Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Irak: Chaldäer-Patriarch Sako hofft auf Mosuls "Wiedergeburt"

26. Jänner 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal spricht Gläubigen in verwüsteter Erzdiözese bei Amtseinführung des neuen Erzbischofs Michael Mut zu


Badgad (kath.net/KAP) In der irakischen Metropole Mosul (Mossul) ist am Freitag der neue chaldäisch-katholische Erzbischof Michael Najeeb Moussa in sein Amt eingeführt worden. Der Bagdader Kardinal-Patriarch Louis Raphael Sako wünschte sich in seiner Predigt bei dem Festgottesdienst die "Wiedergeburt" der Stadt, die zwischen 2014 und 2017 unter der Herrschaft der IS-Terrormiliz stand. Den neuen Erzbischof, der bereits vor einer Woche in Bagdad zum Bischof geweiht worden war, legte Sako "in die Hände der örtlichen christlichen und muslimischen Gemeinschaft", wie der römische Pressedienst "Fides" berichtete.

Die erhoffte Rückkehr der Christen, die in den Jahren Belagerung die Stadt verlassen hatten, geht kaum voran. Zuletzt dokumentierte das Nachrichtenportal "ankawa.com" die Zerstörung eines von Christen bewohnten Stadtviertels, das einem Trümmerhaufen gleicht, und in eine Mülldeponie umgewandelt wurde.


Er sei sich "der Schwierigkeiten der verwüsteten Diözese Mosul" bewusst, sagte Kardinal Sako bei der Amtseinführung des neuen Bischofs. Gleichzeitig sprach er den Christen Mut zu: "Ihr werdet in der Lage sein, die Freude an der Befreiung in vollem Umfang zu erfahren und die Hoffnung auf Rückkehr und den Aufbau eines gegenseitigem Vertrauens und der Koexistenz zwischen den verschiedenen Teilen der Gesellschaft schüren".

Mosul sei "einzigartig wegen seiner multikulturellen und vielfältigen Gesellschaft", fügte der chaldäische Patriarch hinzu. Christen hätten auf kultureller und beruflicher Ebene wesentlich zur Geschichte der Stadt beigetragen, erinnerte Sako. "Gott möge Mosul mit einer Wiedergeburt segnen", so der Kardinal in seiner Predigt.

Er wolle den Menschen in Mosul und auf der ganzen Welt eine Botschaft "der Koexistenz, der Liebe und des Friedens" überbringen, um das Zusammenleben der Religionsgemeinschaften in Mosul zu verbessern und die von der IS-Miliz verbreitete "Ideologie" zu beenden, sagte der neue Erzbischof Michael im Vorfeld des Gottesdienstes der Nachrichtenagentur AFP.

Der 63-jährige Dominikanerpater wurde weltbekannt als der Retter der antiken Manuskripte des mesopotamischen Raums, die für die ganze Christenheit und auch für andere Religionen von größter Bedeutung sind. Als die IS-Terroristen im Sommer 2014 Mosul überfielen und Armee und Polizei ihr Heil in der Flucht suchten, sorgte Najeeb in Erbil nicht nur für die Flüchtlinge aus der Stadt am Tigris, sondern auch für die Evakuierung der kostbaren Handschriften nach Karakosch sowie später nach Erbil.

Der chaldäische erzbischöfliche Sitz von Mosul war seit 2015 vakant, nachdem der damalige Erzbischof Emil Shimoun Nona zum Oberhaupt der chaldäischen Katholiken in Australien - wo es eine große Diasporagemeinde gibt - ernannt worden war. Nona war in Mosul Nachfolger des Märtyrer-Bischofs Paulos Faraj Rahho, der von Islamisten im Jahr 2008 ermordet wurde.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irakischer Bischof: Christen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft
  2. Nordirak: Angespannte Sicherheitslage in der Ninive-Ebene
  3. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  6. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  7. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  8. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  9. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  10. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz