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Kiews Großerzbischof betont "gelebte Religionsfreiheit" in Israel

18. März 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Griechisch-katholischer Großerzbischof Schewtschuk äußert sich bei Begegnung mit israelischem Staatspräsidenten Rivlin


Wien-Jerusalem (kath.net/KAP) Der Kiewer griechisch-katholischer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk hat bei einer Begegnung mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin vergangene Woche in Jerusalem betont, dass die gelebte israelische Religionsfreiheit vorbildlich für die Ukraine sein könne. Das berichtete die Stiftung "Pro Oriente" am Mittwoch.
Die Ukraine sei eine interreligiöse und multiethnische Gesellschaft, aber sie sei seit Jahren "verwundet". Umso mehr würden alle Ukrainer um Frieden beten. Wörtlich erklärte der Großerzbischof: "Der Schmerz und das Gebet der Ukraine könnten die 'Stimme in der Wüste' sein, die unablässig ruft: Investiert nicht in den Krieg, tut alles für den Frieden. Für die Ukraine und die Repräsentanten der Religionsgemeinschaften des Landes ist sehr wichtig, dass Israel unseren Schmerz versteht."
Schewtschuk fügte hinzu, dass die Ukraine von der Erfahrung Israels lernen wolle. Die Religionsfreiheit, wie sie Israel lebe, sei auch in der Ukraine notwendig.
Der Großerzbischof legte seine Meinung dar, dass der Krieg in der Ukraine der Versuch sei, "die Sowjetunion zurückzubringen". Man wolle diese Absicht mit der Kraft der Waffen der ukrainischen Gesellschaft aufzwingen. Das Sowjetregime habe aber für die Ukraine den Verlust der Religionsfreiheit bedeutet, die 1946 in die Katakomben gezwungene ukrainische griechisch-katholische Kirche sei faktisch die größte Oppositionsbewegung gegen das kommunistische Regime gewesen.
"Wir beten um Frieden, wir wollen mit allen in Frieden leben, aber nicht alle wollen mit uns in Frieden leben", sagte Schewtschuk, und weiter: "Unser allukrainischer Kirchenrat ist eines der Werkzeuge zum Aufbau des interreligiösen, interkonfessionellen und interethnischen Friedens in der Ukraine". Er hoffe, dass die gemeinsame Pilgerreise nach Jerusalem Segen für die Ukraine bringen werde, so der Großerzbischof.


Schewtschuk war Mitglied der Delegation der Pilgerreise, die der allukrainische Kirchenrat ins Heilige Land unternommen hatte. Alle in der Ukraine präsenten Kirchen und Religionsgemeinschaften waren hochrangig vertreten, die neugegründete autokephale Orthodoxe Kirche der Ukraine allerdings nur durch einen Priester. Die Pilgerreise hatte spirituellen und ökumenischen Charakter. Im Dialog mit israelischen Gesprächspartnern wurde aber auch versucht, Befürchtungen im Hinblick auf antisemitische Töne in radikalnationalistischen ukrainischen Gruppierungen zu zerstreuen.
Die Delegation aus Kiew traf nicht nur mit Präsident Rivlin zusammen, sondern auch mit dem Vorsitzenden der Knesset sowie politischen und religiösen Führungspersönlichkeiten. Besonders interessiert war die ukrainische Delegation an den israelischen Erfahrungen bei der Gestaltung des Verhältnisses zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften. Ein wichtiges Thema war auch die Entwicklung des Pilgerwesens. Jerusalem, Bethlehem und Nazareth sowie andere heilige Stätten sind heute wieder bevorzugte Ziele orthodoxer Pilger wie zuletzt vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Der orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., empfing am 4. März die beiden Mitglieder der AUCCRO-Delegation aus der ukrainisch-orthodoxen Kirche (des Moskauer Patriarchats), Bischof Wiktor (Kotsaba) von Baryschewka (er ist auch Leiter der Vertretung seiner Kirche bei den europäischen Organisationen) und Erzpriester Nikolaj Danilewytsch, den stellvertretenden Leiter des Außenamts der ukrainisch-orthodoxen Kirche. Der Patriarch betonte, dass die Kirchenkrise in der Ukraine eine "Herausforderung für die ganze Orthodoxie" sei. Er hoffe, dass die Orthodoxie die Kraft finden werde, diese Krise zu überwinden und ihre Einheit zu bewahren. Zugleich betonte er seine Unterstützung für Metropolit Onufrij, das Oberhaupt der ukrainisch-orthodoxen Kirche.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Großerzbischof Schewtschuk (c) Ukrainische griechisch-katholischen Kirche


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