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"Ich bin dankbarer denn je, dass wir eine Weltkirche sind..."

17. Oktober 2018 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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"... und nicht nur die Anliegen aus dem deutschsprachigen Raum berücksichtigt werden" - kath.net-Interview mit Marie Degenfeld, auf Einladung der österreichischen Bischöfe eine der Beobachterin der Jugendsynode in Rom. Von Roland Noé


Rom (kath.net/rn)
kath.net: Du warst die letzten Tage in Rom und hast auch die Jugendsynode aus nächster Nähe beobachtet. Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Marie Degenfeld: Ich bin sehr dankbar, dass „unsere“ österreichischen Synodenväter Kardinal Schönborn und Bischof Turnovsky es für wichtig hielten, es 10 Jugendlichen zu ermöglichen, die ersten 8 Tage der Synode vor Ort in Rom mitzuerleben. Das Ziel unseres Daseins war der einer Resonanzgruppe für den Bischof und den Kardinal. Ich habe in diesen Tagen eine Atmosphäre der Offenheit und der besonderen Dialogbereitschaft vonseiten der Bischöfe erlebt. Es besteht ein wirkliches Interesse die Bedürfnisse und Lebenssituationen der Jugendlichen besser zu verstehen und zu überlegen wie die Kirche da am Besten anknüpfen kann.


kath.net: Bist Du verwundert, dass aus Deutschland nur eine Jugendstimme vom BDKJ zu Wort kommen durfte, die vor allem nicht-katholische Thesen zu Wort bringen durfte?

Marie: Die Auswahl der Auditoren hat mich allgemein verwundert, da sie sehr unproportional war. Ursprünglich war sogar niemand aus dem deutschsprachigen Raum vorgesehen. Dass dann die Wahl auf den Vorsitzenden des BDKJ gefallen ist hat mich weniger verwundert. Schließlich ist der BDKJ der offizielle und größte Verband katholischer Kinder- und Jugendverbände.

kath.net: Siehst Du für den deutschsprachigen Raum bzw. die katholische Kirche im deutschen Sprachraum trotzdem Hoffnung?

Marie: Natürlich sehe ich für den deutschen Sprachraum Hoffnung. Viele „Insider“ wissen ja, dass eine enorme Welle der Neuevangelisation begonnen hat und dass viele neue Bewegungen, wie beispielsweise die Lorettos, einen erheblichen Jugendzuwachs vermerken dürfen. In puncto Jugendsynode bin ich froh, dass wir deutschsprachigen Katholiken sehr gut von Jugendbischof Oster und Jugendbischof Turnovsky vertreten werden. Außerdem bin ich dankbarer den je, dass wir eine Weltkirche sind und dass nicht nur die Anliegen aus dem deutschsprachigen Raum berücksichtigt werden.

kath.net: In einem Interview mit Papstbiograf George Weigel hast Du Kritik an einem Synodenkonzept "Kirche, die zuhört" geübt. Warum?

Marie: Das Synodenkonzept „Kirche, die zuhört“ habe ich nicht kritisiert. Im Gegenteil, ich bin sehr froh, dass die Synode schon in ihrer Vorbereitung Jugendlichen die Gelegenheit gegeben hat, sich zu ihren Gedanken zur Kirche zu äußern. Ich erwarte von der Kirche, dass sie uns Jugendliche zuhört und uns ernst nimmt. Gleichzeitig wünsche ich mir aber auch eine Kirche die zuhört und uns lehrt.

kath.net: Danke für das Interview

Foto: (c) privat


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Lesermeinungen

 nazareth 17. Oktober 2018 
 

Aufbrüche

Gibt es sehr viele Gott sei Dank. Mission Manifest ist ein starkes Lebenszeichen,jeden Sommer finden unzählige Treffen,Gebetstreffen undcWallfahrten,Festivals und Einkehrtage,Seminare und Glaubenstage für Jugendliche weltweit vor allem auch in Europa statt,allein in Medjugorje 50 000 im Sommer, vom Weltjugendtag in Millionenhöhe gar nicht zu sprechen...vergessen sind nur jene starken Glaubens-und Gemeinschaftserfahrungen, jrene Heilig Geist Heilungserfahrungen und Impulse,die unsere Mutter Kirche versäumt danach weiter zu begleiten,wachsen zu lassen und zu nähren...DANKE MARIE DEGENFELD! Wir sind von der offenen hörenden Jugend begeistert und lassen uns gerne anstecken..


2
 
 Diadochus 17. Oktober 2018 
 

Weltkirche

Für die Weltkirche können wir sehr dankbar sein. Wenn in Deutschland der Glaube auch verdörrt, so geht in anderen Ländern dafür wieder ein Pflänzchen auf und blüht. Von einer enormen Welle der Neuevangelisation, wie Marie Degenfeld konstatiert, merke ich nichts. Loretto ist eine krasse Ausnahmeerscheinung. Die Synode ist in einer Woche schon wieder vergessen. War da was?


3
 

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