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UNO: Vatikan verurteilt Gender-Theorie

24. März 2019 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
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Erzbischof Auza: Das Geschlecht einer Person ist eine „objektive Tatsache“ und keine „Wahl“ – „Papst Franziskus ist besorgt darüber, dass Kindern die Genderideologie beigebracht wird“


Vatikan (kath.net)
Das Geschlecht einer Person ist eine „objektive Tatsache“ und keine „Wahl“. An das erinnerte Erzbischof Bernardito Auza, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York, in einem Beitrag, der am Donnerstag vorgestellt wurde. Dies berichtet "Vatican News". Der Beitrag Auzas wurde von einem Mitglied der Vatikan-Delegation bei einer von der Kommission der Vereinten Nationen für die Stellung der Frau (CSW) organisierten Veranstaltung vorgelesen.

Als die Kommission 1947 gegründet wurde, so Erzbischof Auza, „gab es ein klares Verständnis davon, was es bedeutet, eine Frau zu sein“. Damals war es etwa die Hälfte der Menschheit, mit zwei X-Chromosomen und besonderen Eigenschaften, die sich von der anderen Hälfte der Menschheit, den Männern, unterschieden. „Dieser Konsens wurde leider durch das jüngste Phänomen der Genderideologie untergraben“, so der Vatikanvertreter bei der UNO.


Einige argumentierten heute, dass „die körperliche Natur nichts damit zu tun hat, eine Frau zu sein, und dass dies über das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht hinausgeht“. Eine Frau zu sein bedeute demnach, sich nur wie eine zu fühlen. Diese Konzeption, die auf einer „geschlechtsspezifischen Identität oder Ausdrucksweise“ basiere, hätte die Gründer der UN-Kommission „höchstwahrscheinlich verblüfft“, schreibt Erzbischof Auza. „Unser Geschlecht, wie unsere Gene und andere natürliche Merkmale, sind objektive Daten, keine subjektiven Entscheidungen“, argumentiert er.

Doch die Ersetzung des biologischen Geschlechts durch Geschlechtsidentität habe „gigantische Auswirkungen“, da sie alle Lebensebenen, einschließlich der „grundlegenden Anthropologie“, beträfe. Eine solche Ideologie, so prangert er an, „reduziert“ den Menschen auf einen einfachen Geist, fast auf eine „Abstraktion“, solange er sein Geschlecht nicht gewählt habe. Diese Vorstellung, so Auza, behindere die Beziehung zwischen Männern und Frauen. „Papst Franziskus ist besorgt darüber, dass Kindern die Genderideologie beigebracht wird“, betont der Erzbischof Vertreter vor der UN-Kommission.

Die starke Kritik an der Gender-Ideologie ist übrigens eine Grundkonstante im Pontifikat von Papst Franziskus. Immer wieder verurteilt er die Gender-Ideologie in völlig klaren Ausdrücken. 2015 hatte er beispielsweise gegenüber Bischöfen erläutert: „Gender-Ideologien gefährden die Schönheit der Ehe“. Besonders klar wird seine Ablehnung von Gender in seinem Lehrschreiben Amoris laetitia aus dem Jahr 2016. Hier bezeichnete er die Gendertheorie explizit als „Ideologie“, er sprach in Abschnitt 56 innerhalb von nur elf Sätzen über „Gender“ viermal von „Ideologie“/„Ideologen“. Der Papst erläuterte: Einige Ideologien dieser Art „versuchen, sich als einzige Denkweise durchzusetzen und sogar die Erziehung der Kinder zu bestimmen“, kath.net hat berichtet.


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