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US-Kardinal O'Malley: Thema Missbrauch muss Priorität haben

11. September 2018 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
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Päpstlicher Missbrauchsbeauftragter: Die Antwort auf die Missbrauchskrise ist maßgeblich für die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche - Versagen würde sich sonst auf alle Bereiche kirchlicher Tätigkeiten auswirken


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die Antwort auf die Missbrauchskrise ist aus Sicht von US-Kardinal Sean Patrick O'Malley (Foto) maßgeblich für die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche. Sollte sich die Kirche unfähig zeigen, auf die aktuelle Situation umfassend zu reagieren, hätte dies Auswirkungen auf alle kirchlichen Tätigkeiten in den Bereichen Verkündigung, Wohlfahrt und Bildung, sagte O'Malley, Leiter der päpstlichen Kinderschutzkommission und Mitglied des engsten Beraterkreises um Papst Franziskus, dem Nachrichtenportal "Vatican News" (Montag). Das Thema Missbrauch müsse "Priorität" haben, betonte der Kardinal, der sich zum Abschluss einer dreitägigen Vollversammlung der Kinderschutzkommission äußerte.

Von entscheidender Bedeutung sei, dass die Leitungsspitzen der Kirche die Stimme der Opfer hörten, betonte O'Malley. Nur so könnten sie begreifen, wie wichtig eine schnelle und angemessene Reaktion auf jeden Fall von Missbrauch sei. Der Kardinal verwies auf eine jüngste Schulung von mehr als 200 Bischöfen in Rom in den vergangenen Tagen. Dabei habe sich in einer Videobotschaft auch Marie Collins an sie gewandt, eine irische Kinderschutzaktivistin, die als Kind selbst missbraucht wurde.

O'Malley sagte, allein seit April hätten Mitglieder der Kinderschutzkommission auf rund 100 Konferenzen vor kirchlichen Leitungsverantwortlichen für Kinderschutz-Programme geworben. Ferner wolle man Bischofskonferenzen Instrumente bereitstellen, um deren Umsetzung von Missbrauchs-Richtlinien zu evaluieren und zu kontrollieren. Maßnahmen gegen sexuellen Missbrauch sollten Thema der turnusmäßigen Rechenschaftsberichte der Diözesenleiter in Rom sein, forderte der Erzbischof von Boston.

Die Kommissionsmitglieder leisten "unermüdlich" Aufklärungsarbeit auf der ganzen Welt, gerade auch in Regionen, wo es bisher keine Auseinandersetzung mit dem Thema Missbrauch gab. Die Kommission versuche Ausbildungsprogramme zu realisieren, "damit unsere Bischöfe, Priester und Ordensleute sich des Ernstes des Problems bewusst werden und die Mittel an der Hand haben, darauf so zu antworten, dass sie dem Schutz Minderjähriger und der pastoralen Sorge um die Opfer absolute Priorität einräumen", sagte O'Malley.

Kardinal O'Malley äußerte sich zum Abschluss der jüngsten Vollversammlung der päpstlichen Kinderschutzkommission von Freitag bis Sonntag in Rom. Im Mittelpunkt der Tagung stand die aktuelle Krise der katholischen Kirche in Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch und Vertuschung. Die internationale Expertenkommission warb dafür, die Öffentlichkeit stärker für Prävention zu mobilisieren. Die Antwort der Kirche auf die Skandale müsse vom Hören auf die Opfer ausgehen.
Die päpstliche Kinderschutzkommission wurde im März 2014 gegründet. Als deutsches Mitglied gehört ihr der Jesuit Hans Zollner an, der als Theologe und Psychologe an der päpstlichen Universität zugleich ein Kinderschutzzentrum leitet.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Herr Lehmann 11. September 2018 

Vertrauen zutiefst erschüttert

Gestern war ich bei der Einschulung einer Verwandten in Bayern in einem kleinen Dorf. Teil der Feierlichkeit war auch die Segnung der Kinder, die ökumenisch entweder durch den katholischen Pfarrer oder die evangelische Pastorin durch Handauflegung vollzogen wurde. Beim späteren Kaffeekranz wurde klar, dass die meisten Eltern, obwohl katholisch, froh waren, dass der Segen bei ihrem Kind durch die Pastorin durchgeführt wurde. Es zeigt sich, dass das Misstrauen gegenüber Priestern inzwischen so groß ist, dass selbst die Priesterweihe (die die Pastorin nach katholischer Lehre nicht besitzt) den Eltern weniger wert ist als die Tatsache, dass ihr Kind "nur" von einer verheirateten Frau berührt wird. Wenn das Misstrauen bereits auf dem Land so ist, wie dann erst in den urbanen Regionen oder den weniger gläubigen Regionen Deutschlands?


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 J.g.Ratkaj 11. September 2018 
 

griasdigott

Ich danke Ihnen für den Hinweis auf das Institut "Priesterseminar".
Es wird keine effelktive Prophylaxe wider Mißbrauch möglich sein solange weiterhin an diesen überkommenen Einrichtungen festgehalten wird.


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 Alpinyeti 11. September 2018 

Die Berge kreißten,

ein Mäuslein ward geboren.
Isses nicht süß?


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 girsberg74 11. September 2018 
 

So wird das anderswo verhandelt

deref-1und1.de/mail/client/GF39NGNbWeI/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fblog.aufbruch.ch%2Fe1t%2Fc%2F*W841-fV8Stmc_W8bygwf24RZQN0%2F*N9cf


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 Diadochus 11. September 2018 
 

Armutszeugnis

Das Ergebnis der dreitägigen Vollversammlung der Kinderschutzkommission ist ein Armutszeugnis. Das ist nicht die Antwort, auf welche die Missbrauchsopfer warten. Leider wieder ein Schuss in den Ofen, höflich formuliert.


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 Stefan Fleischer 11. September 2018 

Sollte sich die Kirche unfähig zeigen, auf die aktuelle Situation umfassend zu reagieren,

Auf den Missbrauchsskandal wird wenigstens irgendwie reagiert. Beim Homoskandal herrscht immer noch das grosse Schweigen. Nun könnte man sagen, die Kinderschutzkommission wäre hier nicht zuständig. Aber meines Erachtens sollten einerseits auch die jungen Männer in den Seminaren besser geschützt werden. Und andererseits - und dies ist nun meine ganz persönliche Meinung - wäre ein energisches Eingreifen dort sicher nicht das Allerheilmittel aber ein wichtiger Akt der Prävention, und sei es nur als Warnschuss vor den Bug.


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 griasdigott 11. September 2018 

Priorität

Richtig, das Thema Missbrauch muss jetzt absolute Priorität haben. So kann und darf es nicht weitergehen!

Danke @Stephan Fleischer: grundsätzlich sollte man bei der Erziehung beachten, Kindern beizubringen, nie zu zweien, besser mindestens zu dritt. Uns wurde ja immer absoluter Respekt und Vertrauen zu allen Erwachsenen beigebracht.

Mir ist am Sonntag aufgefallen, dass das wichtigste Thema die Migranten zu sein scheinen. Die Fürbitten konnte ich einfach nicht mitbeten. Wir sollen uns auch bitteschön über die neue Vielfalt freuen. Jedenfalls ein Thema das die Menschen angesichts von Vergewaltigungen und Messerstechereien aufwühlt, wohl auch gut um von einem anderen Thema (Missbrauch )abzulenken.

Man sollte auch nachdenken über die Priesterseminare. Soo lange gibt es diese ja nun auch noch nicht. Da waren nach meinen Recherchen auch gleich die Jesuiten dabei. Die Jesuiten waren ja auch eine Zeit verboten. Man muss vieles überdenken und ändern!


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