Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

Kardinal Scola: Ich war kein Papstkandidat

24. August 2018 in Chronik, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Früherer Mailänder Erzbischof spricht in Autobiografie von "Fake News" - Reservierter Eindruck von Bergoglio beim Konklave 2013, überraschende Jugendlichkeit und Ironie des nunmehrigen Papstes


Mailand (kath.net/KAP) Kardinal Angelo Scola (76) hat bestritten, im Konklave 2013 ein möglicher Papstkandidat gewesen zu sein. Dies sei eine "Fake News", so der frühere Mailänder Erzbischof und Patriarch von Venedig in einer Autobiografie, die am Donnerstag erscheint. Das Konklave habe ohne einen Kandidaten begonnen, so Scola im Gespräch mit dem Journalisten Luigi Geninazzi, dem Co-Autor des Buches, aus dem die Zeitung "Corriere della Sera" (Mittwoch) zitiert.

Bei seiner Abreise aus Mailand zum Konklave habe er damals seinen Mitarbeitern gesagt: "Der Rücktritt von Benedikt XVI. ist ein völlig neuer Vorgang in der Kirchengeschichte und kündigt einen neuen, ebenfalls bislang nicht da gewesenen Papst an. Seid beruhigt, das werde nicht ich sein." Er habe nie geglaubt, Papst zu werden, so Scola.


Ihm hätten Medienberichte nicht gefallen, denen zufolge er als Kandidat der Konservativen Kardinal Jorge Mario Bergoglio unterlegen sei; "der nostalgische Kandidat der bisherigen Päpste, der Mann der Vergangenheit", wie Scola schreibt. Das Buch "Ho scommesso sulla liberta" (Ich habe auf die Freiheit gesetzt) wird am Mittwochabend in Rimini vorgestellt.

Bergoglio habe er schon früher kennengelernt, so Scola. Bei Synoden etwa seien ihm das Taktgefühl in den Beiträgen, die Ernsthaftigkeit und Reumütigkeit seiner Haltung aufgefallen. In den Pausen habe der damalige Erzbischof von Buenos Aires meist still auf seinem Platz gesessen und Unterlagen studiert. Insgesamt habe er sehr reserviert gewirkt. Umso mehr, schreibt Scola, habe ihn der offene, jugendliche, teils ironische Charakter überrascht, den Franziskus als Papst entwickelt habe.

Scola, am 7. November 1941 in Malgrate bei Mailand geboren, war von 1991 bis 1995 Bischof von Grosseto, anschließend Rektor der Päpstlichen Lateranuniversität. Johannes Paul II. ernannte ihn 2002 zum Patriarchen von Venedig; Benedikt XVI. machte ihn 2011 zum Erzbischof von Mailand. Im Juli 2017 nahm Franziskus den von Scola mit 75 Jahren angebotenen Rücktritt aus Altersgründen an.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 25. August 2018 
 

@RupertVonDeutz Radio Eriwan

Radio Eriwan: "Im Prinzip ja..." :-)

Und natürlich gilt wie beim Fußballspiel:
"Nach der Konklave ist vor der Konklave" (ups: !"Fußballspiel"! ;-) )


1
 
 RupertvonDeutz 24. August 2018 
 

Zwischen den Zeilen

@Hadrianus Antonius
Es ist Vorkonklave?


4
 
 Hadrianus Antonius 24. August 2018 
 

Zweimal lesen!

SE Kard. Scola lebt noch; er ist 76 Jahre alt; Kard. Scola ist ein sehr seriöser Mann, erfahrener Bischof und Kardinal, bewährt in Venedig und Mailand (die wichtigste Bischofssitzen in Italien ausser Rom) und theologisch sehr beschlagen.
Darüber hinaus: vom Papst Benedikt XVI sehr geschätzt.
Bergoglio war bei früheren Synoden sehr still, reserviert und "reumütig" (?): dessen ängstliches Sichabsondern im domus Sta Marta und das Umgeben mit einer Camarilla (FoF) sind bekannt;
der "jugendliche, teils ironische Charakter" war übrigens nicht überraschend: denn der Charakter ändert sich nicht.
Die Wutanfälle und das biphasische Verhalten von B. war schon in Buenos Aires legendär.
@mhesemann: die Vorkonklave 2013 hat es tatsächlich in sich.
Götzendämmerung


7
 
 mhesemann 24. August 2018 
 

Nicht gemerkt?

Offenbar hat Kardinal Scola als Einziger nicht gemerkt, dass er als Papabile ins Konklave ging. Ich habe die ganze Zeit vor, während und nach dem Konklave in Rom verbracht und mit Dutzenden Journalistenkollegen gesprochen, bei denen es als sicher galt, dass Scola der neue Papst würde. Auch im Umfeld Benedikts XVI. galt seine Wahl als wahrscheinlich. Nach meinen Informationen war es eine Uneinigkeit der italienischen Kardinäle, die ihn dann im ersten Wahlgang "ausschaltete" und den Weg für den unerwarteten Kardinal Bergoglio freimachte, dessen Rede im Vorkonklave ebenso wie sein bescheidenes Auftreten beeindruckt hatten.


4
 
  24. August 2018 
 

Schade um EB Bergoglios Reserviertheit

Schade, dass Jorge Mario Bergoglio als Papst die Reserviertheit gänzlich abhanden gekommen zu sein scheint, die ihn als EB von Buenos Aires offenbar noch gekennzeichnet hat.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kardinäle

  1. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  2. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  3. Papst will mit Kardinälen über Kommunikation der Kirche sprechen
  4. Irakischer Patriarch Sako tritt zurück
  5. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  6. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  9. Papst Leo eröffnet das Konsistorium: „Einheit zieht an, Spaltung zerstreut“
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  13. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz