Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  12. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. Der Realismus der Barmherzigkeit
  15. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung

Krenn pocht auf Gottesbezug: 'Werde keine Ruhe geben!'

23. November 2003 in Interview, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof distanziert sich von Erklärung der christlichen Kirchen im Verfassungskonvent. Interview mit Kurt Krenn von Manfred Maurer / NEUES VOLKSBLATT


St. Pölten (www.kath.net/ Volksblatt)
"Ich bin absolut nicht der Meinung, dass das so passt", mit diesen Worten distanziert sich St. Pöltens Bischof Kurt Krenn von der gemeinsamen Erklärung der christlichen Kirchen Österreichs, mit der diese die Forderung nach einem direkten Gottesbezug in einer Präambel der künftigen österreichischen Bundesverfassung aufgegeben haben. Christoph Kardinal Schönborn hatte am Freitag wie berichtet in einem Hearing des Verfassungskonventes im Parlament den "Schutz der Menschenwürde" als zentrales Anliegen der Kirchen bezeichnet, was der Wiener Erzbischof offenbar als Synonym des Gottesbegriffes betrachtet: Gott solle in der Verfassung stehen, so Schönborn, dies müsse aber nicht unbedingt heißen, dass "sein Name drinnen steht". Bischof Krenn findet das "nicht besonders erhellend" und stellt klar, dass die Erklärung ohne sein Zutun zustandegekommen ist: "Es hat niemand in meinem Namen gesprochen", so Krenn, der wie NR-Präsident Andreas Khol weiter für den Gottesbezug in der Verfassung kämpfen will: "Ich werde keine Ruhe geben!" Den "Schutz der Menschenwürde" will der Bischof jedenfalls nicht als Quasi-Gottesbegriff durchgehen lassen, "weil das nicht ausreicht".

Das Volksblatt-Interview mit Bischof Kurt Krenn:

VOLKSBLATT: Manche Katholiken wundern sich, dass die christlichen Kirchen nicht mehr den direkten Gottesbezug in der Verfassung fordern.

Krenn: Ja, ich auch.

VOLKSBLATT: Waren Sie nicht eingebunden in die Entscheidungsfindung?

Krenn: Nein, das sind so Geschichteln, die niemand mitbestimmt hat. Ich bin absolut nicht der Meinung, dass das so passt, wie man es jetzt will. Es hat niemand in meinem Namen gesprochen. Aber wir werden uns da eh nicht geschlagen geben.

VOLKSBLATT: Wer sind: wir?

Krenn: Die Katholiken, Bischöfe. Ich werde keine Ruhe geben.

VOLKSBLATT: Aber wenn sogar Kardinal Schönborn schon sagt, Gottes Name müsse nicht unbedingt in der Verfassung stehen ...

Krenn: Das ist nicht besonders erhellend. Es gibt ja schließlich auch Verfassungen in Europa, wo das Wort Gott vorkommt, zum Beispiel in Bayern.

VOLKSBLATT: Das heißt, NR-Präsident Khol hat in ihnen weiter einen Mitstreiter für den Gottesbezug.

Krenn: Ja sicher.

VOLKSBLATT: Warum reicht der Begriff Menschenwürde, den Kardinal Schönborn empfiehlt, nicht aus?

Krenn: Ja eben, weil er nicht ausreicht. Denn der Mensch ist ein Geschöpf Gottes, und dort fängt ja eigentlich die Befindlichkeit des Menschen an.

VOLKSBLATT: Was empfehlen Sie?

Krenn: Am besten ist es, man fängt bei Gott an und hört bei Gott wieder auf. Wenn man die Welt quasi einlädt, Gott nicht mehr besonders zu nennen, dann ist das schlimm.

Foto: (c) kath.net



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Krenn

  1. Christianus – 50 Zeilen mit Gott
  2. St. Pöltner Altbischof Kurt Krenn beigesetzt
  3. Lackner würdigt bleibende Verdienste Krenns um Sport und Kirche
  4. Worte auf dem Weg. Gedanken eines Hirten der Kirche
  5. 'Der Wahrheit verpflichtet. In Memoriam Kurt Krenn'
  6. Zum Ableben von Kurt Krenn: Capax Dei
  7. St. Pöltner Altbischof Kurt Krenn verstorben
  8. Capax Dei
  9. Bischof Krenn nicht Ehrenherausgeber des '13.'
  10. Kurt Krenn, ein 'miles Christi'






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz