Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Streitgespräch ohne Gegner – Déjà vu beim Schweizer Fernsehen

15. Februar 2019 in Schweiz, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die drei zur Diskussion eingeladenen Gäste allerdings allesamt Befürworter einer ‚Ehe für alle‘.“ – „Was SRF gegenwärtig bietet, die wahrlich keine Sternstunde des Meinungspluralismus“. Von Dominik Lusser, Stiftung Zukunft CH


Winterthur (kath.net/Stiftung Zukunft CH) Die „Sternstunde Religion“ des Schweizer Fernsehen SRF zeigt am 3. März 2019 eine Diskussionssendung mit dem Titel „Streitfrage – Ehe für alle“. Die Aufzeichnungen dazu sind für den 25. Februar geplant. Wie Recherchen des Nachrichtenmagazins „IdeaSpektrum“ (NR. 7/2019) zeigen, sind die drei zur Diskussion eingeladenen Gäste allerdings allesamt Befürworter einer „Ehe für alle“. Erinnerungen an vergangen November werden wach, als in der Sendung „Streitfrage – Abtreibung“ unter Ausschluss von Gegnern der sogenannten Fristenlösung über die Tötung ungeborener Kinder diskutiert wurde.

Idea-Redaktor David Gysel ging deswegen der Frage nach, ob überhaupt versucht wurde, für die anstehende „Streitfrage“ auch Gegnerinnen oder Gegner der „Ehe für alle“ einzuladen. Die erstaunliche Antwort, die das Magazin von Christa Miranda, Redaktorin und Produzentin der Sendung, erhielt, war, dass sie darauf keine Antwort geben könne.


Zum Titel der Sendung und der Auswahl der Podiumsteilnehmer erklärte Miranda weiter: „‚Streitfrage‘ heisst in unserem Format nicht zwingend, dass man sich unter den Diskussionsteilnehmern einen erbitterten Schlagabtausch liefern muss. Wir suchen nicht in erster Linie den Streit, sondern die Vertiefung, die unterschiedlichen Sichtweisen (?, Anm. Redaktion), das Zuhören, die Fragen hinter den Fragen.“

Wie weiter aus dem Bericht von Idea hervorgeht, handelt es sich bei dieser Einseitigkeit um einen Widerholungsfall. Als am 11. November 2018 die „Steitfrage – Abtreibung“ diskutiert wurde, äusserte sich keiner der Gäste auf dem Podium ablehnend zur sogenannten Fristenregelung. Zwar hatte das SRF laut Idea vor dieser Sendung auch Gegner der Abtreibung angefragt, diese dann aber doch nicht eingeladen. „Die Sternstunden haben den Anspruch differenziert zu diskutieren und nicht zu polarisieren“, habe SRF-Mediensprecherin Nadine Gliesche gegenüber nach.ch den Aussschluss der Gegner gerechtfertigt. Die angefragten Abtreibungsgegner seien nämlich „in ihren Argumentationen so radikal“ gewesen, dass sie nicht ins Format gepasst hätten.

Wer zu kontroversen Themen das zulässige Meinungsspektrum so einschränkt, wie es das SRF nun zum zweiten Mal zu tun gedenkt, kann nicht vorgeben, seinem gesetzlichen Auftrag nachzukommen, der darin bestünde, zur freien Meinungsbildung beizutragen. Da kann die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG lange behaupten, im Dienste der Schweizer Demokratie zu stehen. Was SRF gegenwärtig bietet, die wahrlich keine Sternstunde des Meinungspluralismus.

Blick-Kolumnist Giuseppe Gracia ging wegen der Abtreibungs-Diskussion im letzten November denn auch zurecht hart ins Gericht mit dem staatlich finanzierten TV-Sender: „Bewahren Sie uns vor dem grässlichen Gedankenmassaker einer unzensierten Kontroverse. Schützen Sie uns vor dem schlafraubenden Psychoterror einer Debattenvielfalt, die uns radikal auf uns selber zurückwerfen würde, in die Anstrengungen der individuellen Freiheit des Denkens. Nehmen Sie als Dank für Ihren Schutz, für die volkserzieherischen Leistungen Ihrer moralisch erleuchteten SRF-Elite weiterhin unsere Radio- und Fernsehabgaben, auch von jenen, die Sie gesellschaftlich für nicht mehr tolerierbar halten. Denn für diese gilt: Strafe muss sein.“

Doch leider hat – wie sich nun zeigt – selbst dieser Ausguss gerechten Zornes und zynischen Spottes in der grössten Schweizer Kaufzeitung nichts ausrichten können. Das SRF scheint, was demokratische Prinzipien angeht, unbelehrbar zu sein.

Der Autor leitet den Bereich Werte und Gesellschaft bei Zukunft CH, einer überkonfessionell christlichen Stiftung mit Sitz in Engelberg. Diese setzt sich ein für zukunftstragende Werte, insbesondere für die Menschenrechte (1948) sowie für Ehe und Familie: Stiftung Zukunft CH).



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  5. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  6. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  7. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  8. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  9. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen







Top-15

meist-gelesen

  1. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  2. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  3. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  4. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  5. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  6. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  7. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  8. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  11. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  12. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  13. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  14. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  15. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz