Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  7. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  11. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. Die Stunde der Heuchler
  14. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  15. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs

Vatikan lässt Anklage gegen Wirtschaftsprüfer fallen

28. Juli 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Libero Milone hatte stets seine Unschuld beteuert. Hat er seine Kompetenz überschritten oder ist er finanziellen Unregelmäßigkeiten der ‚alten Garde’ des Vatikan auf die Spur gekommen?


Vatikan (kath.net/jg)
Der Vatikan hat alle Anklagen gegen Libero Milone, den von Papst Franziskus 2015 eingesetzten Generalrevisor, fallen gelassen. Dies gab Milone in einem Interview für das italienische Fernsehen Ende Juni bekannt, berichtet Vatikanexperte Edward Pentin für den National Catholic Register.

Die Berufung des früheren Partners von Deloitte, einer internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma, zum Generalrevisor war Teil der von Papst Franziskus begonnenen Finanzreform des Vatikan. 2017 trat Milone nach einer Durchsuchung seines Büros durch die Vatikanische Gendarmerie von seiner Position zurück. Die Stelle des Generalrevisors wurde danach nicht wieder besetzt.

Milone hatte nach seinem Rücktritt stets seine Unschuld beteuert. Eine kleine Gruppe einflussreicher Personen habe seine Reputation zerstören wollen, sagte er gegenüber Reportern. Der Chef der Vatikanischen Gendarmerie habe ihm Arrest angedroht, falls er sich weigere, ein Rücktrittsschreiben zu unterzeichnen, das bereits Wochen vorher vorbereitet worden sei, sagte Milone.


Papst Franziskus habe die Finanzreform mit den besten Absichten begonnen, sei aber von der „alten Garde“ blockiert worden. Diese habe sich bedroht gefühlt, als sie erkannt hätten, was er mit eigenen Augen gesehen hätte, sagte er.

Zum tatsächlichen Hergang der Ereignisse gibt es zwei Versionen. Version 1 war im September 2017 vom damaligen Erzbischof Giovanni Angelo Becciu, Substitut des Vatikanischen Staatssekretariats, vertreten worden. Becciu hatte Milones Rechtfertigung als „falsch und ungerechtfertigt“ bezeichnet. Der Wirtschaftsfachmann habe „alle Regeln gebrochen und das Privatleben seiner Vorgesetzten und Mitarbeiter ausspioniert“, sagte Becciu. „Wäre er nicht von sich aus zurückgetreten, hätten wir ihn angeklagt“, fügte er hinzu.

Diese Version wird laut Pentin von einem hochrangigen Mitarbeiter der Vatikanischen Gendarmerie bestätigt. „Er hatte keine Erlaubnis für die Untersuchungen, die er durchgeführt hat und, was noch wichtiger ist, er hatte nicht die Kompetenz dazu.“

Für die zweite Version zitiert Edward Pentin eine weitere Quelle „mit Detailkenntnisse über den Fall“. Ihr zufolge sei Milone auf Fälle von Veruntreuung von Geldmitteln gestoßen und musste entfernt werden.

Vom Beginn seiner Tätigkeit an sei der Generalrevisor marginalisiert und seine Arbeit behindert worden, berichtete die Quelle. Wenige Monate nachdem er seine Tätigkeit aufgenommen hatte, erstattete Milone Anzeige wegen unberechtigten Zugriffs auf seinen Computer. kath.net hat hier berichtet: Hackerangriff auf Computer von Vatikan-Wirtschaftsprüfer

Die „alte Garde“ hätte Milone gewähren lassen, wenn er nicht so professionell vorgegangen wäre. Doch gemeinsam mit George Kardinal Pell, dem Präfekten des Vatikanischen Wirtschaftssekretariats, sei er „zunehmend effektiv“ geworden und sei nahe daran gewesen „gefährliche Dinge aufzudecken“, zitiert Pentin seine Quelle.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 30. Juli 2018 
 

Es stinkt nach Hölle

"Der Vatikan hat alle Vorwürfe gegen Milone fallen lassen".
Aha.
Diese kleine dürre Meldung macht die ausgiebige und besonders gehässige Wortmeldungen von Angelo Becciu endlich zu dem, was sie von Anfang waren:
Lügen und Verleumdungen.
Papst Franziskus hat übrigens vorher Becciu als seinen Vertrauensmann eingesetzt und ihn vor Kurzem noch höher promoviert.
Zu Deutsch: der Aufklärer wurde rausgeworfen, der Verleumder und Erfinder v. Version 1 wurde nach oben promoviert.
Es stinkt am Gipfel immer mehr.
Tibi christe Splendor Patris


1
 
 Roman 2505 28. Juli 2018 
 

Version 2

Meines Erachtens ist Version 2 die Wahrscheinlichste. Es ist ja allgemein bekannt das im Vatikan Geld gewaschen wurde und auch noch wird. Milone würde ja genau aus diesem Grund von PF eingesetzt. Das auch PF sich nicht gegen die alte Garde durchsetzen kann betrübt mich. Aber es hängen halt zu viele einflussreiche Personen dahinter, die jegliche Einmischung, egal von wem, zu verhindern wissen und sei es mit Verleumdung und Gewalt!


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  2. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  3. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  4. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“
  5. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  6. Vatikan hebt Pfarraufhebungen in US-Diözese Buffalo auf
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. Nicht nur Kardinäle an der Spitze: Papst ändert Vatikanverfassung
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Bemerkenswert großer Andrang bei „Alter Messe“ im Petersdom - Kard.-Burke-Predigt in voller Länge!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  11. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  12. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  13. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  14. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“
  15. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz