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Müller: Theologie in Deutschland für Weltkirche nicht repräsentativ

7. Dezember 2018 in Aktuelles, 26 Lesermeinungen
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Früherer Präfekt der Glaubenskongregation: An theologischen Fakultäten in Deutschland wähle man nicht den Besten des Faches, sondern „den ideologisch Zuverlässigen“, er müsse auf jeden Fall den antirömischen Affekt mitbringen.


Würzburg (kath.net) Die Theologie in Deutschland sei für die Weltkirche nicht repräsentativ, sagte Kardinal Gerhard Ludwig Müller im Interview mit der in Würzburg erscheinenden „Tagespost“. Beispielsweise sei weltweit „die große Mehrheit der Theologieprofessoren lehramtstreu“, doch in Deutschland würden „sogenannte ‚deutsche Kirchenmänner‘“ noch immer „in geradezu lächerlicher Selbstüberschätzung“ davon träumen, „andere belehren zu können und die Schrittmacher für die Weltkirche zu sein“. Doch sei es jetzt angesagt, demütig von anderen zu lernen, wie man Gottes Wort treu bleiben könne. Der frühere Präfekt der Glaubenskongregation erläuterte außerdem: „Die wissenschaftliche Qualität ist in Spanien, Polen, USA und Italien weitaus gleichwertig - wenn nicht höher.“ An den theologischen Fakultäten in Deutschland wähle man nicht den Besten des Faches, sondern „den ideologisch Zuverlässigen“, er müsse auf jeden Fall den antirömischen Affekt mitbringen. Müller forderte, dass solche Theologen mit ihrer „diffus-säkularistischen Lebensauffassung“ sich entweder bekehren oder auf das angebotene Professoren- oder Bischofsamt verzichten müssten.


Bei den Bischofssynoden spiele Theologie kaum mehr eine Rolle, der Austausch bleibe „oft im Anekdotischen“. Bischöfe mit intellektueller Begabung „werden fast systematisch von verantwortungsvollen Posten ferngehalten“, kritisierte Müller gegenüber der „Tagespost“ weiter.

Das erneute Nihil obstat für den Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig als Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt beurteilte Müller als „Wischi-Waschi-Regelung, die man „mit taktischen Spielchen“ durchgesetzt habe, obwohl dies „der Wahrheit der katholischen Glaubenslehre Hohn“ spreche.

EWTN-INTERVIEW mit Kardinal Müller - 5. Oktober 2018


Archivfoto (c) Bistum Regensburg


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Lesermeinungen

 follower 12. Dezember 2018 

@ discipulus

Es gibt die Gustav Sievert Akademie .http://www.siewerth-akademie.de/cms/akademie.html


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 hape 11. Dezember 2018 

@lesa

mein definitiv letztes Posting für heute widme ich ausdrücklich Ihnen, liebe @lesa und Ihrer Stellungnahme zur Briefanrede „Brüder“ bei Paulus.

Am Wochenende habe ich mich doch tatsächlich gefragt, ob ich mich als Mann nicht endlich auch mal diskriminiert fühlen sollte. Etwa, weil ich aufgrund meines Geschlechtes, welches ich übrigens von Gott zugewiesen bekam, was aus Gendersicht irgendwie gar nicht sein dürfte, aber egal. Also ich fragte mich, ob ich als Mann überhaupt jemals eine der klugen Jungfrauen werden könnte? Für einen Moment erschien es mir sogar sinnvoll, die Hl. Schrift gendergerecht zu ändern und das Gleichnis von den klugen Jungfrauen mit ein paar klugen Knaben zu ergänzen. Nur wegen der Verständlichkeit. Aber dann dachte ich, was das für komische Auswirkungen auf die Homofrage hätte und verwarf den Gedanken wieder :-)

In der Tat, die „Offenbarung ist mehr als Soziologie und Philologie“. Danke, liebe lesa, für diese Klarstellung.

