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Razzia in Räumen einer US-Diözese: Missbrauchsverdächtiger Priester

29. November 2018 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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60 bewaffnete Einsatzkräfte durchsuchten Räumlichkeiten der US-amerikanischen Erzdiözese Galveston-Houston (Texas) - Erzdiözese widerspricht in erster Stellungnahme den Begriffen „Razzia“ und „Geheimarchiv“ - VIDEO - Von Petra Lorleberg


Galveston-Houston (kath.net/pl) Eine Durchsuchung von Räumlichkeiten der US-amerikanischen Erzdiözese Galveston-Houston (Texas) führten Polizeikräfte am Mittwoch durch. Dabei wurden Personalakten beschlagnahmt. Das berichtete CNN. Es ging um den Priester LaRosa-Lopez, gegen den möglicherweise ernst zu nehmende Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs in vier Fällen eines minderjährigen Mädchens vorliegen. Die Ermittler aus verschiedenen Behörden suchten nach Unterlagen, Unterlagen, Daten auf elektronischen Geräten und anderen Beweisen aus der Erzdiözese zur Untersuchung des Falles LaRosa-Lopez. Die Rede war von einem „Geheimarchiv“. Nach Darstellung von CBS News waren 60 bewaffnete Einsatzkräfte beteiligt.


Erzbischof des Bistums ist der Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo. Er hatte den verdächtigen Priester selbst den Behörden angezeigt. Der katholische Priester LaRosa-Lopez ist verhaftet und derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Andere Presseberichte sprechen übrigens von mehreren Opfern im Teenageralter. Die Rede ist hier von "altarboys", der Begriff könnte sich auf männliche Opfer unter den Ministranten beziehen.

Die Erzdiözese hat in einer Stellungnahme nach der Durchsuchung zugesichert, dass sie in der Aufhellung der Vorgänge voll kooperiere. Sie widersprach dem Begriff „Geheimarchiv“, es handle sich nur um einen innerkirchlichen Begriff, der sich auf vertrauliche Dokumente und den Schutz der Privatsphäre beziehe, ähnlich wie bei Krankenakten. Auch sei der Begriff „Razzia“ ungeeignet angesichts der Tatsache, dass man voll kooperiert habe und weiterhin voll kooperieren werde.

Die katholische Kirche in den USA ist von einem sexuellen Missbrauchs- und Vertuschungsskandal erschüttert, dessen Ausmaße teilweise als "Hurrikan" bezeichnet werden. Im Strudel sind nicht zuletzt auch US-Kardinäle und -Bischöfe. Die katholischen Laien zeigen sich zunehmend erbittert und empört, offenbar lässt auch schon der Spendenfluss nach. Eine wirkliche Aufklärung ist bisher noch nicht in Sicht.

CBS - Polizeiliche Durchsuchung von Räumlichkeiten der US-amerikanischen Erzdiözese Galveston-Houston/Texas (engl.)



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