24 November 2018, 09:00
Wieder katholischer Priester in Kamerun ermordet
 
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Ordensmann laut Medienberichten vor Eingang zu seiner Kirche von vorbeifahrenden Soldaten erschossen.

Rom-Yaounde (kath.net/ KAP)
In Kamerun ist erneut ein katholischer Priester ermordet worden. Wie lokale Quellen und die Gemeinschaft der "Mill Hill Missionaries" nach Angaben von "Vatican News" (Donnerstag) melden, wurde der junge Ordensmann Cosmas Omboto Ondari am Mittwoch in Kembong im Südwesten Kameruns erschossen. Er sei am Eingang zu seiner Kirche gestanden, als einige Soldaten in Militärfahrzeugen bei hoher Geschwindigkeit vorbeigefahren und zweimal auf ihn geschossen hätten. In der Region tobt ein blutiger Konflikt zwischen bewaffneten Separatisten und Sicherheitskräften.

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Der aus Kenia stammende 30-jährige Geistliche war erst im vergangenen Jahr zum Priester geweiht worden. Er habe sich besonders um durch den Konflikt aus ihren Heimatdörfern vertriebene Gläubige gekümmert, zitierte die Nachrichtenagentur AFP einen Kirchenvertreter aus der Region.

In Kamerun kommt es immer wieder zu Gewalt gegen Geistliche. Erst im vergangenen Juli war ein Priester in Bomaka in der Diözese Buea getötet worden, Anfang November wurde ein amerikanisch-katholischer Missionar im Nordwesten ermordet. Auch der Tod des Bischofs von Bafia, Jean Marie Benoit Balla, ist noch immer nicht aufgeklärt. Die katholische Kirche hatte die offizielle Version der Behörden, nach der es sich um Selbstmord handele, nie akzeptiert. Der Leichnam des Bischofs war im Juni 2017 im Fluss Banga aufgefunden worden.

Aus den jüngsten Protesten in den englischsprachigen Regionen Kameruns gegen die Auferlegung von Französisch als Sprache an Schulen und Gerichten hat sich in eine ernste politische Krise entwickelt, nachdem einige Bürgerbewegungen die Abspaltung der beiden Regionen unter dem Namen Ambazonia ausgerufen hatten. Laut dem vatikanischen Missionpressedienst "Fides", der sich auf NGOs beruft, die im Konflikt zwischen der Armee und den bewaffneten sezessionistischen Gruppen zu helfen versuchen, kamen bisher mehr als 200 Soldaten und 500 Zivilisten ums Leben. Mehr als 400.000 Einwohner mussten aus den von den Auseinandersetzungen betroffenen Gebieten fliehen.

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