannte autonome Moral, die sich vom Naturrecht und der göttlichen Ordnung abkoppeln würde, kann es eben nicht wirklich geben.

Schließlich weist der em. Papst auf eine weitere Quadratur des Kreises hin, die vielen sehr lieb geworden zu sein scheint. Vom Verbrechen des Missbrauchs zu sprechen ist in aller Munde, aber eigenartiger Weise wird nicht von Sünde gesprochen. Die Sünde als Abweichung vom Weg Gottes ist die Ursache für jeden Missbrauch und zerstört die Glaubwürdigkeit der Kirche. Dies beim Namen zu nennen gilt in gewissen theologischen Zirkeln als Tabu, wobei doch gerade das Zweite Vatikanische Konzil bekräftigt hat, dass die Gestalt dieser Welt durch die Sünde missgestaltet wird (GS 39).

Der em. Papst ist seinem Motto Mitarbeiter der Wahrheit zu sein treu geblieben und dafür gebührt ihm nicht nur Dank, sondern höchste Anerkennung. Die Wahrheit befreit (vgl. Joh 8,32) auch aus der Quadratur des Kreises, denn die Wahrheit hat sich in Jesus Christus offenbart (vgl. Joh 14,6). Für diese Wahrheit hat Jesus Christus Zeugnis abgelegt und jeder, der aus der Wahrheit ist, hört seine Stimme (vgl. Joh 18,37). Er allein ist DER Weg, DIE Wahrheit und DAS Leben. Das war so, ist so und muss so bleiben. Nur in dieser Treue kann es Erlösung und Rettung geben.

PS: Diejenigen, die jetzt empört auf Papst Benedikt reagieren, sind vielleicht eine besonders eindringliche Bestätigung seiner Wortmeldung.

Martin Lohmann (62) ist Theologe und Historiker. Der Journalist kennt Papst Benedikt seit mehr als einem halben Jahrhundert persönlich, ist mit seiner Theologie vertraut und hat über ihn auch Bücher geschrieben.

Pressefoto Martin Lohmann



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Lesermeinungen

 Herbstlicht 14. April 2019 
 

@Kirchental und @lakota

Geehrte Kirchental!
Ich möchte Ihnen sehr herzlich für Ihre Worte danken, vor allem aber für Ihr Gebet am heutigen Abend.

Geehrte lakota!
Auch Ihnen gilt mein Dank.
Wir alle haben gelegentlichen Zuspruch nötig.

Solch ein kleiner Austausch von Gefühlen und Erfahrungen hie und da verstärkt das Band unter den kath.net.-Kommentatoren. (das *innen erspare ich mir jetzt.)

Ihnen beiden und auch allen anderen eine gute, geistlich fruchtbare Karwoche, ebenso dem kath.net-Team!


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 lakota 14. April 2019 
 

@Herbstlicht

Ich möchte mich den Kommentaren von Ihnen und @Kirchental mit ganzem Herzen anschließen, auch ich komme mir oft vor, wie der "Letzte Mohikaner".
"Gelassen und innerlich ruhig und vertrauensvoll zu sein schließt jedoch nicht die Sorge um die Kirche aus."
Ja, für mich selbst bin ich auch ruhig, aber manchmal überkommt mich richtige Angst und Trauer über die Vielen, die nicht glauben, über die, die "gekreuzigte Frösche" ect. gut finden. Vor welchem Abgrund werden sie einmal stehen und man kann so gar nichts tun (außer beten natürlich).
Ich bin sehr froh, hier Gleichgesinnte zu haben, mit denen ich mich austauschen kann. "Wer glaubt, ist nie allein".
Ich möchte allen hier danken und eine gesegnete Karwoche wünschen!


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 Kirchental 14. April 2019 

Liebe @Herbstlicht!

Ich glaube, ich kann schon gut nachvollziehen, wie es Ihnen geht. Immer wieder gibt es Meldungen über die Kirche, die mir den Boden unter den Füßen wegziehen. Je nach Tagesform kann ich dann mit Verzweiflung oder - ich gestehe - auch mit Wut immer Bauch reagieren.

Aber darunter - ganz tief im Herzen - ist tatsächlich diese Gewissheit. Eigentlich ist sie - völlig widersinnig - gewachsen, je schlimmer die Meldungen aus unserer Kirche wurden.

Wenn Sie erlauben, schließe ich Sie in mein Nachtgebet ein, dass die Zuversicht in Ihr Herz zurück kehren kann. Ich wünsche Ihnen - und allen Lesern - eine gesegnete Karwoche!


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 Herbstlicht 14. April 2019 
 

@Kirchental, noch eine Nachbemerkung

Gelassen und innerlich ruhig und vertrauensvoll zu sein schließt jedoch nicht die Sorge um die Kirche aus.
Wir haben Jesus Christus bei uns und fühlen uns vom Heiligen Geist geleitet. Wir wissen uns also gestärkt und begleitet.
Trotzdem kommen immer wieder Gefühle von Verzagtheit oder gelegentlich auch Zorn (Beispiel Frosch-Kreuz, Jesus-Uhr) hoch und ich glaube, das darf und soll auch so sein.
Wir sind ja keine menschlichen Roboter.

Unbedingtes Vertrauen in unseren Herrn, ja unbedingt!
Aber daneben auch die aufmerksame Wahrnehmung -und Benennung- unguter und besorgniserregender Entwicklungen.
Und diese Entwicklungen machen etwas mit uns, unbestreitbar.

Dessenungeachtet haben Sie natürlich recht damit, dass wir uns immer auf unseren Herrn verlassen dürfen und sollen, denn:

Christus vincit!
Christus regnat!
Christus imperat!


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 Herbstlicht 14. April 2019 
 

@Kirchental

An Ihren guten Worten kann ich erkennen und Sie sagen es ja selbst, dass Sie angesichts der Entwicklung in der Kirche sehr viel gelassener und ruhiger sind als beispielsweise ich.

Sie sprechen von der "tiefen Sicherheit im Herzen", mit dem Sie den jungen Menschen aus Ihrem Bekanntenkreis trösten können.
Eine wunderbare Gabe, für die Sie dankbar sein dürfen.

Stimmt, der Herr hat uns schwere Zeiten angekündigt - "aber versprochen, dass er uns nicht alleine lässt."
Dass wir im Gegensatz zu den ersten Christen voneinander wissen und uns austauschen können, ist tasächlich hilfreich. Sie weisen damit auf Wichtiges hin.
Und dafür meinen herzlichen Dank!

Gerade erst in der gestrigen Beichte hatte ich dieses Unglücklichsein thematisiert. Mein Beichtvater konnte es gut nachempfinden.
Trotzdem haben Sie natürlich recht:
Wenn wir Jesus Christus an unserer Seite wissen und also nicht allein sind, brauchen wir nicht dauerhaft mutlos zu werden, trotz allem!


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 Kirchental 14. April 2019 

@storydog

Was Sie schreiben, hab ich auch bis vor nicht allzu langer Zeit geglaubt - und glauben viele in meiner Umgebung immer noch.

Aber mit Verlaub - es ist Quatsch.

Die jungen Menschen in meinem Bekanntenkreis sind mit 24 - 26 Jahren mit dem Studium fertig. Sogar mit Master. Früher haben wir und unsre Eltern auch nicht geheiratet.

Und wenn ich zusammen ziehen kann in eine gemeinsame Studentenbude - warum kann ich dann nicht heiraten?

Nur weil ich mich dann nicht mit dem Ende des Studiums wieder trennen und neu umschauen kann. Eben doch auf Probe leben und lieben.

Wie sagte mir neulich eine junge Dame ins Gesicht : man heiratet heute nicht mehr den ersten Freund. Das ist uncool.


6

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 Kirchental 14. April 2019 

@Herbstlicht u.a.

Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.

Wir sind wenige, aber nicht allein. In meiner nächsten Umgebung gibt's einen jungen Menschen, der das Gefühl hat, der Kirchenkarren sei längst an die Wand gefahren und komme aus dem Morast nicht mehr heraus. Ich tröste ihn mit tiefer Sicherheit im Herzen.

Seit ich kath.net habe und Sie alle, bin ich ganz gelassen. Der Herr hat es uns angekündigt - aber versprochen, dass er uns nicht alleine lässt. Und im Gegensatz zu den ersten Christen wissen wir voneinander. Wir können uns austauschen, uns gegenseitig trösten und bestätigen. Sie sind nicht allein.

Wir dürfen die Lampen nicht erlöschen lassen. Auch wenn in jeder Pfarrei nur noch eine kleine Lampe brennt - der Bräutigam wird sie finden, wenn er kommt.

Lassen Sie sich nicht entmutigen! Wir sind nicht allein - wir haben den Herrn an der Seite!


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 Storydog 14. April 2019 
 

Die Tatsache

@mampa

Ich komme auch aus dem Erzbistum Freiburg und habe quasi hier bei mir vor der Haustür eine Wallfahrtskirche. Die katholische Lehre kenne ich weitgehend, bin aber zugegeben nicht so konsequent darin, kehre aber öfter in genannte Kirche zur Messe oder Andacht ein.

Zum Thema außereheliche Beziehungen und Verkehr: Die Knackpunkte sind, das viele junge Leute nicht mehr in einem natürlichen Alter seelisch wie charakterlich zueinander finden, das sie heiratsreif sind. Das liegt manchmal an ökonomischen Bedingungen(langes Studium, Befristungen u.a). Einige eiern rum bis sie mitunter 40 sind. Der Mehrheit kann man heute keine Enthaltsamkeit bis zur Ehe nahelegen, der Zug ist definitiv abgefahren.
Das ein gewisse Körperlichkeit oder Nähe auch ohne Verkehr möglich wäre - da bekäme man den Vogel gezeigt.
Den Großkapitalisten und vielen Politikern, ist es egal; Die Leute sollen konsumieren, nur darum geht es noch. Soviel erstmal dazu.


4

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 Herbstlicht 13. April 2019 
 

@lesa

Herzlichen Dank für Ihre Worte!
Sie helfen, solche Gefühle des Alleinseins leichter auszuhalten und diese frustrierende Situation insgesamt besser einzuordnen.
Ich habe mir vorgenommen, im Buch Jesaia nachzuschlagen.
Danke!


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 Herbstlicht 13. April 2019 
 

@mampa

Wie Sie lebe auch ich im Erzbistum Freiburg und ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, dass beabsichtigt sein könnte, Frauen vermehrt an den Altar zu lassen.
Am Karfreitag z.B. wird wieder so eine Gelegenheit sein, eine Frau in Aktion zu sehen.
Sollen wir uns daran gewöhnen, so nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.
Eines Tages wird dann das Frauenpriestertum als etwas ganz normales angesehen.

Des öfteren besuche ich die Hl. Messe der FSSPX in der nahen Kreisstadt, sie wird würdig gefeiert und ich komme wieder zur inneren Ruhe.

Gäbe es nicht unseren Kaplan am Ort, ich würde noch viel öfter hinfahren.
Gerade heute war ich bei ihm zur Beichte und sprach mit ihm über meine gelegentlichen Ausflüge zur Piusbruderschaft und er zeigte Verständnis.


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 lesa 13. April 2019 

Treu bleiben

@[email protected]: Dieses "Verlassensein" in einer großen Menge Andersdenkender ist in der Bibel, in den Psalmen, im Buch Jesaja angesprochen, und dass es eine kleiner Rest ist, der umkehrt, ein Wurzelstumpf - aus dem die Rettung neu erblüht. Auch dies ist also ins Erlösungsgeschehen hineingenommen und wird fruchtbar für das Leben der Auferstehung!


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 lesa 13. April 2019 

WAHR - HABEN - WOLLEN

Danke für diesen sehr bedenkenswerten, Artikel, besonders treffend für das Zitat aus dem Konzilstext!
@[email protected]: So ist es, die Empörung rührt daher, dass man spürt, dass hier die Wahrheit gesprochen wird, die man nicht WAHR - HABEN will.
Wie froh und dankbar könnte und müsste man sein (Gott sei Dank sind es auch viele!) für eine solche geniale, erleuchtete Weisung!
Beten wir, dass die Herzen sich öffnen, so dass die Saat dieses Textes aufgenommen wird. Er könnte einen befreienden, froh machenden Exodus aus dem kirchlichen Babel auslösen, auch wenn das zunächst unbequem ist.


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 Bialas 13. April 2019 
 

Herzlichen Dank,


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 Paddel 13. April 2019 

Leserbrief

Habe unserer Tageszeitung einen Leserbrief geschrieben, da sie auch einen negativen Artikel zu Benedikt XVI drin hatten.


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 mampa 13. April 2019 
 

Herbstlicht

Ich weiß nicht wo Sie zu hause sind, ich bin im Bistum Freiburg zu hause.
Mir geht es auch so, dass ich meine man ist als Christ der die kath. Lehre noch ernst nimmt, ganz verlassen.
In meinem Umkreis vieler Katholiken
leben nicht nur junge Christen auch ältere ohne kirchliche Trauung zusammen.
Viele sind auch in der eigenen Verwandtschaft die nicht mehr heiraten obwohl Ihre Eltern und Großeltern den Kath. Glauben ernst genommen haben.
Bei Beerdigungen oder Hochzeiten gehen sie selbstverständlich zur Hl.Kommunion. Ich möchte nicht urteilen aber das tut mir von Herzen weh. Mir scheint, die überwiegende Mehrheit der Katholiken nehmen die kath. Lehre nicht mehr ernst und ich höre keinen Bischof oder Priester etwas dazu sagen. Ich muss mich auch an die Brust schlagen, denn ich bin auch still. Vielleicht geht es anderen Katholiken auch so und sind still. Was kann man da tun außer beten?


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 Herbstlicht 13. April 2019 
 

@Wunderer

Sie schreiben:
"... "wir" sind eine winzige Minderheit in Kirche und Staat."
Das empfinde ich auch so. Als konservative Christin sehe ich mich in meiner Umgebung von Katholiken umgeben, die einer zeitgemäßen Neugestaltung der Kirche das Wort reden.
Manchmal komme ich mir schon ziemlich verlassen vor.


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 Wunderer 13. April 2019 
 

Die Hölle tobt

Papst Benedikt hat der Schlange auf den Kopf getreten.
Jetzt werden sie überlegen, wie sie ihm schaden und die Wahrheit verdrehen können.
Vielleicht sollte man jetzt mehr für ihn beten als üblich.
Und man muß sich darauf einstellen, daß bspw. in Deutschland das Böse noch mehr in Verordnungen, Gesetzen und von den Medien propagiert wird. Man muß sich noch mehr auf Verfolgung, Diffamierung, Ausgrenzung und das Martyrium gefaßt machen, wenn man die Wahrheit bekundet.

In einem anderen Kommentar schlug ein Leser vor, daß die Pfarrer diesen Brief ihren Gemeinden bekannt machen sollten. Wieviele Pfarrer würden das nicht tun bzw. können und dürfen es auch nicht? Und wieviele Kirchgänger haben daran Interesse? Nein, "wir" sind eine winzige Minderheit in Kirche und Staat. Denn der Kaiser (Kirche wie Staat) ist nackt. Es ist erschreckend, aber man täusche sich nicht. Nur oberflächlich ist unsere Welt heil.


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 [email protected] 13. April 2019 
 

Wahrheit

Danke, Herr Lohmann, für den Hinweis auf Konzilstexte und das Johannesevangelium. Die Veröffentlichung des Briefes fällt mit den Lesungen aus dem Johannesevangelium vor dem
Palmsonntag zusammen. Für die Empörten ist die Wahrheit schmerzlich und gleich ein Angebot, dass die Wahrheit frei machen, wer zum Glauben gelangt oder im Glauben bleiben will.


12

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 ThomasR 13. April 2019 
 

das Pontifikat von Papst Franziskus ist das 3. Pontifikat in der Reihenfolge

dessen Prämissen (v.A. christozentrische Ausrichtung auf Christus in den Armen und in den Bedürftigen ) weitgehendst nicht umgesetzt wird.
Zwar werden alle Dokumente von Papst Franziskus ins Deutsche übersetzt,aber kaum jemand sich kümmert um die Prämissen des Pontifikates sowohl auf Ebene der einezelnen Diözesen als auch allen(allen!)Pfarren konstruktiv umzusetzetn.
Statt neuer Frauenhäuser für ungewollt schwangere Frauen um auf diese Weise eine extrem hohe Abtreibungsquote weingstens versuchen zu reduzriern und statt neue Obdachlosenheime pompöse Ordinariate, Ausbau der Bürokratie und Millionen Eur(wenigstens 100Mio EUR/Jahr /ganz Deutschland,die in die Rücklagen fließen und u.A.in die Indistrieanteile,Industrieanleihen und Fondsanteile fließen,als ob man vom Fall Weltbildverlag nichts gelernt hätte.Die Mehrung der Kirchenaustritte ist damit wie gewollt und wie vorprogrammiert.
Deswegen freut auch so sehr die Stimmeldung von Papst Emeritus, und seine Unterstützung für PapstFranziskus


3

0
 
 gebsy 13. April 2019 

Wenn die Wahrheit nur mehr

als Ideologie neben anderen wahrgenommen wird, ist mit Worten nichts mehr auszurichten; Gebet & Opfer sind die sicheren Heilsmittel des Christen ...


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 Winrod 13. April 2019 
 

Bravo!

Ich stimme Martin Lohmann in jeder Facette seines Essays zu.


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 Adamo 13. April 2019 
 

Eine Gesellschaft ohne Gott ist orientierungslos!

Auf diese ewige richtige Wahrheit weist unser Papst em. Benedikt XVI hin. Er analysiert ganz klar das heutige verkehrte Zeitgeschehen. Die heutigen Bischöfe und Kardinäle wollen ohne Gott alles selber besser machen. Er weist ganz klarsichtig diesen Irrweg auf.
Beten wir jeden Tag für ihn, dass er sich weiter zu Wort meldet. Wir brauchen seinen Rat heute ganz besonders!


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0
 
 Diadochus 13. April 2019 
 

Häme und Herablassung

Viele Menschen können Papst Benedikt VI. geistig nicht mehr folgen. Die Sünde hat sie blind gemacht. Das Licht blendet sie, jene, die in der Finsternis sind. Sie wollen ihn auch gar nicht mehr verstehen. Sonst müssten sie ja von ihrem verkehrten, bequemem Tun ablassen. Auch in meiner Tageszeitung wird nur mit Häme und Herablassung berichtet. Kann man es den Schreiberlingen verdenken? Denn selbst von zahlreichen sich dünkenden Theologen erntet Papst Emeritus nur Häme und Empörung. Die Feststellung von Herrn Lohmann erschreckt auch mich. Es wird darüber gar nicht mehr diskutiert. Ein rationaler Diskurs wird rigoros verweigert. Die Menschen sind verstockt in der Sünde. Da hilft nur noch das Gebet und die Gnade.


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0
 
 Philipp Neri 13. April 2019 

Die Reaktionen zeigen, dass der emeritierte Papst Benedikt XVI. völlig Recht hat!


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0
 
 Hadrianus Antonius 13. April 2019 
 

...et respice finem...

Martin Lohmann hat hier einen schönen und richtigen Text geschrieben.
Wenn P.Franziskus jetzt sagt, daß " natürlich alles, was ein Papst sagt, zum Lehramt gehört", "Alle gerettet werden, alle!" (N.B. ohne Vorbedingung!), "Wer bin ich (PF) zum Urteilen?" und " ... nein... ja... nein... ja... Ach, tut was Ihr wollt!" und die inzwischen 55 Stellen in meinem (nicht kompletten) Archiv mit Wortmeldungen von PF betr. die Neue Kirche (bzw. das Neue in der Kirche) berücksichtigt, kommt man nicht herum festzustellen, daß die jetzige Strukturen im Vatikan nichts mehr mit der Hl. Römisch-katholischen Kirche zu tun haben.
Die Installierung von stets mehr unanständigen und louchen angebrannten Figuren in der unmittelbaren Umgebung von PF beweist das zusätzlich und ist zugleich die Fundamentierung dieser "Neuen Paradigmen" (sic Parolin).
Omnia instaurare in Christo


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 Gipsy 13. April 2019 

Die Empörten

bestätigen seine Worte auf sehr eindrucksvolle Weise.

Diese negative Resonanz mancherorts , ist wichtig , ist sie doch das beste Beispiel für die Wahrheit in dem historischen Dokument von Benedikt XVI


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 Bernhard Joseph 13. April 2019 
 

Die Homo-Lobby interessiert Wahrheit nicht

Daher die wütenden, teils die Aussagen im Text grotesk verzerrenden Interpretationen der Gegner der Wahrheit. Je klarer Papst Benedikt die Ursachen für den Kollaps des Sittlichen und damit verbunden, die Verunstaltung des Glaubens analysiert, desto absurder wird bestritten, was für jeden, der noch klar denken kann, gar nicht zu bestreiten ist. Die bösartigen Stimmen, die jetzt zu vernehmen sind, machen einmal mehr deutlich, um was es den Kritikern geht; die Abschaffung der Wahrheit, denn inhaltlich kommen da nur leere Phrasen und tumbe Polemik. Wie substanzlos die "Erneuerer" in ihrem Denken sind, zeigt sich dieser Tage wieder auf erschreckende Weise. Da spricht keine liebende Stimme, sondern der Hass einer Ideologie, die nichts so sehr fürchtet, wie den Beweis ihrer Lüge.

Jede dieser wütenden Reaktionen auf den Brief des Papstes emeritus ist ein Beleg dafür, dass der Text allein der Wahrheit und damit der Hoffnung und Freude dient.


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 Rolando 13. April 2019 
 

Die Sünde macht eben blind

Die Sünde verursacht, wenn sie nicht bereut und gebeichtet wird eine geistige Blindheit. Es wird der Ehebruch, die Homosexualität, die Abtreibung, auch die frühabtreibende Wirkung der hormonellen Verhütung, sowie außerehelicher Geschlechtsverkehr nicht mehr als Sünde gesehen, sondern als normal erachtet, ja zum Teil als Menschenrecht deklariert. Eben dieses Nichtvorhandensein des Sündenbewusstseins, welches die Einflüsse der protestantischen Theologie ab dem zweiten vatikanischen Konzils förderten, da auch das Konzil nicht so umgesetzt wurde wie gedacht, sondern durch sich der Lehre der Kirche entgegenstellenden, Dogmen ablehnenden Theologien und Taten entstellt wurde. Die Medien arbeiteten eifrig mit und verbreiteten diese Dinge, auch die allen Werten und Vorgaben entflohenen Sexualität. Diese Blindheit wird nicht mehr als Blindheit erkannt. Die Medienberichte, die gegen den Ausführungen von em. Papst Benedikt XVI stehen zeigen dies, sie berichten von Dingen die sie nicht verstehen.


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