Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  2. Liegt ein Schisma in der Luft?
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. Die Liturgie gehört nicht uns! Reform muss aus der Tradition wachsen
  7. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  8. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  9. Adios Toni!
  10. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  11. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  12. Ebola-Ausbruch in Ostafrika: Groß-Wallfahrt in Uganda abgesagt
  13. Die offenen Türen des Glaubens, der Kirche und des Herzens
  14. Medien spekulieren weiter über möglichen Beginn des Seligsprechungsprozesses für Benedikt XVI.
  15. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative

Kardinal Scola: Der Mann, der fast Papst geworden wäre

17. Jänner 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie hätte ein Pontifikat unter Angelo Scola, dem mittlerweile emeritierten Erzbischof von Mailand, ausgesehen? Ein ausführliches Interview, soeben als Buch erschienen, könnte Aufschluss geben.


Mailand (kath.net/jg)
Angelo Kardinal Scola, der Erzbischof von Mailand, galt vor dem Konklave 2013 als Favorit. Doch wer das Konklave als Papst betritt, verlässt es als Kardinal, schreibt Desmond O’Grady, der in einem Artikel für den Catholic Herald ein Interviewbuch mit dem emeritierten Erzbischof vorgestellt hat. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Es trägt den Titel „Ho Scommesso sulla Libertà“ (dt. „Ich setze auf die Freiheit“) und ist im Verlag des Corriere della Sera erschienen.

Scola hätte die Mehrdeutigkeiten im nachsynodalen Schreiben „Amoris laetitia“ wohl vermieden, schreibt O’Grady. Im Interview weise er darauf hin, dass das Schreiben die wesentliche Verbindung zwischen Eucharistie und Ehe außer Acht lasse. Die christliche Ehe lebe vom eucharistischen Geschenk Christi als Bräutigam der Kirche, formuliert Scola.


„Amoris laetitia“ ignoriere darüber hinaus das nachsynodale Schreiben „Familiaris consortio“ von Papst Johannes Paul II. Dort sei klar gesagt, dass sich wiederverheiratete Geschiedene der ehelichen Akte enthalten müssten, wenn sie die Kommunion empfangen wollten, sagt der Kardinal. Scola war sechs Jahre lang Leiter des Päpstlichen Institutes Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie.

Er sehe im Zölibat der Priester ein großes Geschenk. Es sei daher unwahrscheinlich, dass Scola die Weihe verheirateter Männer gut heißen würde, schreibt O’Grady.

Die christlichen Wurzeln seien in Italien noch immer stark. Ein Aufschwung der Kirche sei daher gut möglich. Dabei würden Gemeinschaften und Bewegungen eine zentrale Rolle spielen. Diese müssten darauf achten, sich nicht aus der Kirche zu entfernen, betonte Scola, der selbst seit seiner Studentenzeit der Bewegung „Communione e Liberazione“ angehört.

Das Buch zeichnet auch die Biographie Scolas nach, der aus einfachen Verhältnissen kommt. 1991 wurde er mit 49 Jahren der jüngste Bischof Italiens. 1995 trat er von diesem Amt zurück, als er Großkanzler der Lateranuniversität wurde. 2002 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Patriarchen von Venedig, 2011 folgte er Donigi Tettamanzi in Mailand nach. 2017 emeritierte er und ist seither in einer kleinen Pfarre nahe dem Comosee tätig.

Link zum Artikel von Desmond O’Grady (englisch):
Cardinal Scola: the man who was nearly pope


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Zeitzeuge 18. Jänner 2019 
 

Lt. Medien hätte sich Kardinal Scola als Papst Leo XIV.

genannt, Kenner der Papstgeschichte, wissen, was das bedeutet hätte:

Wissenschaft und Frömmigkeit!

Die it. Bischofskonferenz hatte sogar schon ein Glückwunschtelegramm zur
Wahl an ihn gesandt.

einfach googeln:

Angelo Scola, Leo XIV!

Meine persönliche, unmaßgebliche Meinung:

S c h a d e!

Im übrigen stimme ich natürlich Ebuber
vollständig zu!


5
 
 Ebuber 17. Jänner 2019 
 

Das Interview ist sicherlich aufschlußreich

und gibt Denkanstöße und auch Hoffnung, gerade was die kath. Gemeinschaften und Bewegungen betrifft.
Aber es bringt gar nichts, jetzt im Nachhinein noch traurig oder gar ärgerlich zu sein, weil die Wahl ausgegangen ist, wie sie nun einmal ausgegangen ist.
GOTT wird wissen, warum!
Bleiben wir einfach standhaft in dieser Prüfungszeit und kämpfen wir gegen jegliche Verwirrung.


15
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kardinäle

  1. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  2. Papst will mit Kardinälen über Kommunikation der Kirche sprechen
  3. Irakischer Patriarch Sako tritt zurück
  4. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  8. Papst Leo eröffnet das Konsistorium: „Einheit zieht an, Spaltung zerstreut“
  9. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  10. Papst Leo empfängt chinakritischen Kardinal Zen aus Hongkong






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  3. Liegt ein Schisma in der Luft?
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  7. Adios Toni!
  8. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  9. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  10. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  11. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  12. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  13. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  14. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  15. „Ohne Jesus wären wir nicht mehr zusammen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz