01 März 2019, 11:30
US-Bischöfe: Pro-Abtreibungs-Politiker bitte nicht zur Kommunion gehen
 
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Pro-Life-Verantwortlicher der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Naumann: „Unseren eucharistischen Herrn zu empfangen, während man sich in einem Zustand der Todsünde befindet, wird das ewige Schicksal unserer Seelen nur noch weiter gefährden.“

Kansas (kath.net/pl) „Wenn ein Katholik des öffentlichen Lebens auch nach ausführlichem Dialog in skandalösen Aktionen verharrt, halte ich es für notwendig, ihn dazu aufzufordern, dass er nicht darum bittet, die heilige Kommunion zu empfangen.“ Es gehe hier „um eigenen geistiges Wohl, ebenso um den Schutz vieler anderer vor moralischer Verwirrung“. Das schreibt der Pro-Life-Verantwortliche der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph Naumann/Kansas, unter Bezug auf katholische Politiker, die sich für legale Formen der Abtreibung aussprechen. Die US-amerikanische Bischofskonferenz hat den zunächst bei „Catholic News Service“ erschienenen Beitrag eigens auf die USCCB-Homepage geholt.

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Der US-Erzbischof sparte nicht mit deutlichen Worten: Die Bemühungen dieser Politiker, „eine solche Gesetzgebung zu unterstützen und sogar zu feiern, werden dazu führen, dass viele weitere ungeborene Kinder getötet und ihre Mütter und Väter geistig und seelisch verletzt werden. Die Befürwortung intrinsisch böser Handlungen wie der Abtreibung ist ein schwerwiegender unmoralischer Akt und zieht schwerwiegende Folgen nach sich.“ Es gehe um die Voraussetzungen zum Begehen einer Todsünde. „Wir können zwar gegen die Handlungen dieser Politiker Einspruch erheben, aber wir können ihre Seelen nicht beurteilen. Gleichzeitig wissen wir allerdings, dass es einen Gerichtstag geben wird. Bewusste und unbußfertige Todsünde gefährdet unsere ewigen Seelen und versetzt uns auf den Weg zur Hölle. Unseren eucharistischen Herrn zu empfangen, während man sich in einem Zustand der Todsünde befindet, wird das ewige Schicksal unserer Seelen nur noch weiter gefährden. Aufrichtige Reue, eine Bekehrung des Herzens und ein ehrlicher Versuch, den durch unsere Sünde verursachten Schaden wiedergutzumachen, sind unerlässlich, um Gottes Barmherzigkeit empfangen zu können.“

Er habe in seiner Rolle als Bischof „die ernste Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Personen, die meiner Seelsorge anvertraut sind, sich der moralischen Schwere und der geistlichen Konsequenzen ihrer Handlungen bewusst sind. Ich habe auch eine ernste Verantwortung, andere Mitglieder meiner Herde vor einer Irreführung durch eine scheinbare Toleranz gegenüber dem skandalösen Verhalten einiger Katholiken im öffentlichen Leben zu schützen.“

Der Erzbischof bat abschließend um das Gebet für jene Katholiken, die sich für legalen Zugang zur Abtreibung einsetzen.

Naumann – und damit die US-amerikanische Bischofskonferenz bezieht damit erneut klare Stellung in der Frage des legalen Zugangs zur Abtreibung. Erst vor kurzem war ein Gesetzentwurf gescheitert, der vorgesehen hatte, dass medizinisches Personal unter Androhung von Gefängnisstrafe dazu verpflichtet würde, lebend geborene Abtreibungsopfer medizinisch zu versorgen. Es stellte sich dann heraus, dass auch Mitglieder der katholischen Kirche unter jenen Stimmen waren, die den Gesetzentwurf zum Scheitern brachten.

Naumann – und damit die US-amerikanische Bischofskonferenz bezieht damit erneut klare Stellung in der Frage des legalen Zugangs zur Abtreibung. Erst vor kurzem war ein Gesetzentwurf gescheitert, der vorgesehen hatte, dass medizinisches Personal unter Androhung von Gefängnisstrafe dazu verpflichtet würde, lebend geborene Abtreibungsopfer medizinisch zu versorgen. Es stellte sich dann heraus, dass auch Mitglieder der katholischen Kirche unter jenen Stimmen waren, die den Gesetzentwurf zum Scheitern brachten. Die katholische Lebensschützerin Obianuju Ekeocha listete auf ihrem Twitterauftritt die Namen aller Politiker auf, die mit „Nein“ gestimmt hatten, darunter auch neun katholische Politiker. Ekeocha schrieb dazu: „Diese neun Katholiken votierten gegen medizinische Behandlung für Babys, die die Abtreibung überlebten. Ich weiß gar nicht mehr, was ich über Katholiken sagen soll, die nicht nur Abtreibung unterstützen, sondern sogar Kindsmord [„Infantizid“] an Abtreibungsüberlebenden. Das Herz der Kirche blutet.“

Link zur Stellungnahme auf der Homepage der US-amerikanischen Bischofskonferenz: Archbishop Naumann: A Concern for Catholics in Public Life


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