Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet

Neue Aufregung rund um Ex-Kardinal McCarrick

31. August 2018 in Chronik, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzdiözese Washington gerät immer mehr in Kritik, weil dem inzwischen abgehalfterten Kardinal auch während Untersuchungen von Kindesmissbrauchsfällen noch immer Seminaristen zur Verfügung gestellt wurden.


Washington D.C. (kath.net)
Neue Aufregung rund um Kardinal Theodore McCarrick in den USA. Die Erzdiözese Washington musste jetzt zugeben, dass dieser auch während der Untersuchungen von Vorwürfen von Kindesmissbrauchsfällen weiterhin Seminaristen zur Verfügung gestellt wurden, dem Kardinal bei der "Arbeit" zu helfen. Dafür ließ das Erzbistum sogar Geld springen. Dies berichtet CNA: Der US-Kardinal, der derzeit in der US-Hauptstadt offensichtlich versteckt wird, wurde am Donnerstag in einem Haus in Washington D.C. von Journalisten lokalisiert.

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass der Kardinal bereits 2011 in das Priesterseminar vom Institut des Ewigen Wortes (IVE) übersiedelte. Dort hatte er ein eigenes Haus am Campus. Der religiöse Orden stellte dem Kardinal auch einen Priester zur Verfügung, der bei ihm im Haus lebte. Ehemalige Seminaristen, die mit dem Kardinal zu tun hatten, berichten jetzt gegenüber CNA, dass dieser außergewöhnliche Wünsche an sein Personal hatte. So aß er kaum mit seinen Seminaristen und bekam immer ein "VIP-Menue" in sein Refektorium zugestellt, d. h. er aß nicht, was den anderen Priestern und den Seminaristen aufgetischt wurde. Einige Ordensmitglieder waren mit dem Arrangement mit dem Kardinal nicht besonders glücklich, doch der liberale Kardinal galt laut CNA als „Schutzpatron“ für den Orden, der eher traditionell ausgerichtet ist.


So weihte der Kardinal die Priester des Ordens in Washington DC und schützte den Orden gegen Kritik aus Südamerika. Von dort gab es Kritik am Orden unter anderem von einem gewissen Erzbischof Jorge Bergoglio. Der Orden wurde 1984 in Argentinien von einem P. Carlos Miguel Buela gegründet. 2010 trat Buela nach Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs zurück. 2016 wurde im Vatikan bestätigt, dass der Ordensgründer sexuellen Kontakt mit Seminaristen der Gemeinschaft hatte. Dem Priester wurde ein Kontaktverbot mit den Priestern des Ordens aufgelegt. Außerdem darf er nicht mehr öffentlich auftreten.

Schönfärberei auf der Homepage des Erzbistum Washington D.C.: Man hat zwar in der Vita des emeritierten Erzbischofs den Kardinalstitel völlig entfernt, im Text findet sich aber (sogar noch am 31.8.2018) keinerlei Hinweis darauf, dass McCarrick auf öffentlichen und innerkirchlichen Druck sein Kardinalat niederlegen musste: Former Archbishops – Archbishop Theodore McCarrick. Ein Leser ohne Vorkenntnisse kann also nicht auf den Vorgang und auf die massiven Vorwürfe gegen McCarrick aufmerksam werden, denn McCarrick wird in Wort und Bild einfach nicht mehr als Kardinal vorgestellt. Auch setzte das Erzbistum keinen Link auf das eigene Statement vom 20.6.2018 zum Rücktritt des Kardinals, obwohl sich dies hier dringend empfohlen hätte: Statement from the Archdiocese of Washington regarding Cardinal Theodore McCarrick, Retired Archbishop of Washington.

Theodore McCarrick, em. Erzbischof/Washington, hat sein Kardinalat wegen Vorwürfen, Seminaristen und einen Jungen missbraucht zu haben, niedergelegt


Archivfoto McCarrick © Erzbistum Washington


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz