Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  4. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  12. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  15. R.I.P. Dolly Parton

Bartholomaios wendet sich an moskautreue ukrainische Bischöfe

9. Dezember 2018 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ökumenischer Patriarch lädt Bischöfe der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats zum "Vereinigungskonzil" - Einladungsbriefe aber an den Phanar zurückgesandt.


Kiew-Konstantinopel (kath.net/ KAP)
Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat an den Metropoliten von Kiew, Onufrij (Berezowskij), und an die anderen Bischöfe der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats Briefe geschrieben, in denen sie dringend zur Teilnahme am "Vereinigungskonzil" am 15. Dezember in Kiew eingeladen werden. Dort soll es zur auch politisch brisanten Verabschiedung des Statuts einer neuen, geeinten ukrainischen Kirche kommen. Eine Entspannung des innerorthodoxen Konflikts in der Ukraine ist jedoch nicht in Sicht: Metropolit Onufrij und die meisten anderen ukrainisch-orthodoxen Bischöfe sandten die mit 1. Dezember datierten Briefe aus Konstantinopel ohne Antwort in den Phanar zurück, berief sich die Stiftung "Pro Oriente" am Samstag auf eine Mitteilung der "Union orthodoxer Journalisten".

In den Briefen an die ukrainisch-orthodoxen Bischöfe wurde hervorgehoben, dass jeder Bischof einen Priester sowie einen Mönch oder Laien zum Konzil mitnehmen könne, alle würden beim Statut sowie bei der Erstellung des Dreiervorschlags für die Wahl des Primas der neuen Kirche Stimmrecht haben. In einem beigelegten Schreiben von Bartholomais I. an Metropolit Onufrij vom 12. Oktober wurde darauf hingewiesen, dass die Metropolie von Kiew "zu allen Zeiten" zur Jurisdiktion der Mutterkirche von Konstantinopel gehört habe. Nach der Wahl des Primas der neuen orthodoxen Kirche in der Ukraine werde Onufrij "in ekklesiologischer und kirchenrechtlicher Sicht" nicht mehr den Titel eines "Metropoliten von Kiew" beanspruchen können, hieß es weiter. Onufrij könne aber am "Vereinigungskonzil" teilnehmen und seine Kandidatur als Primas präsentieren.


Kritik an Einmischung der Politik

Am 7. Dezember tagte der Heilige Synod der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in Kiew. In einer Resolution wurde beklagt, dass die Staatsmacht in der Ukraine unter Präsident Petro Poroschenko trotz aller Appelle weiterhin grob in das kirchliche Leben eingreife. Auch wurde festgehalten, dass der Patriarch von Konstantinopel keinerlei Recht habe, in der Ukraine kirchliche Versammlungen zu organisieren und die ukrainisch-orthodoxen Bischöfe dazu einzuladen. Das "Vereinigungskonzil" am 15. Dezember sei als eine "illegale Versammlung" anzusehen, weil daran auch die Schismatiker teilnehmen. Niemand sei beauftragt, die ukrainisch-orthodoxe Kirche bei der Versammlung am 15. Dezember zu repräsentieren, alle dort getroffenen Entscheidungen würden als ungültig betrachtet.

Am 6. Dezember war auch der Heilige Synod des bisher als schismatisch betrachteten "Patriarchats von Kiew" zusammengekommen. Bei dieser Versammlung wurde deutliche Kritik an den Vorstellungen Konstantinopels geübt. U.a. wurde festgestellt, dass nur die Bischöfe beim "Vereinigungskonzil" das Stimmrecht haben könnten, nicht aber Priester, Mönche und Nonnen sowie Laien. Im Präsidium des Konzils müsse "Patriarch" Filaret Sitz und Stimme haben. Neuerlich wurde die Forderung erhoben, dass die neue orthodoxe Kirche in der Ukraine den Rang eines Patriarchats haben müsse, weil es sich um eine der größten orthodoxen Kirchen handle.

Dass die Gründung der neuen autokephalen (eigenständigen) ukrainischen orthodoxen Landeskirche am 15. Dezember in der Kiewer Sophienkathedrale stattfinden soll, hatte Staatspräsident Poroschenko vergangene Woche in Kiew bekanntgegeben. Die Ankündigung löste Überraschung aus, weil Poroschenko, der sich aus politischen Gründen seit längerem um eine Autokephalie bemüht, keine kirchlichen Versammlungen ankündigen kann.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  2. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  3. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  4. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  5. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  6. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  7. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  8. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  9. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  10. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Synodalität aus der Tradition - Teil 1
  3. US-Präsident Trump nominiert Lebensschützerin zur Direktorin der Arzneimittelbehörde FDA
  4. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  5. Außenbeauftragter des Papstes setzt Besuch in Moskau fort
  6. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  7. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys
  8. Verhaftung nach Großbrand einer historisch wertvollen Holzkirche in Kanada
  9. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  10. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  11. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  12. R.I.P. Dolly Parton
  13. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  14. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  15. Es ist noch nicht zu spät! Die Schöpfung als Ruf zur Umkehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz