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Unser tägliches Brot gib uns heute!

27. März 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: der eucharistische Hunger nach dem Unendlichen und das wahre Wunder des Teilens. '24 Stunden für den Herrn' (Freitag und Samstag, 29. und 30. März). Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier. Er antwortete: Bringt sie mir her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten“ (Mt 14,1519).

Generalaudienz am Mittwoch der dritten Woche der Fastenzeit. Papst Franziskus setzte seine Katechesenreihe zum Vaterunser fort. Mit der elften Katechese begann der Papst mit der Betrachtung des zweiten Teils des Vaterunsers, einer Liste konkreter Bitten, die auf das menschliche Zusammenleben Bezug nehmen.


„Blicken wir zunächst auf die Bitte ‚Unser tägliches Brot gib uns heute’“, so der Papst. Viele Menschen auf der Welt hätten nicht jeden Tag zu essen. Über diese bittere Wirklichkeit schaue Jesus nicht teilnahmslos hinweg. Er wolle Abhilfe schaffen und bitte zugleich den Vater, ihm dabei zu helfen.

Doch diese Bitte „ist im Plural formuliert: es ist unser Brot. Es geht uns alle an“. Jesus lehre uns, nicht für uns selbst, sondern für alle Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt zu bitten. Aus dem Vaterunser spreche die Haltung der Solidarität. Nur so sei es wirklich ein christliches Gebet. So erziehe Jesus die Gemeinschaft, Gott die Bedürfnisse aller zu übermitteln.

Es ermahne uns auch, unser Brot mit dem Nachbarn zu teilen: „lernen wir aus der Großzügigkeit des Jungen bei der Brotvermehrung. Er gab seinen ganzen Proviant: fünf Brote und zwei Fische“. Und Jesus vervielfache diese Geste.

Jener Junge „hatte die Lektion des Vaterunsers verstanden: Die Speise ist nicht privates Gut, sondern eine Gabe, die wir mit anderen teilen sollen. Durch die Gnade Gottes wird sie dann zum Segen für viele!“.

Das wahre Wunder, das Jesus an diesem Tag vollbracht habe, sei das Teilen: „er selbst vermehrte das dargebrachte Brot und nahm so das Opfer seiner selbst im eucharistischen Brot vorweg“. Denn „nur die Eucharistie kann den Hunger nach dem Unendlichen und das Verlangen nach Gott stillen, das jeden Menschen selbst bei der Suche nach dem täglichen Brot beseelt“.

Zum Schluss der Audienz erinnerte Franziskus an die Initiative „24 Stunden für den Herrn“ (Freitag und Samstag, 29. und 30. März: „Um 17 Uhr werde ich in der Petersbasilika die Bußliturgie feiern. Wie wichtig wäre es, dass auch unsere Kirchen zu dieser besonderen Gelegenheit lange Zeit offen sind, um Gottes Gnade zu erbitten und sie im Sakrament der Vergebung zu empfangen“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Wir sind alle Kinder des Vaters im Himmel, der uns sieht und sich um uns kümmert. Dies schafft eine Gemeinschaft unter uns und ein Miteinanderteilen. Wir sind daher eingeladen, von diesen Gaben denen zu geben, die es brauchen und in Not sind. Ich wünsche euch allen einen guten Aufenthalt in Rom und eine gesegnete Fastenzeit.


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