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Deutsche Kirchensteuergelder für Genderirrsinn

4. März 2019 in Kommentar, 36 Lesermeinungen
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Aurica Jax übernimmt die Leitung der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der DBK ODER wie die Deutsche Bischofskonferenz Ihre Kirchensteuergelder für den Genderirrsinn missbraucht - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Bonn (kath.net)
Die Besetzung von Leitungspositionen ist politisch. Immer! Das gilt auch für die Kirche. Das gilt für die Kirche besonders dann, wenn sie sich durch ein fiskalisches System finanziert. Es gibt also keine Alternative dazu, die Besetzung der Position der Leiterin der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge ebenfalls politisch zu beurteilen.

In der vergangenen Woche hatte die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz bekannt gegeben, dass Dr. Aurica Jax ab 1.April 2019 die Leitung der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der DBK übernimmt. Die neue Leiterin hatte in der Vergangenheit in der Genderforschung und Zoologischen Theologie gearbeitet, sie hatte in Münster bei Prof. Wacker und zuletzt in Köln bei Prof. Wendel als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet. Ihr Aktuelles Forschungsprojekt trägt den Namen „„Leib Christi“ – gendersensible Rekonstruktion einer theologischen Metapher“ und ist das Nachfolgeprojekt des Forschungsprojekts „Leib Christi - gendertheoretische Dekonstruktion eines zentralen theologischen Begriffs“. Bis zur Einstellung des Magazins war sie Mitherausgeberin der feministischen Zeitschrift „Schlangenbrut“.


Die Arbeitsstellen der DBK beraten die Konferenz in Sachfragen und tragen so wesentlich zur Meinungsbildung und Entscheidungsfindung der Bischöfe in Deutschland bei. Wird diese solche Arbeitsstelle nun mit einer Theologin besetzt, die in einschlägigen Projekten der Genderforschung gearbeitet hat, so wird damit unmissverständlich ein Signal pro Gendermainstreaming gesetzt. Es darf davon ausgegangen werden, dass hier eine Genderarbeitsstelle durch die Hintertür eingeführt wird. Zugleich wird ja mit der Verschiebung von Frauenpastoral hin zu Genderpastoral den Frauen ein Bärendienst erwiesen. Nach wie vor hält sich der Irrtum, bei Gendermainstreaming gehe es um ein Erstreiten von Gleichberechtigung für Männer und Frauen.

In Wirklichkeit geht es um die Dekonstruktion der Geschlechter an sich, indem Gendermainstreaming biologisches und soziales Geschlecht voneinander trennt.

Diese schöpfungswidrige Ideologie hatte Papst Benedikt XVI. schon im Jahr 2012 kritisiert. Papst Franziskus nennt sie gar eine dämonische Ideologie. Die Aufregung über den umstrittenen Genderflyer, den die Arbeitsstelle für Frauenpastoral gemeinsam mit der Kirchlichen Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen e.V. herausgegeben hatte, ist unvergessen. Mehrere Bischöfe hatten gegen den Flyer, der ohne jegliche Absprache oder Genehmigung der Konferenz in ihrem Namen und mit Logo der DBK erschienen ist, protestiert. Der Flyer ist trotz der Proteste sowohl online als auch in Papierform nach wie vor im Umlauf.

Die Arbeitsstellen der DBK werden, wie alle Aktivitäten der Kirche in Deutschland auf der Ebene der DBK und des VDD aus Mitteln der Kirchensteuer direkt, aus wirtschaftlicher Aktivität oder aus Vermögenserträgen finanziert. Am Ende läuft es auf eines hinaus: Es sind immer Gelder der Katholiken.

Auch diese Leitungsstelle wird von den Kirchenmitgliedern bezahlt. Die Mehrzahl der Katholiken mag das nicht kümmern, da ca. 90% der Kirchensteuerzahler ohnehin nicht am Leben der Kirche teilnehmen.
Das hier vorliegende Politikum besteht neben der Richtungsentscheidung also nicht zuletzt auch darin, auf das Desinteresse der Steuerzahler bauend, eine solche Stellenbesetzung vorzunehmen. Politisch betrachtet müsste man dieses Interesse unbedingt wecken, um zu einem realistischen Meinungsbild derer zu kommen, die das Projekt finanziert. Da die Entscheidung politisch ist, darf auch die Kritik daran politisch sein und politischen Gesetzmäßigkeiten folgen. Leider besteht das einzige Mittel zum Protest darin, sich der Zahlung der Kirchensteuer zu entziehen, was in Deutschland die unrechtmäßige, aber dennoch faktische Exkommunikation nach sich zieht. Es wird dringend Zeit, dass in diese Erstarrung endlich Bewegung gerät.


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