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„Mich stört ganz besonders eine Aussage“

22. März 2019 in Kommentar, 35 Lesermeinungen
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„Ich würde mir wünschen, dass Sie und Ihre Mitbrüder auch einmal all die Menschen würdigen, die aus großer Liebe zur Kirche die Sexualmoral der Kirche überzeugt leben!“ Offener Brief an den DBK-Vorsitzenden Kardinal Marx von Thomas Bauer


Bonn (kath.net) Eure Hochwürdigste Eminenz Erzbischof Dr. Reinhard Kardinal Marx!

In den letzten Tagen haben die Deutschen Bischöfe unter dem Eindruck des erschreckenden Missbrauchsskandals ihre Frühjahrskonferenz abgehalten. Sicherlich waren und sind die Zeiten für die Hirten der Kirche nicht einfach. Wenn man die letzten Wochen mitverfolgt hat, dann hat man auch gesehen, wie die Bischöfe um richtige Antworten und Konsequenzen auf diesen Skandal ringen. Dieses Ringen schätze ich sehr hoch ein.

Als überzeugter Katholik, der seine Kirche mit all seinen Schandtaten und Sünden liebt, möchte ich mich hiermit auch einmal kritisch zu Ihrer Pressemitteilung zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung äußern. Hierbei stört mich ganz besonders eine Aussage: „Die Sexualmoral der Kirche hat entscheidende Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften noch nicht rezipiert. Die personale Bedeutung der Sexualität findet keine hinreichende Beachtung. Das Resultat: Die Moralverkündigung gibt der überwiegenden Mehrheit der Getauften keine Orientierung. Sie fristet ein Nischendasein. Wir spüren, wie oft wir nicht sprachfähig sind in den Fragen an das heutige Sexualverhalten.“


In der ganzen Problematik um und über die Sexualmoral der katholischen Kirche wird von Ihnen nicht ein einziges Mal die Schönheit derselben erwähnt. Mit Ihrer Aussage konzentrieren Sie sich nur auf das Negative ohne auch nur einmal die Personen zu erwähnen, für die die katholische Sexualmoral ein Segen und eine Bereicherung für ihr Leben ist! Alle Personen/alle Familien, welche im Einklang mit der biblisch überlieferten Sexualmoral leben, werden einfach ignoriert. Hier scheint ein gesellschaftliches Phänomen in der Kirche angekommen zu sein. Es ist in den letzten Jahren so üblich geworden, dass man immer vom Gescheiterten/vom Negativen ausgeht, sich das Scheitern aber nicht eingestehen möchte. Um sich nun selber das Gewissen zu beruhigen, wird das Ideal und alle, die dieses leben, einfach schlecht gemacht. Die Schuld/den Fehler sucht man nicht bei sich selbst, sondern das vorgegeben Wertesystem ist einfach nur schlecht. Das ist natürlich menschlich, aber ist es auch sinnvoll?

Stellen wir uns mal vor, es würde jemand, nach einer intensiven Unfallsserie fordern, dass man zur Lösung dergleichen, die Straßenverkehrsordnung abschaffen soll. Was würden die Menschen dazu sagen?

Die ganzen schrecklichen Missbräuche haben ihre Ursache doch auch darin, dass man sich eben nicht an die Sexualmoral der Kirche gehalten hat! Dazu kommt auch noch, dass man Sünde und Schuld über Jahre in der Kirche für unmöglich gehalten hat. Ja, der Begriff „Sünde“ wurde immer mehr von Theologen und Kirchenvertretern aus dem Vokabular gestrichen! Bevor wir also jetzt die Sexualmoral ändern, sollte man nicht wieder klarer über Sünde und Schuld predigen? Liegt nicht hierin die Aufgabe der Hirte?

Ich würde mir wünschen, dass Sie und Ihre bischöflichen Mitbrüder auch endlich einmal all die Menschen würdigen, die aus großer Liebe zur Kirche und aus unendlichem Respekt zur Sexualität, die Sexualmoral der Kirche überzeugt leben! Nehmen Sie Ihr Hirtenamt auch den Menschen gegenüber wahr, die nicht wegen eines Scheiterns die Lehre der Kirche infrage stellen! Scheitern gehört zum Leben, dessen bin ich mir absolut bewusst! Aber, es gehört genauso zum Leben, dass man sich das Scheitern eingesteht und eben nicht alle Anderen und alles Andere dafür verantwortlich macht!

Bischöfe, Priester, Diakone und Laien, welche einen Missbrauch begangen haben, sind gescheitert! Dafür kann aber weder die Lehre der Kirche etwas noch die Sexualmoral! Ganz im Gegenteil! Das nicht einhalten der Sexualmoral hat ja zu diesem Missbrauch geführt!

Hochwürdigste Eminenz, stehen Sie endlich dazu, dass die Sünde und die daraus resultierende Missachtung der Sexualmoral zum Missbrauch führen! Eine Veränderung der Sexualmoral wird diese Tatsache nicht ändern!

Nur wenn man das eigene Scheitern und die eigene Sünde ohne wenn und aber akzeptiert, dann kann auch Heilung stattfinden. An meinem Scheitern bin nur ich selber verantwortlich!

Die Sünde als solche sehen, dafür Buße tun und anschließend umkehren und wieder Jesus Christus folgen, das ist jetzt gefragt!

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Theol. Thomas Bauer, M.A.

Thomas Bauer ist Theologe aus dem Bistum Eichstätt.


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Lesermeinungen

 Adamo 25. März 2019 
 

Die 10 Gebote

Niemand spricht heute noch von den
10 Geboten:

Kein Papst, kein Kardinal, kein Bischof, kein Priester und kein Kirchenbesucher.

Somit ist der Wille Gottes voll aus
dem Leben der Christen verschwunden.


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 Ulma 25. März 2019 
 

Danke für diesen exzellenten Brief!

Keuschheit ist die Norm der Liebe!

In der Eucharistie ist das Martyrium der Liebe zugegen. Die Eucharistie ist der Leib der Liebe! Was ist die Keuschheit anderes als eine Form von Martyrium, eine Norm für die Liebe. Nichts bereitet uns so sehr auf das Martyrium vor wie die Keuschheit und die Eucharistie. Der Heilige Geist bearbeitet unsere Seele, damit sie fähig wird, Widerstand zu leisten und Zeugnis zu geben für den Herrn. Es geht darum, Freiheitsakte zu setzen und sich den Provokationen der Unreinheit zu verweigern. Die Norm der Liebe abzusenken oder zu verdrehen, ist Verrat!
(Gedanken aus dem Buch: Daniel Ange, Die Eucharistie. Leib der Liebe, Linz 2006.)


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 Dr. Daniel Langhans 25. März 2019 
 

Ihr Lieben, ich danke Gott, dass es Euch gibt.


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 lesa 23. März 2019 

Dankbares Hören auf Christus anstatt Größenwahn

Werte(r)@[email protected]@Bernhard Joseph: Ganz genau. Etwas Bescheidenheit und auch Dankbarkeit für die Schätze an Orientierung, die wir zu vermitteln hätten, um der geplagten Lebenswirklichkeit aufzuhelfen, könnte Abhilfe schaffen. Das Recht, die Lehre auszuhebeln, haben sie nicht. Was sie natürlich können: noch eine neue Spaltung produzieren. Davon haben wir offensichtlich noch nicht genug. Deutschland ist halt weiter ... Welcher Größemwahn! Neben der "Theologie des Leibes" könnte man auch etwas Kirchengeschichte studieren.


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 Bernhard Joseph 23. März 2019 
 

Werter Montfort - Aggiornamento der Unsittlichkeit

"Wir spüren, wie oft wir nicht sprachfähig sind in den Fragen an das heutige Sexualverhalten"

Nun, Kardinal Marx trifft hier schon den wunden Punkt einer bestimmten Gruppe im Klerus, denn der Relativismus ist in der Tat sprachlos, wie er die heutigen Formen der Unzucht bewerten soll und sucht sein Heil darin, das Unsittliche einfach zum Sittlichen erklären zu wollen.

Der Übeltäter soll nicht aus unserer Mitte (Kirche) weggeschafft werden (1 Kor 5,13), sondern im Gegenteil, die Übeltäter sollen das Zentrum des "Glaubens" bilden.

Das Aggiornamento der Unsittlichkeit könnte man es nennen.


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 Montfort 23. März 2019 

Ja, werte @lesa!

Kardinal Marx sagt: „Die Sexualmoral der Kirche hat entscheidende Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften noch nicht rezipiert. Die personale Bedeutung der Sexualität findet keine hinreichende Beachtung. Das Resultat: Die Moralverkündigung gibt der überwiegenden Mehrheit der Getauften keine Orientierung. Sie fristet ein Nischendasein. Wir spüren, wie oft wir nicht sprachfähig sind in den Fragen an das heutige Sexualverhalten.“

Die Antwort an ihn und die anderen "Neue Kirche/Neue Moral"-Bischöfe ist jene, die sie sich - so ihre Vernunft nicht ganz vernebelt ist durch vernunfttrübende Lebensführung - eigentlich selbst geben können: Lesen Sie, werte Bischöfe, doch endlich (wieder) die "Theologie des Leibes" von Johannes Paul II. sowie seine Enzykliken, dazu die Predigten und Lehrschreiben von Papst em. Benedikt, und vielleicht auch noch "Humanae vitae" von Paul VI. - dort finden Sie Orientierung und dann werden Sie "sprachfähig" und "verkündigungsfähig"!


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 leibniz 23. März 2019 
 

Lesa, es ist eigentlich ganz einfach: In dieser vollkommen verweltlichten Kirche zählt das Evangelium gar nicht mehr.


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 lesa 23. März 2019 

Genau umgekehrt

Herrn Bauer stört ganz besonders eine Aussage: „Die Sexualmoral der Kirche hat entscheidende Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften noch nicht rezipiert. Die personale Bedeutung der Sexualität findet keine hinreichende Beachtung. Das Resultat: Die Moralverkündigung gibt der überwiegenden Mehrheit der Getauften keine Orientierung. Sie fristet ein Nischendasein. Wir spüren, wie oft wir nicht sprachfähig sind in den Fragen an das heutige Sexualverhalten.“
Hier wird von Kardinal Marx genau beschrieben, was fehlt. Nur die Begründung ist genau umgekehrt! Die Verkündiger, von Theologen und gewissen Humanwissenschaftern irregeleitet, haben das Potential für die Entfaltung der Persönlichkeit, die aus der Offenbarung in der katholischen Morallehre überliefert ist, nicht rezipiert, sondern unterwandert. Mit fatalem Ergebnis. Grüße auch aus Königstein und Maria Trost!


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 freya 23. März 2019 
 

Kardinal Marx und die ganze DBK wäre gut beraten vor Entscheidungen

den HL. GEIST anzurufen!
Wird er überhaupt noch zu ihren Versammlungen eingeladen und auch eingelassen?
Wäre in dieser Zeit besonders wichtig, wo anscheinend jeder Bischof seinen eigenen Vogel für den Hl. Geist hält. Nach den Früchten zu urteilen, befürchte ich sehr stark, dass die meisten Bischöfe ein äußerst dürftiges Gebetsleben führen und bestimmt auch keinen Rosenkranz mehr zur Hand nehmen!
Vielleicht sollte man es wieder machen wie vor dem letzten Konklave, wo man einen Kardinal "adoptieren" konnte, um konsequent für diesen zu beten. (Hat damals leider nur nichts geholfen - oder es wurde zu wenig gebetet?!).
Wie wär's also damit, die Aktion "Rosenkranz für unsern Bischof" zu starten?


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 Montfort 22. März 2019 

Danke für diesen „Offenen Brief“!

Man bekommt ja tatsächlich immer mehr den Eindruck, dass die Bischöfe „mit den Wölfen heulen“ oder vor ihnen davonlaufen - und die „davongelaufenen Schafe“ bestärken und sich in ihrer Mitte „wärmen“, hingegen die treuen Schafe derweilen in der Pferch verhungern lassen, sie als „dumme Schafe“ verachten und beschimpfen, die ihrer „neuen Freiheit“ im Wege stünden.

Und doch: Die Schafe kennen die Stimme ihres guten Hirten und folgen ihm - wenn auch die „Mietlinge“ in die Irre und ins Verderben gehen.


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 hortensius 22. März 2019 
 

zu Gypsi

Die guten Seiten der Kirche gibt es. Da sind die Christen ,die für ihren Glauben in Nigeria, im Sudan, in Pakistan usw. für ihren Glauben täglich ihr Leben riskieren. In der nur 12jährigen nationalsozialistischen Zeit haben Priester und Laien mutig widerstanden. nur 0,36% - also nicht einmal ein Prozent fiel damals dem Zeitgeist anheim. Von 25 000 Priestern wurden über 1000 ermordet, Tausende waren in den KZs in Sachsenhausen, Buchenwald und Dachau. Sie wären so gute Vorbilder , wenn sie mehr in den Predigten Sonntagszeitungen und im Unterricht erwähnt würden.


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 Fides Mariae 22. März 2019 
 

Da wurde die Wahrheit ausgesprochen

"Die Sexualmoral der Kirche hat entscheidende Aussagen aus Theologie und Humanwissenschaften noch nicht rezepiert." Jawohl, die entscheidenden Aussagen vom Hl. Johannes Paul II zur Theologie des Leibes wurden noch nicht rezipiert! Da habt Ihr recht, liebe deutsche Bischöfe! Bitte schnell nachholen!

@Wedlerg: Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen mit Ihrem Satz "Das Sexualverhalten der Leute heute ist so weit weg von dem, was den Menschen guttut und sie glücklich macht." Wie schlimm, dass unsere Bischöfe das nicht verstehen und sehen. Zeigt wieder, wie weit weg sie in Wirklichkeit von der Lebenswirklichkeit ihrer Schäfchen sind.


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 wedlerg 22. März 2019 
 

Es ist zum Kotzen, was Marx macht

Man kann es leider nicht anders sagen. Das Sexualverhalten der Leute heute ist so weit weg von dem, was den Menschen guttut und sie glücklich macht. Das ist v.a. in Gremieneinrichtungen der Kirchen so, wo serielle Monogamie an der Tagesordnung ist - als Ideal - denn schlimmere Verirrungen sind eher an der Tagesordnung.

Die Jugendlichen bekommen fürchterliche Vorbilder. Die Konsequenz: Bindungslosigkeit, Unfähigkeit zu lieben, Vereinsamung, etc.

Nur weil ein paar Gremienleute ihre eigene Sexualunmoral exkulpieren wollen und weil die Verirrung der Masse um sich greift, muss man sich nicht der Sexualmoral der Kirche schämen.

Die Sexualmoral der Kirche war immer dann stark und glaubwürdig, wenn der Glaube stark war. Wer glaubt, dem erscheint die Heiligkeit der Ehe mit allen radikalen Konsequenzen schön und erstrebenswert. Wer natürlich nur noch Ersatzgötzen (Fremde, Klima, Gender) anhimmelt, wird in der Ehe ein Hindernis sehen und in der Pille und Abtreibung pol. Ziele.


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 Smaragdos 22. März 2019 
 

"Das nicht Einhalten der Sexualmoral hat ja zu diesem Missbrauch geführt!"

"Bischöfe, Priester, Diakone und Laien, welche einen Missbrauch begangen haben, sind gescheitert! Dafür kann aber weder die Lehre der Kirche etwas noch die Sexualmoral! Ganz im Gegenteil! Das nicht Einhalten der Sexualmoral hat ja zu diesem Missbrauch geführt!"

DAS ist die Wahrheit!


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 Micha3,8 22. März 2019 
 

Röm 6

Bei der ganzen Diskussion wird vergessen, dass es sich beim christlichen Glauben nicht um ein wenig metaphysischen Zuckerguß über unsere Lebenswirklichkeit handelt, sondern um eine Einladung zu einem neuen Menschsein, das alle Bereiche unseres Lebens umfasst, vgl. Röm 6.4.11


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 mirjamvonabelin 22. März 2019 
 

Danke Herr Dipl.-Theol. Thomas Bauer

Ich schließe mich vollumfänglich ihrem Brief an.
Sie sprechen mir aus der Seele.


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 griasdigott 22. März 2019 

persönliche Übergabe!

Der Brief ist sehr gut geschrieben, sehr gut argumentiert. Auch ist der Brief nicht zu lang und gut lesbar. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn sonst hat man keine Chance, dass er überhaupt gelesen wird!

Nur als Idee für hier und bei anderen Themen wie z. B. Kirchensteuerumwidmung, fragwürdige Zahlungen aus der Kirchensteuer für "Seenotrettung" (=Schlepperdienste) usw:

Persönliche Übergabe des Briefes an den Bischof! Nach dem Gottesdienst z. B., nach einer Firmung, wann immer auch man die Chance dazu hat.

Hab ich mal selber mitbekommen. Der Pfarrer war nicht angetan davon. Heute hat der Briefübergeber sogar eine kirchliche Anstellung. Ich durfte den Brief sogar vorher lesen. War keine Bitte um eine Anstellung, sondern Kritik.

Wäre vielleicht prinzipiell eine Idee, dem Bischof einen Brief zu übergeben.
Das meiste wird ja bestimmt vorher abgefangen von den Mitarbeitern, das bekommt er nie zu Gesicht.


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 petrafel 22. März 2019 
 

... weil es richtig ist

Zu den genannten Gründen, die Sexualmoral der Kirche zu leben möchte ich noch einen weiteren Beweggrund anfügen: Es gibt tatsächlich eine Menge Menschen, die die Sexualmoral der Kirche leben (bzw. versuchen zu leben und eigenes Scheitern anerkennen), weil sie sie verstehen und weil sie erkannt haben, dass das, was die Kirche zum Thema Sexualität lehrt, richtig und sinnvoll ist. Diese Menschen müssen jetzt mit ihrem Gewissen gegen die noch nicht ausreichend rezipierten "entscheidenden Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften" ankämpfen. Das ist einfach verkehrte Welt!


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 maxjosef 22. März 2019 
 

Man kann sich an den Fingern einer Hand abzählen, dass dieser "ergebnisoffene synodale Prozess", den die deutschen Bischöfe in ihrer Verzweiflung nun angeleiert haben, die Frustration eher noch verstärken wird. Weder steht es in der Macht der DBK, den Katechismus der Kirche zu ändern, noch steht es in ihrer Macht, den Zölibat abzuschaffen. Dass eine Abschaffung der überlieferten Morallehre und des Zölibats bei vielen unserer sogenannten Laienvertreter und auch bei vielen Bischöfen auf der Agenda stehen, kann man sich ebenfalls an den Fingern einer Hand abzählen. "Ergebnisoffen" ist hier vermutlich gar nix. Am deutschen Kirchenwesen soll wieder einmal die Welt genesen, was angesichts des desolaten Zustandes der Kirche in Deutschland im Vergleich zu vielen vitalen Ortskirchen weltweit geradezu grotesk anmutet.


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 gebsy 22. März 2019 

Primäres Problem

ist nach meiner bald 40-jährigen Erfahrung der sakrilegische Umgang mit dem Eucharistischen Herrn.
Wenn ohne Bedingungen etwas auf die Hand gereicht wird, darf sich niemand wundern, dass Anbetung und Beichte nicht verstanden werden.
http://www.kathtube.com/player.php?id=19100
http://www.kathtube.com/player.php?id=47524


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 lesa 22. März 2019 

Die tiefe Bedeutung der Moral

Danke Herr Bauer! Wie dankbar müssten wir sein um die klare Darlegung der Kirche (Theologie d. Leibes, HV etc). von Gott her!
Sie macht den Menschen im Innersten gesund, denn sie führt zum Einklang mit dem Liebeswillen Gottes - zur Würde als Abbild Gottes in der ewigen Glückseligkeit schon jetzt, zu leben.
Die Lebenswirklichkeit, das Scheitern ist im Licht der vergebenden Liebe Gottes keine Katastrophe. Aber eine Bischofskonferenz, die den Stil umdreht, den Weg in das, was auf Dauer die Vereinigung mit Gott verhindert, nämlich die Sünde, als möglichen Weg erklärt anstatt der Umkehr zum von Gott gewiesenen Weg ins Licht, in die Freiheit, beraubt die Menschen um echten Frieden und Freude!
"Die katholische Lehre ist herausgefordert, und im Namen von selbsternannten intellektuellen Haltungen erfreuen sich Theologen daran, das Dogma zu dekonstruieren und die Moral ihrer tiefsten Bedeutung zu entziehen. Relativismus ist die Maske eines als Intellektuellen getarnten Judas (Kard. Sarah)


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 MSM 22. März 2019 
 

@Winrod

"Im Übrigen: Was heißt , die Sexualmoral der Kirche habe "entscheidende Erkenntnisse der Theologie nicht rezipiert"?"

Dies fällt wohl in den Bereich der Befreiungstheologie, die Hand in Hand geht mit den antichristlichen Strömungen der 68er und des Kommunismus, dessen Ziel es immer war und ist, Gott aus den Herzen und Köpfen der Menschen auszulöschen. Diese Art der "Theologie" feiert in diesen Tagen durch Mietlinge innerhalb der Kirchenhierachie ihr großes Comeback. Oder müsste man sagen ihr umfassendes Communing-out?


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 Passero 22. März 2019 
 

Vielen Dank, Herr Bauer!

Hoffentlich dringen diese wichtigen Worte auch bis zum Herrn Kardinal vor!


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 Dottrina 22. März 2019 
 

Sehr schön formulierter Brief!

Herrn Bauer sei sehr dafür gedankt. Allerdings bezweifle ich, dass Kard. Marx diesen Brief zur Kenntnis nimmt oder gar darauf antwortet. Vielleicht auch doch, denn das Schreiben ist ja als offener Brief verfasst. Möge der Kardinal einmal in sich gehen und über das Geschriebene meditieren. Aber bei ihm bin ich schlicht und ergreifend pessimistisch.


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 martin fohl 22. März 2019 
 

Sehr gut!

Aber auf eine Antwort in diesem Geiste werden wir, wie immer, vergeblich warten! Da hilft wirklich nur noch beten und die ständige persönliche Gewissenserforschung!
Hl Michael bitte für uns!


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 Philipp Neri 22. März 2019 

Relativismus in Reinkultur!

Die zitierte Aussage von Kardinal Marx zeugt davon, dass er die Katholiken, die nach der Lehre der Kirche ihr Leben ausgerichtet haben, disqualifiziert als naiv und hinterwäldlerisch.
Diese Abqualifizierung ist eines studierten Theologen unwürdig, da er außer Acht lässt, dass mit der Gnade Gottes und mit einem gottesfürchtigen Leben dieses durchaus lebbar ist und die vollste Erfüllung des Lebens darstellt!
Gott überfordert dabei keinen, aber anscheinend die angeblichen Theologen, die nicht bereit sind, den Glauben auch gemäß des Lehramtes zu leben und die meinen, es immer besser wissen zu müssen!
Nicht derjenige, der sich bemüht, heilig zu leben, ist naiv, sondern derjenige, der die Lehre Christi relativiert, weil er dem sogenannten Zeitgeist hinterherläuft!


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 Winrod 22. März 2019 
 

Mutig!

Vielen Dank für Ihren Mut, Herr Bauer!
Im Übrigen: Was heißt , die Sexualmoral der Kirche habe "entscheidende Erkenntnisse der Theologie nicht rezipiert"? Damit kann doch nur eine Theologie gemeint sein, die den Boden der biblischen Überlieferung verlassen hat.


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 Ad Verbum Tuum 22. März 2019 

@Eliah

genau - auch Papst Benedikt XVI hatte dies häufiger formuliert.
Vorbild dazu immer wieder: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn und dort die Haltung des beim Vater gebliebenen Sohnes der mit seinem Schicksal, mit seiner Selbstbeschränkung hadert, weil er das Glück, den Segen und die Gnade nicht sehen konnte die ihm zuteil war, da er ja stets schon beim Vater war.
In einem der JESUS-Bücher von BXVI ist dies als mahnendes Beispiel ausformuliert.
Ich hatte ja auch schon geschrieben: Predigt doch ENDLICH von der Theologie des Leibes - das befreit und versöhnt.


