Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Kirche im Verfall
  9. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  10. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. THESE: Warum die UNO weg muss!
  15. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar

New York Times-Kommentar: Papst Franziskus muss zurücktreten

29. August 2018 in Weltkirche, 40 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Missbrauchsskandale haben die katholische Kirche in einen Bürgerkrieg gestürzt. Die Heuchelei, einerseits homosexuelle Akte zu verurteilen und andererseits aktiv schwule Kleriker zu tolerieren, muss beendet werden, schreibt Matthew Schmitz.


New York City (kath.net/jg)
„Papst Franziskus muss zurücktreten. Diese Schlussfolgerung ist unvermeidlich, wenn die in dem Brief von Erzbischof Carlo Maria Viganò enthaltenen Vorwürfe wahr sind.“ Das schreibt Matthew Schmitz, leitender Redakteur des Magazins in einem Gastkommentar für die New York Times. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Die Missbrauchsskandale hätten die Kirche in einen „Bürgerkrieg“ gestürzt, fährt Schmitz fort. Die eine Seite sei der Ansicht, Missbrauch könne nur durch strengere Beachtung der kirchlichen Lehre verhindert werden. Schmitz bezeichnet sie als „Traditionalisten“. Die andere Seite, die „Liberalen“ wie Schmitz sie nennt, verlange, dass die Kirche homosexuelle Handlungen nicht mehr verurteilen und homosexuelle Priester öffentlich akzeptieren solle.


Beide Seiten würden darin übereinstimmen, dass eine „Kultur der Lüge“ den Tätern Raum für ihr Fehlverhalten gegeben habe. Und beide würden diese Kultur auf die in der Kirche geübte heuchlerische Praxis zurückführen, homosexuelle Handlungen offiziell zu verurteilen, diese aber gleichzeitig bei Klerikern zu tolerieren, schreibt Schmitz.

Er zitiert James Alison, einen homosexuellen Priester, der behauptet, dass ein viel größerer Teil des Klerus, insbesondere des höheren Klerus, homosexuell sei, als bisher angenommen. Viele dieser schwulen Kleriker seien sexuell aktiv. Er beschreibt deren Situation mit den Worten: „Mach was du willst, so lange du es nicht öffentlich machst oder die Lehre kritisierst.“

Die zweite Regel für homosexuelle Priester sei, das Recht nicht zu verletzen – oder sich dabei zumindest nicht erwischen zu lassen. Diese Unterscheidung sei bereits ein Schutz für Missbrauchstäter. Kardinal McCarrick wurde als jemand gesehen, der „nur“ Seminaristen nachstellt. Erst als er glaubwürdig des Kindesmissbrauchs beschuldigt wurde, musste er sich zurückziehen.

Zunächst müssten die Missbrauchsskandale aufgeklärt werden und die Verantwortlichen für die Vergehen und ihre Vertuschung auf allen Ebenen zurücktreten. Aber selbst wenn das geschehen sei, werde die Heuchelei weiter gehen, befürchtet Schmitz.

Nach katholischer Lehre sei jede unkeusche Handlung eine schwere Sünde. Wenn die Kirche diese Lehre wirklich für wahr halte, müsse sie endlich leben, was sie verkünde. Dies würde zum Beispiel bedeuten, den Erlass von Benedikt XVI. aus dem Jahr 2005 umzusetzen, der die Weihe von Männern mit tief sitzenden homosexuellen Tendenzen untersagt. Die Kirche müsse darüber hinaus Kleriker aus ihrem Dienst entfernen, die ein Doppelleben führen. Wenn die Kirche nicht glaube, was sie verkünde, solle sie ihre Lehre ändern und für Jahrhunderte sinnloser Qualen um Entschuldigung bitten. Jeder, der auf ein Ende der Missbräuche in der Kirche hoffe, solle beten, dass der Bürgerkrieg in der Kirche nicht in einer Pattsituation erstarre, schreibt Schmitz abschließend.


Link zum Artikel von Matthew Schmitz in der New York Times (englsich):

A Catholic Civil War?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  2. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  3. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  4. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  5. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  6. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  7. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  8. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  9. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  10. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  8. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  9. Kirche im Verfall
  10. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  11. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz