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Als Rebe im Weinstock bleiben

28. Februar 2019 in Aktuelles, 26 Lesermeinungen
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Fluctuat nec mergitur... Austritt aus der Kirche? Der eigentliche Ausstieg aus der Kirche geschieht im Abfall vom katholischen Glauben. Ein Gespräch mit Walter Kardinal Brandmüller. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Fünfundzwanzig Prozent mehr Kirchenaustritte: in Bayern verließen im Jahr 2018 rund ein Viertel mehr Katholiken und Protestanten ihre Kirchen, als dies im Vorjahr der Fall war. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wollten sich zu diesen Zahlen, die aus 57 bayerischen Städten mit je mindestens 20.000 Einwohnern vorliegen, nicht äußern.

Fünfundzwanzig Prozent weniger Christen mit „offizieller“ Bindung an ihre Kirchen: trotz des auf der Welt einzigartigen deutschen Kirchensteuersystems und den damit verbundenen Widersprüchen erschreckende Zahlen. Und natürlich beginnt erneut die Suche nach „Gründen“ für ein Phänomen, das in Deutschland in besonderer Weise empirisch messbar ist, denn: gewiss schwindet auch anderswo im Westen die Kirchenbindung, doch dies ist nur in Deutschland (und in Österreich und der Schweiz) mit steuerlich belegbaren Zahlen zu verfolgen. Denn nirgendwo anders kann man aus der Kirche „austreten“.

Besorgte Hirten und Ideologen: beide sind sie schnell bei der Hand, wenn es um die Darstellung von Gründen geht. Alte Themen wie Zölibat, Morallehre und Anspruch auf Wahrheit in einem universalen und absoluten Sinn: gern werden „Ursachen“ in diesen zumeist politisch interessierten Bereichen verortet. Aber die Thematik bedarf einer breiter angelegten Herangehensweise, worüber wir mit dem Kirchenhistoriker Walter Kardinal Brandmüller gesprochen haben.


Eminenz, jenseits der Fragen nach den „Gründen“ für den vor den deutschen Steuerbehörden vollzogenen „Austritt“ aus der Kirche stellt sich in erster Linie eine andere Frage: wer sind die Menschen, die diesen Schritt gehen? Und um dies zu verstehen drängt sich angesichts der neuen „apokalyptischen“ Zahlen eine weitere Frage auf: wer sind die Menschen, die NICHT austreten?

Brandmüller: Nun, das ist viel auf einmal gefragt! Sehen wir es der Reihe nach an!

Zunächst: Wer sind die „Ausgetretenen“? Da sind nicht wenige, die nie zuvor im Leben eine bewusste Glaubensentscheidung getroffen haben, die sich einfach vom einstmals katholischen Mainstream haben mittragen lassen. Nun vollziehen sie unter dem Eindruck kirchlicher Skandale nur öffentlich, was sie ohnehin längst praktiziert haben, indem sie kaum am Leben der Kirche – Gebet, Sakramente, Sonntagsmesse – teilgenommen haben. Nun, da alle Welt von Skandalen in der Kirche redet, erklären sie vor dem Standesamt ihren Kirchenaustritt.


In manchen Fällen führen Auseinandersetzungen rechtlicher, finanzieller Art, auch persönliche Ressentiments, Konflikte mit „dem Pfarrer“ etc. zu diesem Entschluss.

In den Ländern deutscher Zunge ist es zudem die Kirchensteuer – deren Problematik wir hier aussparen – die, als odios empfunden, als Austrittsmotiv dient. Hinzu kommt religiöse Unkenntnis, geistige Orientierungslosigkeit, die es nicht wenigen unmöglich macht, kirchliche Verhältnisse zutreffend zu beurteilen. Durch den Kirchenaustritt wird nun amtlich festgestellt, was längst Lebenswirklichkeit ist.

Der scharfe Wind, der derzeit durch den Baum „Kirche“ fährt, fegt nur die längst verwelkten dürren Blätter hinweg. Die Äste werden kahl. Wenn nur etwa 5% bis 10% der kirchensteuerzahlenden Katholiken am Sonntag den Weg zur Kirche finden, dann ist klar, wie viele von ihnen wirklich glauben und ihren Glauben leben.

Nun aber gibt es unter den „Ausgetretenen“ gar manche, die ihren Kirchenaustritt aus ganz entgegengesetzten Motiven vollziehen: es ist ihr Protest gegen einen in bürokratischen Strukturen verkrusteten Apparat, für dessen Funktionäre Glaubenswahrheit, sittliche Normen des Evangeliums, Sakramente und Anbetung Gottes, wenn überhaupt, sodann eine Nebenrolle spielen.

Diese „Ausgetretenen“ sind Menschen, die am Sonntag lieber eine Stunde mit dem Auto fahren, um eine würdig gefeierte heilige Messe zu erleben. Damit sind wohl im Wesentlichen die Austrittsmotive genannt.

Was kann man unter „Austritt“ verstehen, das heißt: welche Art von Willenserklärung? Zweifellos: die Gläubigen werden immer weniger, die Kirchen immer reicher mit immer größeren Einnahmen. Ist nicht letztlich auch das ein Grund für eine verkehrte Wahrnehmung der Kirche?

Und dann: Wie würden sie das Kirchenverständnis dessen beschreiben, der sich zu einem „Austritt“ entschließt? Ist es möglich, hier etwas zu verallgemeinern? Woran scheiterte die Kirche in den vergangenen 60 Jahren bei der Vermittlung des Kirche-Seins?

Brandmüller: Im Grunde geht es hier um die Frage „Was ist Kirche?“. Im landläufigen Verständnis eine Art NGO mit religiös-folkloristisch-caritativen Programm?

Keine Frage: Wenn mir an einer solchen NGO etwas nicht passt, dann gehe ich eben.
Aber Kirche ist doch etwas ganz anderes! In eindrucksvoller Weise beschreibt die Konstitution des II. Vatikanischen Konzils „Lumen Gentium“ die Kirche als „Hausgemeinschaft“ Gottes, „Volk Gottes“, „Leib Christi“ – kurzum: nicht ein Gebilde von Menschenhand, sondern Werk und Werkzeug Jesu Christi zur Erlösung der Menschheit, des Universums. Schiff des Fischers Petrus ist sie auch, um den stürmischen See zu überqueren. Natürlich kann einer da aussteigen…

Überdies: Der eigentliche Ausstieg aus der Kirche geschieht im Abfall vom katholischen Glauben. Das aber hat dann nichts mehr mit dem Kirchensteueramt zu tun, sondern mit dem lebendigen Gott.

Natürlich kann einer diesen Schritt tun. Aber mit welchen Konsequenzen! Jesus sagt – so das Johannesevangelium Kapitel 15 – „Ich bin der wahre Weinstock, ihr seid die Reben…“ Nur wenn sie mit dem Weinstock verbunden ist, kann aber die Rebe Frucht bringen. Wenn sie aber vom Weinstock getrennt wird, verdorrt sie und wird verbrannt Und nun meint der heilige Augustinus: „Eines von beiden kommt der Rebe zu, entweder der Weinstock oder das Feuer. Wenn sie nicht im Weinstock ist, muss sie im Feuer sein; damit sie also nicht im Feuer sei, möge sie im Weinstock sein…“

Verstehen Sie jetzt, dass ich gar nichts anderes kann als in der Kirche, als Rebe im Weinstock zu bleiben? Und das allen Skandalen zum Trotz.

Eminenz, vor kurzem konnten Sie Ihren 90. Geburtstag feiern und auf ein reiches und bewegtes Leben als Priester, Professor, Historiker im Dienst des Heiligen Stuhls, als Bischof und Kardinal zurückblicken, dem unerwartet in einem Alter noch besondere Verantwortung zuteil wurde, in dem andere einfach ihr Pension genießen.

Gerade der Historiker jedoch zeichnet sich durch einen breit angelegten Blick aus, der sich von Relativitäten des Moments nicht so leicht beeindrucken lässt. Was sagt uns der Historiker zur aktuellen Wirklichkeit und zu den notwendigen Reinigungsprozessen und Prozessen der Umkehr?

Wenn man nicht nur Kirchengeschichte studiert, sondern auch zwanzig Jahre im Zentrum des Geschehens gelebt und Verantwortung getragen hat, dann hat man nicht nur viel selbstlosen Dienst, Frömmigkeit und Glaubenstreue erlebt, sondern auch viel Schlimmes. Da hat man gelernt, in, an und mit der Kirche zu leiden. Aber „austreten“? Das hieße existentiell ins Nichts zu fallen – und das, im Augenblick des Todes für ewig…

Was mich – nebst nicht wenig anderem – dennoch mit Zuversicht erfüllt, ist die wachsende Schar junger Leute, die in voller Kenntnis der gegenwärtigen Skandale und Probleme entschlossen sind der Kirche, dem Herrn als Priester oder im Ordensstand zu dienen. Sie wissen oft aus Erfahrung, dass der kirchliche Apparat sie mit Misstrauen, ja Abneigung betrachtet. Sie haben erlebt, dass aus dem Priesterseminar entlassen wurde, wer den Rosenkranz betete etc.

So sind in den letzten Jahrzehnten geistliche Gemeinschaften entstanden, besonders in Frankreich, die in entschiedener Treue zum Glauben der Kirche dienen wollen. Der Heilige Geist ist am Werk – auch heute.

Das Wappen der Stadt Paris zeigt ein Schiff auf hochgehenden Wogen der Seine. Dahinter die Devise: Fluctuat nec mergitur – von den Wogen hin und hergeworfen – das Schiff geht nicht unter! Wie viel mehr gilt das von der Kirche!

Dem Autor auf Twitter folgen!


VIDEO-Statement Kardinal Brandmüller from kath.net on Vimeo.


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Lesermeinungen

 lakota 4. März 2019 
 

@KarHas

Sie sagen, Jesus Christus ist in JEDER Hl.Messe zugegen und damit haben Sie natürlich recht. Aber wie wird mit ihm umgegangen? Es gibt einen deutlichen Unterschied was die Hl.Messe in der ordentlichen Form und in der A.O Form angeht, etwas, das sie schon merken, wenn sie nur zur Kirchentür reingehn. Das sind die Gläubigen. Im a.o.Ritus (oder an Orten wie Maria Vesperbild, Marienfried)versammeln sich die, die wirklich an die Gegenwart Christi glauben, man sieht es an ihrem Benehmen,ihrer ehrfurchtsvollen Haltung vor dem Tabernakel, bei der Kommunion.
Auf der andren Seite sehe ich wie Gottesdienstbesucher in die Kirchenbänke stolpern, kein Blick zum Tabernakel, keine Kniebeuge, kein Gruß. Bei der Wandlung knien immer weniger (und keineswegs Alte) und auf dem Weg zur Kommunion grüßt man Bekannte. Soll ich denken, daß hier noch an die Gegenwart Christi geglaubt wird? Diese Ehrfurchtslosigkeit tut mir regelrecht weh, darum ist für mich die "Verpackung" auch wichtig.


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  4. März 2019 
 

@hape: Letzte Worte

Danke für das letzte Wort.
Zur "Verpackung" (ich möchte mkt den Wort Verpackung nichts abwerten, aber den richtigen Stellenwert damit ausdrücken):
Für mich hat die Heilige Messe, ob im a.o.Ritus oder im o.Ritus gefeiert, trotz unterschiedlicher Form, immer den selben Inhalt: Jesus ist gegenwärtig. Würde mir wünschen, dass beide Riten, trotz unterschiedlicher persönlicher Vorlieben, mit der gleichen Ehrfurcht behandelt und gefeiert werden.
Gott segne sie.


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 hape 2. März 2019 

@KarHas: Sie haben das letzte Wort.

Gestatten Sie mir als vorletztes Wort noch eine Antwort: es ist eben nicht subjektiv, was unter einer würdiger Feier zu verstehen ist. Vielmehr sind die liturg. Formen klar geregelt. Das ist typisch für jeden Ritus. Alle von Ihnen genannten Riten haben ihre je eigene Würde. Aber nur dann, sofern ihre Form den Inhalt korrekt spiegelt. Gerade deshalb ist es aber nicht in unser Belieben gestellt, einen Ritus nach Gutsherrnart zu modifizieren.

Genau das ist es aber, was ich kritisiere. Ich kritisiere den sattsam bekannten liturg. Wildwuchs, v.a. im Novus Ordo in Deutschl., sowie die theol. Verfälschung der Lehre (vgl. z.B. Bibelfälscher; K. Berger), sowie einen Mangel an Glauben und einen Mangel an Respekt vor dem Heiligen.

Wenn Sie solche Kritik als Überheblichkeit qualifizieren, bin ich, nur in diesem Sinne, gerne überheblich. Dafür lasse ich mich dann auch prügeln. Die Maßstäbe, an denen ich mein Urteil messe, sind allerdings nicht subjektiv, sondern objektiv.


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  2. März 2019 
 

Zum Abschluss

Was auch immer unter würdiger Feier verstanden wird: es ist immer sehr subjektiv. Römisch katholische Feiern in Afrika, Südamerika oder Europa sind nicht miteinander vergleichbar. Oder Feiern der mit Rom unierten katholischen Kirchen: die Form ( Verpackung) ist unterschiedlich, der Inhalt aber der selbe.
Es zeugt für mich von sehr viel Überheblichkeit, wenn andere Feierformen herangewürdigt werden. Das die Banalität in einigen Feiern einzug gehalten hat will ich nicht abstreiten. Nur fand ich diese in jeder Form, auch bei Priestern, die vorgeben nach dem a.o. Ritus zu feiern und diesen Ritus mit für sie wichtigen Elementen ergänzen und ander weglassen.
Ich würde mir wünschen, dass Mk 9, 38-40 mehr beachtet würde und nicht so oft nach dem Motto "Ich bin besser als die anderen. Um das zu erreichen muss ich nicht bessser sein, ich brauch nur die anderen schlecht zu machen" gehandelt wird.


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 hape 1. März 2019 

@KarHas: zum Abschluss.

Im Kern stimmt es, dass sich zwar die Form geändert hat, dass aber der Inhalt der Hl. Messe derselbe ist, wie bei der Stiftung der Hl. Eucharistie. Aber betrachten wir z.B. mal die Dreifaltigkeit. Sie wurde erst im Jahre 381 zum Dogma erklärt. Diese vertiefte Erkenntnis durfte sich dann auch in einer veränderten liturg. Form spiegeln.

Wo aber ist heute der Erkenntniszuwachs, der eine liturgische Reform rechtfertigen würde? Wer entscheidet darüber? Der örtliche Liturgieausschuß? Pastoralreferent*innen? Hin und Kunz?

Wenn es in den letzten Jahren einen Erkenntniszuwachs gegeben haben sollte, warum hat sich dann keine einheitliche Form durchgesetzt? Drückt sich die sichtbare Einheit der Kirche aber nicht gerade dadurch aus, dass Form und Inhalt zu einem sichtbaren Ganzen verschmelzen?

Nein, es ist nicht egal, welche Form die Hl. Messe hat. Aber eins kann man sagen: die Form lügt nicht. Denn die heutige Formlosigkeit spiegelt perfekt die inhaltl. Orientierungslosigkeit wider.


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 schlicht 1. März 2019 
 

Apropos Banalisierung

Die Leidensgeschichte Jesu Christi, wird laut Pfarrbrief (natürlich Bistum Osnabrück) in der Vorabendmesse zu Palmsonntag von einem "Mitarbeiter" des Theaters (also vermutlich Schauspieler)gelesen. Werde also auf Dauer auch dieser Gemeinde den Rücken kehren müssen...


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 Bernhard Joseph 1. März 2019 
 

@KarHas - Liturgie ist nicht starres

Natürlich gab es schon immer Veränderungen in der Liturgie. Auch die Liturgie wächst und spiegelt das Empfinden der Zeit wieder.

