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Zahlreiche Ostkirchen feierten am Sonntagabend Weihnachten

8. Jänner 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Russischer Präsident Putin besucht Weihnachtsgottesdienst in Verklärungskathedrale in Sankt Petersburg - Papst sandte Orthodoxen Grüße - Ukrainischer Präsident Poroschenko lädt Patriarch Bartholomaios zu Feier ins Konsulat


Moskau-Kairo-Istanbul (kath.net/KAP) Zahlreiche Ostkirchen haben am Sonntagabend das Weihnachtsfest nach dem Julianischen Kalender gefeiert, darunter die Russisch-orthodoxe Kirche (ROK), zahlenmäßig mit 150 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte Kirche weltweit. In einer Weihnachtsbotschaft zitierte Patriarch Kyrill I. von Moskau den russischen Mystiker Ignatius Bryanchaninov mit den Worten, dass der von den Engeln verkündete Friede "weder vom Alltagslärm noch von sozialen Aufständen, politischem Chaos oder bewaffneten Konflikten erschüttert werden" könne.

Der russische Präsident Wladimir Putin besuchte Sonntagabend einen orthodoxen Weihnachtsgottesdienst in der Verklärungskathedrale in Sankt Petersburg. Der Gottesdienst wurde vom Dekan der Kathedrale, Nikolai Bryndin, zelebiert. Die Kathedrale war voller Gläubiger, darunter auch viele Kinder. An dem Gottesdienst nahmen auch Distriktsgouverneur Alexander Gutsan und der amtierende Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglov, teil, wie die Nachrichtenagentur TASS berichtet.

Putin besuchte zuletzt 2012 den Weihnachtsgottesdienst in der Verklärungskathedrale in Russlands zweitgrößter Stadt, als er den Posten des russischen Premierministers innehatte. Er sagte damals Journalisten, dass er in seiner Kindheit in dieser Kathedrale getauft wurde. In der Regel verlässt Putin Moskau zu Weihnachten, während er zu Ostern in der russischen Hauptstadt zu einem Nachtgottesdienst in der Christ-Erlöser-Kathedrale bleibt. Letztes Jahr ging Putin zum Weihnachtsgottesdienst in der Kirche der Heiligen Simeon und Anna in Sankt Petersburg. Im Jahr 2017 besuchte er den Weihnachtsgottesdienst in der Spassky-Kathedrale des St.-Georgs-Klosters in Veliky Novgorod. Im Jahr 2016 ging Putin am Weihnachtsabend in eine ländlichen Kirche in der Nähe von Woronesch. Zuvor besuchte er zweimal den Weihnachtsgottesdienst in Sotschi.

Päpstliche Videobotschaft an Kopten

Papst Franziskus hatte am Sonntag nach dem Angelus-Gebet den orthodoxen Christen und den Katholiken der orientalischen Kirchen ein frohes Weihnachtsfest gewünscht. "Ihnen sende ich herzliche und brüderliche Wünsche im Zeichen der Einheit unter uns allen Christen", sagte Franziskus vor Tausenden auf dem Petersplatz.

Das katholische Kirchenoberhaupt sandte am Sonntag auch der koptisch-orthodoxen Kirche eine Weihnachtsgrußbotschaft, und zwar im Format eines Videos. Die Grüße galten neben dem Weihnachtsfest der damit verbundenen Weihe der Kathedrale in New Cairo, Ägyptens neuer Verwaltungshauptstadt bei Kairo. Von der neuen Kathedrale möge ein Friedenssegen für alle Menschen ausgehen, so Franziskus. Dem koptisch-orthodoxen Papst-Patriarchen Tawadros II. und dessen Kirche dankte für ihr Glaubenszeugnis auch in besonders schwierigen Momenten. "Liebe Brüder und Schwestern, ihr habt Märtyrer die unseren Glauben stärken. Danke für euer Vorbild", heißt es in der vom Vatikan verbreiteten Videobotschaft.

Einweihung der größten Kirche Ägyptens

Explizit grüßte das katholische Kirchenoberhaupt Ägyptens Präsident Abdel-Fattah Al-Sisi. Dieser nahm persönlich am koptisch-orthodoxen Weihnachtsfest am Sonntagabend und an der Kathedralweihe teil. Zuvor hatte er eine neue Moschee für 17.000 Gläubige eingeweiht.

Al-Sisi rief die Ägypter auf, bewusst und wachsam für das Land zu sorgen. Die Religionsstreitigkeiten im Land endeten nicht, daher benötige der mit der neuen Kathedrale gepflanzte "Baum der Liebe" weiter Aufmerksamkeit und Pflege, so der Präsident.

Ausdrücklich dankte Al-Sisi Papst Tawadros II. Dessen besonnene Reaktion auf zahlreiche Angriffe auf Kirchen im Jahr 2013 habe es ermöglicht, nicht nur entstandene Schäden zu beheben, sondern Neues zu bauen.

An der Einweihungsfeier nahm auch der Großscheich der Al-Azhar-Universität in Kairo teil, Ahmad al Tayyeb. Er verwies in seiner Ansprache auf das islamische Recht. Dieses verpflichte Muslime, christliche und jüdische Gotteshäuser in gleichem Maße zu schützen wie Moscheen. Erstmals seien eine Moschee und eine Kirche zeitgleich gebaut und eingeweiht worden, so der sunnitische Geistliche.

Im Anschluss an die Kirchenweihe feierte Tawadros II. in der neuen Kathedrale die Mitternachtsmesse. Die Mehrheit der ägyptischen Christen gehört der koptisch-orthodoxen Kirche an. Bei dem der Geburt Christi geweihten Gotteshaus in New Cairo handelt es sich um die größte Kirche des Nahen Ostens mit Platz für 8.200 Besucher, wie ägyptische Medien berichteten.

Ukrainische Staatsspitze feiert mit Patriarch

Der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko feierte das orthodoxe Weihnachtsfest im Konsulat seines Landes in Istanbul, wo er auch das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I., als Ehrengast begrüßte. Die vorangegangenen liturgischen Feiern in der Istanbuler Georgskathedrale des Ökumenischen Patriarchats einschließlich der Tomos-Überreichung an das Oberhaupt der neuen ukrainischen Nationalkirche (OKU), Metropolit Epiphanius (Epifanij), waren nach dem Gregorianischen Kalender gerichtet und standen somit nicht im Zeichen von Weihnachten, sondern des Festes "Taufe des Herrn im Jordan".

Die Tomos-Überreichung erfolgte im Dissens mit der russischen Orthodoxie. Wie bereits bei anderen Wendepunkten der russisch-ukrainischen Auseinandersetzung meldete sich dazu der Leiter der Moskauer Synodalabteilung für Kirche, Gesellschaft und Beziehungen zu den Medien, Wladimir Legojda (ein Laie), zu Wort. Auf "Telegram" schrieb er am Wochenende: "Es ist Weihnachten - und nicht der 'Tag des Tomos'. Dieser ist ein Dokument, das Ergebnis ungezügelter politischer und persönlicher Ambitionen ist, der in Verletzung der kirchlichen Kanones unterzeichnet wurde und daher kanonisch nicht in Kraft ist."

Man dürfe nicht vergessen, dass für die orthodoxen Christen das zentrale Thema jetzt die Geburt Christi sei, "unsere Freude über das Kommen des Erlösers in die Welt". Einige ukrainische Politiker hätten - "mit Hilfe des Istanbuler Patriarchen" - versucht, Millionen von Gläubigen in der Ukraine "Weihnachten zu stehlen". "Aber es kommt trotzdem", so der Synodensprecher.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 8. Jänner 2019 
 

Putin lässt grüßen!

Das Patriarchat von Moskau befindet sich im Desaster und die Herrschaften, angefangen von Kyrill und seinem Außenminister Hilarion wissen das.
Der Weg sich dem Diktator Putin anzudienen, hat sich als Irrweg der Geschichte erwiesen!Ca 40 Millionen orth. Christen der Ukraine gehen Moskau verloren, einem totalitären Staat, der nicht davor zurückschrecken die Krim zu erobern und mit eigener Truppen, ohne Hoheitszeichen, in der Ostukraine einen Krieg gegen ein selbstständiges Land zu führen.
Das ist so,als hätte Österreich seine Soldaten ohne Hoheitszeichen nach Südtirol geschickt,um Südtirol von Italien zu lösen!
Der arme russische Schreiberling (diesmal nur ein Laie) schreibt vom "Istanbuler Patriarchen",seine Kenntnis der orth. Geschichte und Theologie ist so gering,oder politisch verstellt, dass er nicht zur Kenntnis nimmt,dass Patriarch Bartholomaios Ehrenoberhaupt ALLER Orthodoxen ist,u. die orth. Kirche Kiews immer unter Konstantinopel stand!Die Russen waren Usurpatoren!Msgr.Schlegl


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