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Kardinal Scola: Der Mann, der fast Papst geworden wäre

17. Jänner 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Wie hätte ein Pontifikat unter Angelo Scola, dem mittlerweile emeritierten Erzbischof von Mailand, ausgesehen? Ein ausführliches Interview, soeben als Buch erschienen, könnte Aufschluss geben.


Mailand (kath.net/jg)
Angelo Kardinal Scola, der Erzbischof von Mailand, galt vor dem Konklave 2013 als Favorit. Doch wer das Konklave als Papst betritt, verlässt es als Kardinal, schreibt Desmond O’Grady, der in einem Artikel für den Catholic Herald ein Interviewbuch mit dem emeritierten Erzbischof vorgestellt hat. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Es trägt den Titel „Ho Scommesso sulla Libertà“ (dt. „Ich setze auf die Freiheit“) und ist im Verlag des Corriere della Sera erschienen.

Scola hätte die Mehrdeutigkeiten im nachsynodalen Schreiben „Amoris laetitia“ wohl vermieden, schreibt O’Grady. Im Interview weise er darauf hin, dass das Schreiben die wesentliche Verbindung zwischen Eucharistie und Ehe außer Acht lasse. Die christliche Ehe lebe vom eucharistischen Geschenk Christi als Bräutigam der Kirche, formuliert Scola.


„Amoris laetitia“ ignoriere darüber hinaus das nachsynodale Schreiben „Familiaris consortio“ von Papst Johannes Paul II. Dort sei klar gesagt, dass sich wiederverheiratete Geschiedene der ehelichen Akte enthalten müssten, wenn sie die Kommunion empfangen wollten, sagt der Kardinal. Scola war sechs Jahre lang Leiter des Päpstlichen Institutes Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie.

Er sehe im Zölibat der Priester ein großes Geschenk. Es sei daher unwahrscheinlich, dass Scola die Weihe verheirateter Männer gut heißen würde, schreibt O’Grady.

Die christlichen Wurzeln seien in Italien noch immer stark. Ein Aufschwung der Kirche sei daher gut möglich. Dabei würden Gemeinschaften und Bewegungen eine zentrale Rolle spielen. Diese müssten darauf achten, sich nicht aus der Kirche zu entfernen, betonte Scola, der selbst seit seiner Studentenzeit der Bewegung „Communione e Liberazione“ angehört.

Das Buch zeichnet auch die Biographie Scolas nach, der aus einfachen Verhältnissen kommt. 1991 wurde er mit 49 Jahren der jüngste Bischof Italiens. 1995 trat er von diesem Amt zurück, als er Großkanzler der Lateranuniversität wurde. 2002 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Patriarchen von Venedig, 2011 folgte er Donigi Tettamanzi in Mailand nach. 2017 emeritierte er und ist seither in einer kleinen Pfarre nahe dem Comosee tätig.

Link zum Artikel von Desmond O’Grady (englisch):
Cardinal Scola: the man who was nearly pope


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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 18. Jänner 2019 
 

Lt. Medien hätte sich Kardinal Scola als Papst Leo XIV.

genannt, Kenner der Papstgeschichte, wissen, was das bedeutet hätte:

Wissenschaft und Frömmigkeit!

Die it. Bischofskonferenz hatte sogar schon ein Glückwunschtelegramm zur
Wahl an ihn gesandt.

einfach googeln:

Angelo Scola, Leo XIV!

Meine persönliche, unmaßgebliche Meinung:

S c h a d e!

Im übrigen stimme ich natürlich Ebuber
vollständig zu!


5
 
 Ebuber 17. Jänner 2019 
 

Das Interview ist sicherlich aufschlußreich

und gibt Denkanstöße und auch Hoffnung, gerade was die kath. Gemeinschaften und Bewegungen betrifft.
Aber es bringt gar nichts, jetzt im Nachhinein noch traurig oder gar ärgerlich zu sein, weil die Wahl ausgegangen ist, wie sie nun einmal ausgegangen ist.
GOTT wird wissen, warum!
Bleiben wir einfach standhaft in dieser Prüfungszeit und kämpfen wir gegen jegliche Verwirrung.


15
 

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