Worum es aber geht, sind eindeutige Entsellungen durch eine Banalisierung der Liturgie, wobei der Glaube dann auf ein so triviales Schunkelniveau herabgedrückt wird, dass es schon karnevalistische Züge annimmt.

Im Banalen löst sich jegliche Würde auf, da ist auch keine Demut möglich, da ja das Herrliche so weit ins weltlich Niedere herabgezogen ist, dass vom Göttlichen nur noch ein billiger Schein übrig bleibt. Das Ganze endet dann in fulminanten Kitsch.

Die Liturgie ist nur dann authentisch, wenn sie den Glauben der ganzen Kirche, also nicht nur einer einzelnen lokalen Gruppe, widerspiegelt. Nicht die Gemeinde vor Ort bestimmt, auch nicht der Pfarrer, sondern die Kirche.

Im Protestantismus gestaltet der/die Pastor/in den Gottesdient. Ein Pastor sagte mal allen Ernstes zu mir: Morgen im Sonntagsgottesdienst werde er es so richtig krachen lassen!


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 hape 1. März 2019 

@KarHas

Es geht eben nicht darum, dass eine Hl. Messe nach meinem persönlichen Gusto gestaltet werden soll. Im Gegenteil. Aber ich darf doch erwarten, dass sie in Form und Inhalt den offiziellen Rubriken entspricht. Ist das denn zu viel verlangt?

Das „sich zurücknehmen“ muss doch gerade von den Führungskräften, also von den Gremien und vom Pfarrer zuerst geleistet werden.

Wo ist das aber in einer Pfarrei zu sehen, die dem Pfarrer nur noch die Rolle eines Showmasters zubilligt? Was ist von der Pfarrei zu halten, wenn im Lektionar „schwierige“ Passagen durchgestrichen sind und nicht vorlesen werden dürfen, ohne dass sich am nächsten Tag der Frauenbund beschwert? Wie soll das gelingen, wenn die Gremien sogar stolz darauf sind, dass sich, unter ihnen (sic!), nur noch jene Pfarrer halten können, die diese Entstellung des Weihesakramentes klaglos hinnehmen?


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  1. März 2019 
 

@ hape + Bernhard Joseph

Wahre Worte: "Eine würdige Feier bedingt die Demut, also das Zurücknehmen des Eigenen, sonst kann das Würdige gar nicht hervortreten."
Und es gibt Heilige Messen, bei denen das 'Zurücknehmen' nicht geschieht. Nur die Reaktion und der Protest, es muss so gemacht werden wie ich es liebe, ist um nichts besser. Wenn die Form (zugegeben von mir sicher etwas provokant Verpackung genannt) so wichtig ist: was wurde dann vor 1.950, 1.600, 1.000 Jahren gefeiert? War das unwürdig? Es waren total andere Formen (Verpackungen). Der Inhalt war aber derselbe.


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 Bernhard Joseph 1. März 2019 
 

@KarHas - Form und Inhalt

Form und Inhalt können nicht getrennt werden, wo das geschieht, wie z.B. in den liturgischen Verunstaltungen relativistisch eingestellter Priester, da wird eben auch der Inhalt, sprich der Glaube, flach und banal.

Eine Heilige Messe auf Detlev Jöcker Niveau (wobei ich Jöcker damit als toller Musiker für Kinderlieder nicht herabsetzen möchte) entspricht eben auch einem Glauben auf Kleinkindniveau.

Einen Inhalt ohne die ihn bestimmende Form und umgekehrt, gibt es nicht. Eine würdige Feier bedingt die Demut, also das Zurücknehmen des Eigenen, sonst kann das Würdige gar nicht hervortreten.

Eine verhunzende Liturgie zersetzt auf Dauer den Glauben, von daher ist es durchaus verständlich, dass ein im Glauben noch tief verwurzelter Mensch lieber 160km fährt als seinen Glauben aufs Spiel zu setzen.


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  1. März 2019 
 

@hape: 160 km damit die Verpackung passt?

Wenn es nur darauf ankommt, dass die Verpackung passt und es nicht mehr um den Inhalt geht, wird der Inhalt immer nebensächlicher.
Wich wundert nicht, dass die Kirchen immer leerer werden. Es wird ja, vor allem von sogenannten 'richtigen Christen', immer mehr vermittelt, dass es um die Verpackung (würdig feiern, a.o. Ritus, ...) und nicht mehr um den Inhalt (Jesus Christus) geht.


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  1. März 2019 
 

Ist das Drumherum das Wichtigste?

Wenn "lieber eine Stunde mit dem Auto fahren, um eine würdig gefeierte heilige Messe zu erleben" wichtigt wird, läuft was falsch.
Für mich ist Jesus bei JEDER Hl.Messe gegenwärtig. Egal, wie würdig oder unwürdig der Priester ist oder Hl.Messe gefeiert wird.
Aber der Zeitgeist des "so wie ich es haben will müssen es alle machen und nur dann ist es richtig" hat sich überall eingenistet.


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 lakota 1. März 2019 
 

@hape

Danke, genauso sehe ich es auch. Bleiben wir in der Kirche, deren Haupt unser Herr Jesus Christus ist und vertrauen wir auf ihn. Der Mißbrauch der Kirchensteuergelder ärgert mich zwar auch oft, aber wie Sie sagen: Das müssen andere verantworten.


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 hape 1. März 2019 

Austritt riskieren? Nein, danke!

Der entsch. Satz von Kard. Brandmüller ist: „Der eigentliche Ausstieg aus der Kirche geschieht im Abfall vom kath. Glauben. Das aber hat dann nichts mehr mit dem Kirchensteueramt zu tun, sondern mit dem lebendigen Gott.“ –

Der innere Grund, um in der Kirche zu bleiben ist, dass wir als Getaufte Glieder des Leibes Christi sind. Wir sind zur Heiligkeit berufen und der mystische Leib Christi ist heilig. Deshalb haben wir als Kirchenglieder Anteil an seiner Heiligkeit. Wem ist das heute noch etwas wert?

Die Zugehörigkeit zur Kirche erfolgt nicht über die Kirchensteuer. sondern über die Taufe. Insofern stellt sich die Frage, wie denn der Austritt aus dem Kirchensteuersystem überhaupt die Exkommunikation zur Folge haben kann? Solange diese Frage dogmatisch aber nicht geklärt ist, zahle ich lieber Kirchensteuer.

Der Missbrauch von Kirchensteuern ist beklagenswert. Aber am Ende haben das die Bischöfe vor Gott zu verantworten, nicht ich. Deswegen riskiere ich nicht mein Seelenheil.


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 ThomasR 28. Februar 2019 
 

Tausende Austritte sind inzwischen leider wie von der Amtskirche gewollt und wie vorprogrammiert

Einheit über Sukzession mit dem Nachfolger Petri ist für das Kirchenvolk nicht ausreichend
und jegliche Formen der Selbstbehauptung und Selbstzelebration der Amtskirche z.B. über teure Bürobauten(statt Obdachlosenheime und Frauenhäuser), Ausbau der Bürokratie sowie nicht unbedingt notwendige Strukturreformen oder Erklärungen über Alleinwege (Königstein 1968, Ingolstadt 2018 kein Zeichen der Einheit mit dem Felse Petri und kein Zeichen vom Herren gewollten Hirtentum nach Seinem Herzen.
Fehlende sichtbare Umsetzung des Pontifikates von Papst Franziskus(z.B. über neue Obdachlosenheime und Frauenhäuser für ungewollt schwangere Frauen sowie Einhaltung der liturgischen Erneuerungsvorschläge von Papst Benedikt=Papst Franziskus zelebriert stets cum crucifisso)wird zu neuen Autsritten führen.
Umsetzung von Pontifikat von Papst Johannaes Paul II inder Jugendarbeit auf der Ebene der Pfarren und z.B. in auch BdkJ(finanziert durch Kirchensteuer)durch die Amtskirche nicht erkennbar. Folge= Austritte


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 Zeit f?r die Wahrheit 28. Februar 2019 
 

Ich finde die Worte des Kardinals gut

Wir tun uns selber keinen Gefallen, wenn wir uns von Christus trennen. Ich kenne keinen Menschen auf dieser Welt, dessen Leben durch die Abkehr vom katholischen Glauben reicher geworden ist. Das Gegenteil ist der Fall. Spätestens nach ein paar Jahren. Genau in dem Moment in dem wir uns von Christus trennen, fangen vielen Dinge an problematisch zu werden. Die Folge sind vor allem Unzufriedenheit. Es fängt mit vielen kleinen Dingen an, die das seelische Gleichgewicht stören. Durch die Trennung von der Kirche ist man zwar Christ, aber eben kein lebendiger mehr, sondern nur noch eine Art getaufter Heide. Ich habe es gar nicht nötig über andere zu urteilen, denn das Urteil sprechen sich viele Menschen durch Ihre Nicht-Christusnachfolge selbst. Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn der Baum (Eltern) betet, kommt es den Früchten (Kinder) zugute. Aber das braucht Ausdauer und Geduld.


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 Zeitzeuge 28. Februar 2019 
 

Auszug aus der Studie von liturgyguy.com:

Teilnehmer o. Ritus a.o.
Ritus

Künstl. "Verhütung" 89% 2%
heißen gut

Abtreibung 51% 1%
heißen gut

Sonntagspflicht 22% 99%

"Homo-Ehe" 67% kath.
allg. 2%

Geburtenrate 2,3 3,6

Mind. 1x/jährl.
beichten 25% 98%

Da merkt man schon, daß es offensichtlich um viel mehr als
"nur" um die Form der hl. Messe
geht!

Lex orandi - lex credendi,

vgl. den entspr. Artikel
i.d. kathpedia!

Wir besuchen normalerweise die hl. Messe
im o. Ritus in versch. Nachbarpfarreien, freuen uns aber, mind. einmal im Monat
eine hl. Messe im klass. Ritus be-
suchen zu können, leider wurden Anträge
i. der näheren Umgebung abgelehnt.

Die Umfrage spiegelt den sog. modernen
Kirchgänger wieder, der wohl auch häufig
gedankenlos zu hl. Kommunion geht!

Daß es auch fromme Gläubige gibt, die
den o. Ritus bevorzugen berücksichtigt
die Studie ebenfalls.


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 Stephaninus 28. Februar 2019 
 

Bei allem Verständnis für den Kirchenaustritt

und auch dafür, dass wir bessere Möglichkeiten der Finanzierung der Kirche entwickeln sollten: Wer austritt, weil ihm die Kirche zu liberal und zu wenig treu katholisch erscheint, sollte sich dann auch nicht wundern, wenn Kathedralen (z.B. Utrecht) verkauft werden und die christliche Präsenz augenfällig aus unseren Städten verschwindet. Dazu will ich nicht beitragen. Auch wenn mir bewusst ist, dass ich mit den Kirchensteuern Dinge unterstütze, die ich fragwürdig oder sogar schlecht empfinde. Aber es gibt eben auch viel Gutes, das wegen der Kirchensteuer möglich ist.


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 carolus romanus 28. Februar 2019 

Wieder einmal....

Wieder einmal hat Kardinal Brandmüller mit seiner Analyse den Nagel auf den Kopf getroffen. Leider ist die Schmerzgrenze beim deutschen Episkopat noch längst nicht erreicht und ich fürchte, da wird kein Umdenken mehr zu erwarten sein. Bischöfe, die die Analyse von Kardinal Brandmüller verstehen und gerne handeln wollten, sind in der Minderheit und werden, sagen wir einmal, klein gehalten.

Als wissenschaftlicher Beleg wurde von @ Sureno auf eine wichtige Studie hingewiesen. Hier zum besseren Finden der Link:
National Survey Results: What We Learned About Latin Mass Attendees

https://www.google.de/amp/s/liturgyguy.com/2019/02/24/national-survey-results-what-we-learned-about-latin-mass-attendees/amp/

Molte grazie Eminenza e cordiali saluti dalla patria!


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 JohannBaptist 28. Februar 2019 
 

"Als Rebe am Weinstock bleiben"

Aber doch nicht an einem vertrockneten.

Betrachten wir doch die gesunden Weinstöcke im Weinberg des Herrn, die gibt es nämlich auch und sorgen wir für deren Wachstum und Gedeihen.


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 st.michael 28. Februar 2019 
 

Ich ringe schon lange mit mir

Ich bin nur aus einem Grunde noch nicht ausgetreten, weil dann die Kirchenhasser schreien können, "Seht her, wieder einer"
Innerlich bin ich von der "DBK-KIST- Kirche" längst weg, Geld und Messbesuche mache ich woanders.
Die schlechte Nachricht ist, das dieses System das "Jüngste Gericht" wohl auch noch überleben wird, da es tief im deutschen Sozialgefüge verwurzelt ist bei billigen Arbeitskräften .
Es funktioniert und der Staat hat keine Lust, sich das auch noch aufzubürden.
Vielleicht ist mir aber irgendwann der Anti-Kirchen Mob egal und ich trete wirklich aus.


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 Andrzej123 28. Februar 2019 
 

Gab es sowas auch vor dem 2. VK?

Kardinal Brandmüller:
"Sie haben erlebt, dass aus dem Priesterseminar entlassen wurde, wer den Rosenkranz betete etc."
Mannomann.... mir fehlen die Worte!!!
Allesmögliche gab es auch vor dem 2.VK...sowas auch?


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 Bernhard Joseph 28. Februar 2019 
 

@schlicht - Da treffen Sie durchaus ins Schwarze

Soweit mir bekannt, ist kein einziger Nazi-Massenmörder exkommuniziert worden, hingegen diejenigen, die aus dem Kirchensteuersystem austreten - ohne jede Unterscheidung, welcher Grund da vorliegt.

Der Klerus in unserer Kirche in D ist mittlerweile mindesten akatholisch wenn nicht gar über weite Teile antikatholisch und das auf Grund des Kirchensteuersystems, das die Kirche für bestimmte Kleriker interessant macht, die lediglich gut versorgt leben wollen, mit ein wenig Sozialengagment.

Dieser Zynismus hat der Glaubwürdigkeit der Kirche schwersten Schaden zugefügt und ist auch niemanden zu erklären.


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 Thomas59 28. Februar 2019 
 

Was ist "Austritt"

Herr Kardinal Brandmüller gebraucht das Wort "Austritt" undifferenziert und erzeugt so Missverständnisse.
Aber man kann schon zwischen den Zeilen lesen was er meint:"
Der eigentliche Ausstieg aus der Kirche geschieht im Abfall vom katholischen Glauben"!
Somit verstehe ich folgende Definition:
Der Austritt aus der Körperschaft öffentlichen Rechts, die sich katholische Kirche Deutschland nennt, ist kein Austritt aus der Katholischen Kirche. Erst der Glaubensabfall verwirkt eine Zugehörigkeit, selbst wenn man noch diesem Kirchensteuersystem angehört und umgekehrt.


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 schlicht 28. Februar 2019 
 

Exkommunikation

Was für die katholische Kirche bezeichnend ist, ist, dass die größte Todsünde, die man begehen kann, anscheinend die ist, keine Kirchensteuer mehr zahlen zu wollen.
Man wird nicht exkommuniziert, wenn man den Infantizid befürwortet (Cuomo) oder sexuellen Mißbrauch begeht (McCarrick), aber kein Geld mehr geben zu wollen, das u.a. für Prachtbauten und Unterstützung von NGOs verwendet wird,ist offensichtlich unverzeihlich.


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 Sureno 28. Februar 2019 

Was glauben Katholiken?

Eine sehr interessante Untersuchung zu dieser Frage bezogen auf die USA findet sich in https://liturgyguy.com/. Dabei werden die Einstellungen der "typischen" Katholiken mit den Besuchern einer "außerordentlichen" Messe verglichen. Die Unterschiede sind frappierend! Dass die viele der "typischen" sich nicht mit der Lehre der Kirche identifizieren, ist unverkennbar, da ist ein Austritt nur konsequent.


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  14. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  15. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah

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