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Ein britisches Model, Einsamkeit und Epheser 5

5. September 2018 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Die Jugendkolumne von kath.net - Diese Woche ein Beitrag von Alexandra Hartlieb


Salzburg (kath.net)
Instagram, das ist schon eine Welt für sich. Vom österreichischen Gymnasiasten über den Manager aus Hongkong bis zum Supermodel, das die ganze Welt bereist, alles ist dabei. Aus jeder sozialen Schicht, von jedem Kontinent gibt es unzählige User, die eifrig Fotos hochladen, kommentieren, manchmal auch (oder vermutlich sogar sehr oft) stalken. Instagram ist ein Medium, wo die unterschiedlichsten Menschen aktiv sind, sagen, was sie denken, kritisieren, loben usw. Im Juni 2018 waren über eine Milliarde Nutzer aktiv und auch ich gehöre zu der Gruppe, die gerne Fotos postet, sich Ideen für Einrichtung und Kleidung holt und das Eine oder Andere über das eigene Leben erzählt. Ich habe durch diese Plattform tolle Menschen kennengelernt, auch leidenschaftliche Christen, interessante Querdenker, Leute, die mein Interesse geweckt haben und deren Fotos und Stories ich mir gerne ansehe.

Schon vor einiger Zeit wurde ich auf Curvy Models aufmerksam, also Models, die nicht dem gängigen superschlanken Schönheitsideal entsprechen. U.a. kam mir auch ein britisches Model unter, das oftmals schrieb, dass alle Frauen schön sind, egal ob groß oder klein, dick oder dünn, schwarz oder weiß. Und gleichzeitig las ich Zeilen von ihr, die mich sprachlos machten, wie beispielsweise „Men are trash“ (Männer sind Müll). Immer wieder äußerte sie sich darüber, dass Männer ihrer Meinung nach weniger wert sind als Frauen, dass Männer im Allgemeinen schlecht sind und dass sie mit Leib und Seele Feministin ist (ich glaube nicht, dass Feminismus an sich etwas schlechtes ist, aber ich glaube sehr wohl, dass dieser Begriff heutzutage in den meisten Fällen für falsche Zwecke missbraucht wird. In vielen Teilen der Welt ist ein gesunder Feminismus absolut von Nöten). Gleichzeitig beklagte sie sich immer wieder darüber, dass sie einsam sei und keinen Freund habe.


Vorletzte Woche saß ich dann am Samstag im Vorabendgottesdienst und hörte die Lesung aus dem fünften Kapitel des Epheserbriefs: „Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus. Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn (Christus) … Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen.“ Mir ging durch den Kopf, wie schön diese Ordnung ist und ich musste unweigerlich auch an meinen Freund denken, daran, wie leicht es mir fällt, mich unterzuordnen, wenn ich merke, wie viel Liebe er mir entgegen bringt und wie viel Mühe er investiert, damit, ich, damit wir glücklich sind und Frieden haben. Ich komme aus einer sehr herzlichen Familie und habe Eltern, die sich innig lieben. An ihnen sah ich von klein auf, dass dieses Prinzip von Unterordnung und Liebe funktionieren kann, denn sie haben intuitiv immer danach gelebt und stets eine harmonische Beziehung geführt.

In der amerikanischen Ärzteserie „Grey's Anatomy“ sagt einmal ein älterer Arzt zu einer jungen Chirurgin: „Frauen Ihrer Generation sind uncharmant, sie sind ein Affront gegen die Natur.“ Dieser Satz ist mir sofort hängen geblieben und ich musste sehr oft an ihn denken. Wann immer ich über ihn sinniere, denke ich automatisch an die vielen jungen Frauen, die ich im Alltag an Bushaltestellen, in Supermärkten oder wo auch immer, mit ihren Freunden sehe. Manchmal sehe ich in solchen Situationen, wie sie sich herrisch und lieblos benehmen, wie sie ihre Freunde in aller Öffentlichkeit erniedrigen. Natürlich haben manche Frauen einen dominanten Charakter und manche Männer sind eher zurückhaltend und das ist auch gut so, es wäre ja langweilig, wenn wir alle gleich wären. Aber ich kann als Frau eine dominante Ader haben und trotzdem lernen, mich unterzuordnen, nicht auf eine Weise, die niederdrückend ist, sondern auf eine Weise, in der man sich auf Augenhöhe begegnet.

Wenn ein Mann eine Frau so liebt, wie Christus die Kirche geliebt hat, dann wird er immer nach dem Besten für sie streben und dann, so denke ich, wird es ihr nicht schwer fallen, sich unterzuordnen.

Ich glaube nicht, dass die meisten Männer sich nach einer total unterwürfigen Frau sehnen, die sich nie traut, ihre Meinung zu sagen oder gar keine eigene Meinung hat. Ich glaube aber auch nicht, dass Männer sich nach Frauen sehnen, die herrisch sind und über keinerlei Charme verfügen. Und ich glaube schließlich, dass dieses britische Model auf Instagram nicht so einsam wäre, wenn sie sich ein wenig mit Eph 5 beschäftigen würde.


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Lesermeinungen

 Diadochus 5. September 2018 
 

Ordnung

Alles, was von der Ordnung Gottes entfernt ist, ist problembehaftet. Von der Eph 5 hat das Supermodel vielleicht noch nie etwas gehört. Sie würde dann vielleicht anders über Männer denken, anders über sich selbst denken. Trotz dem Erfolg als Model scheint sie keinen Frieden im Herzen zu haben. Ohne Gebet wird sie diesen nie finden. Würde sie ihn finden, dann hätte sie auch "Charme". Nicht nur Ärzte stehen auf charmante Frauen. Das mit der Einsamkeit hätte sich dann erledigt. Wir sehen auch: Die Bibel ist kein Märchenbuch. Sie ist so was von lebendig. Da steht so viel Schönes drin, was unser Leben bereichert.


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 gebsy 5. September 2018 

Phil 2,3

ist an die Gemeinde gerichtet, darf aber auch in der Ehe gelebt werden ...


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 Stefan Fleischer 5. September 2018 

Unterordnung

Mir persönlich gefällt an dieser Schriftstelle der erste Satz: „Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus." Für mich steht hier eigentlich alles, was gesagt werden muss. Für mich heisst das für unsere heutige Zeit und Welt: "Jeder ordne sich dem andern unter, und beide/alle gemeinsam dem Willen Gottes, des Herrn." Am schönsten in meinen 48 Ehejahren war es immer dann, wenn wir in gegenseitiger Unterordnung (ich finde gerade keinen besseren Begriff) gemeinsam immer wieder den Konsens fanden. Dass dazu eine gemeinsame Gottesbeziehung sehr wichtig ist, das muss hier wohl nicht besonders betont werden.


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