14 Oktober 2018, 09:00
Roman: Maria Katharina Kasper, Gründerin der Dernbacher Schwestern
 
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Diese moderne Biographie vermittelt das Leben einer heiligen Frau und könnte sogar „junge Frauen dazu begeistern, sich für eine Lebensform zu entscheiden, die sich ganz der Nachfolge Christi verschreibt“. Buchtipp von Hans Jakob Bürger

Limburg (kath.net) Am 14. Oktober 2018 wird in Rom die Ordensgründerin Maria Katharina Kasper heiliggesprochen. Sie leistete zu ihrer Zeit Außergewöhnliches. Doch eine ihrer wichtigen Aussagen lautet: „Nichts Außergewöhnliches verlangt der liebe Gott von uns – aber unser ganzes Herz.“

Im Bernardus-Verlag hat Nicole Winkelhöfer, die als Sr. M. Theresia der Ordensgemeinschaft der „Dernbacher Schwestern“, wie sie im Volksmund genannt werden, angehört und ihr seit diesem Jahr als Provinzoberin verantwortlich ist, einen „biographischer Roman“ mit dem Titel „Katharina Kasper – Auf den Spuren einer Heiligen“ herausgegeben. Die Hauptfigur ist Carla Fuchs. Sie wird von ihrem Chef losgeschickt, ein Buch über die Ordensgründerin Maria Katharina Kasper zu schreiben. Sie macht sich im Jahr 2015 auf den Weg nach Dernbach im Westerwald, wo das Mutterhaus der Ordensgemeinschaft der „Armen Dienstmägde Jesu Christi“ (Ancillae Domini Jesu Christi – ADJC) steht. Hier erfährt Carla Fuchs, die in der Ich-Form durch das Buch führt, die Schwestern seien „keine Nonnen“, sondern einfach „Ordensschwestern“, denn sie lebten „nicht hinter Klostermauern in ständiger Klausur“, sondern sie seien „in der Pastoral, der Pflege, der Kindererziehung und vielem anderen mehr“ tätig.

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Für eine ganze Zeit lebt nun Carla mit den Ordensschwestern im Mutterhaus in Dernbach. Sie macht sich auf die Spurensuche über die Gründerin dieser Ordensgemeinschaft, die ihr hier Gastfreundschaft gewährt – und nicht nur das. Sie darf mit allen im Hause reden, sich inspirieren lassen vom Geist der Gemeinschaft, und Fragen stellen. Und sie stellt viele Fragen. Zuvorderst natürlich über Mutter Maria Katharina, aber auch über die Ordensschwestern und ihr heutiges Ordensleben. Carla Fuchs lernt so nicht nur das Leben der Ordensschwestern kennen, sondern es auch verstehen. Und sie lernt die Gründerin ihres Ordens kennen. Immer mehr erfährt sie durch Lektüre, Quellenstudium und eben die Gespräche, wer Maria Katharina war. Sie erfährt, was diese Frau bewegte, einen Orden zu gründen und ihn „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ zu nennen, um sich dabei selbst als die erste „Dienstmagd“ zu verstehen.

Auch der Leser des Buches erfährt Seite für Seite immer mehr vom Leben der jetzt heiligen Maria Katharina Kasper. So ist dieser „biographische Roman“ zu einer modernen Biographie geworden und sicher in der Lage, nicht nur das Leben einer heiligen Frau zu vermitteln, sondern auch junge Frauen zu begeistern, sich für eine Lebensform zu entscheiden, die sich ganz der Nachfolge Christi verschreibt. Was sich Mutter Maria Katharina für ihre Schwestern wünscht, bleibt trotzdem auch heute eine Herausforderung: „Lebet und wirket recht fromm und eifrig in dem so schönen Berufe einer Dienstmagd Christi“ – indem sie … „dem lieben Gott eifrig dienen und ihn lieben mit einer großen Liebe.“

kath.net-Buchtipp
Katharina Kasper
Auf den Spuren einer Heiligen. Biographischer Roman
Von Nicole Winkelhöfer
Taschenbuch, 222 Seiten
2018 Mainz Verlagshaus Aachen
ISBN 978-3-8107-0291-3
Preis Österreich: 15.30 EUR

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