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Benediktsbasilika soll wieder in Originalzustand versetzt werden

26. November 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Für die beim Erdbeben 2016 massiv beschädigte Basilika auf dem Geburtsort des Ordensgründers Benedikt hatte der zuständige Erzbischof zunächst eine moderne Architektur vorgeschlagen.


Nursia (kath.net/pl) Die bei dem schweren Erdbeben in Mittelitalien 2016 stark zerstörte Basilika des hl. Benedikts von Nursia wird wieder praktisch vollständig in den ursprünglichen Zustand versetzt werden. Das berichtet der britische Vatikanist Edward Pentin in der „Catholic News Agency“ anhand der Darstellung der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Von der Basilika, die ab dem 12. Jahrhundert über dem Geburtsort des Ordensgründers errichtet wurde, waren nach dem Erdbeben vom 30.10.2016 nur einige der Außenmauern stehen geblieben, da das Kirchendach eingestürzt war. Immerhin konnten noch einige der Altäre und Kunstgegenstände sowie der Tabernakel gerettet werden. Erzbischof Renato Boccardo von Spoleto-Nursia hatte zunächst eine moderne Architektur für die Basilika bevorzugt. Einheimische hatten mit einer Unterschriftensammlung widersprochen, moderne Elemente sollen nun nur im Einzelfall integriert werden und sollen hauptsächlich die künftig verbesserte Statik und Erdbebensicherheit des Gotteshauses betreffen. Die Restauration der Kirche dürfte Jahre in Anspruch nehmen, noch immer ist das Kircheninnere voll mit Schutt. Der Kostenfaktor wird auf etwa zehn Millionen Euro geschätzt, die Summe wird großteils von der Europäischen Union aufgebracht werden.


Benedikt (geboren um 480 in Nursia, gestorben 547 auf dem Monte Cassino) ist der Gründer des westlichen Mönchtums, seine Kirche zählt zu den Pilgerkirchen Italiens.

Bei der großen Erdbebenserie in der Region, die am 24. August 2016 begann, wurden etwa 25.000 Menschen obdachlos, über 350 Kirchen der Erzdiözese Spoleto-Nursia wurden stark beschädigt oder völlig zerstört. Obendrein waren viele Tote zu beklagen.

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Foto oben: Vorher


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Lesermeinungen

 Herbstlicht 26. November 2018 
 

Protest kann sich also doch lohnen.

Wenn eine Jahrhunderte alte Kirche durch ein Erdbeben (oder einen Krieg) zerstört wird, sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dieses Bauwerk wieder genauso herzurichten wie vordem. Schließlich repräsentiert sie eine bestimmte Epoche und einen besonderen Baustil, dies sollte nicht ohne Not aufgegeben werden.
Wenn es darum geht, eine ganz neue Kirche zu errichten, kann dies ja nach einem moderneren Stil geschehen, aber auch hier sollte vorsichtig und behutsam vorgegangen werden. Es gibt ja mehr als nur eine Kirche, die eher kalt und abweisend wirkt als einladend.
So manches kirchliche Bauwerk aus den letzten Jahrzehnten sieht mehr nach einem Bunker als nach einer Kirche aus.


5
 
 Marcus, der mit dem C 26. November 2018 
 

Deo gratias!

Bleibt nun zu hoffen, nachdem die Verunstaltung der Basilika abgewendet ist, daß die Benediktiner um Prior Benedict Nivakoff, O.S.B. wieder die Seelsorge dort übernehmen können und man nicht an den Haaren herbeigezogene Begründungen konstruiert, warum diese dort nicht mehr willkommen sind, weil sie auch die traditionelle Liturgie feiern.


7
 

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