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 Bernhard Joseph 22. März 2019 
 

Kardinal Marx und "Bischöfin" Margot Käsmann

Das Dreamteam des Relativismus!

Am Besten wäre es, wenn Kardinal Marx nun auch formal zum Protestantismus konvertierte, glaubenseitig hat er ja die Konversion längst vollzogen.


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 nazareth 22. März 2019 
 

Wie schön! Ein offenes wahres klares Zeugnis und Wort an die Bischofskonferenz!! Wenn das Ringen um die Theologie des Leibes in der Katholischen Kirche aufhört, sehr geehrte Herrn Bischöfe, wo sehen sie dann Kirche und Gesellschaft morgen? Ich sehe sie moralisch und physisch und gesellschaftlich tot. Denn körperliche Krankheit durch Promiskuität in der Sexualität, Kinderschwund, zerfallene gesellschaftliche Strukturen durch Zerfall der Verbindlichkeit von Ehe und Familie, und Willkür in der Erziehung durch Regelmangel und eigene Ohnmacht, führen zum Tod einer Gesellschaft. So ernst ist der Auftrag der Kirche in diesen Fragen. Unterschätzen Sie bitte nicht die Folgen des Unterlassens der Hirtenaufgaben für Kirche und Welt. Nur die Kirche verkündet diese Lehre für das Leben, die Familie, die Ehe und die Soziallehre. Wenn sie es nicht tut sind wir dem Zerfall ausgeliefert.


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 Eliah 22. März 2019 
 

Kardinal Marx ist ganz arm dran

Dieser offene Brief hat mich an ein Wort von Pater Karl Wallner aus Heiligenkreuz erinnert. Er sagte sinngemäß, dass manche Leute in der Kirche ihm vorkommen, als habe der Engel den Hirten in Bethlehem nach der Geburt Christi damals nicht gesagt habe "Ich verkünde euch große Freude", sondern "Ich verkünde euch ein großen Problem, über das wir lange im Dialog bleiben müssen". Kardinal Marx gehört wohl zu diesen Menschen. Sie wissen anscheinend nichts von der Freude und Schönheit das Glaubens, nichts von Befreiung aus Knechtschaft und Sklaverei, nichts von göttlicher Gnade, nichts vom EINZIGEN Erlöser des Menschengeschlechts. Sie sind, um es mit einem Wort zu sagen, trotz aller theologischer Studien ganz arm dran.


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 horologius 22. März 2019 
 

Exakt

die richtige Antwort auf diese Marxismen. Wenn ein Priester Mißbrauch begeht, wurde die persönliche Bedeutung seiner Sexualität nicht ausreichend beachtet, oder was?


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 Gipsy 22. März 2019 

Ja, so ist es

es wird Zeit , diejenigen nicht wegzudrängen, die in aufrichtiger Weise ein gläubiges und christlich zielgerichtetes Leben führen.Dazu gehört auch eine gesunde Sexualmoral, die ausgehend von der kirchlichen Lehre , gelebt wird.

Warum werden diese guten Zustände nicht beachtet, warum wird nur dem kirchlichen Schmutzkübel ,den es auszulehren gilt die höchste Beachtung geschenkt?

Viele Vertreter der Kirche haben sich schwer versündigt das ist eine große Wunde, die die Kirche nun schwächt. Diese schließt sich nicht, kann nicht heilen, wenn die Heilsalbe dafür, in die Tonne geworfen wird.Wenn noch mehr das Nest beschmutzt wird, kann es irgendwann nicht mehr gesäubert werden und ein anderes steht nicht zur Verfügung.

Zeigt endlich mal den guten Seiten der katholischen Kirche auch etwas Beachtung, oder gibt es diese nicht mehr?


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 DamianBLogos 22. März 2019 
 

Die Begriffe Keuschheit und Reinheit wurden auch gestrichen

Nicht „Homosexualität“, sondern Unkeuschheit ist der primäre Grund eines moralisch korrupten Klerus.
http://b-logos.de/?p=1818


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 chronotech 22. März 2019 

BRAVO!!!

Endlich melden sich auch junge Theologen, welche zur Theologie der römisch-katholischen Kirche stehen! Habt keine Angst! Weiter so!


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