Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Wir machen da was mit Medien
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  12. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

Herr, lehre uns beten!

5. Dezember 2018 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Jesus betete wie alle’. Papst Franziskus beginnt eine neue Katechesenreihe zum Gebet des Vaterunsers. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Und es geschah: Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat!“ (Lk 11,1)

Generalaudienz in der ersten Woche des Advents. Papst Franziskus begann eine neue Katechesenreihe zum Vaterunser. Die erste Katechese stand unter dem Thema: „Lehre uns beten!“.

Alle Evangelien charakterisierten Jesus als einen Mann des Gebetes. Immer wieder berichteten sie vom Bedürfnis Jesu, sich zum Gebet zurückzuziehen. Nicht die wechselnden Erwartungen der Menschen bestimmten sein Handeln, sondern vor allem seine tiefe Beziehung zum Vater.

Der Messias „predigt und heilt. Die antiken Prophezeiungen und Erwartungen so vieler leidender Menschen würden verwirklicht: Jesus ist der nahe Gott, der Gott, der uns befreit“.


Seit der ersten Nacht in Kafarnaum erweise er sich als ursprünglicher Messias. Im der letzten Teil der Nacht, als sich die Morgendämmerung ankündige, suchten ihn die Jünger, aber sie könnten ihn nicht finden. Bis Petrus ihn schließlich an einem abgelegenen Ort finde, völlig im Gebet versunken.

Besonders an seinem nächtlichen Gebet im Garten Getsemani werde deutlich, dass das beständige Hören auf den Vater für Jesus das Entscheidende sei. Dieses Gebet im Angesicht des Todes „war gewiss kein einfaches Gebet, aber es gab ihm die Kraft, seinen Weg, den Kreuzweg, zu gehen“.

Jesus habe gebetet: bei Gottesdiensten gemeinsam mit den Angehörigen seines Volkes, aber auch an einsamen Orten, die ihm erlaubten, in das Geheimnis seiner Seele hinabzusteigen. Jesus „betete wie alle, und doch muss an seiner Art zu beten etwas von seiner einzigartigen Beziehung zum Vater auch für die anderen spürbar gewesen sein, so dass sie in baten: 'Herr, lehre uns beten' (Lk 11,1)“.

Auch wenn wir vielleicht seit vielen Jahren beteten, müssten wir immer lernen. Das Gebet des Menschen, „diese Sehnsucht, die so natürlich aus seiner Seele geboren wurde, ist vielleicht eines der dichtesten Geheimnisse des Universums“. Und wir wüssten nicht einmal, ob die Gebete, die wir an Gott richteten, tatsächlich diejenigen seien, die er hören wolle.

Die Bibel gebe uns auch Zeugnis von unangemessenen Gebeten, die schließlich von Gott abgelehnt würden: „Denken wir nur an das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner. Nur der letztere kehrt aus dem Tempel gerechtfertigt nach Hause zurück“. Der erste Schritt des Gebets sei die Demut.

Jesus gehe auf ihre Bitte ein und lasse die Menschen damit teilhaben an seiner Gemeinschaft mit dem Vater. Weil wir nicht immer wüssten, wie wir in rechter Weise beten sollen, „wollen wir zu Beginn dieses Katechesenzyklus bitten: Herr, lehre uns beten!“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen adventlichen Gruß richte ich an die Pilger deutscher Sprache. Wir gehen auf Weihnachten zu. Gott wurde Mensch. In Jesus ist er in die Welt gekommen, um unser Leben zu teilen. Durch das Gebet wollen wir diese Beziehung lebendig erhalten. Der Herr schenke euch dazu seinen Heiligen Geist.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ginsterbusch 5. Dezember 2018 

Liebe@Mariat

Pfarrer Konrad Sterninger hat hervorragende Exerzitien gemacht mit dem Thema: „Herr, lehre uns beten.“ Die gibt es bei K-TV auch als Vortrag zum runterladen.
Katholisch und gut.


5
 
 Stefan Fleischer 5. Dezember 2018 

@ Mariat

Mich hat jetzt dieser Ausdruck nicht gestört. Ich habe eher verstanden, dass die Möglichkeit des Gebetes an sich, in welchem sich alle vernunftbegabten Wesen an Gott wenden können, zu den grössten Geheimnissen des Universums gehört.
Eher störte mich die Aussage: Jesus ist …, der Gott, der befreit“. Im deutschen Sprachraum sollten wir von Erlösung sprechen, denn Befreiung und Erlösung ist nicht das Gleiche. Ich weiss aber, dass es z.B. im Lateinischen heisst: "sed libera nos malo" Das Hauptwort "redemptio" gibt es aber auch dort. Das dürfte in allen Sprachen lateinischen Ursprungs der Fall sein. Im Zeitalter der Befreiungstheologie kann man aber von den allermeisten Übersetzern nicht erwarten, dass sie diese sprachliche Finesse kennen.


1
 
 Mariat 5. Dezember 2018 

Das Wort " Universum", stört mich etwas.

"Auch wenn wir vielleicht seit vielen Jahren beteten, müssten wir immer lernen. Das Gebet des Menschen, „diese Sehnsucht, die so natürlich aus seiner Seele geboren wurde, ist vielleicht eines der dichtesten Geheimnisse des Universums“. Und wir wüssten nicht einmal, ob die Gebete, die wir an Gott richteten,tatsächlich diejenigen seien, die er hören wolle."
Deshalb heißt es auch: Dein Wille geschehe.
Im Vaterunser lehrte Jesus: Zum Vater im Himmel zu beten, nicht zum Vater im Universum.
An das Universum richten Esoteriker ihre Wünsche, so weit ich weis.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  3. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  4. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  5. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  6. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  7. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  8. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  9. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  12. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  13. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  14. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  15. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz