05 März 2019, 08:00
Zeitung: Vatikan soll verschwundenes Mädchen im Campo Santo suchen
 
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Familie von 1983 verschwundener Emanuela Orlandi (damals 15 Jahre) hat laut "Corriere della Sera" Vatikan um neue Ermittlungen und Untersuchung eines Grabes auf dem Friedhof der deutsch- und flämischsprachigen Länder im Vatikan gebeten

Rom (kath.net/KAP) Im Fall des 1983 verschwundenen Mädchens Emanuela Orlandi soll die Familie den Vatikan um neue Ermittlungen gebeten haben. Es gebe Hinweise, dass ein Grab auf dem Friedhof der deutsch- und flämischsprachigen Länder, dem Campo Santo Teutonico im Vatikan, Knochen des im Alter von 15 Jahren verschwundenen Mädchens enthalten könnte, schrieb die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" am Montag. Woher die Hinweise stammen, wurde in dem Zeitungsbericht nicht gesagt.

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Die Anwältin der Angehörigen habe am 25. Februar an den vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin geschrieben, um Informationen über das Grab zu erhalten. Ein weiteres Schreiben sei an den "Promotore di giustizia della Santa Sede", der am Vatikangericht in etwa dem Staatsanwalt entspricht, gegangen. Die Angehörigen erhoffen sich demnach, dass der Vatikan zu dem Grab auf dem Campo Santo Teutonico ermittelt.

Gerüchte über den Verbleib Emanuela Orlandis gibt es immer wieder. Im Oktober 2018 hatten auf dem Gelände der vatikanischen Botschaft in Rom gefundene Knochen diesbezüglich für Wirbel gesorgt. Eine DNA-Untersuchung ergab jedoch, dass diese von einem Mann und aus der Zeit der Antike stammten, etwa zwischen 90 und 230 nach Christus.

Der Fall der vatikanischen Staatsbürgerin Emanuela Orlandi gehört zu den aufsehenerregendsten Kriminalfällen der jüngeren italienischen Geschichte. Über das Schicksal des Mädchens, Tochter eines Vatikanangestellten, gibt es trotz unzähliger Spekulationen keine gesicherten Erkenntnisse.

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Archivbild: Plakat aus der Zeit nach der Entführung mit Vermisstenanzeige

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