Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  5. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  6. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  11. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  12. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  13. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  14. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  15. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt

„Die Würde des Menschen ist unantastbar – auch des ungeborenen!“

20. Februar 2019 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Feministinnen machen sich auf weitaus radikalere Wege auf, die an dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte erinnern. Leben ist demnach nichts wert, solange es nicht geboren wurde.“ Gastbeitrag von MdL Daniela Kuge


Dresden (kath.net/pl) „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – diesen Satz kennt fast jeder Deutsche. Er ist Ausdruck unserer Vergangenheit, Spiegel unseres Selbstbildes und Resultat langer und teilweise unsagbar grausamer Auseinandersetzungen. Was so vermeintlich einfach und unmissverständlich daher kommt, war auch für uns Christen lange keine Selbstverständlichkeit. Dabei offenbarte uns Jesus eine zentrale Botschaft: Wir alle kommen von Gott, sind von ihm mit Würde ausgestattet und einander gleich.

In unserer modernen Gesellschaft fällt es nicht immer leicht, für diese grundlegende und allumfassende Wahrheit einzustehen. In einer Welt, in der allem und jedem ein Wert beigemessen wird, der abhängig vom Nutzen ist, haben es diejenigen besonders schwer, die für sich nur schwer das Wort ergreifen können – insbesondere Kinder. Noch viel problematischer ist dabei die Position des ungeborenen Lebens. Auch dieses ist bereits mit Würde ausgestattet – der Gesetzgeber erkennt das insbesondere durch den Mutterschutz an – und daher vom Staat zu beschützen. Und doch ermöglichen wir es Frauen, bis zur 12. Schwangerschaftswoche abzutreiben. Dabei müssen sie sich allerdings einer Beratung unterziehen, die ihnen Wege mit dem Kind aufzeigen soll.


Lange dachte ich, diese Regelung sei ein gesamtgesellschaftlicher Konsens, der die Interessen der Mutter und des Kindes in Einklang bringt und den kleinsten gemeinsamen Nenner bildet. Doch – weit gefehlt – Feministinnen machen sich auf weitaus radikalere Wege auf, die an dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte erinnern. Leben ist demnach nichts wert, solange es nicht geboren wurde. Kinder sollen bis zum errechneten Geburtstermin getötet werden dürfen – angeblich um die Selbstbestimmung der Frau zu achten. Dabei bleiben ethisch-moralische Fragen, z.B. danach, was mit einem Kind, das lebensfähig wäre, dabei passieren soll, ungeklärt. In den Augen dieser Menschen handelt es sich bis zu dem Zeitpunkt, in dem sie das Leben mit eigenen Augen betrachten konnten, nicht um ein mit Würde ausgestattetes Wesen. Wie klein mag ein Geist sein, der nur glauben kann, was er selbst gesehen hat.

Bereits jetzt ist es Frauen bei der Diagnose einer schwersten Behinderung möglich, eine Spätabtreibung vorzunehmen. Meine Position dazu ist klar: Leben ist unantastbar.

Eventuell werden einige jetzt sagen, diese radikalen Forderungen, die ich beschrieben habe, hätten ja gar keine Lobby, doch: Die Jugendorganisation der SPD, die JuSos, die von der Mutterpartei selbst anerkannt ist, hat genau das durch ihr höchstes Gremium verabschiedet. Und auch die SPD selbst schickt sich an, den Paragraphen 219a, der die Werbung für Abtreibung unter Strafe stellt, abzuschaffen. Dabei wird suggeriert, Frauen könnten sich nicht hinreichend über einen Abbruch informieren. Diese Behauptungen sind nicht nur falsch, sondern zeigen auch, dass der Schutz des Lebens für einige Menschen scheinbar weniger wiegt, als eine möglichst niedrigschwellige Informationsquelle.

Da bleibt mir nur noch einmal zu wiederholen: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das ist der Heilswille Gottes für uns alle. Das ist die grundgesetzliche Pflicht allen staatlichen Handelns. Jesus lebt sie uns vor, sagt und zeigt uns wie das geht: den Unterlegenen zur Seite stehen und sie mit Liebe segnen.

Daniela Kuge ist CDU-Landtagsabgeordnete in Sachsen und Mitglied im CDU-Landesvorstand. Die gelernte pharmazeutisch-technische Assistentin ist evangelische Christin.

Pressefoto MdL Kuge


Foto (c) Daniela Kuge


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  2. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  3. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  4. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  5. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen
  6. Erbprinz Alois von Liechtenstein kündigt Veto gegen mögliche Fristenregelung an
  7. Gallup Umfrage: Mehr Amerikaner sehen Abtreibungen als moralisch nicht akzeptabel
  8. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  9. Pensionierter Pastor in Nordirland nach Predigt in Schutzzone um Abtreibungsklinik verurteilt
  10. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  5. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  6. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  7. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  8. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  9. Karoline Preisler: Islamismus ist die größte Gefahr für Deutschland
  10. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  11. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  12. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  13. Mullah-Gegnerin Masih Alinejad warnt vor Islamismus: „Allahu Akbar klingt für mich nach Hinrichtung“
  14. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  15. Erneut hochrangige Sprecher bei der Adoratio Altötting im Oktober 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz