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Johannes Hartl: Vier Punkte für das „Überleben im pastoralen Dienst“

21. November 2018 in Spirituelles, 8 Lesermeinungen
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Priesterseminaristen fragten den Augsburger Theologen nach Tipps.


Augsburg (kath.net) Er sei von „einer Gruppe von Seminaristen“ gefragt worden, „wie man im pastoralen Dienst überleben könne“ Das schrieb der Augsburger Theologe und Leiter des Gebetshauses Augsburg, der gerade eine Vortragsreise in Asien absolviert hat, auf Twitter. Er fasste in vier Stichpunkten seine spontane Antwort zusammen:
1) „Ein persönliches Gebetsleben“
2) „Ein paar echte Freunde“
3) „Gut mit sich umgehen und mal Nein sagen“
4) „Mindestens 20 Prozent der Zeit in missionarische Projekte“ investieren.


Eine umfassende Darstellung Hartls würde vermutlich mehr Stichpunkte bringen, trotzdem können diese Impulse als Gedankenanstoß dienen.

Archivfoto Dr. Hartl


Archivfoto oben (c) Gebetshaus Augsburg


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Lesermeinungen

 Montfort 22. November 2018 

Wenn diese Seminaristen wirklich Priester werden wollen,

dann sollten sie eine Biographie des Pfarrers von Ars lesen - z d ernst machen mit einem Leben in der Nachfolge Christi.


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 JohannBaptist 22. November 2018 
 

Pastoral überleben

Ja wo denn. Der Amtskirche gehen die Gläubigen abhanden, der Mammon regiert.
Priester und solche die es werden wollen werden wegen ihrer Gläubigkeit gemoppt.
Im zu erwartenden Zusammenbruch werden nur kleine Gruppen in Form von Brudergemeinden überleben und unsere Kirche wird gereinigt und der Glaube wird triumphieren.


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 Stefan Fleischer 22. November 2018 

Das christliche Anti-Stress-Programm

gerade für Priester, heisst doch immer noch:
"Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden." (Lk 10,41-42) Zu überlegen, was dieses eine Notwendige in Tat und Wahrheit ist, das ist der erste Schritt – nicht nur für die priesterliche – Stressbewältigung.


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 Kurti 21. November 2018 
 

Ich weiß nicht, ob sich da alle überarbeiten.

In einem Kloster hatten sie nicht mal Zeit für ein Gespräch, weil sie erst Urlaub machen mussten und danach hat sich auch keiner mehr gemeldet. Man hat nicht immer den Eindruck, daß manche sich überarbeiten.


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 ThomasR 21. November 2018 
 

Für mich ist problematisch daß Seminaristen sich in solchen Fragen an Herrn Hartl wenden

(trotz großer Hochachtung für das Lebenswerk von Herrn Hartl)und nicht an andere Priester bzw an den eigenen Bischof, der hoffentlich auch zur Verfügung steht.

Leider die Lage der Priesterausbildung in Deutschland erscheint mehr als kritisch.
In vielen Priesterseminaren gibt es leider Platz für falsch verstandene Ökumene (und z.B. eine gelebte Betrachtung von unseren protestatischen Brüdern und Schwestern als eine weitere ? "christliche Kirche" oder auch eine Vielzahl von Kirchen?) und kein Platz für die Umsetzung von Motu Proptrio Summorum pontificium oder wenigstens der liturgischen Erneuerungsvorschläge von Papst Benedikt oder Umsetzung der liturgischen Vorschriften von Redemptionis sacramentum.
Jedes Priesterseminar, das die im alten Ritus beheimatete Kandidaten (ein Grund findet sich immer) abweist erwartet sowieso früher oder später eine Schließung (wenigstens in einem Priesterseminar in Süddeutschland gab es in den letzten Jahren trotz angeblichen Bewerbermangels solche Fälle)


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 Stefan Fleischer 21. November 2018 

"wie man im pastoralen Dienst überleben könne"

Die Frage wäre zu meiner Jugendzeit noch undenkbar gewesen. Einerseits sicher, weil inzwischen unsere ganze Gesellschaft zu einer Stressgesellschaft geworden ist. Aber andererseits zuerst, weil wir Christen die Dienern Gottes, unsere Priester, zu unseren eigenen Dienern gemacht haben. Auch das ist eine Folge des Paradigmenwechsels von gottzentriert zu menschzentriert. Die Folge ist eine Überlastung der Priester mit weltlichen Aufgaben, verbunden mit dem – vielleicht sogar nur noch im Unterbewusstsein vorhandenen – Gespür, dass Pastoral, wie sie heute betrieben wird, nur einen Teil seiner priesterlichen Sendung abdeckt, und zwar jenen Teil, der eigentlich am wenigsten befriedigt. Der Lösungsgrundsatz heisst also: " Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben." (Mt 6,33)


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 7.Oktober1571 21. November 2018 
 

Ein Priester muss sein:

Ein Priester muss sein: ganz groß und ganz klein, vornehmen Sinnes wie aus Königsgeschlecht, einfach und schlicht wie ein Bauernknecht, ein Held, der sich selbst bezwungen, ein Mensch, der mit Gott gerungen, ein Quell von heiligem Leben, ein Sünder, dem Gott vergeben, ein Herr dem eignen Verlangen, ein Diener der Schwachen und Bangen, vor keinem Großen sich beugend, zu dem Geringsten sich neigend, ein Schüler vor seinem Meister, ein Führer im Kampf der Geister, ein Bettler mit flehenden Händen, ein Herold mit goldenen Spenden, ein Mann auf den Kampfesstätten, eine Frau an den Krankenbetten, ein Greis im Schauen, ein Kind im Trauen, nach Höchstem trachtend, das Kleinste achtend, bestimmt zur Freude, vertraut dem Leide, weitab vom Neide, im Denken klar, im Reden wahr, des Friedens Freund, der Trägheit Feind, feststehend in sich, ganz anders als ich . . . (Quelle: www.marianisches.de Eine salzburgische Handschrift aus dem Mittelalter)


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 Herbstlicht 21. November 2018 
 

Stärkung, Hoffnung und Hoffnung vermitteln

Wenn man bedenkt, dass Priesterseminaristen Johannes Hartl fragen müssen, wie man pastoral "überlebt", wundert das schon.
Wäre es nicht eigentlich die Aufgabe der Priesterseminare, ihre Seminaristen dahingehend zu stärken, sie spirituell und seelisch so aufzubauen, dass sie sich dem auf sie zukünftig zukommenden Dienst gewachsen fühlen können?


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