Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. Besser keine Laienpredigt
  4. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  5. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  8. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  9. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Albanische Orthodoxie übt Kritik an Bartholomaios und Kyrill

17. März 2019 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Albanische orthodoxe Kirche erkennt neue "Orthodoxe Kirche der Ukraine" nicht an - Einberufung einer panorthodoxen Versammlung der Oberhäupter aller autokephalen Kirchen verlangt, um "Gefahr eines schmerzlichen Schismas" zu vermeiden.


Wien-Tirana (kath.net/ KAP)
Die innerorthodoxe Auseinandersetzung um das ukrainische Kirchenproblem geht weiter. Die orthodoxe Kirche von Albanien hat jetzt auf ihrer Website einen Beschluss ihres Heiligen Synods vom 4. Jänner veröffentlicht, dieser Beschluss war am 14. Jänner brieflich dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. zur Kenntnis gebracht worden. Der Heilige Synod der Kirche von Albanien hat in dem unter dem Vorsitz von Erzbischof Anastasios (Yannulatos) gefassten Beschluss die neue "Orthodoxe Kirche der Ukraine" ausdrücklich nicht anerkannt, die Gültigkeit der Weihen der Bischöfe und Priester dieser Kirche in Zweifel gezogen und dringlich eine "Synaxis" (Versammlung) der Oberhäupter der autokephalen Kirchen verlangt. In dem Schreiben wird Kritik an Konstantinopel, an Kiew und an Moskau geübt.


In dem von Erzbischof Anastasios unterzeichneten Brief an Patriarch Bartholomaios wurde laut "Pro Oriente" (Samstag) die Abhaltung einer "Synaxis" so bald wie möglich angemahnt, um die "Gefahr eines schmerzlichen Schismas" zu vermeiden. Die im Oktober 2018 von Erzbischof Anastasios zum Ausdruck gebrachte Besorgnis über eine Vertiefung der Kirchenspaltung in der Ukraine durch das Autokephalie-Projekt habe sich bewahrheitet. Hoffnungen, dass sich die Aufregung legen würde und die autokephalen orthodoxen Kirchen die neue Situation in der Ukraine akzeptieren, seien "unbegründet", wenn man sich die Geschichte der kirchlichen Schismen vor Augen halte.

In dem Beschluss des Heiligen Synods in Tirana wurde insbesondere die Gültigkeit der von dem laisierten, exkommunizierten und mit dem "Anathema" (Kirchenbann) belegten "Patriarchen" Filaret (Denisenko) gespendeten Weihen in Zweifel gezogen. Diese Weihen seien ungültig und entbehrten der Gnade des Heiligen Geistes. Ausdrücklich bezweifelte der albanische Heilige Synod auch die Kanonizität der Weihe des neugewählten Oberhaupts der "Orthodoxen Kirche der Ukraine", Metropolit Epifanij (Dumenko).

Die albanischen Bischöfe erinnerten daran, dass andere orthodoxe Kirchen - so etwa die Kirchen von Serbien, Rumänien, Bulgarien, Polen, Albanien, Tschechien und der Slowakei - im Wunsch nach der Autokephalie geeint gewesen seien. In der Ukraine hingegen habe sich die von Metropolit Onufrij (Berezowskij ) geleitete ukrainisch-orthodoxe Kirche mit ihren Millionen von Gläubigen dem Autokephalie-Projekt verweigert. "Anstelle einer Versöhnung und Einheit der orthodoxen Gläubigen in der Ukraine steht vor uns die Gefahr einer Spaltung in der ganzen orthodoxen Welt", stellte der albanische Heilige Synod fest. Umso notwendiger sei die Einberufung einer gesamtorthodoxen "Synaxis".

Der Heilige Synod der albanischen orthodoxen Kirche erneuerte aber auch seine Kritik an der Entscheidung der russisch-orthodoxen Kirche, nicht am Konzil von Kreta teilzunehmen und noch mehr am Abbruch der eucharistischen Gemeinschaft zwischen den Patriarchaten von Moskau und Konstantinopel. Die Eucharistie müsse außerhalb aller kirchenpolitischen Konflikte stehen.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Papst Leo XIV. wirbt für engere Zusammenarbeit mit Ostkirchen
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Ökumenisches Patriarchat weist Vorwürfe Russlands zurück
  4. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  5. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  6. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  7. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  8. Einladung aus orthodoxer Mönchsrepublik Athos für US-Präsident Trump
  9. Katharinenkloster-Abt Simeon zum Bischof geweiht
  10. Orthodoxe Fastenzeit beginnt am kommenden Montag







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  14. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  15. 'Für jeden Unsinn ein Bischof' - Scharfe Kritik an Erzbischof Heße

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz