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Missbrauchsopfer von Grassi: "Ich habe gelitten und leide noch immer!"

19. September 2018 in Chronik, 38 Lesermeinungen
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Nachrichtenagentur AP rollt Causa des argentinischen Pädophilenpriesters Grassi und Nicht-Handeln von Erzbischof Bergoglio auf, bringt Papst noch mehr unter Druck – Es sei die "größte Krise seines Papsttums" - Missbrauchsopfer möchte Papst treffen


Buenos Aires (kath.net)
Papst Franziskus gerät wegen seines Nicht-Handels bei argentinischen Missbrauchsopfern und der Deckung eines Pädophilenpriester noch mehr unter Druck. Am gestrigen Dienstag hat die AP, einer der wichtigsten Nachrichtenagenturen der Welt, den Fall thematisch aufgegriffen und von der "größten Krise seines Papsttums" gesprochen. Franziskus habe laut der Agentur im Jahr 2010 als damaliger Erzbischof Bergoglio (Archivfoto) eine 2000-Seite-umfassende forensische Untersuchung finanzieren lassen, um den pädophilen Priester Julio Grassi vor dem Gefängnis zu bewahren. In der Studie wird behauptet, der Priester sei unschuldig und die Opfer würden lügen. Die Studie, die ursprünglich nur für den internen kirchlichen Bereich vorgesehen war, ist inzwischen unter anderem im Besitz der Agentur. Grassi wurde später zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, 2017 wurde das Urteil vom Obersten Gerichtshof des Landes noch einmal bestätigt. Die Agentur selbst habe beim Vatikan eine Anfrage um einen Kommentar zu der Causa gestellt, aber keine Antworten bekommen.

Gabriel, einer der Opfer des pädophilen Priesters, erklärte im Interview mit der AP, dass er noch immer darauf warte, dass Franziskus seinen Schmerz anerkenne. "Ich wünsche mir, dass die Kirche dazu etwas sagt, auch wenn ich es nicht erwarte. Niemand hat sich bis jetzt bei mir gemeldet. Niemanden hat es gekümmert."

Grassi war zwar nicht Priester des damaligen Erzbischofs Bergoglio, wurde aber abgesehen von der Finanzierung der Studie von diesem auch medial im Vorfeld des Prozesses verbal verteidigt. So sprach dieser von "informativer Boshaftigkeit" und einer "Verurteilung durch die Medien".

Gabriel teilte gegenüber der AP auch mit, dass er nach dem Konklave Papst Franziskus einen Brief geschrieben habe und über die Nuntiatur zu ihm habe schicken lassen. Er habe sich klar als Missbrauchsopfer deklariert und dem Papst klar gemacht, dass gerichtlich geschützte Details seines Missbrauchsfalls von der kirchlichen Studie an die Öffentlichkeit getragen wurde und er dadurch persönlich verleumdet wurde. "Ich habe gelitten und leide noch immer!"

Gabriel appelliert dann für ein Gespräch mit Franziskus. Er hoffe, dass dieser Mitgefühl habe und ihm helfe, den Glauben wieder zu entdecken.

Bis zum heutigen Tag bekam er von Franziskus keine Antwort. Von der Nuntiatur in Argentinien wurden er laut Darstellung seines Anwalts bedroht. Der Fall Grassi wird übrigens derzeit von der Glaubenskongregation behandelt.

Der Fall "Grassi" habe laut AP durchaus Parallelen zum Missbrauchsskandal der chilenischen Bischofskonferenz. Auch dort habe Franziskus zuerst die Opfer diskreditiert und ihre Aussagen als "Verleumdung" dargestellt, erst nach medialem Druck habe er Fehler eingestanden.

Gabriel wird abschließend zitiert: "Ich bin Katholik, aber ja, es gibt Momente, in denen ich nicht weiß, ob mich die Kirche repräsentiert."

Dazu auch der kath.net-ArtikelL ZDF: Lügt Franziskus gegenüber Journalisten?

ZDF: Das Schweigen der Hirten




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Lesermeinungen

 Labrador 20. September 2018 
 

Lieber Rolando - was ist da unverständlich?

SIE
"das Details seines Falles an die Öffentlichkeit getragen"

Ich habe in diesem Originalzitat von Oben die 2 bei Ihnen fehlenden Worte extra für Sie in Großbuchstaben geschrieben.


"dass GERICHTLICH GESCHÜZTE Details seines Missbrauchsfalls von der kirchlichen Studie an die Öffentlichkeit getragen wurde"

Alles klar?


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 KT-GK2018 19. September 2018 

@Eliah doch, DAS ist genau die Sache

mit der der Vatikan ausbrennen wird. er brennt ja schon seit Wochen seit das Dach offen ist (Stichwort BEverfoerde/ Atomexplosion).

Diese Vergehen sind -für den Himmel - die schlimmsten. und das was wir jetzt sehen ist der Anfang der Bestrafung.
selbstverständlich wird es auch den "Kopf" vom Vatikan kosten, zeitnah, obwohl Franziskus nichts dafür kann.
---------------

danke @ H.A. für Hintergrund-Informationen

www.kathtube.com/player.php?id=46391


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 Montfort 19. September 2018 

@Hadrrianus Antonius

Zeit der Riegeljagd?


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 Hadrianus Antonius 19. September 2018 
 

Grassi am Ende

Grassi hat übrigens bis vor einer Monat eine für argentinische Normen enzigartige Behandlung genossen:
er verfügte über einen Laptop und drei(3) Mobiltelefone, gutes Essen usw.; und trotz viefachen Anfragen der Opfer und geharnischten Protest von aufrichtigen Katholiken dürfte er die ganze Zeit priesterlich tätig sein, de Messe lesen und lief in Anthrazithemd mit römischem Kollar herum.
Klerikalismus pur und alle straffe Worte von Jorge Bergoglio und PF über Amtsentzug und Laisierung von pädophilen Tätern entpuppten sich als lauwarme Lüftchen.
Vor 2 Wochen hat Grassi übrigens plötzlich alle Sonderbehandlungen und Annehmlichkeiten im Gefängnis verloren und darf auch keinen römischen Kollar mehr tragen.
Das Erzbistumsvikariat Buenos Aires schweigt in allen Tonarten.
Wahrscheinlich viel Angst vor dem "gelähmten" Hund (@Alpinyeti ;-) )


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 Hadrianus Antonius 19. September 2018 
 

Der Skandal ist schon sehr lange bekannt

Das Posting von @quia_absurdum ist unrichtig und desinformierend.
Wie anderswo fundiert berichtet wurde, hat der Fall Grassi gewaltiges Interesse in den Medien ausgelöst;und die Hypocrisie von Aussagen und Schriften eines argentinischen Oberhirten zu gleicher Zeit mit Copyright auf vielen Exemplaren vervielfältigt, wurde damals schon als eigentliches Skandalon empfunden.
International in Chile und Brasilien sehr gut bekannt- umso unverständlicher die Reise nach Chile in Januar 2018 mit unsinnigen Aussagen.
Sancinetti wurde bei seiner Bücherfabrikation übrigens auch noch von Deutschen geholfen...
Grassi wurde übrigens erst fallengelassen in 2013 wenn sein Skandal die Papstwahl gefährden konnte.
Darum wurde ihm später auch noch 15 Jahren Haft zusätzlich aufgebrummt- sicher ist sicher :-)


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 Wiederkunft 19. September 2018 
 

Vorsicht

Ich hätte damals für Kardinal Groer auch meine Hand ins Feuer gehalten. Auch Bischof Krenn hatte Groer bis zum Schluss verteidigt und ist deshalb in der Kirche gescheitert! Ich kann das schon verstehen, mir ist es damals auch so vorgekommen, als würden die angeblichen Opfer lügen.


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 Montfort 19. September 2018 

@Stephaninus - Es tut mir leid, dass ich Sie da in einen Topf geworfen habe.

Anscheinend werden manche Ihrer Wortmeldungen leider öfters zustimmend "verwendet", um hier im Forum eine ganz andere "Agenda" voranzutreiben.

Der "Heiligsprechungs-Verdacht" bezog sich auf die Äußerungen eines anderen Posters.


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 Stephaninus 19. September 2018 
 

@Montfort

Bitte kein Verdächtigungen. Ich bin ein Einziger, ich kenne die anderen Forumsteilnehmer, die hier gleicher Ansicht sind wie ich, nicht persönlich. Überdies liegt mir an einer Heiligsprechung von Papst Franziskus nicht besonders - schon gar nicht an einer vorzeitigen. Ich habe bei etlichen Themen durchaus Vorbehalte gegen Wort und Tat von Papst Franziskus. JP II. und B XVI. sind mir viel näher. Ich habe diese Kritik am aktuellen Papst hier im Forum aber auch im Freundeskreis auch immer mal wieder offen vorgebracht. Fairness und Gleichbehandlung hat aber auch Papst Franziskus verdient. Ich selber musste in den letzten Monaten erschütternde Erkenntnisse bzgl. Missbrauch, Vertuschung und Netzwerken in der Kirche verarbeiten (mich fast ein bisschen "neu katholisch aufstellen") - vor noch kurzer Zeit hätte ich das meiste der Anschuldigungen als Teile von Verschwörungstheorien gehalten. Vermutlich wird das auch beim einen oder anderen Spitzenmann in der Hierarchie nicht viel anders sein.


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 lakota 19. September 2018 
 

@quia_absurdum, @Stephaninus, @septus

Ein kleiner Einwand zu Ihren Kommentaren:
Natürlich konnte sich JPII im Gründer der Legionäre Christi täuschen, natürlich konnten weder er noch B16 in das Herz oder Hirn der Leute schauen.
ABER: Die beiden haben nicht mit voller Absicht Mißbrauchs-Vertuscher und Homolobbyisten um sich geschart.
Allein beim Gedanken, daß P.Franziskus nach seiner Wahl zum Papst ausgerechnet K.Danneels mit auf den Balkon nahm, der zu dem Zeitpunkt schon bis zur Halskrause im Homosumpf steckte, sagt doch schon alles.


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 Rolando 19. September 2018 
 

lydia stenzel

Glauben Sie, daß Gott aus diesem Papst einen Heiligen machen kann? Auch mithilfe Ihrer Gebete und Opfer?


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 quia_absurdum 19. September 2018 
 

@Montfort: heiligmäßig

Danke, Montfort, für Ihre Wertschätzung. Ich hatte "heiligmäßig" eigentlich bei meiner Aussage zu den Vorgängen des heutigen Papstes nur auf den hl Johannes Paul II bezogen. Schön wenn Sie mit "santo subito" hier eine Lanze brechen für Papst Franziskus. Ein herzliches Vergelt's Gott!


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 Montfort 19. September 2018 

@quia_absurdum, @Stephaninus, @septus - Einfach trollig, wie Sie zusammenhalten,

um den "heiligmäßigen" Papst F. gegen die Realität zu verteidigen und schon zu Lebzeiten heiligzusprechen!

Aber vielleicht sind Sie alle ja in Wirklichkeit nur EINER, dessen Namen Legion sind?!


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 quia_absurdum 19. September 2018 
 

@Montfort: sekundieren

Lieber Montfort, ihr Einsatz für die Vorgänger von Papst Franziskus ist rührend, aber ich habe deren Rechtschaffenheit und überragende Amtsführung nicht in Zweifel gezogen. Aber wenn sogar ein heiligmäßiger Papst bei der Beurteilung des Skandals überrascht sein konnte und Leuten, seine Gunst geschenkt hat, die - wie wir alle erst viel später erfahren haben - ihrer unwürdig waren, wie verständlich ist es, daß wir uns alle vor einem Abgrund wähnen. Dabei geht es nicht drum, irgendwem irgendwas in die Schuhe zu schieben. Das ist einfach eine Unterstellung.


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 doda 19. September 2018 

Danke, @Maria-Therese für Ihren Hinweis


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 lydia stenzel 19. September 2018 
 

Gespaltene Zunge II

Bevor Jorge Bergoglio zum Weihbischof geweiht wurde, mußte vom damaligen Jesuitengeneral, Pater Kolvenbach, ein Gutachten über seinen Mitbruder erstellt werden. Darin heißt es:" Pater Bergoglio ist nicht für das Bischofsamt geeignet, da es ihm an psychologischem Gleichgewicht fehle, außerdem hätte er einen hinterlistigen Charakter. Er hätte als Ordensprovinzial Argentinien gespalten." Dieser Bericht wurde an die Mitglieder der Kongregation für die Bischöfe verteilt. Alle hatten also Kenntnis. Anschließend wurde dieser Bericht im Archiv des Jesuitenordens in Rom aufbewahrt. Als Jorge Bergoglio Papst wurde, ließ er das Original und die Kopie verschwinden. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.


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 Diadochus 19. September 2018 
 

@qia_absurdum

Können Sie denn nicht lesen? Können Sie den Sinn eines Textes nicht erfassen? In diesem Artikel geht einzig und ausschließlich um den Fall Grassi und die Rolle, die EB Bergolio dabei spielte. Das betrifft auschließlich Papst Franziskus. Da gibt es nichts zu beschönigen. Sie machen Ihrem Namen alle Ehre. Es ist absurd.


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 Alpinyeti 19. September 2018 

Da wird wohl bald wieder

eine Predigt über den "großen Ankläger" fällig, der das Kirchenvolk gegen den Papst aufhetzt. Mittlerweile könnte ich eine solche Predigt selbst schreiben, die Textbausteine dafür hab ich schon beisammen!


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 Bernhard Joseph 19. September 2018 
 

@quia_absurdum - Zusammenhang Befreiungstheologie und sexueller Missbrauch

Da ist durchaus ein Zusammenhang erkennbar, denn in der Befreiungstheologie geht es um eine grundsätzlich revolutionäre(!) Veränderung der Kirche, was natürlich dann in der Interpretation dieser Ideologie auch die Haltung der Kirche zur Sexualität in ihren diversen Ausprägungen anbetrifft.

Letztlich will die Befreiungstheologie aus dem katholischen Glauben - Lehre der Kirche - selbst "befreien". Sie lässt zwar noch einen diffusen Glauben an eine jenseitige Erlösung zu, entleert diesen aber zugleich derart, dass er schlicht überflüssig ist, weil ohne tieferen Sinn.

Dies hat in seiner eingehenden Beschäftigung mit dieser häretischen Strömung in der Kirche Papst Benedikt XVI. noch als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre eingehend analysiert.

Der Bezug ist also durchaus vorhanden.

Interessant an Ihrem Kommentar ist zudem wieder einmal, dass Sie "übersehen", dass Bergolio bis heute das Opfer mit Missachtung straft - aus tiefer Barmherzigkeit versteht sich.


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 Stephaninus 19. September 2018 
 

@quia_absurdum

danke Ihnen. Es ist genau das, was mich beschäftigt.

Denken wir doch beispielsweise auch daran, dass JP II. den Gründer der Legionäre Christi sehr lange stützte, obwohl aus heutiger Sicht eindeutig glaubwürdige und massive Anklagen gegen seine sexuellen Übergriffe vorlagen. Aber dass diese wahr sein könnten, war einfach für den damaligen Papst (resp. für seine Umgebung) nicht vorstellbar. So dürfte es noch in manchem Fall auf allen Ebenen gegangen sein. Damit rechtfertige ich in keiner Weise die bewusste Vertuschung. Die steht für mich auf einem anderen Blatt.

Was ich hier im Forum etwas schade finde, ist, dass auf kritische Einwände von gewissen Foristen gerne mit persönlichen Angriffen geantwortet wird.


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 Montfort 19. September 2018 

@quia_absurdum - Sie sekundieren @Stephaninus in infamer Weise,

indem Sie die Schuld wiedereinmal den Vorgängern von Papst Franziskus "in die Schuhe schieben" wollen.

Nein, die "schwarzen Schuhe der Falschheit" sind schon Jorge Mario Bergoglio vorbehalten - er trug sie als unwahrhaftiger "Medizinstudent", als "einfacher Jesuitenpater", als Provinzial, als Querulant in der SJ, als angeblicher Doktorand, als strafversetzter und von den Mitbrüdern isolierter "Spiritual", als Weihbischof, als Erzbischof, als Konklave-Intrigant - und er hat sie auch als "Papst" nicht abgelegt!


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 hape 19. September 2018 

@Rolando

Also ich verstehe das so, dass der damalige Kardinal Bergoglio eine aufwändige Studie in Auftrag gegeben hatte, mit dem Ziel, die Unschuld des Priesters Grassi zu beweisen, der damals des Missbrauchs beschuldigt worden war. Entspr. kam die Studie auch zum gewünschten Ergebnis.

Im Grunde eine Geste der Loyalität. Wer Kard. Bergoglio angreifen wollte, könnte die Studie auch als Gefälligkeitsgutachten bezeichnen. Das kann man so oder auch anders sehen.

Zum Problem wird die Studie v.a. aber dadurch, dass Grassi nach der Studie zu einer langjährigen Haftstrafe wegen Missbrauchs verurteilt wurde. D.h., die Staatsanwaltschaft hat die Sachlage ganz anders beurteilt. Allein die Dauer der Haftstrafe deutet schon darauf hin, dass Grassi sich schwerer Vergehen schuldig gemacht hat.

Angesichts dessen ist es m.M.n. schon seltsam, dass der damalige Kardinal Bergoglio leider nicht den Kontakt zu den Opfern gesucht hat und sich offenbar auch nicht um deren Rehabilitierung bemüht hat.


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 Montfort 19. September 2018 

@Stephaninus - Anscheinend trifft auf Sie selbst zu, was Sie von PF behaupten!

"Er war zu gutgläubig ... Aber man kann nicht von Vertuschung sprechen, vielleicht mehr von mangelnder Sensibilität und voreiligem Urteilen."

Richter-Beeinflussung ist doch wohl als Verbrechen des Vertuschens zu verurteilen!


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 Eliah 19. September 2018 
 

Überlegungen III

Kann es sein, daß ausgerechnet Amtsträger der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche so ticken? Ist es möglich, daß sie wirklich die himmelschreiende Sünde der widernatürlichen Unzucht als kleinen Fauxpas ansehen, den man den armen Tätern nicht ankreiden darf? Vor einem halben Jahrtausend gab es den ganz ähnlichen Fall eines Menschen, der sich klüger dünkte als alle Priester, Bischöfe und Päpste vor ihm. Es war ein entlaufener Augustinermönch. Heute ist die Santa Martha-Truppe augenscheinlich dem gleichen Irrtum verfallen. Nichts und niemand soll ihnen etwas anhaben können? Wissen sie nichts von Lk 12,20? „Da sprach Gott zu ihm: ,Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern´“. Und wissen sie bei nicht, wessen Attribut die Schlauheit ist? Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte und brachte den Menschen dazu, so sein zu wollen wie Gott...


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 Eliah 19. September 2018 
 

Überlegungen II

Es war auffällig, wie früh aus seiner Umgebung nach dem Amtsantritt bereits triumphierende Bemerkungen zu hören waren, daß seine „Reformen“ nie mehr rückgängig gemacht werden könnten. Daraus spricht nackte Machtpolitik. So drückt sich Wagenburg-Denken aus, stahlbetonfeste Bunkermentalität. So argumentiert jemand, der im Treiben dieser Welt so verankert und verstrickt ist, dass er vom Eingreifen Gottes in die Geschichte nicht einmal mehr träumt. Gleichzeitig stilisiert Franziskus sich in seinen Predigten zum sanften Hirten, dem das Gekläff der wütenden Meute den Seelenfrieden nicht rauben kann, zu nichts weniger als zum zweiten Christus, den dumme Gesetzeslehrer ans Kreuz schlagen wollen. Franziskus und seinesgleichen halten es für ausgeschlossen, dass irgend jemand oder irgend etwas ihre Reise ins gelobte Land der alles gutheißenden „Barmherzigkeit“ noch aufhalten kann. Ist es vorstellbar, daß mit dem unauslöschlichen Siegel des Priestertums geprägte Menschen das wirklich glauben?


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 Eliah 19. September 2018 
 

Überlegungen I

Wer mag beurteilen, ob der Fall Grassi die größte Krise der Ära Franzuskis ist? Was ist denn die zweitgrößte? Welche kommt an dritter Stelle? Die Krisen sind doch Legion. Am Dienstag hat in diesem Forum jemand den Mann, der auf dem Stuhl Petri sitzt, mit Judas Iskariot verglichen. Nicht etwa, um den großen Verwirrer in Rom, der eigentlich Brückenbauer sein sollte, zu kritisieren. Einer der Franziskus-Versteher griff zu diesem verzweifelt anmutenden Mittel, um ihn zu rechtfertigen. Wenn sogar Judas seinen Teil zum Heilsgeschehen beigetragen habe, könne auch Franziskus eine nützliche Funktion haben. So konnte man die in „bester“ unklarer argentinischer Manier gehaltene Andeutung jedenfalls verstehen. Judas als Vorbild für den irdischen Machthaber der Kirche – wer hätte sich das Anfang 2013 vorstellen können? Franziskus und seine Unterstützer sonnen sich in ihrer Schlauheit.


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 quia_absurdum 19. September 2018 
 

aus heutiger Sicht

@Stephaninus
Ich danke Ihnen für Ihre differenzierte Sicht. Ich glaube, vor einigen Jahren konnte kaum einer das Ausmaß des Skandals ermessen. Wollte man das behaupten, wäre wohl das Verhalten der Vorgänger des heutigen Papstes nicht zu rechtfertigen! In dem Zusammenhang hilft es auch nicht, auf die Befreiungstheologie zu schimpfen.


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 Selene 19. September 2018 
 

Barmherzigkeit

wird offensichtlich nur gegenüber Personen oder Ansichten geübt, wenn dadurch der Applaus der Medien und der Linkskatholiken sicher ist, also wenn die Barmherzigkeit ins politische Kalkül passt.


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 Bernhard Joseph 19. September 2018 
 

@Stephaninus

Ich habe in meinem unteren Kommentar schon auf den kath.net Artikel aus dem Jahr 2002 hingewiesen.

Tatsache bleibt doch, wie aus dem jetzigen Artikel ersichtlich, dass Bergolio sich gegenüber dem Missbrauchsopfer in keiner Weise barmherzig gezeigt hat, noch in irgendeiner Form versuchte, die Ehre des Opfers des Befreiungstheologen Grassi wiederherzustellen.

Also keinerlei Versuch seitens Bergolio den angerichteten Schaden und das Leid irgend wieder gutzumachen. Darin liegt doch der eigentliche Skandal!

Für Bergolio scheint ein Priester dann ein guter Mensch zu sein, wenn er die marxistische Befreiungstheologie, die ja nichts anderes ist als eine Ideologie, zum Glaubensdogma erhebt, egal wie charakterlich verkommen der Mensch ist.

So langsam fallen die Masken und hinter der Fassade der scheinhaften Barmherzigkeit sieht man die gnadenlose Härte und Unmenschlichkeit der Ideologie der Befreiungs"theologie".

Grassi war als Priester nichts anderes als ein elender Lügner.


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 Bernhard Joseph 19. September 2018 
 

Hochverehrter Hadrianus Antonius,

es freut mich außerordentlich, wieder Ihre profunden Kommentare hier zu lesen.

Wie damals seitens Bergolio vertuscht wurde, lässt sich aus dem kath.net Artikel http://www.kath.net/news/3659 aus dem Jahre 2002 ablesen.

Die argentinische Bischofskonferenz verbreitete damals definitiv die Mär, die Medien wollten den armen Befreiungstheologen Grassi moralisch hinrichten!

Den letzten Absatz des Artikels müsst man heute wohl umkehren:

"In dem Statement wird die immer wiederkehrende Wiederholung der bislang unbewiesenen Vorwürfe gegen den populären Priester scharf verurteilt. Die Bischöfe stellen außerdem die Frage, was denn die Medien zu tun gedächten, falls am Ende der Ermittlungen herauskomme, dass P. Grassi unschuldig sei. "Wie will man den Schaden gutmachen, den man seiner Ehre als Mensch und als Priester zugefügt hat?"

Und was hat Bergolio nun getan, um die Ehre des Missbrauchsopfers gutzumachen in seiner überströmenden Barmherzigkeit?

Nichts!!!!!


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 Diadochus 19. September 2018 
 

@Hadrianus Antonius

Danke für Ihre zusätzlichen Infos. Schön, von Ihnen zu hören.


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 Anita-Therese 19. September 2018 
 

@doda

Achtung - ich glaube, Sie verwechseln gerade Täter und Opfer: das Opfer heißt Gabriel und der Täter heißt Grassi. PF hat Grassi in Schutz genommen und sich bis dato nicht um Gabriel und seine Leiden(Sgeschichte) gekümmert.


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 Stephaninus 19. September 2018 
 

Aus heutiger Sicht

war das Verhalten des heutigen Papstes wohl schlecht. Er war zu gutgläubig gegenüber dem beschuldigten Priester. Aber man kann nicht von Vertuschung sprechen, vielleicht mehr von mangelnder Sensibilität und voreiligem Urteilen. Ich muss aber von mir selber bekennen: Im Jahre 2010 war ich meist der Meinung, dass es sich bei Missbrauchsvorwürfen gegenüber Klerikern um (antikirchliche) Vorurteile und Propaganda halte. Da musste ich selber in den letzten Monaten massiv dazulernen.


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 Diadochus 19. September 2018 
 

Kronzeuge

Das Missbrauchsopfer ist gewissermaßen ein Kronzeuge gegen den Papst. Das Opfer wurde von der Kirche bisher nicht gehört, Briefe nicht beatwortet, nur verleumdet, wie das so üblich ist. Die Schwere seelischer Leiden können wir kaum ergründen. Gott allein weiß es. Ein Treffen des Opfers mit dem Papst könnte ein Weg zur Heilung sein. Kann das ein Papst nicht wollen?


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 Hadrianus Antonius 19. September 2018 
 

Unvollständig und nicht korrekt (2)

3. Von wegen "...für den innerkirchlichen Gebrauch...": das Zeug wurde verteilt an alle Richter vom Berufungs- und Kassationsgerichts.
Innerkirchlich war die Haltung ggb. diese Estudios sehr unterschiedlich: scharf abgelehnt vom anständigen Erzbishof Aguer (deshalb auch kaltgestellt v. Jorge Bergoglio) und gegen jeglichen gesunden Menschenverstand in noch 2013 und 2014 (Grassi inzwischen eingesperrt) noch weiterverfolgt v.d. argentinischen Bischofskonferenz (Die Trophäe wurde noch Anfang 2014 stolz nach Rom gebrcht von einer Delegation)
Fantastische Idioten :-)
4. Grassi sitzt plötzlich seit Anfang 2013 (alleBerufungsverfahren abgesclossen);
2015 erneut verurteilt zu 15 Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung und finanzieller Veruntreuungen auf großer Skala.
Letzteres Verfahren wurde 2017 abgeschlossen und alles bestätigt.
Bergoglio's Aktivitäten stehen in kompletter Kontradiktion zu seinen ausposaunten Aussagen in 2010/2013.
Lügen von A bis Z


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 girsberg74 19. September 2018 
 

Also doch!

Wer schreibt für Franziskus' mal dessen Biografie?


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 Hadrianus Antonius 19. September 2018 
 

Unvollständig und nicht korrekt (1)

Dieser Artikel ist unvollständig, teils unrichtig und verwirrt.
1. Der Fall Grassi (Vorwürfe von pädophilen Übergriffen in vielen Fällen und finaziellen Unterschlagungen) wurde vom Anfang an und nach den dafür vorgesehenen kirchenjuristischen Regeln vom kleinen Suffraganbistum Moròn weitergeleitet zum nächsthöheren Erzbistum mit eigenem Kirchengericht (hier: Buenos Aires mit EB Jorge Bergoglio).
Von irgendwelchen Aktivitäten dort für die Opfer ist nichts bekannt.
Ausführlich und sehr gediegen berichten andere katholische Informationsmedien.
2. Diese Estudios sind keine "forensische Studie", sondern geben nur die schon bekannte Protokolle mit den Kläger- und Zeugenaussagen wieder, mit persönlichem Kommentar v. Sancinetti:
teils parteiisch, teils sehr parteiisch und immer zum Vorteil für Grassi.
Insoweit eine Parteinahme v. Bergoglio für einen schon in 1. Instanz verurteilten Pädophilen.


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 Rolando 19. September 2018 
 

Versteh ich es richtig?

Dem Mißbrauchsopfer gefällt es nicht, das Details seines Falles an die Öffentlichkeit getragen wurden. Das die Kirche sich nicht um ihn gekümmert hat, (was sie unbedingt hätte tun sollen), ist eine andere Sache.


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 doda 19. September 2018 

Fahrlässigkeit in der Erfüllung der eigenen Pflichten

"Ich würde wollen, dass die Kirche dazu etwas sagt, auch wenn ich es nicht erwarte. Niemand hat sich bis jetzt bei mir gemeldet. Niemanden hat es gekümmert."
(...)
*Er habe sich klar als Missbrauchsopfer deklariert und dem Papst klar gemacht, dass gerichtlich geschützte Details seines Missbrauchsfalls von der kirchlichen Studie an die Öffentlichkeit getragen wurde und er dadurch persönlich verleumdet wurde. "Ich habe gelitten und leide noch immer!"
Wenn ich das zusammen lese komme ich zu dem Schluss:
Verantwortliche, auch Bischof Bergoglio und dieser später als Papst Franziskus, haben sich fahrlässig nicht um Grassi's Leiden gekümmert und später ebenso fahrlässig seinen Ruf geschädigt!?


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