Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  10. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  11. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  12. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf

Ex-Wirtschaftsprüfer bietet dem Vatikan seine Rückkehr an

3. September 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wirtschaftsprüfer Milone hatte seinerzeit gesagt: Chef der Vatikangendarmerie habe ihn eingeschüchtert und zur Unterschrift eines vorbereiteten Rücktrittsgesuchs gedrängt - Das vom Vatikan gegen ihn eingeleitete Verfahren sei inzwischen eingestellt


Rom, 2.9.2018 (KAP) Der ehemalige oberste Wirtschaftsprüfer im Vatikan, Libero Milone (70), hat Papst Franziskus seine Rückkehr angeboten. Seine Unschuld sei inzwischen erwiesen und er lasse ungern angefangene Sachen unbeendet, sagte Milone dem "Corriere della Sera" (Sonntag). Die Entscheidung liege nicht bei ihm, aber er glaube, eine "eventuelle Rückkehr könnte nicht nur helfen, Kontinuität hinsichtlich der begonnenen Arbeit zu schaffen, sondern vor allem auch eine neue Einrichtung stärken, die es nötig hat, zur normalen Ordnung geführt zu werden", so Milone.
Der Papst hatte am 20. Juni 2017 das Rücktrittsgesuch des Finanzexperten angenommen. Die Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl ende "in gegenseitigem Einvernehmen", hieß es damals in der Vatikanmitteilung. Dagegen sagte Milone mehreren Medien, er sei vom Vatikan zum Rücktritt gezwungen worden. Der Chef der Vatikangendarmerie habe ihn eingeschüchtert und zur Unterschrift eines vorbereiteten Rücktrittsgesuchs gedrängt, so Milone. Gegen ihn geäußerte Vorwürfe schwerer Vergehen wies er zurück.


Milone, von 1975 bis 2007 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte tätig, war im Juni 2015 von Papst Franziskus im Zuge einer Neuorganisation des vatikanischen Wirtschafts- und Finanzsektors zum Generalrevisor berufen worden. Er hatte damit die Bilanzen der vatikanischen Kurie, der mit dem Heiligen Stuhl verbundenen Einrichtungen und des Vatikanstaats zu kontrollieren. Zuvor erledigte dies die Wirtschaftspräfektur des Heiligen Stuhls selbst. Kurz nach seinem Amtsantritt war Milone in die Schlagzeilen geraten, weil er im Vatikan Anzeige wegen eines illegalen Zugriffs auf seinen Computer erstattete. Die vatikanische Gendarmerie nahm damals Ermittlungen auf.

Im Mai sei das vom Vatikan gegen ihn eingeleitete Verfahren eingestellt worden, berichtet Milone nun dem "Corriere". Seine Unschuld bezüglich der Vorwürfe, gefälschte Rechnungen bezahlt zu haben sowie Spionage gegenüber hohen Vatikan-Prälaten betrieben zu haben, sei "klar erwiesen", so der Finanzexperte.

Er wisse nicht, ob im Vatikan jemand etwas gegen ihn gehabt habe, so Milone weiter. Die Arbeit eines Wirtschaftsprüfers könne mitunter Verstimmung hervorrufen. "Ich glaube vor allem, dass die Rolle des obersten Wirtschaftsprüfers nicht gut verstanden wurde", so Milone. Aufgabe sei, über die Abwicklung der öffentlichen Verwaltungen zu wachen. Im Vatikan sei dieses Vorgehen erst 2015 auf Wunsch Papst Franziskus' eingeführt worden.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz