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New Yorker Abtreibungsgesetz könnte Lebensschutz kriminalisieren

17. Jänner 2019 in Prolife, 7 Lesermeinungen
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Das neue Abtreibungsgesetz des Bundesstaates New York will Abtreibung zu einem ‚grundlegenden Menschenrecht’ erklären. Lebensschützer wollen sich weiter für eine Kultur des Lebens einsetzen.


Albany (kath.net/jg)
Lebensschützer befürchten, dass das neue Abtreibungsgesetz des Bundesstaates New York ihre Arbeit kriminalisieren könnte. Der „Reproductive Health Act“ wurde letzte Woche in den Kongress des Bundesstaates eingebracht. kath.net hat hier berichtet: New York: Demokraten planen Liberalisierung der Abtreibung

Dennis Poust, der Kommunikationsdirektor der New York State Catholic Conference, rechnet damit, dass der RHA beschlossen werden wird, da in beiden Kammern des Kongresses von New York die Demokraten die Mehrheit haben, berichtet der Catholic Herald. >. Die New York State Catholic Conference ist eine Plattform der acht katholischen Diözesen New Yorks.


Der RHA will Abtreibung zu einem „grundlegenden Menschenrecht“ („fundamental human right“) erklären. Diese Formulierung macht den Lebensschützern die größte Sorge. Sie befürchten, dass ihre Arbeit kriminalisiert würde und es Ärzten und dem medizinischem Personal nicht mehr möglich sein könnte, die Mitwirkung an Abtreibungen aus Gewissensgründen abzulehnen.

Ein „grundlegendes Menschenrecht“ könnte alles andere verdrängen, sogar das Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit, sagt Renee Morgiewicz von „Respect Life“, der Lebensschutzgruppe des Bistums Albany.

Die Lebensschützer wollen ihren Schwerpunkt auf die Information der Öffentlichkeit über die Anliegen des Lebensschutzes und auf Hilfe für Frauen in Schwangerschaftskonflikten legen. Vielen Menschen sei gar nicht bewusst, welche Hilfsangebote für schwangere Frauen bereits verfügbar seien.

Ähnlich wie bei Zigaretten könne etwas Schädliches legal sein. Doch je besser die Menschen informiert seien, desto weniger würden sie sich für die schädliche Option entscheiden, sagt Morgiewicz.

Kathleen Gallagher, die Direktorin für Lebensschutz der New York State Catholic Conference, sieht ihre Aufgabe ähnlich. Noch wichtiger als die Politik sei die Förderung einer Kultur des Lebens. Ein Zeichen für einen Kulturwandel seien die sinkenden Abtreibungszahlen im Staat New York und in den USA. Sie empfiehlt den Menschen, die sich für den Lebensschutz einsetzen wollen, bei ihren täglichen Begegnungen beim Friseur oder auf dem Sportplatz für das Leben Stellung zu beziehen. Das ändere langfristig die Einstellung.

„Abtreibung ist in den seltensten Fällen die erste Wahl, normalerweise ist sie ein letzter Ausweg“, sagt Dennis Poust. Die Kirche solle Frauen und Mädchen dabei helfen, eine gut fundierte Entscheidung zu treffen und sie mit allen nötigen Ressourcen unterstützen, damit sie sich für das Baby entscheiden können, betont er.



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