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UK: Werbung soll auf ‚traditionelle Geschlechterrollen’ verzichten

9. Jänner 2019 in Chronik, 5 Lesermeinungen
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Bestimmte Geschlechterstereotypen würden das Selbstvertrauen der Konsumenten schwächen und verhindern, dass sie ihre persönlichen und beruflichen Ziele erreichen, heißt es in einer neuen Richtlinie.


London (kath.net/LSN/jg)
Werbesujets mit traditionellen Geschlechterrollen sollen Großbritannien bald der Vergangenheit angehören. Das sehen die neuen Richtlinien der „Committees of Advertising Practice“ (CAP) vor, die im Juni in Kraft treten sollen.

Geschlechtsstereotypen könnten bestimmte Ansichten, wie man als Mann oder Frau aussehen oder sich verhalten sollte, negativ verstärken. „Das kann das Selbstvertrauen schwächen“, heißt es wörtlich in der Richtlinie. Die Betroffenen würden weniger motiviert und weniger in der Lage sein, ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen. Daher sei es „angemessen“, Werbesujets zu beschränken, die solche Stereotypen verbreiten würden, schreibt die CAP.


Werbung dürfe nach wie vor „glamouröse, attraktive, erfolgreiche, ambitionierte und gesunde Menschen und Lebensstile“ zeigen. Die Richtlinie enthält aber auch Beispiele für mögliche Verletzungen der neuen Standards. Dazu zählt die Darstellung eines Mannes, der es sich zu Hause gut gehen lässt, während die Frau alleine für die Aufgaben im Haushalt zuständig ist, ein Mann, der nicht Windeln wechseln kann und eine Frau, die nicht einparken kann.

Die CAP erstellt Richtlinien für Werbung, die nicht im Rundfunk ausgestrahlt wird. Ihre Vorgaben sind großteils rechtlich nicht bindend. Die Nichtregierungsorganisation kommt ohne Steuergelder aus und wird aus Abgaben der Werbewirtschaft finanziert.


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