Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Ex-Wirtschaftsprüfer bietet dem Vatikan seine Rückkehr an

3. September 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wirtschaftsprüfer Milone hatte seinerzeit gesagt: Chef der Vatikangendarmerie habe ihn eingeschüchtert und zur Unterschrift eines vorbereiteten Rücktrittsgesuchs gedrängt - Das vom Vatikan gegen ihn eingeleitete Verfahren sei inzwischen eingestellt


Rom, 2.9.2018 (KAP) Der ehemalige oberste Wirtschaftsprüfer im Vatikan, Libero Milone (70), hat Papst Franziskus seine Rückkehr angeboten. Seine Unschuld sei inzwischen erwiesen und er lasse ungern angefangene Sachen unbeendet, sagte Milone dem "Corriere della Sera" (Sonntag). Die Entscheidung liege nicht bei ihm, aber er glaube, eine "eventuelle Rückkehr könnte nicht nur helfen, Kontinuität hinsichtlich der begonnenen Arbeit zu schaffen, sondern vor allem auch eine neue Einrichtung stärken, die es nötig hat, zur normalen Ordnung geführt zu werden", so Milone.
Der Papst hatte am 20. Juni 2017 das Rücktrittsgesuch des Finanzexperten angenommen. Die Zusammenarbeit mit dem Heiligen Stuhl ende "in gegenseitigem Einvernehmen", hieß es damals in der Vatikanmitteilung. Dagegen sagte Milone mehreren Medien, er sei vom Vatikan zum Rücktritt gezwungen worden. Der Chef der Vatikangendarmerie habe ihn eingeschüchtert und zur Unterschrift eines vorbereiteten Rücktrittsgesuchs gedrängt, so Milone. Gegen ihn geäußerte Vorwürfe schwerer Vergehen wies er zurück.


Milone, von 1975 bis 2007 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte tätig, war im Juni 2015 von Papst Franziskus im Zuge einer Neuorganisation des vatikanischen Wirtschafts- und Finanzsektors zum Generalrevisor berufen worden. Er hatte damit die Bilanzen der vatikanischen Kurie, der mit dem Heiligen Stuhl verbundenen Einrichtungen und des Vatikanstaats zu kontrollieren. Zuvor erledigte dies die Wirtschaftspräfektur des Heiligen Stuhls selbst. Kurz nach seinem Amtsantritt war Milone in die Schlagzeilen geraten, weil er im Vatikan Anzeige wegen eines illegalen Zugriffs auf seinen Computer erstattete. Die vatikanische Gendarmerie nahm damals Ermittlungen auf.

Im Mai sei das vom Vatikan gegen ihn eingeleitete Verfahren eingestellt worden, berichtet Milone nun dem "Corriere". Seine Unschuld bezüglich der Vorwürfe, gefälschte Rechnungen bezahlt zu haben sowie Spionage gegenüber hohen Vatikan-Prälaten betrieben zu haben, sei "klar erwiesen", so der Finanzexperte.

Er wisse nicht, ob im Vatikan jemand etwas gegen ihn gehabt habe, so Milone weiter. Die Arbeit eines Wirtschaftsprüfers könne mitunter Verstimmung hervorrufen. "Ich glaube vor allem, dass die Rolle des obersten Wirtschaftsprüfers nicht gut verstanden wurde", so Milone. Aufgabe sei, über die Abwicklung der öffentlichen Verwaltungen zu wachen. Im Vatikan sei dieses Vorgehen erst 2015 auf Wunsch Papst Franziskus' eingeführt worden.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  4. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  5. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  6. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  7. „Du trägst Gottes Bild“
  8. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus
  9. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  10. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  15. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz