19 Juli 2018, 12:00
„... das hat sich in unsere Herzen eingeprägt“
 
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Beim Jugendtreffen in Pöllau „wurde man immer wieder zu dem Gedanken hingeführt, Gott das eigene Leben, mit allem was so dazugehört, vollständig hinzugeben“. Gastbeitrag von Magdalena Preineder

Pöllau (kath.net) Schon zum 27. Mal versammelten sich heuer Priester, Ordensleute und Hunderte junger Menschen im Pöllauer Schlosspark zum Jugendtreffen.

Manche von ihnen kamen, um einfach zu geben – ihren Dienst zu tun, Gott ihre Stimme zu leihen, mitzuhelfen im Kleinen oder Großen. Manche wiederum kamen suchend – nach Antworten, nach Hoffnung, nach einer geistigen Festigung. Für alle aber hatte Pöllau etwas zu bieten, gleich einem Brunnen, aus dem jeder das schöpfen konnte, was er brauchte. Wie Pfarrer Roger Ibounigg bei der Predigt am abschließenden Tag des Treffens sagte, packt man in Pöllau einfach mal alles ein, was es gibt.

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Das Jugendtreffen ermöglicht ein all-in. Es ist ein Treffen, bei dem man merkt, dass die Veranstalter ihr ganzes Herzblut hineinstecken. Es ist ein Treffen, bei dem für all die Kommenden ein geistliches Rundumprogramm erstellt wird – Vorträge, die das eigene geistliche Leben fördern, aber auch fordern, Lobpreis, um Gott alleine die Ehre zu geben, die Möglichkeit der Beichte, um alles am Kreuz abzuladen, die Erneuerung des Taufversprechens und die Lebensübergabe, um sich Gott bewusst hinzugeben, und natürlich die tägliche heilige Messe, um Jesu Aufforderung, es zu seinem Gedächtnis zu tun, nachzukommen. Bei all dem kommt jedoch auch die körperliche Dimension nicht zu kurz – es wird gemeinsam Mahl gehalten, sich in kreativen und sportlichen Workshops betätigt und natürlich der Gipfel des Pöllaubergs erklommen.

Doch das all-in beim Jugendtreffen ist noch viel weitreichender. In diesen Tagen wurde man immer wieder zu dem Gedanken hingeführt, Gott das eigene Leben, mit allem was so dazugehört, vollständig hinzugeben. Es ihm hinzuhalten, und ihn dann einfach machen zu lassen. Wie P. Johannes Paul Chavanne OCist treffend sagte: „Was hat Maria gemacht? Sie hat Gott machen lassen!“.

Als Pfarrer Roger zu Beginn des Barmherzigkeitsabends mit dem Allerheiligsten ins große Zelt einzog, forderte P. Andreas Schätzle auf, den König zu begrüßen. Genau das ermöglichte diese ganze Woche, darauf wurden in diesen sechs Tagen viele Herzen und Seelen vorbereitet – ihn willkommen zu heißen – nicht nur im Moment seines Einzugs im Zelt, sondern im ganzen Leben – die Tür des eigenen Herzens für den König zu öffnen, ihm ein radikales Ja zu geben, sich selbst unter seinen Willen zu stellen.

Zu dem Schritt, Gott das eigene furchtlose Ja zu schenken, ermutigte natürlich auch das Motto des diesjährigen Treffens: „Fürchte dich nicht, denn du hast bei Gott Gnade gefunden!“ (Lk 1,30) – ein Vers, der in diesen Tagen auf vielfältige Art und Weise aufgegriffen wurde. So war etwa den Ruf Gottes zu hören und ihm zu folgen ein immer wiederkehrendes Thema.

Beim Jugendtreffen durfte jeder der Teilnehmer in eine Atmosphäre eintreten, die getränkt war in heiligen Geist und der Sehnsucht dem König zu begegnen. Jeder Einzelne durfte dabei genau so kommen, wie er war und mit allem was er mitbrachte – Ängste, Zweifel, Mutlosigkeit, aber auch Hoffnungen und das Verlangen nach einer tieferen Beziehung mit Gott.

Zweifellos ist Gott in diesen Tagen vielen genau dort begegnet, wo sie seine salbende Berührung brauchten und am Ende dieses Treffens, war der Schriftzug „Grace, no fear“ wohl nicht mehr länger nur auf unseren Pöllau T-Shirts zu lesen, sondern fand sich auch in unseren Herzen eingeprägt.

Jugendtreffen Pöllau - Einzelsegnung




Foto (c) Magdalena Preineder/kath.net

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