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Papst: Wer bei Menschenhandel wegschaut, macht sich schuldig

8. Februar 2019 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Franziskus fordert in Videobotschaft mehr Engagement im Kampf gegen Menschenhandel - Mit VIDEO


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Mehr Engagement im Kampf gegen Menschenhandel hat Papst Franziskus gefordert. Wer angesichts des Problems seine Hände in Unschuld wasche, sei "Komplize dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit", sagt er in einer am Donnerstag im Vatikan vorgestellten Videobotschaft. Auch heute gebe es noch Sklaverei auf der Welt, "so viel oder vielleicht sogar mehr als früher". Das Gebetsanliegen des Papstes für den Monat Februar widmet sich dem Thema Menschenhandel. Am Freitag begeht die katholische Kirche ihren Weltgebetstag gegen Menschenhandel.

In dem knapp einminütigen Video sind überfüllte Flüchtlingsboote und Kindersklaven zu sehen. Dazu verliest der Papst sein Gebetsanliegen: "Beten wir darum, dass alle, die dem Menschenhandel und der Zwangsprostitution zum Opfer gefallen sind, mit offenen Armen in unserer Gesellschaft aufgenommen werden."


Der Staat müsse die Menschen vor Sklaverei schützen, forderte der Jesuit Michael Czerny von der Vatikanbehörde für Migration und Flüchtlinge bei einer Pressekonferenz im Vatikan. Bisher gebe es keine große Anstrengungen zur Strafverfolgung. "Wir können etwas tun und wir müssen etwas tun", so die Ordensschwester Gabriella Bottani. Sie rief dazu auf, gemeinsam mit dem Papst für ein Ende des Menschenhandels zu beten. Die Comboni-Missionarin ist Koordinatorin der Organisation Talitha Kum, einem internationalen Netzwerk von Ordensfrauen gegen Menschenhandel, das den Welttag zu dem Thema koordiniert.

Papst Franziskus hatte 2015 einen internationalen Gebetstag gegen Menschenhandel ausgerufen, der jährlich am 8. Februar weltweit von Katholiken begangen werden soll. Damit will die Kirche gegen die global wachsenden Verbrechen der modernen Sklaverei mobilisieren.

Der 8. Februar ist der Gedenktag der heiligen Josephine Bakhita (ca. 1869-1947). Die Sudanesin wurde als Mädchen in die Sklaverei verschleppt und später befreit. Nach ihrer Bekehrung zum Christentum schloss sie sich dem Orden der Canossa-Schwestern an und wirkte bis zu ihrem Tod am 8. Februar in Italien.

Das internationale Netzwerk der Ordensfrauen gegen Menschenhandel, Talitha Kum, wurde 2009 gegründet. Es ist laut eigenen Angaben in 77 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv. Dem Netzwerk gehören mehr als 2000 Mitglieder an, die meisten sind Ordensfrauen.

Gebetsanliegen des Papstes Februar 2019: Für die Opfer des Menschenhandels


Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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Lesermeinungen

 Montfort 8. Februar 2019 

Tja, Heiliger Vater, beim "Menschenhandel" homosexueller Pädophilie und Ephebophilie

- beispielsweise in Buenos Aires oder in Belgien - wohin haben Sie selbst denn da geschaut, wenn nicht "weg"?!

Ach ja, Sie haben auf die "armen Täter" geschaut, damit diese eine "zweite Chance" bekommen - nicht selten leider zum Missbrauch!

Kyrie, eleison!


6
 
 studiosus 8. Februar 2019 

Aber

Aber der Papst ist doch der allererste der den menschenhandel unterstützt (und nicht nur zusieht) wenn er bei so ungefähr jedem Angelus die Migration fördert - die ein Riesengeschäft ist... und zwar auch für die Kirche!


10
 
 antonius25 8. Februar 2019 
 

Was tun wir gegen Prostitution

Manche werden aus freiem Entschluss Sklaven dieser Sünde. Aber viele werden im Ausland angelockt und dann in Europa versklavt. In Deutschland häufig aus Osteuropa, in Italien überwiegend Afrikanerinnen. Die nigerianische Mafia breitet sich dort kräftig aus. Durch die offenen Grenzen helfen wir mit.

Stattdessen sollten wir Aufklärungskampagnen vor Ort unterstützen. Viele durchschauen die falschen Versprechungen der Schlepper, Menschenhändler und den mit ihnen verbündeten Gutmenschen nicht.


7
 

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