Im Gebet verbunden, hape


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 Rolando 9. Dezember 2018 
 

Wahrheit und Wunder

Wo die Wahrheit verkündet wird, wo authentische Katholische Lehre vertreten, gelehrt und gelebt wird, passieren tatsächlich heute Wunder. Heilung von Krebs, (auch im letzten Stadium), Rollstuhlfahrer stehen auf, Taube und Blinde hören und sehen. Ich stand selbst dabei, als ein stummer Junge anfing, das erste mal zu sprechen.


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 lesa 8. Dezember 2018 

Verbunden im Glauben

@Werter Zeitzeuge: Dieses Ihr Posting am Abend dieses schönen Marienfeiertags ist mir sehr kostbar, ich danke Ihnen und Ihrer Frau von ganzem Herzen.
Auch Ihnen und wie Sie Sie sagen, allen hier die guten Willens sind und sich einsetzen einen schönen Abend in der Freude über das Geschenk unseres Glaubens, über den Anfang der Erlösung ...


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 Zeitzeuge 8. Dezember 2018 
 

Werte lesa! Richtige Antwort, danke!

Meine liebe Frau und ich erklären uns mit Ihnen solidarisch!

Eine unchristliche "Diskursethik" oder die von gewissen Medien mit erzeugte
"normative Kraft des Faktischen" können
niemals ein reguläres Kriterium für eine katholische, dem inspirierten Wort Gottes und dem kirchlichen
Lehramt verpflichtete Exegese des NT sein, bei der Auslegung muß z.B. immer der Gesamtkontext der Hl. Schrift
mit beachtet werden.

Daß auch die "liberalen" Exegeten ein entspr. philosoph. "Vorverständnis" haben ist bekannt!


Empfehlensw. ist das antiquarisch verfügb. Buch von Prof.Dr.

Wilhelm Weber: Wenn aber das Salz schal
wird;

der Einfluß sozialwissenschaftl. Weltbilder auf theol. und kirchl. Sprechen und Handeln, 1984

Auch ich habe nicht vor, über dieses Thema hier einen weiteren Disput zu führen!

Ich wünsche Ihnen, werte lesa und allen Menschen hier bei kath.net, die guten Willens sind, einen besinnlichen Marien-Feiertagabend und einen gesegneten, 2. Adventssonntag
"Populus Sion"!


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 lesa 8. Dezember 2018 

Interessantes posting

@Hadrianus Antonius: Danke für IHR interessantes Posting!


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 lesa 8. Dezember 2018 

Die Offenbarung ist mehr als Soziologie und Philologie

@Bentheim: Da haben Sie, wie mir scheint, wesentliche Gegebenheiten der biblischen Offenbarung nicht erfasst. Philologie ist nicht der letzte Maßstab. Weder Philologie noch Soziologie sind der letzte Maßstab, sondern das von Gott geoffenbarte Bild vom Menschen. Die Sprache hat es bis jetzt immer geschützt. Aber wir sind derzeit in der Kirche einigermaßen ideologisch, nicht vom Heiligen Geist gesteuert. Es ist ein Trost, dass es gerade in der jüngeren Generation da und dort gläubigen, jungen Menschen wieder einleuchtet, worum es geht. Mir aber liegt rein gar nichts an einer Debatte mit Ihnen, sondern ich komme dem Gewissen nach, auf das, was ich als eine gefährliche Fehlentwicklung erkenne, aufmerksam zu machen. Das ist alles. Damit möchte ich diesen Disput mit IHNEN zu dieser Sache beenden und werde auch ihre Antwort gar nicht nachlesen. Sie kann in dem Fall nur die Verwirrung verstärken. Verzeihen Sie, bei aller Wertschätzung Ihrer philogischen und soziologischen Kenntnisse...


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 Hadrianus Antonius 8. Dezember 2018 
 

@Bentheim "Prognostisch"

@Bentheim, Ihre Postings sind immer interessant.
Mit dem Term "prognostisch" und Ihrer Interpretation über "Brüder und Schwester" haben sie einen interessanten Punkt angesprochen.
Die Verkündigung durch Uns. Hrrn Jesus Christus, die frühe Kirche und auch die Mission durch St. Paulus stellen sich in dem damaligen zeitlichen Kontext als äusserst frauenfreundlich da.
Daß "adelphoi" als "Brüder und Schwester" übersetzt werden kann, ist richtig.Mit der "Progose" wäre ich jedoch äusserst vorsicht.
In vielen und nicht die kleinsten und unwichtigsten Diözesen Westeuropas wird von den Oberhirten inzwischen eine inhaltliche Anbiederung an den Islam propagiert, wo die Frauen (muslim+christlich) zusammengesteckt werden, der Bischof/Priester schweigt und die Gebete durch den Imam gehalten werden ("Vorgänger").
Kein Witz sonder Wahrheit.
Spätestens mit der @sharia4belgium (schreiben sie auch F/D/I usw.) können sie "adelphoi" wieder als solo "Brüder" übersetzen :-)


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 Bentheim 8. Dezember 2018 
 

@ lesa

Da Frauen zu dieser Zeit in der Öffentlichkeit nicht auftraten, war die Anrede an die Männer gerichtet. Was Paulus aber sagt, wenn er die Korinther, die Epheser etc. anredet, galt i.d.R. auch für die Frauen. Da die heutige gesellschaftliche Stellung der Frau sie nicht von der Öffentlichkeit ausschließt, ist es konsequent, sie auch in der Anrede zu erwähnen. Im Epheserbrief sagt P. sogar: Die Frauen sollen den Männern untertan sein. Auch hier ist die gesellschaftliche Stellung der Frau über diese bekannte Stelle hinweggegangen. Auch das können wir nicht rückgängig machen, obwohl es sogar eine Stelle dogmatischen Inhaltes ist, während die Anrede in einem Brief eine Formsache ist. Allerdings erst dann,
wenn eine gesellschaftliche Stellung ein factum irreversibile geworden ist, kann die NT-Exegese nicht daran vorbeigehen.
Die ges. Stellung lässt sich für die NT-Exegese immer nur historisch betrachten, keineswegs prognostisch. Das gilt besonders heute.

Am Fest der Conceptio Immaculata


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 Zeitzeuge 7. Dezember 2018 
 

Das Handbuch zum Thema berücksichtigt kath. und prot. Theologen

und wurde verfaßt von:

Prälat Prof.Dr. Georg May:

300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie, 1115 Seiten, neu 49,00 EUR!

Aus einem Brief an den Verfasser von em. Papst Bendedikt XVI. vom 09.04.2015:

"Besonders beunruhigt mich die Lage an den theologischen Fakultäten Deutschlands, die großenteils nicht in den Glauben hineinführen und noch weniger Hilfe auf dem Weg zum Priestertum sein können...Deswegen ist ein Buch, in dem Du die ungläubige evangelische und katholische Theologie bloßstellst, höchst angebracht und notwendig."

H.H. Prof.Dr. Georg May (1926) wurde 2011 v. Papst Bendikt XVI. zum Apostolischen Protonotar ernannt.

Für die Erteilung des "Nihil obstat"
bzw. die "Missio Canonica" ist der Vatikan bzw. der Ortsbíschof zuständig,
mehr möchte ich jetzt nicht zu diesem Thema hier sagen!


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 lesa 7. Dezember 2018 

@Bentheim: "Brüder und Schwestern", wie in der Neuen Einheitsübersetzung ist unter dieser Rücksicht auch noch "tolerierbar", wenn auch theologisch nicht ganz richtig.
In der Lesung aus dem sLektionar war die Anrede der Lesung verdreht. Nur im Notfall werde ich so etwas mitmachen, und dann werde ich eben nicht kommunizieren. Ich habe meine Gründe, die aber nicht an dieser Stelle erörtern will. Die Verantwortung tragen die Bischöfe.


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 girsberg74 7. Dezember 2018 
 

Schon richtig, aber ...

@Herbstlicht „Kardinal Müller tut es!“

Zitat:
“Doch es sind immer diesselben, die das tun, andere bleiben stumm. “

Kommentar:
Stimmt so nicht ganz! Denn sie murmeln da, wo sie zuhause sind, nämlich in der Deckung. - In voller Deckung!


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 girsberg74 7. Dezember 2018 
 

@Herbert Klupp - "Kath Theologie heute"

Daraus das Zitat:
„Ein Neu-Testamentler hat mir allen Ernstes ( vor allen Stundenten ) gesagt, daß es sehr wohl richtig ist, alle biblischen Aussagen als falsch anzunehmen, bis etwa ein Fundstück die Historizität beweist.“

Kommentar:
Zunächst mal herzlichen Dank, dass Sie den Namen dieses Neutestamentlers nicht genannt haben; der Persönlichkeitsschutz ist nämlich ein hohes Gut.

Ich gehe davon aus, dass dieser Neutestamentler das Eingeständnis seines Scheiterns umgangen hat. Es war / ist ihm nicht gelungen, die Sandalen des „Historischen Jesus“ aufzuspüren.


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 Wunderer 7. Dezember 2018 
 

Anti-Theologen

Wenn ein Theologe bspw. die Geschichte Israels, wie sie die Bücher des AT berichten, als banale Säkulargeschichte versteht und interpretiert, dann stimmt etwas nicht. Dieser Theologe ist dann eigentlich kein Theologe, sondern wie ein weltlichter Historiker, der in seinem Denken dem Übernatürlichen, Gott, keinen Platz einräumt- und deswegen immer wieder danebenliegt.
Der Glaube und die Glaubenswahrheiten widerstreben den "wissenschaftlichen" Konzepten und lassen sich nicht in dieses enge Korsett zwängen- zum Glück für alle Menschen.
Zu viele Theologen schämen sich des Glaubens und möchten sich lieber als Akademiker sehen und als solche gesellschaftlich anerkannt wissen. Und nur Studenten, die in sein kleinkariertes Raster passen, werden gefördert. Auch Einsichten der Mystik oder "nachbiblische Offenbarungen" an Seher/Seherinnen werden negiert und beiseite geschoben, völlig ignoriert. Die Wunder Jesu etwa und Glaube sowie Volksfrömmigkeit stören in höchstem Maße.


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 Bernhard Joseph 7. Dezember 2018 
 

@Herbert Klupp - Ergänzung

In der Theologie geht es im Wesentlichen nicht darum, Hypothesen im Wege einer Versuchsanordnung zu verifizieren, sondern Offenbarungsinhalte als solche ernst zu nehmen und im Lichte des Glaubens immer besser zu verstehen. Maßstab ist also nicht das Hypothetische, was jederzeit verworfen werden kann, sondern das Unveränderliche, eben das, was göttliche Offenbarung ist und was davon klar zu unterscheiden ist.

Ein Theologe, der nicht an die Wahrheit der Offenbarungsinhalte glaubt, wie z.B. Ansgar Wucherpfennig, der ist genau genommen kein Theologe, sondern jemand, der bloße Weltdeutung betreibt und dabei sich lediglich theologischer Stilmittel bedient, die letztlich inhaltsleer bleiben. Man redet von Gott und meint in Wahrheit so etwas wie einen "Weltgeist" oder man redet von Weiterentwicklung der Lehre und meint die Neuschaffung weltbildlicher Moden.

Als die Wahrheit Suchender kann man sich dann bei solchen Professoren in der Tat nur arg veralbert vorkommen.


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 Rolando 7. Dezember 2018 
 

Der Herr wird’s richten

Viele protestantisch unterwanderte Seminare werden immer leerer, die rahnerschen Lehrer werden älter, die echt römisch katholischen Seminare werden voller, Wigratzbad, Heiligenkreuz in Östereich.


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 Bentheim 7. Dezember 2018 
 

„Brüder“ oder „Brüder und Schwestern“ ?

Das griechische Wort ὰδελφοί kann schon von seiner Sprache her sowohl geschlechtsspezifisch als auch geschlechtsunspezifisch gebraucht werden, also in der Anrede sowohl „Brüder“ als auch „Brüder und Schwestern“ heißen.


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 Bernhard Joseph 7. Dezember 2018 
 

@Herbert Klupp

Wenn Theologie wie eine positivistische Wissenschaft betrieben werden müsste, also glaubensneutral, dann wäre die Aussage des Neu-Testamentlers sogar richtig. Nur eben kann man so keine Theologie treiben!

Das kann man an einem konkreten Beispiel belegen. Der Glaube an Wunder ist ein zentraler Bestandteil des katholischen Glaubens, wobei unter Wunder das wirkliche Eingreifen des handelnden Gottes in seine Schöpfung zu verstehen ist. Schließe ich als Theologe positivistisch die Möglichkeit des Wunders aus, dann verliert das Handeln Gottes seine Relevanz, dann betreibt man eine Art theologische Literaturgeschichte, mehr nicht.

Theologie, recht verstanden, will den Glauben nicht von einer neutralen Metabene aus interpretieren, sondern aus dem Glauben heraus tiefer verstehen, wobei hier moderne Quellenforschung helfen kann. Letztlich greift aber Theologie immer über die Begrenztheit naturwissenschaftlicher Erkenntnis hinaus, denn sie beschäftigt sich mit den letzten Dingen.


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 Ulrich Motte 7. Dezember 2018 
 

Herzliche Bitte an den Herrn Kardinal,

seinen Vorwurf größerer Lehramtsuntreue in der BRD als anderswo - soweit möglich - zu quantifizieren: Wie hoch sind etwa in den USA, Belgien, Brasilien und in anderen Ländern diesbezügliche Prozentsätze bei lehrenden Theologen an Priesterausbildungsstätten und bei konkreten Beispielen. Sonst erntet der Herr Kardinal womöglich den Vorwurf recht vage begründeter Behauptungen. Und welches Lehramt bitte? Gibt es nicht hier Kommentatoren, die gelegentlich Unterschiede gesehen haben wollen zwischen Lehren von Herrn Kardinal Müller einerseits, anderen Kardinälen und sogar dem Papst andererseits? Fragen, keine Behauptungen!


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 Herbert Klupp 7. Dezember 2018 
 

Kath Theologie heute

Ich habe von 2001-2004 ( im Alter ) nochmal katholische Theologie studiert. Das was ich da zu hören bekam, hat mich mit meinen damals gut 50 Jahren dann nochmal zu einem "Studentenprotest" gebracht. Jede Woche ein neues Flugblatt in der Mensa verteilt und im kath Fachbereich. Ich muß ( leider ) dem Kardinal Müller völlig recht geben. Ich erinnere mich noch gut, daß ich mich "nur zur Hälfte" über die Rom- und Traditionsfeindschaft aufgeregt habe. Die anderen 50% meiner Empörung ergaben sich aus der billigen, polemischen, durchsichtigen, parteiischen, unwissenschaftlichen und nur aufgeblähten Argumentation von Professoren und anderen. Ein Neu-Testamentler hat mir allen Ernstes ( vor allen Stundenten ) gesagt, daß es sehr wohl richtig ist, alle biblischen Aussagen als falsch anzunehmen, bis etwa ein Fundstück die Historizität beweist. Nur dann (!) könne man von der Richtigkeit des historischen Bezugs ausgehen. Und das war nur ein Beispiel aus einer jahrelangen ( für mich: ) Leidenszeit.


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 lesa 7. Dezember 2018 

Eine unerhörte Verirrung und Irreführung

@Herbstlicht: Bischof Müller schützt uns durch seine Äußerungen in letzter Zeit immer wieder vor dem Abdriften in die völlige Verdummung und Verlogenheit. Hoffentlich rühren sich mit der Zeit viele der intelligenten, unvernebelten Bischöfe und Priester, angesichts der Tatsache, dass häretische Gender-verdrehte ins Lektionar eingebaut wurden und verdrehtes Wort Gottes der Herde vorgesetzt werden müssen, die dann mit dem in diesem Fall verlogenen Zusatz versehen wird: Wort des lebendigen Gottes. (Wie das gleich am 1. Adventsonntag der Fall war.) Nun wird man zusehen müssen, wohin man da ausweichen kann, wenn man dieses Sakrileg sich nicht anhören möchte.
Gewiss für viele Priester eine sehr unangenehme, schwierige Situation. Ich möchte keinen verurteilen, jeder muss das selber verantworten. Aber da ereignet sich Irreführung der Herde im Mäntelchen "zeitgerechte Sprache". Das Abbild Gottes muss auch durch das Wort geschützt sein, damit es in Einklang mit Gott und mit sich selbst bleibt.


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 Wunderer 7. Dezember 2018 
 

Krähentheologie

Die Theologie in Deutschland ist teilweise auf Ramschniveau, wie jeder einigermaßen gläubige und informierte Gasthörer in Vorlesungen und Seminaren unschwer feststellen kann. Weder sind eine Reihe von Lehrern lehrfähig noch die meisten der jungen Leute studierwillig. Aber das paßt dann gut zusammen.
Viele Theologen und Bischöfe sind leider lieber Staatsdiener, aber letztlich schlechte, die dem Zeitgeist immer schon voraus sein wollen und was mit den Menschen wird, ist ihnen gerade mal schnuppe.
Mit Brachialgewalt gehen sie gegen gute Priester, Orden und einzelne Christen vor, verweigern den Menschen die Sakramente wie etwa die hl. Beichte, laden andererseits alle Unbefugten zur hl. Kommunion ein, und lassen sich Wohltäter nennen.
Hauptsache das Geld und das eigene Ansehen - da sind sie groß- und machen den Menschen noch ein schlechtes Gewissen, nur ja für all diese "Hilfsorganisationen" und irgendwelche Projekte großzügig zu spenden.


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 Eliah 7. Dezember 2018 
 

Bischöfe in treuer Nachfolge

Vergelt´s Gott, Herr Kardinal Müller, für diese neuerlichen Worte der Wahrheit. Zumindest viele anderen deutschen Bischöfe haben zwar auch kein Problem mit der treuen Nachfolge. Ich meine damit allerdings nicht die Nachfolge des Herrn, sondern die Nachfolge der Geisteshaltung, die sich einst ausdrückte in "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" und "Heute (ge)hört uns Deutschland und morgen die ganze Welt".


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 la gioia 7. Dezember 2018 
 

Ich schätze Herrn Kardinal Müller sehr, vor allem wegen seines fundierten theologischen Wissens, seiner Gradlinigkeit und seiner Treue zur katholischen Glaubenslehre. Ich mochte und schätzte ihn auch sehr als Bischof von Regensburg - und dennoch kann ich ihm den Vorwurf nicht ersparen, dass auch er als Bischof untätig blieb in Bezug auf diverse damals schon an der Regensburger Universität gegen die katholische Glaubenslehre agierende Professoren.


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 Herbstlicht 7. Dezember 2018 
 

Kardinal Müller tut es!

Er spricht klar aus, wie er die heutige Situation einschätzt.
Wie heilsam wäre es, wenn doch auch andere Kirchenobere -nationale und internationale- eine ähnlich große innere Freiheit erlangen könnten, Dinge klar und furchtlos beim Namen zu nennen.
Doch es sind immer diesselben, die das tun, andere bleiben stumm.

Es ist damit zu rechnen, dass auch diesmal wieder Kardinal Müller für seine Aussage massive Kritik zu erwarten haben wird.
Kritik an sich ist ja nichts Negatives, sie darf sein und gehört dazu. Aber es müsste einmal eine kircheninterne Diskussion darüber stattfinden, was den Inhalt seiner Aussage betrifft.


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 discipulus 7. Dezember 2018 
 

Schön, daß endlich einmal ein Bischof auf die desolate Lage der deutschen Theologie und auch die Schwierigkeiten kirchentreuer Nachwuchstheologen hinweist. Die ideologische Verkrampftheit und die erschreckende Niveaulosigkeit der theologischen Ausbildung im deutschsprachigen Raum ist wirklich eine Katastrophe. Aber nur jammern hilft nicht. Es bräuchte die Initiative zur Gründung einer neuen theologischen Fakultät, die Treue zur Lehre mit hohem wissenschaftlichem Niveau verbindet. Wo auch junge, kirchentreue Theologen eine Möglichkeit haben, der Kirche als Wissenschaftler zu dienen. Denn gerade in einer Zeit, in der auch von den höchsten Instanzen vor allem spontane Meinungsäußerungen und kaum inhaltlich belastbare Aussagen zu vernehmen sind, bedarf es einer rationalen Durchdringung des Glaubens mehr denn je.


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