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Ouellet kritisiert Erzbischof Viganò, bestätigt aber Kernvorwurf!

8. Oktober 2018 in Weltkirche, 77 Lesermeinungen
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Leiter der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, weist in dreiseitigem Schreiben Vorwürfe des Erzbischofs Vigano zurück, ABER ein Kernvorwurf wird aber de facto bestätigt


Vatikanstadt (kath.net/KAP/red) In einem offenen Brief hat der Leiter der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, auf die Vorwürfe des Ex-Diplomaten Erzbischof Carlo Maria Viganò gegen Papst und Vatikan reagiert. In dem Schreiben, das am Sonntag vom vatikanischen Presseamt veröffentlichte wurde, wendet sich Ouellet direkt an den früheren Nuntius in Washington. Dieser hatte Ouellet Ende September aufgefordert, Dokumente offenzulegen, die angebliches Fehlverhalten des Vatikan im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen den früheren Washingtoner Erzbischof Theodore McCarrick beweisen sollen.

Auch wenn er Fehleinschätzungen der Kurie in Sachen McCarrick nicht ausschließt, weist Ouellet in seinem dreiseitigen Schreiben sämtliche Vorwürfe Viganòs zurück. Es habe Anweisungen an McCarrick nach seiner Emeritierung gegeben, er solle wegen Vorwürfen früheren sexuellen Fehlverhaltens gegenüber erwachsenen Seminaristen ein zurückgezogenes Leben führen. Dies seien aber keine "Sanktionen" durch Papst Benedikt XVI. gewesen, die Franziskus dann aufgehoben hätte.


In den Unterlagen der Kongregation fänden sich auch keine entsprechende Dokumente mit Unterschriften des einen oder des anderen Papstes. Anders als heute habe es damals nicht genügend Beweise gegeben, die eine offizielle Sanktion gerechtfertigt hätten. Auch sei in den Unterlagen, die Viganò bei seinem Amtsantritt in Washington von der Bischofskongregation mitbekommen habe, der Name McCarrick gar nicht erwähnt.

Ouellet räumte ein, er frage sich heute, warum McCarrick trotz umlaufender Gerüchte in der Kirchenhierarchie so hoch habe aufsteigen können. Man müssen aber verstehen, dass päpstliche Entscheidungen stets von den Informationen abhängen, die jeweils vorlegt werden. Den verantwortlichen Personen aber grundsätzliche Verdorbenheit und Komplizenschaft vorzuwerfen, sei ungerecht. McCarrick habe sich damals stets gut zu verteidigen gewusst.

Seinen Brief schreibe er mit päpstlicher Erlaubnis, so der kanadische Kurienkardinal. Er schildere darin seine persönliche Einschätzung als Präfekt der Bischofskongregation - basierend auf der Aktenlage in seiner Behörde wie aufgrund seiner persönlichen Kontakte.

Viganòs aktuelle Position, so Ouellet, erscheine ihm "unbegreiflich und extrem verwerflich". Es sei völlig abwegig, dass Viganò vom Skandal sexuellen Missbrauchs zu profitieren suche, um der moralischen Autorität des Papstes "einen unerhörten und unverdienten Schlag zu versetzen". Er rief Viganò auf, aus seinem derzeitigen Versteck aufzutauchen, zu bereuen und sich mit dem Papst zu versöhnen.

Bereits am Vortag hatte der Vatikan darüber informiert, dass Papst Franziskus eine gründliche Untersuchung in der Kurie zu den Vorwürfen rund um Erzbischof McCarrick angeordnet habe. Unklar ist aber, wer diese Untersuchungen mit welcher Kompetenz durchführen soll.

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Archivfoto Erzbischof Carlo Viganò


Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Erzbischof Viganò (c) Steve Jalsevac / LifeSiteNews


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Lesermeinungen

 phillip 13. Oktober 2018 
 

Anti-Vigano Operation wird zur Anti Papst Johannes Paul II. Operation

Ich sehe das nicht nur auf den Hl Papst JPII beschränkt! Die Anti-Vigano Operateure agieren gegen Gott selbst und wollen ihn aus der Welt und sogar aus dem Himmel vertreiben und ihn durch den Allgemeinen Baumeister Aller Welten ersetzen. Ihr Weg führt zunächst rhetorisch über die Beseitigung der Gottesliebe und Reduktion auf die reine, ausschließlich diesseitsbezogene Humanität, die sie in Verschleierungsabsicht als christliche "Nächstenliebe" bezeichnen.


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 Montfort 11. Oktober 2018 

@IMEK - Wahrscheinlich gehen die Probleme der Kirche von heute

noch viel weiter zurück.

Was aber die strukturell eingenisteten Hauptakteure der Sünde keineswegs entschuldigt.

Allerdings zeigt es die Bedeutung derer auf, die gegen die Sünde - die eigene wie die der anderen - ankämpfen, besonderes im Leiden und Sühnen für die Erneuerung der Kirche und die Umkehr jedes Einzelnen.

Interessantes zu P. Pios Leiden und den Zuständen im Klerus seiner Zeit, auf Englisch, hier:

spiritdaily.org/blog/commentary/archives-padre-pio-and-obedience


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  11. Oktober 2018 
 

Anti-Vigano Operation wird zur Anti Papst Johannes Paul II. Operation

church militant
veröffentlicht brisante Informationen, dass die vatikanischen Homo Seilschaften alles daran setzen die Untersuchungen gegen McCarrick zu unterlaufen und! die Schuld an dem McCarrick Desaster dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. unterzuschieben.

https://www.churchmilitant.com/news/article/vatican-rigging-the-mccarrick-investigation

Wie durchtrieben McCarrick war kann sich keiner ausmalen. Vielleicht hat er auch Papst Franziskus ausgetrickst, aber mit Verleumdung von Verstorbenen zu arbeiten geht zu weit.
Es hilft nur die Offenlegung.


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  10. Oktober 2018 
 

Vertuschung der Vertuschung läuft auf Hochtouren

K. Cupich, der allen Grund hat sich zu schämen klingt in den Anti-Vigano Chor ein.
Danach sind alle die die skandalöse Vertuschung kritisieren nicht in Kommunion mit dem amtierenden Papst und der Kirche.
Leider verwendet er K. Ouellets Statement ganz in seinem eigenen Sinn und behauptet dieser habe tatsächlich den Papst von den Vorwürfen EB Viganos entlastet.
https://www.archchicago.org/en/cardinal-cupich-s-statement/-/article/2018/10/08/statement-of-cardinal-blase-j-cupich-archbishop-of-chicago-on-the-open-letter-of-cardinal-marc-ouellet

Was EB Vigano über K.Cupich sagt ist nachlesenswert.


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 Bernhard Joseph 9. Oktober 2018 
 

Hochverehrter Hadrianus Antonius, hier kommt die berühmte Frage auf:

Was ist besser, Pest oder Cholera?

Da Bergolio von seinem autoritären Charakter ist, wie er ist, wird man wohl kaum auf einen Rücktritt setzen können. Es bliebe also nur, den Konflikt so weit zu eskalieren, bis die Autorität des Papstprimates völlig beschädigt wäre. Das käme aus meiner Sicht einem Schisma sehr nahe, zumal man die Frage stellen muss, ob bei einer solchen "Operation" das Papstamt und damit eine zentrale Stütze der Katholizität, nicht so schwer auch über die Zeit dieses Pontifikates hinaus deformiert würde, so dass der Glaube darunter selbst kollabiert.

Ich denke es ist besser den Druck auf den Papst aufrechtzuerhalten gegen bestimmte Lobby-Gruppen vorzugehen und ihm so viel wie möglich Spielräume zu nehmen, seinen relativistischen Kirchenkurs fortzusetzen. Je mehr der Papst mit Rücktrittforderungen angegriffen wird, desto leichter kann er diese Angriffe als Werke des Teufels gegen die Kirche abwehren. Man darf Bergolio gerade nicht aus seiner Verantwortung entlassen.


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 Hadrianus Antonius 9. Oktober 2018 
 

@Bernhard-Joseph

Hochgeehrter @Bernhard-Joseph,
SE Erzbischof Viganò ist nicht über das Ziel hinausgeschossen:
SE Viganò hat es sich nicht leicht gemacht: enorm viel Abscheuliches gesehen und erlebt, mit seinem großen Wissen und Erfahrung abgeglichen und reflektiert, und in größtem Verantwortungsgefühl für die Hl. Kirche und mit seltenem Mut diese Anklage erhoben.
Es ist besser, daß PF zurücktritt, als daß er durch die autoritative Kraft des Faktischen und der Realität amtsverlustig ist.
Ps 1,1 (consilium impiorum/ sedes pestilentiae): der Herr de Harmonien ist nicht Unser Herr Jesus Christus und auch nicht der Spiritus Sanctus Dominus et Vivificans
(Auf Hoffnung vom Nichtsperrung)


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 Hadrianus Antonius 9. Oktober 2018 
 

Idiote verteidigung (2)

Inhaltlich zu den Vorwürfen von EB Viganò leer:
1. Es ist "unglaublich und äusserst unwahrscheinlich" ..."daß es ein Vertuschungsnetzwerk gäbe... und das PF darin bezogen sei...".
2. "...Ich verstehe auch nicht, wie dies (Freveltaten v. Mccarrick) so lange unbemerkt bleiben konnte..."
3. Ouellet ist erst seit 2010 chef der Bischofskongregation (lies: alles vorher geht mir nichts an)
4. Viganòs sollte sich schleunigst wieder beim Vatikan melden :-)
Summa summarum: eine einladung an EB Viganò um noch etwas mehr substanzielle Informationen zu liefern, wobei inzwischen die staatliche Justiz in den USA, in Chile, in Argentinien und in Italien tüchtig ermittelt und diese stümperhafte vatikanische Verteidigung jederzeit zusammenfalllen kann (McCarrick, Papal Foundation, Dolan-Cupich-o'Malley, UCA/IOR (BA- EBJB), PapalFoundation-IDPI...)


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 Hadrianus Antonius 9. Oktober 2018 
 

@Anita-Therese : Vollkommen richtig (1)

Die Meldung von KathPress und dieser Artikel auf kath.net gibt nur bruchstückhaft und etwas verzerrend die Wortmeldung v. Kard. Ouellet wider.
Es ist absolut notwendig um die Originalfassung zu lesen- auf www.vatican.va einzusehen.
Nach sorgfältigem Vergleich der verschiedenen Sprachen gehe ich davon aus, daß der Brief ursprünglich auf Französisch, K.Oullets Muttersprache, verfaßt wurde.
Die Panik im Vatikan ist offensichtlich riesengroß:
Der Text ist wirr strukturiert, schwankt zwischen freundlichen proemium mit captatio benevolentiae am Anfang, äusserst gefährlichen weil theologisch nicht gedeckten Einklang mit Amoris laetitiae und Verbindung darin mit PF, persönlicher Unwissenheit v. Ouellet zur Causa McCarrick, Unverständnis über das damalige Management und am End Beschimpfungen v. Viganò mit Aufruf zu Gehorsam und Reue.
Und dann die Bemerkung, daß man dabei ist alles jetzt gründlich zu untersuchen.


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 Bernhard Joseph 9. Oktober 2018 
 

@Anita-Therese

Wo Erzbischof Viganò definitiv übers Ziel hinausgeschossen ist, war seine Forderung an den Papst zurückzutreten. Genau da setzt meiner Meinung nach Ouellets massive Kritik an und ich denke, dass er nicht wenige mit ihm in dieser Kritik übereinstimmen.

Was Erzbischof Viganò, den ich für einen integren Mann halte, wie hier schon des Öfteren in meinen Kommentaren betont, dazu bewogen hat, diese Forderung zu stellen, entzieht sich tatsächlich meinem Verständnis. Es hätte ausgereicht, wenn er einfach nur die Fakten genannt und auf sein Gewissen verwiesen hätte. Dass er aber einen Rücktritt eines Papstes fordert, ist in der Tat eine Grenzüberschreitung, die nun leicht gegen ihn genutzt werden kann.

Natürlich besteht durch das Verhalten des Papstes, der gegen besseres Wissen einen üblen Charakter, ja Verbrecher zu seinem Vertrauten macht, die Gefahr, dass der ganze Papstprimat fallen könnte und daher die heftige Reaktion, um noch zu retten, was zu retten ist, ja auch gerettet werden soll.


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 Labrador 9. Oktober 2018 
 

Lieber septus - Was Kardinal Müller im Interview sagt::

Ab 4:15, dass die Glaubenskongregation nur für Missbrauch mit Opfern bis zum Alter von 18 Jahren zuständig ist, dh er keine Fakten zum Missbrauch an Seminaristen habe. Früher war das einmal anders ...

Da bis zum Ausscheiden Müllers Erzbischof McCarrick nur für Missbrauch mit Seminaristen bekannt war, war die Glaubenskongregation nicht damit befasst.

Erst der Missbrauch von Minderjährigen, der letztlich EBp McCarrick zu Fall brachte, hätte die Kongregation involviert. Das ist aber erst, so ich mich recht erinnere im Frühjahr 2018 passiert, also nach dem Ausscheiden Müllers und wurde nach meinem Wissen bis jetzt nur (auf jeden Fall aber zuerst) von der Erzdiözese New York geprüft. Dazu musste Kardinal Dolan, so habe ich es jedenfalls irgendwo gelesen, zuerst in Rom nachfragen, ob gegen Kardinal McCarrick ermittelt werden darf.

Ich vermute, dass Dolan die Ergebnisse der Ermittlungen nach Rom gesendet hat. Ob dann PF direkt oder über die Galubens oder Bischofs kongregation straft???


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 Palmsonntag 9. Oktober 2018 
 

"»Blasphemous« attack on Francis.”

Kardinal Ouellet schreibt - laut Church Militant vom 8. Oktober 2018 - von einen “blasphemischen” Angriff auf PF.
“In an open letter published Sunday, Cdl. Marc Ouellet slammed Vatican whistleblower Abp. Carlo Maria Viganò's claims of sex abuse cover-up as a "blasphemous" attack on Francis.”

Laut DUDEN ist die Bedeutung von blasphemisch: etwas gegen Heiliges, Göttliches verhöhndend gerichtetes.

Muß der gegenwärtige Pontifex denn schon für heilig oder gottähnlich gehalten werden??


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 Anita-Therese 8. Oktober 2018 
 

Original lesen!

Der oben wiedergegebene Artikel von KATHPRESS ist recht selektiv, was die Informationen anbelangt, die in dem Originalschreiben von Kard. Ouellet stehen. Z.B. heißt es bei KATHPRESS, Viganos Position wäre "extrem verwerflich" während im Englischen lediglich von "extrem beunruhigend" die Rede ist. Der Grundtenor des Briefes ist brüderlich mit einigen starken Ausfällen, wie dass Vigano am Ende seiner letzten Nachricht "zu sarkastisch, sogar blasphemisch" wäre, weiters folgt eine maßlose Lobhudelei auf PF .... es erinnert stark an die bisherigen (im Auftrag des Papstes?) veröffentlichten Zurechtweisungen der Freude PF's bzgl der Dubia u.ä. kritischer Stimmen.
Ouellet bestätigt genau, dass er selbst Vigano mündlich über McC. und "gewisse Bedingungen und Einschränkungen" informiert habe. ... also lest das Original oder wartet auf eine gute Übersetzung ...


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 Gandalf 8. Oktober 2018 

Manche haben entweder Lese oder Hörschwache, was das Interview betrifft..

Also Tipp: Das Video einmal in ganzer länge anhören ;-)

www.kathtube.com/player.php?id=46581


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 Gandalf 8. Oktober 2018 

@septus

Nur ganz kurz: Müller sagt dies nicht so... aber by the way: Lt. Kirchenrecht muss es hier etwas im Geheimarchiv der Kurie geben, darauf hat eben nicht die Glaubenskongregation sondern nur der Papst Zugriff.


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 septus 8. Oktober 2018 
 

@Magdalena77

" Wo befindet sich das dicke Dossier über Mc Carrick, von dem Vigano in seinem ersten Brief berichtet,"
Ganz einfach, es gibt sie nicht. Im Prinzip hat das ja auch Kard. Müller bestätigt.
"In der Kongregation wussten wir, wusste ich nichts von irgendwelchen Maßnahmen gegen ihn" (emeint waren Sanktionen gegen McCarrick durch BXVI.)


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  8. Oktober 2018 
 

Schwache Antwort ist auch eine Antwort

K. Ouellet bestätigt mit päpstlicher Erlaubnis, dass P. Benedikt XVI. K. McCarrick aufgefordert hat eine zurückgezogenes Leben im Gebet zu führen und dass EB Vigano die Wahrheit spricht.
Dass der amtierende Papst über McCarrick Bescheid wusste, wie von EB Vigano bezeugt, wird dagegen von niemandem verneint.

Wesentlich ist die Bestätigung der Aussage von EB Vigano durch S. E. Ouellet.

Die Aussage des Kardinals hätte sich besser auf wenige Sätze beschränkt, stattdessen eine elend lange moralinsaure Tirade gegen EB Vigano. Worin die Gotteslästerung bestehen soll erschließt sich nicht.
Insbesondere weist K. Ouellet darauf hin, dass die Entscheidungen des Papstes aufgrund von Informationen erfolgten, die ihm zu der Zeit gegeben würden und Gegenstand eines klugen Urteils sei, das nicht unfehlbar sei.

Bei der Rückreise vom Baltikum hat P. Franziskus behauptet, noch nie einen überführten Priester rehabilitiert zu haben. Der Fall Don Mercedes geht dann auf die Kappe von wem?


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 Ebuber 8. Oktober 2018 
 

Heilige Maria, Muttergottes und Hl. Erzengel Michael

wenn wir in unserem irdischen Chaos zu euch beten, dann wissen wir, dass ihr den totalen und vollen Durchblick auf die Sachlage habt. Wir Menschen können logisch, wissenschaftlich, mit bestem Vorsatz, nur der Wahrheit dienen zu wollen, an die Aufklärung herangehen.
Aber den 100%-Durchblick haben wir nicht. Deshalb: wenn wir der Bitte PF folgen und euch um Hilfe bitten, dann tun wir das in dem Bewusstsein, dass ihr immer für das Gute einsteht und dass unsere Bitte der Gerechtigkeit dient - wo auch immer sie zu finden sein mag. Bittet also als mächtige Fürsprecher vor dem himmlischen Thron, dass die Kirche einen guten Weg geht, zur Rettung vieler Seelen. Amen


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 st.michael 8. Oktober 2018 
 

Kein wille erkennbar

Auch fuer herrn quellet gilt
Augen zu immer weiter, Schweigen wegsehen und Kritiker verteufeln.
Ein ganz billiger adept von Franziskus und Co.
In welche Hände ist die Kirche Jesu Christi gefallen.
Gestern war das rosenkranzfest und damit der Sieg gegen den Islam angeregt durch den Einsatz von Pius den 5.
Ohne ihn wäre Europa heute komplett muslimisch
Die islamische Gefahr ist nicht kleiner geworden nur mit dem Unterschied das Franziskus den Iman beim gebetstreffen für de Vernichtung der Feinde des islams beten lässt.
Es kann nicht mehr lange dauern.


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 Philipp Neri 8. Oktober 2018 

Frage an Kardinal Ouellet

Wenn schon über den Nuntius Sambi (Vorgänger von Nuntius Vigano) einem Kardinal deutlich nahegelegt wird, sich zurückzuziehen, dann frage ich Kardinal Ouellet, warum die Schlussfolgerungen von Erzbischof Vigano so falsch sein sollen?
Wenn schon im Katechismus steht, dass man der Wahrheit gegenüber auch als Bischof verpflichtet ist, warum haben alle Entscheidungsträger im Vatikan, die von diesen Machenschaften wussten, gegenüber Papst Franziskus nicht ihren Mund deutlich aufgemacht?
Wenn man sich nicht dazu traut seinen Mund aufzumachen, wenn es an der Zeit ist, dann ist man als Berater eines Papstes falsch am Platz!
Fakt ist, dass es Anweisungen an McCarrick gegeben hat und dass sie nicht nur auf Gerüchte beruhen konnten. Gehandelt hat man leidet erst, als ein Missbrauchsfall eindeutig festgestellt wurde.
Die anderen sexuellen Vergehen aber, von denen man schon längere Zeit ohne Zweifel wusste, hat man anscheinend akzeptiert! Und das ist das eigentliche Problem!


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 Magdalena77 8. Oktober 2018 

Was mich interessiert, ist: Wo befindet sich das dicke Dossier über Mc Carrick, von dem Vigano in seinem ersten Brief berichtet, und das er Papst Franziskus gegenüber bei dem Gespräch 2013 über Mc Carrick erwähnt haben will? Diese Akte wäre ein nicht zu widerlegender Beweis für die Wahrhaftigkeit der Aussagen Viganos.


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 Cosmas 8. Oktober 2018 
 

Üble Schuldverdrehung

Nicht die moralischen Übeltäter tragen bei Ouellet Schuld am Vertrauensverlust zu Kirche und Papst, sondern ein Aufdecker! Er wird zum Unruhe- und Schadenstifter gemacht, der verwerflich handelt und es werden ihm auch noch unlautere Motive unterstellt. Dass sich Ouellet für so ein Schreiben hergibt, (oder hergeben muss auf höhere Weisung), ist niederschmetternd.


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 hape 8. Oktober 2018 

Alles nicht erfreulich

Ob diese Maßnahmen nun Sanktionen waren, brüderl. Zurechtweisungen oder Ermahnungen, ist m.M.n. egal. Wichtiger ist doch, was ihr Auslöser war. Und da kommt nur infrage, dass die Kurie unter BXVI von den Schamlosigkeiten McCarricks genug gewusst haben muss. Ohne wichtigen Grund schickt kein Papst einen Kardinal in die Stille. Auch die Aussage, das McCarrick sich stets gut verteidigt habe, zeigt, dass man ihn zur Rede gestellt hatte.

Wie dem auch sei. Es wäre ein Zeichen von Inkompetenz der Kurie, wenn sie Franziskus von dieser hochbrisanten Angelegenheit nicht informiert haben sollte. Wenn er es aber doch gewusst haben sollte, wäre seine eigene Führungskompetenz infrage gestellt. Beide Varianten sind nicht erfreulich.

Jedenfalls war es grob fahrlässig, McCarrick zu reaktivieren. Gegenüber McCarrick war das eine konkludente Rehabilitation, gegenüber der Kirche naiv und kurzsichtig, gegenüber den Opfern eine Ohrfeige.

Man ahnt, warum Kard. Müller transparente Regeln fordert.


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 Kirchental 8. Oktober 2018 

Kronzeuge

Mich beschäftigt das ungeheuer.

Ein Knoten, der nicht zu entwirren ist. Deshalb eine Frage an alle von uns :


Ein Whistleblower bringt meine Firma und meinen Chef öffentlich mit ungeheuren Vorwürfen ins Gerede. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen drohen. Er nennt mich namentlich öffentlich als Kronzeuge.

Wie reagiere ich, wenn seine Vorwürfe falsch sind und ich weiß das?

Ich glaube, ich würde sofort in alle denkbaren Kameras und Mikrofone erklären,
dass die Vorwürfe falsch sind,
dass ich nichts davon weiß und nicht als Kronzeuge dienen kann.

Und was schließen wir daraus?

Andererseits hat Vigano doch Ouellet offenbar vertraut?

Und was schließen wir daraus?


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 scheinfrager 8. Oktober 2018 
 

Was jetzt auf jeden Fall feststeht,

ist dass von Vigano's zweiteiliger Kernbehauptung:

1. Unter PBXVI gab es Sanktion/Weisung/päpstliche "Bitte" an McCarrick, zurückgezogen zu leben.

2. PF hat dieses zurückgenommen.


Behauptung 1 offiziell mit Zustimmung des Papstes bestätigt wurde ("Seinen Brief schreibe er mit päpstlicher Erlaubnis,").


Damit bestünde Anlass genug, die 2. Behauptung näher zu untersuchen. Jedenfalls wenn irgendwer im Vatikan an Wahrheitsfindung interessiert ist.


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 Hadrianus Antonius 8. Oktober 2018 
 

@trueman Torpediert

@trueman, Ihre Worte betr. "...das Petrusamt leidet..." und dazu gedacht "der Amtsinhaber (PF) leidet..." und dann Ihr Aufruf, uns nicht vom Papst (Franziskus)trennen zu lassen..." lösten ein déjà-vu mit donnerndem Gelächter bei mir aus:
tatsächlich ist es fast wörtlich zitiert, was der pädophile Bischof von Brügge bei seiner Entlarvung erst in Familienkreis und später (2010) in der Öffentlichkeit sagte.
Sie verstehen offensichtlich nicht warum s hier geht.
Um VanGheluwe erneut wörtlich zu zitieren (das Vulgäre geht auf seine Kappe):
"...Ich habe den A**** (auf dem Ofen) verbrannt; jetzt muß ich auf die Blasen sitzen."
Daß hier noch viel mehr als den A**** verbrannt wurde, scheinen viele in der oberen Kirchenführung nicht begriffen zu haben.
Und die St.-Gallenmafia und das Team F haben KEINE christliche Ziele, im Gegenteil.


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 Bernhard Joseph 8. Oktober 2018 
 

@trueman - Da muss man leider den Tatsachen klar ins Auge sehen

"PF, so vermute ich, wollte in einem Anflug von "kollegialer Apologie" zeigen, dass er arme Mitbrüder, die er ungerecht beschuldigt sah, gegen diese Vorwürfe in Schutz nimmt!"

Einem Kardinal, noch dazu einem solchen exaltierten Selbstdarsteller wie McCarrick, ein völlig zurückgezogenes Leben aufzuerlegen, hat schwerwiegende Gründe, die auch belegt sind. Aus bloßen Gerüchten wird eine solche Sanktion(!) - was soll es sonst sein? - einem Kardinal nicht auferlegt.

Es ist zudem mittlerweile, nach dem, was über McCarricks Lebensweise öffentlich bekannt wurde, sonnenklar, dass im Vatikan die widerlichen Exzesse dieses Kardinals ein offenes Geheimnis waren und viele davon konkret wussten. Die Homo-Seilschaften haben McCarrick offenbar gedeckt, bis es definitiv nicht mehr ging.

Dass Bergolio dann in voller Kenntnis des perversen Lebenswandels dieses Kardinals, diesen einfach rehabilitiert und mit zentralen Aufgaben in der Kurie betraut, ist unfasslich, da geht einfach kein Weg dran vorbei!


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 Bernhard Joseph 8. Oktober 2018 
 

@quia_absurdum - Unterschied zwischen Anweisungen und Sanktionen

Einem Kardinal(!) ein völlig zurückgezogenes Leben aufzuerlegen ist keine kleine Personalie und der Pförtner im Vatikan kann diese "Anweisung" wohl kaum erteilen, das konnte nur der damalige Papst!

Dass Kardinal Ouellet einräumt, dass es eine solche Anweisung gegeben hat, belegt hinreichend, das schwerwiegende Gründe dafür vorlagen, die im Vatikan bekannt waren und damit auch dem Nachfolger von Papst Benedikt XVI. bei Amtsantritt bekannt sein mussten.

Da McCarrick unter dem Pontifikat von Bergolio plötzlich wieder zu vollen Kardinalsehren gelangte, obwohl seine Untaten bekannt waren - nicht nur gerüchteweise - ist ein schwerwiegender Skandal, da gibt es nichts zu deuteln und da hat Erzbischof Viganò völlig recht, wenn er das anprangert.

Ich erkläre mir das Verhalten von Kardinälen wie Marc Ouellet so, dass hier eine fundamentale Angst vorherrscht, der gesamte Vatikan könnte über die unfasslichen Skandale der Homo-Lobby einfach implodieren.


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 lesa 8. Oktober 2018 

@Stephaninus ".... Deckt sich im Übrigen vollauf mit den Aussagen von Kardinal Müller im Fernsehinterview..."
Kleiner Unterschied: K. Müller sprach sich dafür aus, dass der Papst auf Vigano zugehe zur Versöhnung der Tonfall, den 0uellet hier an den Tag legt wird zur Befriedung und Klärung der Lage kaum beitragen. @Tonika: Dass ein brillianter Theologe (das ist Ouellet) auch das Zeug hat, in einem solchen Sturm geradlinig standzuhalten, ist noch lange nicht gesagt. @Heine: Der Papst und die ganze Kurie können einem nur leid tun. Man sieht wiedereinmal, was die Sünde anrichtet. Ausbaden müssen es andere. Daher entspricht Ihr Aufruf zum Gebet dem, was als erstes von uns zu erfolgen hat. Nur vom Gebet kommen die richtigen Gedanken und Maßnahmen. Eine Portion Mitgefühl ist auch gefragt. Aber es scheint mir aber unangemessen, den postern hier pauschal "papstbashing und Selbstdarstellung im Netz" vorwerfen. Eine gesunde Reaktion auf undurchsichtige Machenschaften ist auch etwas wert.


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 Stefan Fleischer 8. Oktober 2018 

@ Christa

Hier müssen wir aufpassen.
Zumindest rein theoretisch wäre es doch auch sehr gut möglich, dass die Audienz auf Wunsch von Kardinal Marc Ouellet stattfand, um das o.K. zu diese Vorgehen zu erhalten.
Etwas anderes: Wenn diese Audienz dokumentiert ist, sollte dann nicht auch die Audienz von 2013 von Erzbischof Viganò in den Akten gefunden werden können?


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 trueman 8. Oktober 2018 

Was ihr Euch im Dunklen zuflüstert, wir von den Dächern verkündet!

Offenbar kennen manche in der Kurie die Hl. Schrift nicht gut genug! Das wirklich Fatale an der ganzen Sache ist, dass das Petrusamt und die weltweite Autorität des Papstes massiv leidet! Man sieht es an den Vorwürfen gegen den jüngst ernannten Höchstrichter in den USA, die bestimmt alle nicht zutreffen und dennoch die Person und die Karriere massiv schädigen können und wollen! PF, so vermute ich, wollte in einem Anflug von "kollegialer Apologie" zeigen, dass er arme Mitbrüder, die er ungerecht beschuldigt sah, gegen diese Vorwürfe in Schutz nimmt! Bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, denn eigentlich könnte man den gesamten Klerus auf diese Weise ausschalten, sobald auch nur irgendjemand behauptet, dass er missbraucht worden wäre, und darunter fällt heute schon, wenn ein Priester jemanden umarmt! Eine Bitte hätte ich an alle Leser, dieser Kommentare: lassen wir nicht zu, dass man uns vom Papst und so den Hirten von der Herde trennt - der Papst ist auch nur ein Mensch!


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 Labrador 8. Oktober 2018 
 

Englische Übersetzung des Ouellet-Briefes

Gehe davon aus, das bei der Übersetzung kein Bock geschossen wurde.

Habe mir die Englische Übersetzung dieses Briefes durchgelesen.

Kommt mir sehr sorgfältig/spezifisch vor. Man könnte sage: Jetzt wissen wir wie es nicht gelaufenb ist.

Also Ouellet hat nicht während einer Audienz mit PF über Ebp McCarrick gesprochen "I have never taken the McCarrick case to an audience with Pope Benedict XVI or Pope Francis"
(to take sth. to sb.-jdm. etw. zutragen)
das schließt aber, so wie ich es verstehe nicht aus, dass PF ihn dazu befragt hat

dito die Sanktionen mit anderem Namen, wie Gandalf bereits anmerkte

"that there are no documents in this regard .." worauf bezieht sich "this regard" auf Sanktionen oder die auferlegten Einschränkungen?

Wenn es keine Dokumente gibt, wie kam es dann zu den Einschränkungen für McCarrick? Per stille Post?

Wie kam Ouellet auf die Idee, darüber mit Vigano zu sprechen?

Will Ouellet uns verar...en, oder legt er uns einen Ariadnefaden?


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 Hadrianus Antonius 8. Oktober 2018 
 

Sehr unglaubwürdig aber leider authentisch...

Kard. Ouellet war selbst schon zweimal papabile (2005 und 2013);
er profilierte sich damals schon mit engen Kontakten zu Südamerika, wo er bei Reisen bei Ordensniederlassungen übernachtete und auch auf dem Boden schlief (aus dem Gedächtnis zitiert, dürfte aus der Tagespost kommen).
Was Mißbrauch betrifft, war Ouellet schon sehr früh gut informiert: der Fall Eric Dejaegher spielte sich in seinem heimischen Québec und den Nrthern Territories ab (mit de Verjagung v. Father Anton Krotka in der Folge/jetzt Bischof Tony Krotka);
Danneels war in dem Fall auch verwickelt, VanGheluwe auch- und Dejaegher flüchtete via den USA und Washington damals nach Belgien zurück.
Daß Ouellet jetzt sagt, daß er diese Karrieresprünge von Homophiln in der Kirche nicht versteht, ist äusserst wenig glaubwürdig- so dumm und trottelig ist er nicht, im Gegenteil :-)
Ein erbärmliches Theater :-(


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 lakota 7. Oktober 2018 
 

Ich habe mir gerade nochmal das Schreiben

von EB Viganó durchgelesen. Seine Worte an K.Quellet:
"Eminenz, bevor ich nach Washington aufbrach, waren Sie derjenige, der mir von den Sanktionen von Papst Benedikt gegen McCarrick erzählt hat. Sie haben zu Ihrer vollen Verfügung Schlüsseldokumente, die McCarrick und viele in der Kurie für ihre Vertuschungen belasten. Eminenz, ich bitte Sie, die Wahrheit zu bezeugen.“

Soll er sich das ausgedacht haben? Das glaube ich niemals! Wer hier der Lügner und Verräter ist doch nicht zu übersehen.


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 nazareth 7. Oktober 2018 
 

@Stephaninus

Ja!denk ich auc
Steht alles klar und sachlich da. Verstehe nicht wie ein plakatives Auftreten mit Verfolgungsszenario,ein Kardinal Viganó,der zugegebenermaßen mehr als in der Enge ist bei dem Erklärungsbedarf des Klerus fürs Volk bei so viel Sünde und Verbrechen innerhalb der eigenen Reihen (wenn auch im gesamten Drama des Missbrauchs,dieser Geißel unserer Zeit die Kirchlichen Täter 0.5 Prozent von 100% ausmachen,ich glaube im Zeitraum über 70 Jahren,bei ca.44000 Priestern insgesamt derzeit) so überzeugend Krimigefühle wecken kann. Die Realität ist doch eher,dass eine Schwäche von Papst Franziskus (ich meine viel. Eitelkeit)zu Blindheit in der Wahl der Berater und dem Schmerz und der Zerstörung gegenüber der Opfer geführt hat. Ignoranz gegenüber dem Thema. Ein hohes Ross von dem man fällt.Aber diese Szenarien und Angriffe auf die Kurie und den Hl. Vater? Ich glaube Gottes reinigende Zurechtweisung und Reue seitens des Papstes mit kräftigen Aufräumarbeiten sind notwendig.Schlimm genug.


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 Tonika 7. Oktober 2018 
 

Bischof Quellet ist eine Enttäuschung.

Quellet galt in der Konklave 2013 als papabile, als ein überzeugter Schüler Ratzingers und als einer der Zugpferde der konservativen Bischöfe. Ich fasse es nicht!!!


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 girsberg74 7. Oktober 2018 
 

@Diadochus „Peinlich“

Ich stimme Ihnen zu, wer übrigens nicht?

Vielleicht ein Wechsel zu Tyconius. Dieser war ein Theologe des 4. Jahrhunderts. Der frühe Joseph Ratzinger, damals 30, schrieb über ihn. Anders als Augustinus, der ohne Tyconius kaum sein Werk von den zwei Reichen hätte schreiben können, war Tyconius zu der Überzeugung gelangt, dass die Kirche ein Leib sei, dessen einer Teil Christus gehöre, der andere dem Teufel. Diese beiden seien bis zu der großen Trennung ineinander vermischt.

Papst Benedikt XVI. kam in seiner Generalaudienz vom 22. April 2009 anlässlich der Frage, wie das ‚Geheimnis der Kirche‘ heute zu verstehen sei, nochmals auf Tyconius zurück. Offenbar billigte er dessen Sicht.

Ausführlicher: Giorgio Agamben, „Das Geheimnis des Bösen“, ISBN 978-3-95757-097-0, etwa 10 €. (Ich bitte um Nachsicht, ich habe dieses Buch schon mal empfohlen.)


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 Familienvater 7. Oktober 2018 
 

Ouellet

Es ist interessant, wieviele Kommentatoren fast schon reflexartig EB Vigano' Recht geben und Kard. Ouellet für eine "Lakaeien" halten. Was wenn es wirklich so, ist, dass Kard. Ouellet Recht hat und Vigano' zwar nicht lügt, wohl aber den Fall McCarrick masslos desinterepretiert? Was wenn es wirklich so ist, dass es sich um keine kirchenrechtlichen "Sanktionen", sondern lediglich um eine Art private Aufforderung von Papst Benedikt an McCarrick handelte, von der Papst Franziskus wirklich nichts wusste? Was wenn EB Vigano' masslos übertreibt, wenn er schreibt, PF habe McCarrick zu seinem "Berater" in Sachen Bischofsernennungen gemacht? Was wenn es so ist, dass die von Vigano' der Mittäterschaft beschuldigten Kurienmitglieder (Parolin, Bertone), gar keine "Mittäter" sind, sondern nur nach ihrem bestem Wissen gehandelt haben (die sich leider bewahrheitet haben) waren? Es wäre schön, wenn man hier nicht immer gleich den Papst und die Kurie unter Generalverdacht stellen würde.)


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 Tonika 7. Oktober 2018 
 

Quellet kann Vigno nicht widersprechen, weil er die Wahrheit sagt.

Quellet sagt zwischen den Zeilen, dass Vigano recht hat und der Vatikan dies niemals direkt zugeben wird.

Die Hierarchie in der katholischen Kirche scheint voller moralisch sehr verkommene Gestalten ohne Gottesfurcht zu sein. Unsere heilige katholische Kirche ist diesen reißenden Wölfen aus der Hierarchie auch noch schutzlos ausgeliefert. Das darf einfach nicht sein. Es schreit nach einer Tempelreinigung. Die Franziskus-Verteidiger nehmen voller Schadenfreude diesen Brief als Beweis dafür, dass Franziskus unschuldig und Vigano ein böser Lügner sei. Diese jammern noch über Papstbashing und dass auf den armen Papst wie verrückt grundlos eingedroschen wird. Papalotrie bis der Arzt kommt. Beten wir für Vigano, dass er diese Schlangenbrut aus dem Vatikan standhält und nicht einknickt.

Gott ist auf seiner Seite. Viele Kirchenfürsten haben sich total von Christus, das Evangelium und ihrem Auftrag entfernt. Es geht denen nur noch um Macht, Titel, Einfluss und Posten.


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 quia_absurdum 7. Oktober 2018 
 

ein kleiner Schritt weiter

auf dem Weg der Wahrheitsfindung. Dafür bin ich dankbar. Es zeigt sich, daß der Heilige Vater gut daran tut, sein Schweigen zu wahren. Er wird zu gegebener Zeit reden, wenn es nötig sein sollte.

Es gibt ganz klar einen Unterschied zwischen Anweisungen und Sanktionen. Auch lautes "ist doch Wurscht" hilft nicht weiter und zeugt eher von einer Vorverurteilung.


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 Montfort 7. Oktober 2018 

Was mich eigentlich interessieren würde, ist:

Was wurde denn aus dem umfangreichen DOSSIER der drei Kardinäle, das Papst Benedikt XVI. 2013 an Papst Franziskus übergeben hat? Da ging es doch um den ganzen Homolobby- und Korruptions-Sumpf an der Kurie, der ja wohl auch mit McCarrick und anderen Missbrauchsverbrechern zusammenhängt, egal ob in Buenos Aires, Honduras, USA, Kanada, Afrika, Australien, Guam, Belgien...

Oder wurden diese Stöße an höchst brisanten Akten mittlerweile geschreddert oder verbrannt?

Im Schlafzimmer wird PF sie ja auch nicht gerade aufbewahren.


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  7. Oktober 2018 
 

Spannender als jeder Krimi oder Thriller - der Diktator Papst Teil III

Wird bestimmt früher oder später verfilmt.
Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. - Im Moment scheiden sich grade die Geister sowas von!


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 Diadochus 7. Oktober 2018 
 

Peinlich

Aus der Nummer kommt Papst Franziskus nicht mehr raus. Seine Lakaien können ihn da nicht mehr retten. Es geht nur noch um Schadensbegrenzung. Dabei wird's durch das große Schweigen immer peinlicher, beinahe kindisch. Solange EB Viganò in seinem Versteck bleibt, ist es gefährlich. Die Beweise, die er hat, sind wohl ziemlich handfest. Die Entourage des Papstes wäre sonst nicht wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen. Natürlich bleibt EB Viganò in seinem Versteck. Alles andere wäre doch unklug. Die missbrauchten Kinder warten weiter auf die Aufklärung.


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 Stefan Fleischer 7. Oktober 2018 

Ws

Nie bestritten wurde, soweit ich mich erinnere, dass hinter all den Vertuschungen meist nicht Einzeltäter sondern starke Netzwerke stehen, seien sie nun pädophil oder homosexuell oder beides.


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 Christa 7. Oktober 2018 

Meines Erachtens wurde Kardinal Quellet unter Druck gesetzt.

Er hat ja erst den Brief geschrieben nach seiner Audienz bei Papst Franziskus. Das sollte uns zu denken geben, auch das Papst Franziskus weiterhin schweigt.


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 lakota 7. Oktober 2018 
 

Die Papstverteidiger hier

sollten ihrer Schadenfreude nicht zu früh Ausdruck geben. Zum Einen ist es nicht christlich, zum anderen glaube ich nicht, daß EB Viganò das stillschweigend hinnimmt. Er hatte auf die Ehrlichkeit und Unterstützung von K.Quellet gehofft und dieser hat ihn praktisch verraten. Da EB Viganò aber schon in seinem ersten Schreiben von Beweisen sprach, und daß er das, was er
gesagt hat auch beeiden würde, kann man gespannt auf seinen nächsten Schritt sein.
Ich traue jedenfalls EB Viganò mehr, als einem K.Quellet, der erst bei P.Franziskus zur Audienz ist und danach mit so einem Schreiben daherkommt.


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 huegel76 7. Oktober 2018 

@Elisabeth.Markowa

„Warum hat der Papst ihn trotz den ensprechenden Ruf zu seinen engsten Vertrauten und Ratgebern erhoben?“ - Weil er von genau solchen Leuten eben dafür zum Papst gewählt wurde...


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 Eliah 7. Oktober 2018 
 

@ hape

Wir haben es beide richtig dargestellt. Kardinal Müller hat gefordert, daß ein Papst nicht die Befugnis haben sollte, Ermittlungen abzubrechen, ehe sie abgeschlossen sind. Erst die Ergebnisse sollen ihm dann vorgelegt werden.


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 huegel76 7. Oktober 2018 

Extrem-Kurzfassung:

„Petze!“


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 Gandalf 7. Oktober 2018 

@Stephaninus

".... Deckt sich im Übrigen vollauf mit den Aussagen von Kardinal Müller im Fernsehinterview..." Ne, das stimmt so nicht, siehe Interview unten..

www.kathtube.com/player.php?id=46581


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 Gandalf 7. Oktober 2018 

Es wird zwar von KNA/KAP/VaticanNews etwas verschleiert dargestellt..

ABER fällt euch auf, dass der KERNVORWURF de facto bestätigt wird, dh. es gab Maßnahmen gg. McCarrick. Ob dies offiz. Sanktionen waren oder weiß was ist, ist im Prinzip egal.


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 hape 7. Oktober 2018 

@Eliah

Kardinal Müller hat m.W.n. zwar gefordert, dass die Glaubenskongregation vom Papst unabhängige Untersuchungen durchführen sollte. Er hat aber auch klar gemacht, dass die Ergebnisse dem Papst präsentiert werden und dass allein der Papst dann das letzte Wort haben sollte.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Kardinal Müller vor allem an transparenten und klaren Strukturen gelegen ist, die diesen oder spätere Päpste vor der Einflussnahme von Lobbygruppen und Seilschaften besser zu schützen sollen. Mit dem Wissen einer unabhängigen Behörde könnte der Papst den Lobbygruppen besser entgegen treten. Er könnte besser unterscheiden, was richtig und was falsch ist.

Ich lasse mich gerne korrigieren, wenn ich das falsch dargestellt haben sollte.


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 J.g.Ratkaj 7. Oktober 2018 
 

Der gute, couragierte Erzbf. Viganò

scheint offensichtlich mit seinen Enthüllungen kurialen Apparatschiks wie Quellet schlaflose Nächte zu bereiten. Der in diesem Schreiben Quellets zum Vorschein kommende arogante Habitus ist ein weiteres Symptom der fundamentalen Krisis, das dieses nach wie vor bestehende, höchst anstößige binnenkirchliche Schweige- und Vertuschungskartell zwingend mit sich bringen muß. Dieser geradezu hypokrite Duktus mit Telos auf Irreführung und Inkriminierung Viganòs in dem Schreiben Quellets ist ein verzweifelter Versuch die Reputation Erzbischof Viganos zu diskredetieren.


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 Gandalf 7. Oktober 2018 

Jetzt wirds langsam spannend..

Aber warten wir mal ab, welche Karten jetzt EB Vigano ausspielen wird. Ich hab das Gefühl, dass die Wahrheitssuche erst jetzt so richtig losgeht..


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 Mysterium Ineffabile 7. Oktober 2018 

Wenn man diesen Brief durchliest, dann

stellt man fest, dass das eine Operation ist die nur viel Lärm macht und Staub aufwirbelt, damit man nichts sieht. De facto ist es so: Ouellet bestätigt das, was Vigano geschrieben hat, und es handelt sich dabei um die erste offizielle Bestätigung aus dem Vatikan. Was hat Vigano im Grunde geschrieben? Dass sich unter Franziskus die Haltung des Papstes im Vergleich zu seinem Vorgänger geändert hat, und zwar erheblich. Soll es jetzt an dem Wort "Sanktionen" hängen, die dem Ex-Kardinal auferlegt worden sind? Dann nutzen wir es halt nicht. Ouellet sagt, dass McCarrick zu einem zurückgezogenem Leben in Buße aufgerufen wurde. Dazu kann ein Kardinal nur vom Papst aufgerufen werden. Ouellet sagt auch, dass die Nuntien Sambi und Vigano dies McCarrick übermittelt hatten. Das geht nur im expliziten Auftrag des Papstes. Ob Benedikt XVI. es geschrieben hatte oder nur mündlich mitteilte, ist dabei nicht von Bedeutung. NUR DER PAPST kann einen Kardinal dazu verpflichten. Also: Vigano ist bestätigt.


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 Philipp Neri 7. Oktober 2018 

Brief von Kardinal Ouellet

Den Brief in englischer Übersetzung gibt es im unten zu findenden Link!

m.ncregister.com/58287/b#.W7oegcubGdM


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 Eliah 7. Oktober 2018 
 

Wen trifft der nächste Bannstrahl?

Das Interessante am „Ordnungsruf“ von Kardinal Ouellet ist nicht, was er sagt, sondern was er in diesem Mißbrauchssumpf mit weit mehr als einem Täter alles verschweigt. Insofern folgt Ouellet buchstabengenau der Erkenntnis von Aldous Huxley im Vorwort zu seinem Roman „Schöne neue Welt“: „Die größten Triumphe der Propaganda wurden nicht durch Handeln, sondern durch Unterlassung erreicht. Groß ist die Wahrheit, größer aber, vom praktischen Gesichtspunkt, ist das Verschweigen von Wahrheit." Ouellets Äußerungen erscheinen mir wie der hartnäckige Versuch, die Öffentlichkeit glauben zu machen, was er selbst nicht glaubt. Ich frage mich, wen die nächste Aufforderung zur Selbstkritik treffen wird. Ganz oben auf der Liste dürfte Kardinal Müller stehen, der bestätigt hat, daß Franziskus die Ermittlungen gegen Kardinal Murphy O´Connor gestoppt hat und der obendrein fordert, ein Papst sollte diese Befugnis nicht haben.


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 Philipp Neri 7. Oktober 2018 

Anscheinend wird das zentrale Problem nicht ernst genommen!

Der offene Brief von Kardinal Ouellet zeigt wieder einmal folgendes ganz deutlich:
Anscheinend wird das Problem der sexuellen Ausschweifungen, das ja wohl unbestritten seit langem innerhalb der Katholischen Kirche vorhanden ist, besonders bei den Entscheidungsträgern immer noch nicht ernst genommen!
Die Frage ist doch, warum nicht konsequent diese Verfehlungen von allen Entscheidungsträgern angesprochen und angeprangert werden? Warum wird so mit Scheuklappen gehandelt, als ob die homosexuellen Ausschweifungen kein Problem für die Glaubwürdikeit und für die Verkündigung des Evangeliums darstellen würden?
Hier ist doch eine große Diskrepanz zum Verkündigungsauftrag des Herrn zu erkennen!
Wie kann man den Gläubigen von Jesu Liebe erzählen, wenn diejenigen, die als Hirten in der Kirche agieren, ihr Hirtenamt auf diese Art und Weise verraten und diskreditieren?
Auch Kardinal Ouellet hätte Papst Franziskus auf die bekannten Erkenntnisse über Kardinal McCarrick deutlich hinweisen müssen!


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 Stefan Fleischer 7. Oktober 2018 

Was steht im Original?

"er solle wegen Vorwürfen früheren sexuellen Fehlverhaltens gegenüber erwachsenen Seminaristen ein zurückgezogenes Leben führen." Wie ist das zu verstehen? Sollte er nun grundsätzlich zurückgezogenes Leben wegen seines Fehlverhaltens führen, oder sollte er nur gegenüber diesen Seminaristen ein zurückgezogenes Leben führen?
Im Übrigen, wurde dem Kardinal damals nur ein Fehlverhalten vorgeworfen? War das, was er gemacht hat, nicht eine schwere Sünde? Wie genau die Begründung für diese Massnahme lautetet wäre interessant zu erfahren.


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 wedlerg 7. Oktober 2018 
 

@Heine: guter Joke!

Was soll denn ein "Papstverleugner" sein?


Und glauben Sie wirklich, dass ein Rosenkranzgebet in unwahrhaftigen politischen Anliegen eine Wirkung erzielen kann?

Das Verhindern von Aufklärung wird die Gottesmutter wohl kaum gutheißen.


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 Herbstlicht 7. Oktober 2018 
 

entweder - oder!

1. Anweisung zum zurückgezogenen Leben 2. späterer Aufstieg in die Kirchenhierarchie!

1.
Wenn es doch nur Gerüchte waren, wie Kardinal Quellet sagte, warum dann die Anweisung, sich zurückzuziehen?

2.
Hatte man aber den Eindruck, es könnten doch mehr als nur Gerüchte sein, warum wurde dann EB McCarrick die Möglichkeit eingeräumt, die Karriereleiter zu erklimmen?
Denn ein Aufstieg in die Hierarchie ist ja eigentlich nur verantwortbar, wenn die Gerüchte mittlerweile hätten ausgeräumt werden können.


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 Alpenglühen 7. Oktober 2018 

@wedlerg

Ja, es ist zu vermuten, daß erst die gesamten Akten zu suchen, sichten u. passend zu „bereinigen“ waren u. deshalb diese Pseudo-Antwort auch so lange brauchte (7! Wochen). Perfide die Aufforderung an EB Vigano Zitat „aus seinem derzeitigen Versteck aufzutauchen, zu bereuen und sich mit dem Papst zu versöhnen.“ Zitat Ende
Leider finde ich die Seite nicht mehr, wo ich las, daß es derzeit die einzige u. vordringlichste Aufgabe der „Geheimpolizei“ des Vatikans sei, EB Vigano aufzuspüren. Waren die wohl bisher erfolglos!!!
Ich denke, EB Vigano hat nichts zu bereuen. Ich bin überzeugt, die Vorwürfe bestehen zu Recht. U. nicht er hat sich mit P. Franziskus zu versöhnen, sondern P. Franziskus sollte endlich sein Schweigen brechen, antworten u. sich dann bei den Mißbrauchsopfern entschuldigen. Denn z. B. das altersbedingte Rücktrittsangebot v. Kard. Wuerl wurde noch immer nicht angenommen, obwohl er beschuldigt wird, noch heute! einen Mißbrauchstäter zu decken.

www.lifesitenews.com/blogs/george-neumayr-cdl-wuerl-is-even-now-covering-up-for-a-priest-who-abused-te


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 Stephaninus 7. Oktober 2018 
 

Gutes Statement

Das stellt so manches richtig. Deckt sich im Übrigen vollauf mit den Aussagen von Kardinal Müller im Fernsehinterview. Bad news für alle, die etwas zu sehr Papstbashing betrieben haben, meine ich.


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 AugsburgerCedega 7. Oktober 2018 
 

Nicht glaubwürdig

Was soll eine solche „Ermahnung“ denn sonst sein als eine Sanktion? Und darf ein Kardinal einen anderen Kardinal ohne päpstliche Zustimmung „ermahnen“? Klang bei Kardina O‘Connor noch anders. Weiß da jemand kirchenrechtlich Bescheid? Alles sehr unglaubhaft...


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 Therese_49 7. Oktober 2018 
 

@Philipp Neri @wedlerg

Der besagte Kardinal heißt Ouellet und nicht Quellet!


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 Smaragdos 7. Oktober 2018 
 

"Er rief Viganò auf, aus seinem derzeitigen Versteck aufzutauchen, zu bereuen und sich mit dem Papst zu versöhnen."

Fragt sich, wer hier was zu bereuen hat... ich vertraue EB Viganò hundertmal mehr als PF.


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 Kathole 7. Oktober 2018 
 

Ouellet errichtet Strohmann, den er dann leidenschaftlich bekämpft. Klerikaler Karrierismus pur!

@wedlerg und @Philipp Neri haben bereits auf die zentrale inhaltliche Nicht-Aussage des Briefes von Kardinal Ouellet hingewiesen, nämlich ob und weshalb Papst Franziskus Kardinal McCarrick gewähren lassen und anscheinend sogar zu seinem Sonderberater aufgewertet hat, obwohl dieser schon unter dem Vorgänger des Nuntius Vigano aufgefordert wurde, sich zurückzuziehen und ein Leben in Buße zu praktizieren.

Das Schreiben besteht letztlich nur in der Errichtung des Strohmanns "kanonische Sanktionen", den Ouellet dann leidenschaftlich bis rabiat bekämpft.

"Unbegreiflich und extrem verwerflich" ist eigentlich nur das zutiefst unanständige und unehrliche Wendehals-Verhalten Ouellets bzgl. Kommunion für die WVG und nun seine offensichtliche Stiefellecker-Attacke gegen Viganò, um sich bei Papst Franziskus anzudienen, der von blindem Hass und Rachelust gegen Viganò getrieben ist, wofür er bereits zahllose Predigten und nun sogar das Rosenkranz- und St. Michelsgebet in Dienst genommen hat.


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 Palmsonntag 7. Oktober 2018 
 

"Der Diktator Papst" q.e.d.


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 Bernhard Joseph 7. Oktober 2018 
 

Ich möchte mich meinen Vorkommentatoren anschließen

Die Argumentation des Leiters der vatikanischen Bischofskongregation ist grob widersprüchlich und wirft ernste Fragen auf.

So z.B. bezüglich der Aussage, McCarrick habe sich stets gut zu verteidigen gewusst. Wenn dem so war, dann müssen doch ernsthafte Vorwürfe im Vatikan bekannt gewesen sein. Könnte es sein, dass man den Opfern einfach kein Gehör geschenkt hat und nur McCarrick?

Und warum wurde dann McCarrick nach seiner Emeretierung auferlegt, ein enthaltsames Leben zu führen und wer hat dies auferlegt?

Sollte eine solche Anweisung ohne Wissen und ausdrückliche Zustimmung von Papst Benedikt XVI. erfolgt sein?

Da definitiv bei der Emeretierung McCarricks sein übler Lebenswandel bekannt war und er angewiesen wurde, ein zurückgezogenes Leben zu führen, wie konnte dann Papst Franziskus unwissend sein, als er diesen Unhold dann zu seinem engsten Berater machte?

Und wenn dem Papst ein Schlag versetzt wurde, so durch den Papst selbst mit seinem unbegreiflichen Verhalten.


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 Heine 7. Oktober 2018 
 

Papst Franziskus verhält sich richtig! Wirksame Macht gegen die Papstverleugner:Rosenkranzgebet!

Papst Franziskus verhält sich korrekt. Sein Aufruf gegen alle die Intrigen und Versuche des Widersachers, der Kirche und dem Papst zu schaden: Das tägliche Rosenkranzgebet und die Anrufung des Hl. Michaels und der Gottesmutter! Man sollte dies ernst nehmen, wenn es einem wirklich um die Kirche geht und nicht nur um Papstbashing und persönliche Selbstdarstellung im Netz!


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 Elisabeth.Markowa 7. Oktober 2018 
 

Nach dem langen Schweigen des Vatikans weist Seine Eminenz den ehemaligen Nuntius sehr eifrig zurecht und macht dadurch scheinbar der ganzen Sache ein Ende. Ich bin mir sicher, dass er nicht lügt. Es bleibt aber der zweite und der größte Teil des Problems ungeklärt.Und zwar, wenn Ouellet selber zugibt, dass sich um McCarrick solche Gerüchte hartnäckig hielten,warum hat der Papst ihn trotz den ensprechenden Ruf zu seinen engsten Vertrauten und Ratgebern erhoben? Und dieser Brief dient meiner Meinung nach dazu, um die Aufmerksamkeit von dieser seltsamen Tatsache abzulenken mit dem zusätzlichen Bonus, den ehemaligen Nuntius noch stärker zu diskreditieren und alle seine (berechtigte!) Vorwürfe pauschal in Frage zu stellen.


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 Ginsterbusch 7. Oktober 2018 

Quellet hatte letzte Woche eine Audienz beim Papst

das kann jeder auf der Vatikanseite prüfen.
Den Rest denke ich mir.


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 Philipp Neri 7. Oktober 2018 

Seltsam!

Es wird somit bestätigt, dass schon unter dem Vorgänger des Nuntius Vigano Kardinal McCarrick aufgefordert wurde, sich zurückzuziehen und ein Leben in Buße zu praktizieren.
Die Tatsache aber, dass Papst Franziskus den Kardinal dann trotzdem hat gewähren lassen und ihn sogar anscheinend zu einem Sonderberater gemacht hat, darauf geht der Brief aber nicht ein.
Kardinal Quellet hat selbst geschrieben, dass über die Nuntiatur dem Kardinal McCarrick das zurückgezogene Leben angeordnet wurde. Erzbischof Vigano hat von seiner Pflicht, den Papst darüber zu informieren Gebrauch gemacht. Wenn er dann miterleben muss, dass der Papst diesen Kardinal trotzdem gewähren ließ, dann verstehe ich schon, dass er darüber wohl sehr irritiert war.


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 wedlerg 7. Oktober 2018 
 

DIe Widersprüchlichkeiten sind ja evident

Es gab also Anweisungen an McCarrick, ein zurückgezogenes Leben zu führen. Und dann wird er Vatikanbotschafter des Papstes und fährt nach China? Merkt man im Vatikan eigentlich nicht, für wie blöd man die Leute verkaufen muss, um PF aus der Schusslinie zu bekommen.

Dass die Aktenlage im Vatikan gesäubert wurde, kann man getrost annehmen.

Und dass Vigano Personen grundsätzliche Verdorbenheit und Komplizenschaft vorgehalten hat, trifft doch gar nicht zu - es ging um Vertuschung.


Quellet hat offenbar unter Druck einen Ablenkungsbrief verfasst.

Vigano hat ihn eigentlich um etwas anderes gebeten, als was er vorgibt: "Eminenz, bevor ich nach Washington aufbrach, waren Sie derjenige, der mir von den Sanktionen von Papst Benedikt gegen McCarrick erzählt hat. Sie haben zu Ihrer vollen Verfügung Schlüsseldokumente, die McCarrick und viele in der Kurie für ihre Vertuschungen belasten."

Nochmal nachlesen, was Vigano sagte und vergleichen, was hier ablenkend verfasst wird.

kath.net/news/65311


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 Selene 7. Oktober 2018 
 

Auch er hat wohl Angst

um seinen Posten. Sicher schwebt die Nicht - Amtszeitverlängerung von Kardinal Müller wie ein Damoklesschwert über der gesamten Kurie.

Und die diesjährige Weihnachtsschelte des Papstes an die Kurie steht auch schon wieder bald bevor.


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 Lautensack1 7. Oktober 2018 
 

Eingeständnis

Eigentlich ist das ja ein Eingeständnis, daß Erzbischof Viganò recht hatte - es gab eine Anweisung an McCarrick, aufgrund seiner Verfehlungen nicht mehr öffentlich aufzutreten. Daß MacCarrick unter Bergoglio wieder prominente Funktionen innehatte, ist ja hinlänglich bekannt.

Offenbar hat Kardinal Ouellet also Erzbischof Viganò den erbetenen Gefallen erwiesen und dessen Vorwürfe bekräftigt, wenn auch die Rhetorik anderes vermuten läßt.


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 septus 7. Oktober 2018 
 

@wedlerg

Aber es deckt sich mit der Aussage Kard. Müllers in seinem letzten Interview, in dem er sagte: "In der Kongregation wussten wir, wusste ich nichts von irgendwelchen Maßnahmen gegen ihn" (emeint waren Sanktionen gegen McCarrick durch BXVI.)


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 wedlerg 7. Oktober 2018 
 

Da ist wohl einer umgefallen

Sehr schade, dass ein Mann wie Quellet, der so alt gestellt wurde, sich für einen solchen Brief hergibt.


Von einer Unterschrift durch einen Papst war nie die rede. Und Vigano ist wohl der letzte, der von den sexuellen Vorwürfen profitieren wolle. Mir scheint, hier hat Spadaro dem Chef der Bischofskongregation etwas in die Feder diktiert.


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