Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  5. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  6. „Das Ende von Maria 2.0“
  7. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  8. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  9. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  12. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg

Wahrheit und Liebe

10. September 2018 in Kommentar, 42 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Der jetzige Papst hat mit den offenkundigen Mißbrauchsfällen im Klerus nicht nur ein Problem in der Kirche, er scheint selbst ein Teil dieses Problems zu sein." Gastkommentar des Theologen Hubert Windisch


Regensburg (kath.net)
Der jetzige Papst hat mit den offenkundigen Mißbrauchsfällen im Klerus nicht nur ein Problem in der Kirche, er scheint selbst ein Teil dieses Problems zu sein. Wer sich dieser Tatsache nicht stellen will, sei es als Kardinal, als Bischof oder als Theologe, vergrößert das Problem und mindert zunehmend die Glaubwürdigkeit der Kirche. Das zu sagen, hat nichts mit unberechtigter Kritik am Papst zu tun, sondern ist Ausdruck der Verpflichtung zur Wahrheit und zur Liebe zur Kirche. Es erstaunt, daß diejenigen, die vor noch nicht allzu langer Zeit ob ihrer ständigen, oft unberechtigten Papstkritik geadelt wurden, jetzt diejenigen lautstark tadeln, die auf der Basis der Unterscheidung zwischen Amt und Person eine berechtigte Papstkritik üben.

Man diskreditiert dabei die Reaktionen auf die schrecklichen Vorfälle in der katholischen Kirche weltweit und den damit verbundenen Vertrauensverlust in das Priesteramt, indem man die Fakten kleinredet, die Hintergründe verschleiert und die verunsicherten Gläubigen beschwichtigt. So aber kann leicht eine Verdrehung der Ursachen entstehen. Der Merkel-Apparat macht es im Augenblick im Umgang mit den Chemnitzer Ereignissen auf bedrückende Weise vor. Opfer können sogar zu Tätern stilisiert werden, etwa dann, wenn der ehemalige Kardinal Danneels von Brüssel dem von seinem Onkel, dem ehemaligen Bischof Vangheluwe von Brügge, mißbrauchten Neffen rät, sich bei seinem bischöflichen Onkel zu entschuldigen.


Vor dem Hintergrund der immer neu zu Tage tretenden Mißbrauchsfälle im Klerus kann auch nicht mehr verschwiegen werden, daß diesbezüglich ein problematischer Zusammenhang zwischen Priesteramt und Homosexualität besteht. Ein Anteil von 80- 90% der Fälle, in denen heranwachsende Jungen oder junge Männer durch Männer (Priester) sexuell mißbraucht wurden, lügt nicht. Die „Instruktion über Kriterien zur Berufsklärung von Personen mit homosexuellen Tendenzen im Hinblick auf ihre Zulassung für das Priesteramt und zu den heiligen Weihen“ der Kongregation für das
Katholische Bildungswesen vom 4. November 2005 ist endlich ernst zu nehmen und in den Priesterseminarien umzusetzen.

Homosexuelle Männer können Enthaltsamkeit versprechen, aber nicht das Zölibat, d. h. die Ehelosigkeit, außer man wollte behaupten, eine sog. „Homo-Ehe“ sei damit auch gemeint. Selbst ein Vir Probatus könnte nach katholischer Lehre nur in einer heterosexuellen Ehe leben. Damit ist zweierlei mitgesagt: Zum einen sollen diejenigen homosexuell empfindenden Männer, die schon zu Priestern geweiht sind, keusch ihren priesterlichen Dienst verrichten – zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen. Zum anderen sollen künftig homosexuell empfindende Männer in der Kirche auf andere Weise als im sakramentalen Priesteramt ihren kirchlichen Weg im Angesichte Gottes suchen und auch finden.

Zum Abschluß zwei biblisch fundierte Anregungen: 1. „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27). Und 2. Die „portae inferi“ sind auch in der Kirche präsent – das zeigt der kirchliche Augenblick sehr deutlich – „et non praevalebunt adversus eam“ (vgl. Mt 16,18).

Hubert Windisch ist emeritierter Professor für Pastoraltheologe der Universität Freiburg.

Symbolbild: Vatikan


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz