Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  3. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  8. Beschließen ohne zu entscheiden?
  9. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  10. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  11. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  12. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  13. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag

Schmerzlich geprägt von sexuellen Missbrauchsfällen des Gründers

7. März 2019 in Weltkirche, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wir haben Verständnis dafür, dass Opfer auf unsere Gemeinschaft noch immer wütend sind - Johannesgemeinschaft hat eine aktuelle Stellungnahme zu den Missbrauchs-Vorwürfen gegen den Gründer der Gemeinschaft, P. Marie-Dominique Philippe, veröffentlicht


Wien-Paris (kath.net)
Kath.net dokumentiert die Erklärung im Wortlaut:

Infolge eines in den letzten Tagen ausgestrahlten schockierenden Zeugnisses eines Missbrauchsopfers von P. Marie-Dominique Philippe legen die Brüder des Hl. Johannes in erster Linie Wert darauf, alle Opfer von Neuem um Verzeihung zu bitten.

Die Brüder des Hl. Johannes verurteilen jeglichen Vorfall von sexuellem Missbrauch und Machtmissbrauch und bekräftigen ihr Engagement in Gemeinschaft mit Papst Franziskus im Kampf gegen den Missbrauch. Sie sind sich dessen bewusst, dass ihre ca. 45jährige Ordensgeschichte schmerzlich geprägt ist von sexuellen Missbrauchsfällen ihres Gründers – was auf eigene Initiative des Generalpriors 2013 enthüllt wurde – und von Mitbrüdern, sowie von Irrtümern, die im Umgang mit sexuellen Missbrauchsfällen geschehen sind, insbesondere durch ein fehlendes Bewusstsein des Leidens der Opfer und durch die mangelnde Ausbildung und unzureichende Vorgangsweisen im Umgang mit derartigen Fällen.

Fehler, wie sie in der Vergangenheit geschehen sind, wären heute nicht mehr möglich und das schon seit mehreren Jahren. Jeder gemeldete Vorfall wird entsprechend der staatlichen und kirchlichen Gerichtsbarkeit behandelt.

Wir haben Verständnis dafür, dass Opfer auf unsere Gemeinschaft noch immer wütend sein können. In einem Brief an alle Brüder vom 20. Februar[1] dieses Jahres schrieb der Generalprior P. Thomas Joachim, um über die schmerzhafte Frage des Missbrauchs Rechenschaft abzulegen: „Ich möchte mit diesem Brief die Gelegenheit nutzen, um jene Opfer um Verzeihung zu bitten, die nicht ausreichend gehört und/oder begleitet wurden (…). Ich möchte die Opfer unseres Gründers und einiger Mitbrüder um Verzeihung bitten.“


Das Leitungsorgan der Brüder des Hl. Johannes hat seit Jahren mit Mut und Entschlossenheit wichtige Maßnahmen durchgeführt, damit die Irrtümer und Fehler der Vergangenheit sich nicht mehr wiederholen können. In einem Brief des Vatikans vom 18. Februar 2019 an den Generalprior der Brüder „anerkennt [das Dikasterium] die unternommenen Maßnahmen und möchte alle Brüder und Schwestern des Hl. Johannes ermutigen, diesen Weg in Demut und mit Mut, Vertrauen und Entschiedenheit weiter zu gehen.“

Der Generalprior präzisiert in seinem Brief vom 20. Februar 2019 an die Brüder: „Um gegen den vielfältigen Missbrauch und jenes interne Klima zu kämpfen, das dieses ermöglicht hat, mussten wir zumindest in vier Bereichen Maßnahmen umsetzen. Sie betreffen: 1) die Ausbildung der Brüder 2) eine Einrichtung, damit Opfer sofort gehört werden 3) eine Einrichtung, um gemeldete Vorfälle seriös und schnell behandeln zu können 4) Maßnahmen zur Begleitung von Missbrauchsopfern und echte Hilfestellung.“ Tatsächlich wurden seit mehreren Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt; diese betrafen zugleich: die Unterscheidung der Berufung, die Grund- und weiterführende Ausbildung der Brüder in affektiven und sexuellen Fragen, die Prävention von Pädophilie, die geistliche Begleitung, Vorgangsweisen im Umgang mit Anschuldigungen bzw. Zeugenaussagen gegen einen Bruder, und im Besonderen die Errichtung einer Missbrauchskommission in 2015, der auch zwei Laien – darunter eine Psychologin – angehören, was eine uneingeschränkte Zusammenarbeit mit Rom und den staatlichen Behörden mit einschließt. Für all das nehmen wir die Unterstützung von externen Fachleuten in Anspruch.

Wir möchten daran erinnern, dass jede (betroffene) Person mit der Missbrauchskommission direkt Kontakt aufnehmen kann unter der Mailadresse: [email protected] oder sich an die Beschwerdestelle der französischen Bischofskonferenz wenden kann unter: [email protected]

Unser Engagement zur Korrektur der Fehler ist auch motiviert von dem Wunsch, dass all das Gute nicht übersehen wird, das in den ca. 50 Prioraten der Brüder vom Hl. Johannes auf allen 5 Kontinenten geleistet wird, und dass das Leben der großen Mehrheit der Brüder, dem Dienst an Gott und den Menschen geweiht, weiterhin ein Zeichen der Hoffnung in dieser Welt ist.

Mit folgenden Worten beendete der Generalprior den Brief vom 20. Februar an seine Brüder: „Dank der Kraft des johanneischen Charismas, das wir empfangen haben, dank unserer Brüderlichkeit, die mich noch kürzlich während unserer letzten Vikariatstreffen erstaunt hat, angesichts aller Prüfungen, die wir gemeinsam durchgemacht haben, und aller umgesetzten Maßnahmen, bin ich überzeugt, dass Kardinal Braz de Aviz [Präfekt der Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens] in seinem Brief vom Juni 2016 uns zu recht gesagt hat: „Dass junge Menschen in eurer Familie des Hl. Johannes zum geistlichen Leben berufen werden können, ist ein Gut für sie und die Kirche.“ Die gemeinsame begonnene Arbeit wird für unsere Gemeinschaft mittelfristig sicherlich Frucht bringen, auch wenn wir unter Tränen säen müssen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  2. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  3. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  4. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  5. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  6. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  7. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  8. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  9. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  10. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  5. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  9. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz