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"Was Viganò sagt, treffe im Prinzip zu..."

27. September 2018 in Aktuelles, 37 Lesermeinungen
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"... es sei aber in Wirklichkeit noch schlimmer" - "Herder-Korrespondenz" macht die Missbrauchsfrage zum großen Thema und zeichnet von Franziskus ein "ambivalentes Bild" - Er treffe Opfer, aber schaue in Einzelfällen weg und sei beratungsresistent


Rom (kath.net)
"Was Viganò sagt, treffe im Prinzip zu, behaupten Stimmen aus dem Vatikan hinter vorgehaltener Hand, es sei aber in Wirklichkeit noch schlimmer." Dies schreibt Benjamin Leven in einem jüngsten, umfassenden Beitrag über die Missbrauchskrise in der katholischen Kirche in der als liberal geltenden Monatszeitschrift „Herder Korrespondenz“. Laut Leven fühlt man sich noch an das „Päpstliche Geheimnis“ gebunden. Die Zahl der Unzufriedenen und Kaltgestellten in der Kurie sei aber groß. Entschiede sich jemand aus dieser Fraktion dazu, „auszupacken“, bliebe im Vatikan wohl kein Stein auf dem anderen.

Leven bezeichnet 2018 als "Annus Horribilis" in die Geschichte des Franziskus-Pontifikates, die Chile-Reise geriet zur „schlimmsten seines Pontifikats“, bei der die für Großgottesdienste vorgesehenen Flächen nur spärlich gefüllt waren. Der Romkorrespondent der im Freiburger Verlag Herder erscheinenden Fachzeitschrift erinnerte daran, dass Franziskus sehr wohl aus der Kurie gewarnt worden war, dass chilenische Bischöfe in Missbrauchsvertuschung verstrickt waren, er diesen Informationen jedoch keinen Glauben schenkte.

Der Romkorrespondent der Zeitschrift bezeichnete es auch als "bemerkenswert", dass der Kardinalsrat des Papstes vor einigen Tagen Franziskus zwar die Solidarität versicherte, zugleich aber wissen ließ, man sei "sich bewusst, dass in der aktuellen Debatte der Heilige Stuhl eventuell nötige Klärungen" formulieren werde. Leven stellte klar, dass nur Franziskus selbst die McCarrick-Dokumente – die laut Viganò in der Washingtoner in der dortigen Nuntiatur und im Staatssekretariat dokumentiert sind – sowie das Dossier der Bischofskongregation freigeben könne, um aufzuklären, ob es Sanktionen gegen den US-Kardinal unter Benedikt XVI. gab und Franziskus diese wieder aufhob.


Es sei, so Leven weiter, nicht ungewöhnlich, dass verhängte Sanktionen bei hochrangigen Klerikern nicht öffentlich gemacht würden. Dies sei auch beim Gründer der Legionäre Christi, Marcial Maciel, so gehandhabt worden. Der Romkorrespondent hält es auch nicht für abwegig, dass Papst Franziskus bei gewissen Personen ein Auge zugedrückt und Warnungen ignoriert habe. Dafür gäbe es einige Beispiele wie Missbrauchstäter – darunter auch Kirchenobere –, die vertuscht haben, und einflussreiche Priester mit einem Hang zum Doppelleben und zu sexuellen Ausschweifungen.

Der Romkorrespondent erinnert in dem Zusammenhang an den belgischen Kardinal Godfried Danneels, dessen Amtsbruder jahrelang seinen Neffen sexuell missbraucht hatte. Danneels hatte 2010 versucht, den Neffen davon abzubringen, die Taten öffentlich zu machen. Später gab das Opfer einen Mitschnitt des Gesprächs an die Medien. Trotz Hinweisen aus der Kurie wurde Danneels danach von Franziskus persönlich in die Familiensynoden 2014 und 2015 berufen.

Ein anderes Beispiel sei Luigi Capozzi, der Sekretär von Kardinal Francesco Coccopalmerio, der ehemalige Leiter des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte. In dessen Wohnung in der Glaubenskongregation wurde 2017 von der vatikanischen Gendarmerie eine Homo-Drogen-Party aufgelöst. Diese Wohnung hatte Capozzi laut Leven über direkte Intervention von Coccopalmerio beim Papst bekommen. Capozzi war laut der Herder-Korrespondenz sogar für einen Bischofsposten vorgesehen. Doch Coccopalmerio hat noch mehr problematische Dinge zu verantworten. So hat Franziskus aufgrund seiner Fürsprache die unter Benedikt XVI. verfügte Entlassung eines bekannten italienischen Priesters aus dem Klerikerstand wieder abgemildert hatte. Erst nach einer Verurteilung des Priesters durch ein italienisches Gericht wurde die Maßnahme von Franziskus wieder rückgängig gemacht.

Interessante Details bringt Leven dann auch über die drei von Franziskus entlassenden Mitarbeiter in der Glaubenskongregation. Zwei von diesen haben in der Disziplinarabteilung der Kongregation gearbeitet, die die Fälle von Missbrauchs-Priestern bearbeitet habe. Franziskus hat für die Entlassung nie einen Grund angegeben, Kardinal Müller hat diese Entlassungen mehrfach kritisiert. Diese Stellen wurden bis heute nicht neu besetzt, obwohl Müller sogar gefordert habe, diese Stellen aufzustocken.

Für die Herder-Korrespondenz ergibt sich daher "ein ambivalentes Bild" von Franziskus im Missbrauch-Kontext. Dieser stelle sich dem Problem, treffe sich regelmäßig mit Missbrauchsopfern und sei auch imstande, durchzugreifen. Gleichzeitig schaue er aber laut der Zeitung in Einzelfällen weg und zeige sich „beratungsresistent“. Leven erinnert auch an die französisch-deutsche Fernsehdokumentation, die behauptete, dass Franziskus als Erzbischof von Buenos Aires versucht habe, die Justiz zu beeinflussen, um einen pädophilen Priester zu schützen.

Am Ende seines Beitrags stellt Leven fest, dass das Thema für einen kirchenpolitischen Richtungskampf instrumentalisiert werde, allerdings von beiden Seiten. Die konservative Seite sehe die Ursache für Missbrauch vor allem "in einer moralischen und doktrinären Laxheit nach dem Konzil". Außerdem gäbe es laut dieser Seite einen Zusammenhang mit Homosexualität. Die liberale Seite hingegen sehe hingegen Machtstrukturen, den Zölibat und den Ausschluss von Frauen von der Priesterweihe für die Missbrauchsfälle verantwortlich.

ZDF: Das Schweigen der Hirten



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Lesermeinungen

 Montfort 2. Oktober 2018 

Werter @Bernhard Joseph - Besten Dank

für Ihre ausführlichen Ausführungen!

Dann hat es folglich eine ganz andere Bedeutung als in Europa, wenn PF (und seine Ghostwriter bzw. Hintermänner) vom "einfachen Volk" und seiner "Volksfrömmigkeit" schwärmen. Und ähnlich ist es auch mit anderen Begriffen.

Dem "Volk" wird empfohlen, zu beten, zu büßen, den leitenden Männern (Machthabenden) zu vertrauen und sich nicht von denen beunruhigen zu lassen, die ihnen die Augen für die Wirklichkeit öffnen wollen. Und darin stimmen diese Männer dann sehr schnell mit den Logenbrüdern weltweit überein, die auf die Neue Weltordnung mittels Einheitsreligion hinarbeiten: Machterhalt der alten Männer weltweit, egal ob in Buenos Aires, Rom oder Peking und anderswo.


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 Bernhard Joseph 2. Oktober 2018 
 

@Montfort - "klerikaler Peronismus" und sein Pendant, die Befreiungstheologie

Nun, in der Theorie geht es der Befreiungstheologie, analog der marxistischen Ideologie, von der sie ja tiefgreifend durchdrungen ist, um die "Befreiung der unterdrückten Klasse". In der Praxis jedoch dient diese Ideologie, analog dem Peronismus, lediglich der Machterhaltung ihrer Vertreter. Umerziehung und Manipulation sind im marxistischen Denken die Fundamente praktischen Handelns - siehe Kulturrevolution.

Betrachtet man sich die marxistischen Diktaturen in Lateinamerika - Kuba, Venezuela Nicaragua etc. - so ist dort das einfache Volk von jeglichem politischen Einfluss abgeschnitten. Fidel Castro begründete diese Entmündigungspraxis damit, dass sie notwendig sei, weil das ganze Volk noch nicht zur lichten Höhe des Sozialismus und seiner Segnungen emporgestiegen sei.

Diktatoren wie Hugo Chávez, Maduro oder Daniel Ortega sind keine Befreier des Volkes sondern ihre Verknechter, wie es Peron auch war.

Beiden Ideologien dient ein abstraktes Heilsversprechen als Rechtfertigung.


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 Montfort 1. Oktober 2018 

@Berhard Josef, @Hadrianus Antonius - "klerikaler Peronismus"

@B.J.: "Der "theologische" (ideologische) Ansatz - und darum ging es mir - ist bei Bergolio der gleiche wie bei der Befreiungstheologie. Glaube soll geschichtswirksam im Sinne eines revolutionären Prozesses zur Befreiung der unterdrückten Klasse werden."

Geht es im "klerikalen Peronismus" nicht vielmehr darum, dass Glaubensversatzstücke dafür "missbraucht" werden, Prozesse der eigenen Machterhaltung zu "bemänteln", die gerade nicht der "Befreiung der unterdrückten Klasse" dienen, sondern der Umerziehung und Manipulation des in seiner "Frömmigkeit" lenkbaren und stillhaltbaren "naiven" Volkes, das aus idealisierten und manipulierbaren Kindern, Jugendlichen, Eheleuten und Großeltern besteht, die angeblich geachtet, in Wahrheit aber kleingehalten werden - das "einfache Volk", das seinem Erziehungsdiktator vertraut und ihn umjubelt, egal was er tatsächlich lebt, treibt und verfolgt?


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 Bernhard Joseph 29. September 2018 
 

Werter @Hadrianus Antonius

Nun die Befreiungstheologie fußt auf marxistischem, man könnte auch sagen sozialistischem Denken, das dann wiederum in linker wie rechter Ausprägung zu finden ist.

Das Absurde ist doch, dass zwischen Marxismus und Faschismus immer so radikal unterschieden wird, obwohl sich beide Ideologien bei näherer Betrachtung in gewisser Weise durchaus nahestehen.

Bei Bergolio sehe ich die sehr deutlich ausgeprägte Tendenz der Befreiungstheologie zu einem weltlichen Messianismus, wobei der Glaube selbst zum bloßen Brauchtum herabsinkt und lediglich noch als Vehikel dient, die politische Weltanschauung zu befördern.

Der "theologische" (ideologische) Ansatz - und darum ging es mir - ist bei Bergolio der gleiche wie bei der Befreiungstheologie. Glaube soll geschichtswirksam im Sinne eines revolutionären Prozesses zur Befreiung der unterdrückten Klasse werden.

Es spielt dann eine untergeordnete Rolle, wie die Revolution konkret aussieht, ob faschistisch oder marxistisch.


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 Hadrianus Antonius 29. September 2018 
 

@Bernhard Joseph :Keine "Befreiungstheologie"

Wie von mehreren Autoren nach gründlicher Untersuchung der Schriften, Aussagen und Taten Begoglios in Argentinien ist EB Bergoglio/PFranziskus nicht direkt inspiriert von der Befreiungstheologie (Wahr ist, daß er in den sechziger und siebziger Jahren stets eine große Distanz dazu hielt) sondern viel mehr vom Peronismus (de facto eine plattest-vulgäre südamerikanische Abwandlung des linksfaschismus in Italien), vom "peronismo clerical" und später abgleitend zu der "teologia del pueblo" (Volkstheologie).
Die Guarda do Hierro wurde 1965 übrigens verboten in Argentinien, kam vorläufig dann im franquistischen Spanien unten, und geriet dort vollends in neoplatonistisch-heidnischen Dunstkreisen;
ab 1976 dann "überlebend" in/mit der "Operacion Condor".
Gute Info dazu bei Adelantelafe und Katholischen Infomedien.


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 ThomasMoore 28. September 2018 

@H. Camara

Wie Dr. Manfred Lütz dargelegt hat (http://kath.net/news/65281), ist die Behauptung daß der Anteil der beschuldigten Diakone geringer sei als der der Priester nicht haltbar. Es wurde nicht berücksichtigt, daß ein ständiges Diakonat verheirateter Männer erst nach dem 2. Vatikanum eingeführt wurde. Ich vermute, daß die ersten Weihen ständiger Diakone erst gegen Ende der 60er Jahre erfolgt sind - hat jemand genau Daten?


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 Philipp Neri 28. September 2018 

Erzbischof Vigano mit einem neuen Zeugnis!

Erzbischof Vigano appelliert an Alle Mitarbeiter im Vatikan zum Schutz der Kirche endlich die volle Wahrheit zu bezeugen!
Er begründet das mit Hinweis auf den Katechismus!

www.lifesitenews.com/news/breaking-vigano-releases-new-testimony-responding-to-popes-silence-on-mccar


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 Magdalena77 27. September 2018 

Vigano hat offensichtlich soeben ein zweites, dramatisches Zeugnis veröffentlicht:

https://www.lifesitenews.com/images/local/SCIO_CUI_CREDIDI_-_E.pdf


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 lesa 27. September 2018 

Einverstanden

H. Camara: Einverstanden. Wenn auch Soziologen bisweilen nicht ganz frei von
ideologischer Manipulation agiert haben - auch soziologische Analysen können durchaus nützlich sein.


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 Federico R. 27. September 2018 
 

@Bernhard Joseph

Ich erinnere mich, dass Kardinal Kasper vor ein paar Jahren p. Franziskus dem Sinne nach als „sehr guten Theologen“ bezeichnet hat. Das war wohl die dankbare Reaktion zu Bergoglios Bemerkung über Kaspers „Theologie auf Knien“. So wäscht eben eine Hand die andere. Oder hat man sich gegenseitig schon mal die Füße gewaschen und geküsst?
Kaspers derzeitiges Schweigen könnte man aber auch dahingehend deuten, dass ihm langsam so einiges an und um Franziskus ziemlich peinlich geworden ist. Aber der deutsche Kardinal, der auch dem Vernehmen nach mit McCarrick (Onkel Ted) befreundet war, hat ihn ja als einflussreicher Kopf der St.-Gallen-„Mafia“ mit auf den Schild gehoben.


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 H. Camara 27. September 2018 
 

@lesa

Sehen Sie, aus diesem Grund schätze ich eine Kommentarfunktion wie diese, da verschiedene Meinungen und ein Austausch über sie möglich ist.
Ich denke ebenso wie Sie, dass nicht die Soziologen darüber entscheiden sollten. Dennoch können deren Analysen helfen, den Weg auf Basis von Vernunft und Glauben ("[...] Heiligenbiographien ersetzen sie; [...] über das verbleiben des Zölibats bzw. über das Aufgeben desselben, sondern der Herr Seiner Kirche durch den Hl. Geist [...] ") weiter zu beschreiten.


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 lesa 27. September 2018 

Keine soziologische Entscheidung

@H.Camara: Ob eine Untersuchung interessant wäre, wieviel an Gutem und Segensreichem nicht geschehen würde? Es braucht aber gar keine, die Heiligenbiographien ersetzen sie. Auch in der Gegenwart ist der Zölibat eine Quelle der Heiligkeit, die sich auswirkt.
Überdies entscheiden nicht Soziologen, deren Analysen nicht den letzten Durchblick haben, über das verbleiben des Zölibats bzw. über das Aufgeben desselben, sondern der Herr Seiner Kirche durch den Hl. Geist.


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 H. Camara 27. September 2018 
 

Zölibat

Die Zusammenfassung der Studie bringt u.a. folgendes zum Ausdruck:
"In allen Teilprojekten ist der relative Anteil beschuldigter Diakone deutlich niedriger als der von beschuldigten Diözesanpriestern. Als konstitutives Unterscheidungsmerkmal zwischen Diakonen und Diözesanpriestern ist die fehlende Verpflichtung zum Zölibat bei Diakonen zu nennen. Auch wenn die Verpflichtung zum Zölibat sicherlich keine alleinige Erklärung für sexuelle Missbrauchshandlungen an Minderjährigen sein kann,legt der o.g. Befund nahe, sich mit der Frage zu befassen, in welcher Weise der Zölibat für bestimmte Personengruppen in spezifischen Konstellationen ein möglicher Risikofaktor für sexuelle Missbrauchshandlungen sein kann." (dbk) Weiter unten wird daraufhingewiesen, dass die Frage über einen Zusammenhang von Missbrauch und Zölibat umstritten ist. Es wäre sicherlich sinnvoll, hier weitere wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen.


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 Bernhard Joseph 27. September 2018 
 

Ich darf nochmals darauf hinweisen: Bergolio ist ein Vertreter der Befreiungstheologie

In der Befreiungstheologie ist Moral an das "Ziel" gebunden, mithin ist gut, wer dem Ziel einer marxistisch geprägten Weltordnung sich verschrieben hat. Da spielen sexuelle Perversionen keine Rolle, da vom marxistischen Denken nicht erfasst.

Zudem ist Bergolio Jesuit und das gibt dann eine ganz besonders brisante Mischung.

Dass Viganò keine Märchen erzählt steht wohl außer Zweifel. Was Bergolio noch zu retten sucht, ist den Schein der Unwissenheit und natürlich die von ihm vertretene verabsolutierte Autorität, die mittlerweile arg beschädigt ist.

Da Bergolio zudem ein grottenschlechter Theologe ist, der nicht einmal die einfachsten Widersprüche in seinem theologischen Denken bemerkt, wird die Erosion seiner Autorität weiter voranschreiten. Lediglich noch der Rekurs auf die formale Autorität rettet ihn vor dem totalen Verlust der Glaubwürdigkeit.

Im Grunde lässt sich an Bergolio erkennen, wohin es führt, wenn die theologische Grundlage entweder fehlt oder massiv erodiert.


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 siebenschlaefer 27. September 2018 
 

Schon bemerkenswert, wie hier die Geschichte eines "bekannten italienischen Priesters" verpackt wird

dessen Rehabilitierung durch "F." nur deshalb einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, weil ein ordentliches italienisches Gericht den pädophilen Verbrecher Maurizio Inzoli alias Don Mercedes zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt hat. Nun ja, hoffen wir also weiter auf die säkulare Justiz - hätte nicht gedacht, dass das mal aus meiner Feder kommen würde.
Was das Klima im Vatikan angeht, kann ich bestätigen, dass das Viganó-Dossier bei weitem nicht die Dimensionen spiegelt, die der Wirklichkeit entsprechen. Mein Mann ist mit einem Weihbischof bekannt, und als dieser von seiner letzten Romreise zurückkehrte, äußerte er: "Ich kann Euch ja keine Einzelheiten sagen, aber die Atmosphäre in der Kurie ist inzwischen schlimmer als man es sich in Nordkorea vorstellt."


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 Hadrianus Antonius 27. September 2018 
 

Extrem-Altbackenes

kath.net ist interessant und sehr lernreich:
Ich war der Meinung, daß die "Herder-Korrespondenz" schon nicht mehr existierte, bei starken finanziellen Problemen, sinkender Abonnementenzahl, teuren Produktionskosten und geringem Impakt auf das katholische Leben.
Ein Irrtum meinerseits, und zugleich die Bestätigung daß die Totgesagte lange leben... ;-)
Der hier mitgeteilte Inhalt ist super-alt altbacken und als solches überhaupt nicht interesiant.
Viel wichtiger dagegen, und zugleich ein Zeichen wie stark PFranziskus unter euer liegt, ist, daß die modernistisch orientierte "Herder-Korrespondenz" über diese Skandalserie berichtet und auch noch den Film "Das Schweigen der Hirte" referiert.
Miracolo!
Diskret weise ich hin auf etwas sehr "Frisches", und wohl der Skandal um B. Toledo in Buenos Aires 2005, mit Rettung von JB in 1985/1991 und dem kriminalistisch wirklich interessanten Ende in 2015.
(cfr MA.C. VIII /HS auf OnePeterFive)


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 Marianus 27. September 2018 

Wir alle sind aufgerufen,

unsere Gebete flehentlich gen Himmel zu richten. Möge dort entschieden werden, durch wen und auf welche Weise diese dramatische Krise der Weltkirche gelöst wird. Ich selbst richte meine Hoffnung inzwischen ganz auf ein direktes Eingreifen Mariens als Mutter der Kirche und ihres geliebten Sohnes.


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 lesa 27. September 2018 

Müßiges Gerede

Wer Zölibat und fehlendes Frauenpriestertum als "Machtstruktur" bezeichnet, kennt weder die Bedeutung des Zölibats noch des Weihesakrament. Geht es ihnen selber um Machtausübung? Ist es ihnen entgangen, dass erst kürzlich der Präfekt der Glaubensinformation daran erinnerte, dass "Diskussionen" bezüglich des Frauenpriestertums müßig sind, da die Kirche dem Willen Christi verpflichtet ist?
@Michael F.: "Die Laxheit im Gebetsleben muss bekämpft werden, um dem Bösen besser widerstehen zu können."
Damit haben Sie wohl eine Hauptursache auf den Punkt gebracht. In La Salette fragte Maria die Kinder: "Verrichtet ihr euer Gebet recht? Ihr müsst euer Gebet recht verrichten, und wäre es auch nur ein Vater unser oder ein "Gegrüßet seist du, Maria" wenn ihr nicht mehr Zeit habt. Habt ihr aber mehr Zeit, so betet mehr." In Medjugorje und Kibeho hieß es: Mit dem Herzen beten und fasten" Verfall von Theologie und Moral sind auch Folgen eines Übermaßes an Ablenkung und Verweichlichung.


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 lydia stenzel 27. September 2018 
 

Klarer Durchblick

Damit sich jeder ein Bild von der Persönlichkeit dieses Papstes machen kann, empfehle ich das Buch "Der Diktator Papst". Nach der Lektüre kann sich jeder der hier versammelten Kommentatoren alle Fragen selbst beantworten. Der Autor, der das Buch aus gutem Grund unter einem Pseudonym geschrieben hat, akribisch mit Quellenangaben recherchiert hat, ist nach seiner Enttarnung fristlos entlassen worden. Die Spitzel des Papstes sind überall. Das weiß auch Erzbischof Vigano nur zu gut. Er hat sogar Angst um sein Leben.


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 Kurti 27. September 2018 
 

Der Papst hat doch zu Kardinal Kasper gesagt,

Häresien interessieren ihn nicht. Kasper ist ja auch derjenige, der die Homosexualität neu bewerten will und in homosexuellen Verbindungen wie Schönborn auch Werte gelebt sieht. Nach meiner Meinung war es schon ein Riesenfehler von Papst Joh.Paul II, daß er Kasper überhaupt zum Bischof und schliesslich auch zum Kardinal ernannt hat. Kasper hat doch bei Küng studiert, da konnte man sich doch denken wie er tickt. Als erstes hat dann Papst Franzikus diesen sehr fragwürdigen Herrn als Synodendiktierer eingesetzt und sein Buch über den grünen Klee gelobt. Da konnte man sich vorher schon denken, was sein Pontifikat beabsichtigt, nämlich nichts Gutes. Die Worte des Papstes sind doch auch dem Buch von Kasper und den Aussagen des inzwischen verstorbenen italienischen Kardinals Marini entnommen. Beide sind seine Glaubenshelden, Kaspers "Theologie", die nichts anderes ist, als Verweltlichung hat er sogar als kniende Theologie bezeichnet. Hieran sieht man wo es hingehen soll bei diesem Papst.


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 Montfort 27. September 2018 

Es wird immer klarer...

dass Papst Franziskus mit seiner Äußerung, ihm sei eine verbeulte, verschmutzte Kirche lieber, wohl eigentlich meinte, dass er das Steuer nicht mehr abgeben wolle, bis er die Kirche zu Schrott gefahren und im Morast des Abgrunds versenkt hätte.

Himmel, hilf!


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 chriseeb74 27. September 2018 
 

Nachsatz

Für mich stellt sich eher die Frage: Wer will die Kirche im Sinne Jesu Christi reformieren und was ist da möglich und sinnvoll bzw. wer verfolgt Häresien und will sie in das Lehramt der Kirche einbetten? Diese Problematik gab es aber immer schon und durch die Gnade des Hl. Geistes und vieler heiliger Männer und Frauen ist der Kirche dies erspart worden. Problematisch wird es erst, wenn die Häresie der Homosexualität das Lehramt der Kirche unterwandern will und dies mit allen Mitteln. Das sehen wir zur Zeit!
Gott sei es gedankt, dass nun die "Früchte" nach und nach ans Tageslicht kommen...


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 chriseeb74 27. September 2018 
 

@Dr. Langhans

Ihre Zustandsbeschreibung ist richtig, aber:
In der Katholischen (allumfassenden) Kirche hat es nicht nur seit Jahrzehnten, sondern schon immer Richtungsstreit gegeben; das fing schon unter Petrus und Paulus an.
Neu ist hier sicherlich, dass durch die modernen Medien dies auch an und durch breite Bevölkerungsschichten diskutiert wird...das war vor 100 Jahren noch anders.
Es nützt der Kirche insofern, weil sie "semper reformanda" ist, zugleich ist sie vorläufig, da gem. NT irgendwann Jesus Christus "mit Macht und Herrlichkeit" kommen wird zu "richten die Lebenden und die Toten".
Als eher dem "konservativen Flügel" nahe stehender Katholik ist mir aber ein aufrechter "Liberaler" tausend mal lieber, als jemand der der Kirche dadurch massiv schadet, dass er mißbraucht, vertuscht, lügt und alles ("zum Wohle der Kirche") unter den Teppich kehrt.
In gewisser Weise scheint dies nun auch die Herder-Korrespondenz zu erkennen...und das ist gut so!


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 Diasporakatholik 27. September 2018 
 

Es lohnt, zu googeln, WER sich hier gerade zu Wort gemeldet hat ...


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 Dr. Daniel Langhans 27. September 2018 
 

Salz der Erde ?

Welchen Sinn hat es eigentlich, sich diese Aufspaltung in "Liberale" und "Konservative" zu eigen zu machen?

Was seit einigen Jahrzehnten abläuft, nennt man einen "change-Prozess":

Es gibt diejenigen, die diesen "change" wollen - indem sie permanent die Forderungen erheben wie:
- die Kirche soll die 100%-Hingabe an Jesus Christus (Zölibat) nicht länger zur Voraussetzung des Priestertums machen
- die Kirche soll die Mann-Frau-Symbolik, im geweihten Priestertum das göttliche Heils-Handeln, und im Laientum das Angerufen-Werden durch Gottes WORT verkörpert zu sehen, aufgeben
- die Kirche soll menschliche Werte wie voreheliche Reinheit und lebenslange Treue zum Ehepartner über Bord werfen
- die Kirche soll ihr Verständnis von "Ehe" demjenigen der kaputten Welt, in der wir leben, angleichen
- die Kirche soll die unmissverständliche (ja:) Verurteilung homosexueller Handlungen streichen

und es gibt solche, die diesen "change" nicht wollen.

Nur:
Was könnte solche Kirche nützen?


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 Philipp Neri 27. September 2018 

Wo bleibt die Wahrheit und die Gerechtigkeit?

Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit und ohne Wahrheit führt ganz klar in die Irre!


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 girsberg74 27. September 2018 
 

Einer von uns / einer von denen?

@chriseeb74 „Klartext …
Ein Pontifex, der bei Schwerstkriminellen ein Auge zudrückt, hat sich quasi selbst ins Abseits befördert und kann gar nicht mehr ernst genommen werden … “


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 Diasporakatholik 27. September 2018 
 

Gravierende offenkundige Missstände wie bereits vor früheren Kirchenspaltungen!

Ich halte das Fazit obigen Beitrags für zutreffend, dass das Thema Missbrauch in der kath. Kirche und der Umgang damit derzeit in diesem Pontifikat für einen kirchenpolitischen Richtungskampf instrumentalisiert wird - allerdings von beiden Seiten; sowohl von den Liberalen als auch von manchen Konservativen.
 
Was mich jetzt nach öffentlichem Bekanntwerden zahlreicher schwerer Missstände gerade auch in Lateinamerika überhaupt nicht mehr wundert, ist die schon seit Jahren dortig bekannte Abwanderung röm.-kath. Christen hin zu evangelikal-christlichen Glaubensgemeinschaften.

"Erklärt" wurde das bisher mit angeblich aggressiv-finanzieller Abwerbung von Christen.

Aber:
Zahlreiche klerikale Vertreter der RKK werden dort offenbar von vielen Laien nicht mehr als glaub- und vertrauenswürdig betrachtet, was dann auch Zweifel an deren Verkündigung nach sich zieht und sich letztlich in entsprechend vollzogenen Konsequenzen äußert.


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 J.g.Ratkaj 27. September 2018 
 

Es erfordert gar keine Fantasie um anzunehmen,

daß es sich noch viel schlimmer darstellt als es Vigano vage angedeutet hat.
Es ist weiters auch klar, daß ohne Beteiligung einer externen unabhängigen Untersuchungskommission diesen Mißständen nicht begegnet werden kann. So etwas wird aber die oberste Kirchenleitung nicht zulassen. Es ist ohnehin offenkundig, daß diese die Strategie des Aussitzens verfolgt und im besten Falle zur Beschwichtigung greift.


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 scheinfrager 27. September 2018 
 

@benedettino 2

Und "ungewöhnlich" kann eben heißen Menschen, die durchaus im Herzen eine Distanz zu dieser ganzen Sexualisierung wahren konnten; was dann eigentlich gute Voraussetzung für einen zukünftigen Priester ist.

Aber auch eben anders "ungewöhnlich", z.b. mit sexuellen Neigungen, die man eher verdrängen will, aber nur mühsam kann, aufgrund der Sexualisierung; da könnte dann quasi Priester ein Fluchtweg sein; was dann schlechte Voraussetzungen für einen Priester sind, denn unverarbeitende und nur unzureichend unterdrückte sexuelle Neigungen wären denkbar schlechte Eigenschaften und würden Missbrauch wahrscheinlicher machen.

Ich kann jetzt nicht sagen, welche dieser oder anderer denkbare Wirkung der Selektionseffekt durch sexualisierte Gesellschaft und dagegenstehendes Zölibat hat.

Aber ich finde es schon denkbar, dass der Selektionseffekt nicht zwangsläufig die besten Kandidaten liefert.

Dann wäre zwar Zölibat immer noch nicht Ursache; aber eben ein Teil des Bildes.


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 scheinfrager 27. September 2018 
 

@benedettino

Zwar meine ich auch, dass das Zölibat keine Ursache im eigentlichen Sinne ist.

Jedoch ist es nicht völlig irrational, einen Relevanz für möglich zu halten.

Denn wir leben eigentlich seit bald 50 Jahren in einer extrem sexualisierten Gesellschaft; es wird ja sogar Jugendlichen vermittelt, dass es ganz normal sei Sex zu haben, bevor man überhaupt als Erwachsen gilt; es gibt ja sogar Filme, in denen quasi "komödiantisch" Jugendliche dargestellt werden, die in Panik geraten, weil sie so alt - also beinahe 18 - sind und noch keinen Sex hatten.

Das ist das, was ein Jugendlicher wahrnimmt; wenn dann die Frage auftaucht, was man dann mit dem Leben anfangen will und irgendwie kommt der Gedanke an kirchliche Aufgaben in den Sinn, dann wirkt das Zölibat sicher erstmal sehr seltsam und abschreckend.

Und das heißt, welche die dennoch trotz dieser Abschreckung in die Richtung gehen, sind gerade ungewöhnlich; man kriegt also durch das Zölibat eine Vorselektion an eher ungewöhnlichen "Bewerbern".


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 Michael F. 27. September 2018 
 

Was geht nur in PF vor - Nicht instrumentalisieren

Eiskalte Vetternwirtschaft? Rosarote Brille? Barmherzigkeitsfimmel aufgrund eigener Leidens- und Leitungsgeschichte? König aus Fürstengnade, der seine Wähler bedienen muß?
Gut finde ich den Hinweis auf Instrumentalisierung der furchtbaren Missbrauchsunkultur. Da muß echt jeder aufpassen. M.E. trägt ein allg. Moralverfall auch dazu bei, dass sich Täter besser ihr Gewissen erleichtern und die Sündentoleranz ausnutzen können. Und Sünde lässt immer tiefer in Sünde verstricken; und da Homosex. in sich sündhaft ist... Aber: wie Manfred Lütz schreibt: jeder Erwachsene ist für seine Taten selbst verantwortlich. Letztursache für Missbrauch ist immer die eigene Entscheidung für das Böse. Die Laxheit im Gebetsleben muß bekämpft werden, um dem Bösen besser widerstehen zu können.


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 chriseeb74 27. September 2018 
 

Klartext

Das Pontifikat ist für mich schon mit Ach und Krach gescheitert.Desaströs, nehr kann man dazu nicht mehr sagen. Ein Pontifex, der bei Schwerstkriminellen ein Auge zudrückt, hat sich quasi selbst ins Abseits befördert und kann gar nicht mehr ernst genommen werden. Hinzu kommt ja augenscheinlich, dass PF es immer noch nicht versteht endlich tabula rasa zu machen...vermutlich müsste er sich dann auch selbst "entsorgen".
Für mich stellt sich eher die Frage, was noch an "Porzellan" zerschlagen werden muss bevor die "Reinigung" kommt. Derzeit ist ja "nur" die Person und teilweise das Amt des Papstes sowie etlicher Kardinäle und Bischöfe beschädigt...jetzt geht es m.E. aber um die gesamte Institution der Kirche...von daher verstehe ich das Schweigen der Kurie langsam NICHT mehr; außer man will den gesamten "Apparat" abwracken (lassen)...


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 Herbstlicht 27. September 2018 
 

spätere Bewertung

Wenn selbst die Herder Korrespondenz, eine Monatszeitschrift mit liberaler Ausrichtung solche Beiträge zulässt, sagt das mehr als tausend Worte.
Es ist mehr als fraglich, ob dieses Pontifikat einmal in einer späteren Rückschau insgesamt eine positive Bewertung bekommen kann, denn auch progressive Kräfte wollen nicht mit in den Strudel hineingerissen werden.


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 benedettino 27. September 2018 
 

"Die liberale Seite hingegen sehe hingegen Machtstrukturen, den Zölibat und den Ausschluss von Frauen von der Priesterweihe für die Missbrauchsfälle verantwortlich."
Bei "Machtstrukturen" im Sinne von Freundleswirtschaft kann ich noch mit. Was aber Zölibat und Frauenpriestertum damit zu haben sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Die Argumente wären da einmal interessant. Müllers These ist da doch viel belastbarer und treffender: Korruption der Lehre zieht Korruption der Moral nach sich. Mir scheint die liberale Position eher ein politischer Missbrauch des Skandals zu sein. Ich habe vor kurzem auch die Kommentare zu den Missbrauch-Artikeln auf tagesschau. de gelesen. Fast alle in die gleiche Kerbe: Schuld ist der böse Zölibat.Vielleicht sollten die gut katholischen Foristen die Kommentare auf solchen Seiten einmal etwas aufmischen. Viele der dortigen Stammtischparolen sind wohl eher der Unwissenheit der Verfasser geschuldet. Ist vielleicht auch eine Art von Mission für die Kirche.


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 Diadochus 27. September 2018 
 

Nichts Neues unter der Sonne

Für informierte Leser ist der Bericht nichts Neues unter der Sonne. Unter der Hand dürfte noch viel mehr gemunkelt werden. Das Problem bei der Aufklärung ist in der Tat der Papst. Er möchte nichts dazu beitragen. Neu ist vielleicht die Tatsache, dass langsam auch die liberalen Kräfte erwachen und denen das Theater ebenso Magengeschwüre bereitet. Wenn der Missbrauchsskandal nämlich nicht aufgeklärt wird, dann reißt das alle mit in den Abgrund, auch die Liberalen. Das scheinen so langsam alle zu verstehen.


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 Philipp Neri 27. September 2018 

Hier sind weitere Untersuchungen notwendig!

Was hier alles aufgeführt wird, reicht eigentlich schon aus, dass ein Aufschrei durch die internationale Presse gehen müsste.
Alle aufgeführten Punkte sind übrigens in verschiedenen Medien in den letzten Wochen bereits zu lesen gewesen.
Man kann nur hoffen, dass bei der kommenden Jugendsynode einige mutige Jugendliche, die den Glauben ernst nehmen, die nötigen und richtigen Fragen stellen werden!
Denn das gehört unbedingt dazu, wenn es um die Glaubwürdigkeit der Kirche und ihre Zukunft geht!


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