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Twitter-Fakenews meldeten den Tod von Papst em. Benedikt XVI.

28. Dezember 2018 in Schweiz, 9 Lesermeinungen
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Ein zu Unrecht auf den Namen des Basler Bischofs Felix Gmür lautendes Twitterkonto meldete am Donnerstag, dass der emeritierte Papst Benedikt XVI. tot sei - Sogar ein Schweizer Politiker fiel darauf rein


Basel (kath.net) Ein zu Unrecht auf den Namen des Basler Bischofs Felix Gmür lautendes Twitterkonto meldete am Donnerstag, dass der emeritierte Papst Benedikt XVI. tot sei. Der fälschliche Basler Bischof informierte dann auf englisch weiter, dass er von Benedikts Bruder Georg Ratzinger am Telefon darüber informiert worden sei. Sogar ein Schweizer Politiker fiel auf die Falschmeldung herein, wie „Blick.CH“ berichtete: Der Solothurner FDP-Regierungsrat Remo Ankli ärgere sich, dass er den Tweet verbreitet habe und sage inzwischen selbst darüber: „Ich selber lerne daraus, künftig noch genauer hinzuschauen und den jeweiligen Wahrheitsgehalt besser zu prüfen.“ Beim Sprecher des Bistums Basel, Hansruedi Huber, kam es zu mehreren telefonischen Nachfragen von Medien des In- und Auslands. Huber reagierte nach Angaben des „Blick“ verärgert und sagte: „Das ist verantwortungslos, dass man einen Menschen für tot erklärt“. Der Fakeaccount meldete nach kurzer Zeit selbst, dass die Nachricht vom Tod Benedikts ein Hoax (also eine bewusste Falschmeldung) des italienischen Journalisten Tommasso Debenedetti gewesen sei.


Allerdings war der Fakeaccount auch bei nur kurzer Nachprüfung klar zu erkennen gewesen. Erstens lautet der Name des Twitterauftritts „Felix Gmü[email protected]“, zweitens steht dabei „Bischof von Basel. Parody account“ und drittens ist er nicht mit dem blauen Haken als verifizierter Account gekennzeichnet.

Trotzdem folgen dem Account des Fakebischofs nicht nur viele Journalisten (vermutlich aus beruflichen Gründen), sondern auch Twitterauftritte wie der des Bistums Essen, des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart Gebhard Fürst, die Twitter-Accounts des Lehrstuhls für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München und der Katholischen Landjugendbewegung Bayern, sowie die privaten Accounts einer Persönlichen Referentin des Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und eines Sprechers der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Außerdem folgen „BaselFake“ auch selbst wieder Fakeauftritte, etwa der Kanal „Pseudo-Francis“ und ein (im wirklichen Leben nicht existierender) Kardinal JaBroni.

Parodie-Kanäle, die so wie hier gut als solche gekennzeichnet sind, können durchaus belustigend wirken, sofern sie nicht ausgerechnet Lebende für tot erklären.



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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 28. Dezember 2018 
 

Dumm über dumm

Man ist wohl überhaupt nicht dicht, wenn man Felix Gmür als Quelle für katholische Nachrichten nimmt.
Die Apostasie sieses Fakekontos wird schon durch die Namen der Follower deutich: natürlich fehlt Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart nicht... ;-)

Alles sehr dumm, sehr frustriert und mit öffentlicher Gehässigkeit.
On les aura


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 franz_J 28. Dezember 2018 
 

Totgesagte leben länger !!!

Jesus Christus möge ihm noch viele gesunde Jahre schenken.

Ich werde dafür beten !!


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 Palmsonntag 28. Dezember 2018 
 

So manche oder viele

in diesem Pontifikat scheinen sich das Ableben von Benedikt zu ersehnen.
(vgl. Matthew Schmitz in "Der Diktatorpapst", S.30)


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 serafina 28. Dezember 2018 
 

Totgesagte leben länger

Hoffen wir, dass dies bei Papa Benedetto zutrifft.
Ad multos annos!!!


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 bücherwurm 28. Dezember 2018 

Doda: auch der Duden kennt und nennt als eine Bedeutungsnuance von "falsch":

"betrügerisch", d.h. wissentlich irreführend

www.duden.de/rechtschreibung/falsch


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 doda 28. Dezember 2018 

Google is (often) your friend @Spatz in der Hand

Ich hätte meine Verständnisfrage präziser formulieren können.
Ich stolperte über den Begriff 'fälschlich' im Beitrag.
Google nennt dafür:"auf einem Irrtum, Versehen, Fehler beruhend"
Das ist es jedoch wohl nicht.
Es handelt sich um eine wissentliche, beabsichtigte Falschmeldung.
Meine Frage ist ehrlich und nicht als Haarspalterei gedacht.


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 priska 28. Dezember 2018 
 

War nicht das erste mal.


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 SpatzInDerHand 28. Dezember 2018 

@doda: Sie fragen, wie das zu verstehen sei? Nun, wie verstehen Sie eine glatte Lüge,

die obendrein auf einem Lügenaccount steht???


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 doda 28. Dezember 2018 

Wie ist das zu verstehen?

"Der fälschliche Basler Bischof informierte dann auf englisch weiter, dass er von Benedikts Bruder Georg Ratzinger am Telefon darüber informiert worden sei."


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