Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  4. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  5. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  8. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Kardinal Scola: Ich war kein Papstkandidat

24. August 2018 in Chronik, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Früherer Mailänder Erzbischof spricht in Autobiografie von "Fake News" - Reservierter Eindruck von Bergoglio beim Konklave 2013, überraschende Jugendlichkeit und Ironie des nunmehrigen Papstes


Mailand (kath.net/KAP) Kardinal Angelo Scola (76) hat bestritten, im Konklave 2013 ein möglicher Papstkandidat gewesen zu sein. Dies sei eine "Fake News", so der frühere Mailänder Erzbischof und Patriarch von Venedig in einer Autobiografie, die am Donnerstag erscheint. Das Konklave habe ohne einen Kandidaten begonnen, so Scola im Gespräch mit dem Journalisten Luigi Geninazzi, dem Co-Autor des Buches, aus dem die Zeitung "Corriere della Sera" (Mittwoch) zitiert.

Bei seiner Abreise aus Mailand zum Konklave habe er damals seinen Mitarbeitern gesagt: "Der Rücktritt von Benedikt XVI. ist ein völlig neuer Vorgang in der Kirchengeschichte und kündigt einen neuen, ebenfalls bislang nicht da gewesenen Papst an. Seid beruhigt, das werde nicht ich sein." Er habe nie geglaubt, Papst zu werden, so Scola.


Ihm hätten Medienberichte nicht gefallen, denen zufolge er als Kandidat der Konservativen Kardinal Jorge Mario Bergoglio unterlegen sei; "der nostalgische Kandidat der bisherigen Päpste, der Mann der Vergangenheit", wie Scola schreibt. Das Buch "Ho scommesso sulla liberta" (Ich habe auf die Freiheit gesetzt) wird am Mittwochabend in Rimini vorgestellt.

Bergoglio habe er schon früher kennengelernt, so Scola. Bei Synoden etwa seien ihm das Taktgefühl in den Beiträgen, die Ernsthaftigkeit und Reumütigkeit seiner Haltung aufgefallen. In den Pausen habe der damalige Erzbischof von Buenos Aires meist still auf seinem Platz gesessen und Unterlagen studiert. Insgesamt habe er sehr reserviert gewirkt. Umso mehr, schreibt Scola, habe ihn der offene, jugendliche, teils ironische Charakter überrascht, den Franziskus als Papst entwickelt habe.

Scola, am 7. November 1941 in Malgrate bei Mailand geboren, war von 1991 bis 1995 Bischof von Grosseto, anschließend Rektor der Päpstlichen Lateranuniversität. Johannes Paul II. ernannte ihn 2002 zum Patriarchen von Venedig; Benedikt XVI. machte ihn 2011 zum Erzbischof von Mailand. Im Juli 2017 nahm Franziskus den von Scola mit 75 Jahren angebotenen Rücktritt aus Altersgründen an.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kardinäle

  1. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  2. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  3. Papst will mit Kardinälen über Kommunikation der Kirche sprechen
  4. Irakischer Patriarch Sako tritt zurück
  5. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  6. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  9. Papst Leo eröffnet das Konsistorium: „Einheit zieht an, Spaltung zerstreut“
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz