25 Februar 2019, 11:00
Immer mehr Details über argentinischen Nacktselfie-Bischof Zanchetta
 
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Zanchetta habe nicht nur Schwulenpornos auf seinem Smartphone gehabt, die „junge Leute“ beim Sex zeigten. Sondern die Nacktselfies des Bischofs auf seinem eigenen Handy hätten ihn masturbierend gezeigt.

Buenos Aires (kath.net) Immer pikantere Details werden über den argentinischen Bischof Gustavo Zanchetta (Foto) bekannt, der als Beichtkind und Freund von Papst Franziskus gilt. Zanchetta habe nicht nur Schwulenpornos auf seinem Smartphone gehabt, die „junge Leute“ beim Sex zeigten. Sondern die Nacktselfies des Bischofs auf seinem eigenen Handy hätten ihn masturbierend gezeigt. Darüber hatten sich fünf kirchliche Leitungspersönlichkeiten Argentiniens im Jahr 2016 beschwert, darunter zwei früheren Generalvikare und der Rektor des Priesterseminars von Oran. Das berichtete vor wenigen Tagen die in der argentinischen Provinzhauptstadt Salta erscheinende Zeitung „El Tribuno“ und veröffentlichte eine Kopie des Originalbeschwerdebriefs an den Nuntius in Argentinien (siehe Link). Der Beschwerdebrief beschreibt eigens Zanchettas problematisches Verhalten gegenüber Priesteramtskandidaten im Seminar. So sei er nachts mit einer Taschenlampe durch die Zimmer der Seminaristen spaziert und habe sie um „Massagen“ gebeten. Morgens weckte er die Seminaristen auf, dabei saß er auf ihre Betten. Er forderte die Seminaristen dazu auf, Alkohol zu trinken. Seine „obsessive Omnipräsenz“ im Priesterseminar hätte in den jungen Männern Erstickungsgefühle ausgelöst.

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Trotz dieses Beschwerdebriefes, dessen Absender nicht einfach beseite gewischt werden konnten, wurde Zanchetta zunächst nicht einmal suspendiert. Erst über ein Jahr später schied er aus dem Amt, er hatte Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten. Der Öffentlichkeit war als Grund „gesundheitliche Probleme“ genannt worden. Der erst 54-Jährige fand nach seinem Rücktritt eine eigens für ihn kreierte Arbeitsstelle in der päpstlichen Güterverwaltung und Wohnmöglichkeit im Gästehaus des Vatikans, Santa Marta, also unter einem Dach mit dem Papst.

Die „Washington Post“ übernahm zu diesem Thema einen Kommentar der „Associated Press“, darin schreibt AP-Redakteurin Nicole Winfield, dass Papst Franziskus jetzt zwar den Missbrauchsgipfel des Vatikans hinter sich gebracht habe, aber dass gleichzeitig der Skandal um den argentinischen Bischof an Brisanz gewinne. Die von „El Tribuno“ veröffentlichten Dokumente würden jetzt belegen, dass der Vatikan bereits deutlich früher vom Missverhalten Zanchettas gewusst habe als bisher behauptet.

Inzwischen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft von Salta gegen den früheren Ortsbischof von Orans wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauchs.

Video - Pressekonferenz - Unangehme Fragen zum argent. Bischof sind nicht erwünscht





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