Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Italiens Politik befürwortet Asyl für Asia Bibi

8. November 2018 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Alle Großparteien sprechen sich für Aufnahme der in Pakistan verfolgten Familie aus - Deutscher Weltkirche-Bischof Schick appelliert an internationale Gemeinschaft


Rom (kath.net/KAP) Nach der Bitte der pakistanischen Christin Asia Bibi (Foto) um Asyl in Italien haben Politiker aller Lager ihre Unterstützung bekundet. Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini von der rechten Lega erklärte, die Regierung arbeite diskret und gemeinsam mit anderen westlichen Staaten an einer Lösung. Auch die frühere Parlamentspräsidentin Laura Boldrini (Linke) und Ex-Ministerpräsident Paolo Gentiloni (Linksdemokraten) sprachen sich für eine Aufnahme der Familie aus.

Bibis Ehemann Ashiq Masih hatte über das Hilfswerk "Kirche in Not" Italiens Regierung um Hilfe für eine Ausreise aus Pakistan und um Asyl gebeten. Hintergrund sind massive Proteste radikaler Muslime nach der Aufhebung eines Todesurteils gegen Asia Bibi. Seither hält sich die Familie nach Aussage des Mannes versteckt.


Rückhalt für eine Asyl-Initiative Salvinis bekundeten unter anderem Mara Carfagna (Forza Italia), Vizepräsidentin der italienischen Abgeordnetenkammer, und Giorgia Meloni, Vorsitzende der rechtskonservativen Partei "Fratelli d'Italia", sowie Senator Antonio De Poli, Vorsitzender der christdemokratischen Union UDC. Carfagna teilte mit, sie begrüße Salvinis "wichtigen Schritt vorwärts" zur "Bereitschaft unseres Landes, Frauen und Kinder in Gefahr zu schützen".

Druck von Pakistans Regierung nehmen

Einen Appell, sich für eine Freilassung und Ausreise von Bibi aus Pakistan einzusetzen, hat der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, an die internationale Gemeinschaft und speziell auch an die deutsche Bundesregierung gerichtet. Man müsse Bibi und ihrer Familie die Ausreise ermöglichen und ihr Asyl gewähren, um den enormen Druck von der Christin und ihren Angehörigen, aber auch von der pakistanischen Regierung zu nehmen. Ähnlich forderte auch die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes die Regierung in Berlin auf, Asia Bibi und ihre Familie auf dem Weg der humanitären Hilfe nach Deutschland zu holen und ihnen politisches Asyl zu gewähren.

Die Regierung in Islamabad sicherte der radikalislamischen Partei TLP zuletzt zu, Asia Bibi dürfe das Land nicht verlassen. Zudem könne es einen Antrag auf Neueröffnung des Verfahrens geben.
Derzeit ist Asia Bibi weiter im Gefängnis. Sie war 2009 wegen Blasphemie angeklagt und 2010 zum Tode verurteilt worden. Das Todesurteil war 2014 von einem Gericht in Lahore bestätigt worden. Im Juli 2015 ordnete ein anderes Gericht die vorläufige Aussetzung der Vollstreckung an. Ein erneutes Berufungsverfahren verzögerte sich immer wieder. Laut pakistanischen Medien erhielten die Richter Drohungen von Islamisten. Blasphemie gilt im islamisch geprägten Pakistan als Kapitalverbrechen. In der Praxis werden darunter verächtliche Äußerungen und Taten gegen den Islam, den Koran und den Propheten Mohammed verstanden.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Christa 9. November 2018 

Warum nimmt Deutschland keine Christen auf?

Die passen nicht in die neue Weltordnung wie sie sich die UN, Bilderberger und der geldmächtige Herr Soros vorstellt.


1
 
 W.S. 8. November 2018 

Italien nimmt Sie auf!

Während die deutsche Bundesregierung noch hin und her überlegt, ob sie der mit dem Tode bedrohten pakistanischen Christin und fünffachen Mutter Asia Bibi Asyl gewähren soll, erklärte sich Italiens Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini bereit, die vom Islam verfolgte Christin und ihre Familie aufzunehmen.


4
 
 martin fohl 8. November 2018 
 

Genauso auch die Märtyrer

sie haben sich für den Glauben und für die christlichen Werte eingesetzt!
Jeden der sich, mit Einsatz des Lebens, für einen anderen um des Evangeliums Willen, einsetzt ist ein Märtyrer! Asia Bibi und ihre Freunde sind zu bewundern!


6
 
 gebsy 8. November 2018 

Situation für Asia Bibi

ist für Normalsterbliche nicht nachvollziehbar:
"Durch das Bestreben, mein Leben zu retten, gefährde ich unzählige Mitmenschen, welche an meiner Stelle gelyncht werden" ...


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz