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„Politik der Europäischen Union leidet unter einem Werteverlust“

24. Juli 2018 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Forum Deutscher Katholiken kritisiert, dass eine Europäische Bürgerinitiative zum verbesserten Tierschutz mit 1,1 Mio. Unterschriften angenommen, während die Initiative „One of Us“ mit 1,9 Mio. Unterschriften verworfen wurde.


Fulda (kath.net) kath.net dokumentiert die Resolution des Forums Deutscher Katholiken beim Kongress „Freude am Glauben“ 2018 i nFulda in voller Länge:

„Die Staatengemeinschaft der Europäischen Union wurde aufgebaut auf christlichen Wurzeln, was vor allem die Würde eines jeden Individuums meint, unabhängig von Geschlecht, Rang oder Volkszugehörigkeit. Menschenrechte und Menschenwürde wurden zur ethischen und moralischen Grundlage. Und diese Persönlichkeiten bestimmten als zentrale Akteure die Politik im Wiederaufbau Europas: Konrad Adenauer, Alcide De Gasperi und Robert Schuman. Alle 3 hatten eine Vision von einem neuen Europa als gläubige katholische Christen mit gemeinsamen religiösen Werten und Überzeugungen.“ Dies stellten die Teilnehmer des 18. Kongresses „Freude am Glauben“ am letzten Wochenende in Fulda fest, der unter dem Motto stand: „Selbstbewusst mit Christus“.


Wenn man diese kongruente Sicht von Mensch und Gesellschaft der Gründerväter – Romano Guardini bezeichnete diese Vision einmal als „Seele Europas“ – , mit der heutigen Politik der EU vergleicht, kommt man leider zu dem Ergebnis, dass Europa kein gemeinsames Wertefundament mehr hat und wohl auch nicht mehr haben will. Dies bewiesen zentrale Felder der europäischen Politik wie z. B. bei Ehe und Familie, bioethischer Forschung, Lebensschutz, vor allem Abtreibung und Suizid-Assistenz, Anerkennung des Rechts sowie der Entwicklungs- und Migrationspolitik.

In diesem Zusammenhang wurde u. a. auf den „Internationalen Tag der Familie“ am 15. Mai, der von den EU-Institutionen totgeschwiegen wurde ebenso hingewiesen wie auf den erschütternden Fall des Jungen Alfie Evans, der Ende April in einem Krankenhaus dem Tod preisgegeben wurde, obwohl die Eltern die Weiterbehandlung ihres Sohnes wollten und dafür sogar den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angerufen hatten, der ihren Antrag für unzulässig erklärte wie auch auf die Tatsache, dass eine europäische Bürgerinitiative zum verbesserten Tierschutz mit 1,1 Mio. Unterschriften angenommen und in konkrete Maß-nahmen umgesetzt wurde, während die EU-Kommission die Initiative „One of Us“ mit 1,9 Mio. Unterschriften zur Streichung von Finanzmitteln für Forschungsprojekte zum Töten menschlicher Embryonen verworfen hat. Dies alles beweise, dass die EU in ihrem derzeitigen Zustand weit davon entfernt ist, noch eine Wertegemeinschaft auf christlicher Grundlage zu sein.

Die Kongress-Teilnehmer betonten ausdrücklich, dass sie eine vertiefte Integration der EU wollen, aber unter Wahrung von Solidität, Solidarität und Subsidiarität und eine EU als Wertegemeinschaft, die in ihrer konkreten Politik nicht nur auf Wachstum und Transferunion setzt, sondern wieder eine Gemeinschaft von Staaten wird, „die auf eine christliche Gesinnung Wert legt und die Rechte und Würde des Menschen über alles stellt.“


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Lesermeinungen

 Fragezeichen?! 24. Juli 2018 
 

Kann mir jemand das genau Zitat mit Quelle liefern?

Ich habe in meine Erinnerung folgendes abgespeichert: Papst Johannes Paul II soll einmal gesagt haben: „Wenn Europa seine christlichen Wurzeln verleugnet, wird es keinen Bestand haben.“ Ich finde dies ist eine wahrhaft prophetische Aussage und mir wäre sehr daran gelegen, die genaue Quelle davon zu erfahren. Ich muss sehr häufig an diese Aussage von ihm denken und sie gibt mir dann zu denken. ..


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 phillip 24. Juli 2018 
 

„Politik der Europäischen Union leidet unter einem Werteverlust“

...dem muss ich entschieden widersprechen: Die einst von den Gründervätern angedachten (auf der Basis der Lehre Christi entstandenen (eines der ersten war die von Christus geforderte Religionsfreiheit - zB mit der Forderung "gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört) Menschenrechte rückbezogenen Grundwerte der Europäische Union werden im Sinne eines - so auch der aktuelle Papst - "Paradigmenwechsels" verächtlich gemacht, deformiert oder ersetzt; dahinter stehend, kann - neben Naivität - auch der Geist des Antichristen entdeckt werden. Ein Beispiel: Wenn ein Mensch ein Gebäude betritt, vor geschlossene Türen steht und auf einem eine Doppelnull (OO) angebracht sieht, weiß er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass sich auf Grund des Symbolinhaltes dahinter ein WC befindet. Wenn man die Flagge der Union (auch anderer Staaten) betrachtet, so kann jeder Verständige ein Symbol Satans erkennen (Pentagramm, was soviel heißt wie "ich will nicht dienen".


2
 
 dulcedo 24. Juli 2018 
 

Eine hervorragende Resolution !

Besser kann man den Zustand der EU nicht auf den Punkt bringen!

Wieder eine wichtige, unverzichtbare, glasklare Wortmeldung des Forums Dt. Katholiken!

Über die Jahre wurde die EU zu einer Schaltzentrale des Sozialismus umgebaut.
Wie der (ehemalige? Marxist) Jean-Claude Juncker so "schön" unverblümt sagte (frei zitiert): Scheibchenweise, damit die Leute erst dann etwas merken, wenn es schon zu spät ist.

Inzwischen ist er -vermutlich durch den Konsum schädlicher Substanzen- kaum mehr fähig dieses schlimme Spiel voranzutreiben, doch sein deutscher Bürochef Selmayr erledigt - ohne je gewählt worden zu sein - das politische Geschäft "brav" weiter.

Alle Institutionen der EU sind inzwischen mit sozialisitischen, anti-christlichen Erfüllungsgehilfen besetzt.

Gut, dass im Mai 2019 Europawahl ist.
Eine wegweisende, wichtige Wahl.
Es ist die Pflicht jedes Christen durch informierte und kluge Stimmabgabe das Europa der christlichen Vaterländer gegen das Modell der EU-dSSR zu stärken.


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