Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. Besser keine Laienpredigt
  4. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  5. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  14. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

"Du bist treu, auch wenn wir untreu sind"

30. Jänner 2019 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Ich wollte dich nicht hören, so bist du mir in meinem Schweigen begegnet" - Die Jugendkolumne von kath.net - Diese Woche ein Beitrag von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)
Während ich diese Zeilen schreibe, denke ich an all die Momente der letzten Wochen als ich dich
anblickte – ob bei der Elevation der Hostie, oder deinen Korpus am Kreuz – und wie ich mich so oft
fragte, wer du denn eigentlich bist. Oftmals dachte ich in jenen Tagen an den ersten Vers des Psalms
28 „Denn wolltest du schweigen, würde ich denen gleich, die längst begraben sind.“ – des Schweigens habe ich dich angeklagt. Fast schon paradox, dass du, der du Gott bist, auf meiner Anklagebank gesessen hast, die ich dein Geschöpf bin.

So oft blickte ich dich an und die einzigen Worte, die mir noch geblieben waren, sind: „Wer bist du?“ Dein Tun und dein Unterlassen habe ich nicht verstanden, und tue es auch jetzt noch nicht, doch
vielleicht hatte Rahner recht mit der Aussage, dass Glaube darin bestehe, deine Unbegreiflichkeit
auszuhalten. Das verblüffende dabei ist allerdings, dass auch wenn wir deiner Unbegreiflichkeit
einmal nicht mehr standhalten, du standhältst. Du bist treu, auch wenn wir untreu sind, denn du
müsstest dich sonst selbst verleugnen (vgl. 2 Tim 2,13).


Eine Freundin sagte einmal zu mir, dass ich nicht alles im Griff haben müsse und ich das auch gar nicht kann. Auch wenn es ein langsamer Prozess war, verstehe ich nun, dass sie recht hatte. Ich muss nicht alles im Griff haben, ich kann das auch gar nicht, aber du kannst und du hast es im Griff. In den letzten Wochen hast du mich gelehrt loszulassen. Wie zu dem Taubstummen hast du auch zu mir gesprochen „Effata – Öffne dich!“. Du hast die Faust, die krampfhaft mein Herz umschlossen hielt in deine Hände genommen und sie geöffnet.

Vielleicht verstehe ich dein Tun nicht immer, aber ich verstehe, dass du etwas nimmst, um Neues zu geben. Mit deinem Effata hast du mir Freiheit eingehaucht. Ich darf sehen, wie du Zerbrochenes wieder zusammenfügst.

Geduldig setzt du Stein an
Stein, um ein schöneres Bild zu schaffen als es zuvor hätte sein können. Du machst das für mich.
Ich dachte, dass du schweigst. Das du verstummt bist und einfach nur zusiehst, ohne etwas zu tun.

Wo denn dein Wort des Lebens bleibt, habe ich mich gefragt. Wo du inmitten des Sturms bist, schrie
ich dir entgegen. Du bist mir nicht im Sturm begegnet, nein, du bist mir im Schweigen begegnet.

Nicht in deinem Schweigen, sondern in meinem. In dem Schweigen, in dem ich erkannte, dass ich dich vielleicht gar nicht hören wollte. Ich wollte nicht wie Elija sein, der dich um seinen Tod bittet und den du dann weitere 40 Tage und 40 Nächte durch die Wüste schickst.

Vielleicht wollte ich gar nicht
sehen, dass du Elija vor seiner Reise Zeit zum Schlafen, Essen und Trinken gegeben hast. Ich wollte
dich nicht hören, so bist du mir in meinem Schweigen begegnet. Dort wo nichts mehr war, hast du gewartet und jetzt kann ich sagen, wenn nichts mehr ist außer dir, dann ist das genug.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  2. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  3. Brennt dein Herz noch für Gott?
  4. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  5. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  6. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  7. Gnade in jedem Augenblick
  8. Die Sehnsucht Christi nach dir
  9. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  10. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  14. 'Für jeden Unsinn ein Bischof' - Scharfe Kritik an Erzbischof Heße
  15. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz