Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  13. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!

„Mord“? – „Die ZEIT weigert sich, diese Täuschung richtigzustellen“

16. Juli 2018 in Prolife, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fake News: Nicht die Lebensschutzbewegung sondern die Wochenzeitung „Die Zeit“ bezeichnet Abtreibung als „Mord“. Gastkommentar von Prof. Paul Cullen


Köln (kath.net) Am 1. und 2. Juni 2018 nahm ich als erster Vorsitzender des Vereins „Ärzte für das Leben“, an der Akademie Bioethik in Köln teil, die von den „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), der „Jugend für das Leben“ und der „Konrad Adenauer Stiftung“ organisiert wurde. Während dieser Zeit wurde ich von Frau Milena Hassenkamp, einer Reporterin aus dem Politikresort der Wochenzeitung „Die Zeit“, begleitet. Der Bericht von Frau Hassenkamp, im Wesentlichen ein Porträt von mir, ist am 5. Juli erschienen unter dem Titel „Sein Leben für das Leben: Was sind das für Leute, die gegen Abtreibungen kämpfen. Begegnung mit dem Arzt Paul Cullen, für den jeder Schwangerschaftsabbruch Mord ist.“

Ob der Artikel insgesamt gefällt, dürfte sehr vom Standpunkt des Betrachters abhängen. Viele der Tagungs-Teilnehmer werden sich in Begriffen wie „müde Krieger“ falsch dargestellt, vielleicht sogar verunglimpft sehen. Für die Stammleserschaft der Zeit aber bestätigen solche Beschreibungen liebgewordene Klischees über die Lebensrechtsbewegung, was auch die Intention der Journalistin gewesen sein dürfte. Ich selber war in Anbetracht des Mediums vom allgemeinen Tenor des Artikels nicht überrascht und sah die doch recht tendenziöse Berichterstattung insgesamt von der Meinungsfreiheit gedeckt.


Nur mit einem Punkt war ich nicht einverstanden, dafür aber kategorisch: die Verwendung des Begriffs „Mord“. Dieser Begriff – der nicht nur juristisch falsch sondern auch polemisch ist - wurde sowohl im Titel als auch mehrfach im Artikel, etwa in Bezug auf Abtreibung, Vernichtung von Embryonen nach in vitro Fertilisation und Einnahme der „Pille danach“, verwendet. Dabei hat ihn keiner auch nur einmal während der recht intensiven zwei Tage dauernden Tagung verwendet: ich nicht, die anderen Referenten nicht, die Teilnehmer und Gäste auch nicht.

Deshalb habe ich unmittelbar nach dem Erscheinen des Artikels zunächst bei Frau Hassenkamp und dann bei Giovanni di Lorenzo, dem Chefredakteur der „Zeit“ protestiert. Sowohl Frau Hassenkamp als auch der „Zeit“ Resortleiter Politik Bernd Ulrich, der anstelle von Herrn di Lorenzo geantwortet hat, gaben zu, dass der Begriff „Mord“ weder von mir noch von irgendeinem anderen Teilnehmer auch nur einmal in den Mund genommen wurde, weigerten sich jedoch, diese Täuschung richtigzustellen. Ulrich: „Zu einer Richtigstellung sehen wir keine Veranlassung. Der Begriff „Mord“ ist ja nicht nur juristisch zu verstehen, und selbst wenn, würde man eine Abtreibung als gezielte Tötung ansehen und damit sogleich beim Mord.“

Somit muss man den Schluss ziehen, dass nicht wir, sondern die „Zeit“ Frauen, die abtreiben, als „Mörderinnen“ bezeichnen möchte. Dieser Vorfall entlarvt einmal mehr die Irreführung und den inneren geistlichen Haushalt der Leitmedien in Fragen des Lebensschutzes und muss öffentlich richtiggestellt und dokumentiert werden. Zu diesem Zweck habe ich die gesamte Korrespondenz auf unserer Webseite veröffentlicht, wo sie von jedem Interessierten überprüft werden kann. Das Misstrauen der Lebensschutzbewegung gegenüber Teilen der Mainstream-Medien wird durch diesen Vorfall nicht gerade weniger. Er stellt einmal wieder eine vertane Chance für den ehrlichen Diskurs da. Für solche Falschdarstellungen ist „Fake news“ fast zu niedlich, da ist mancher deutsche Begriff im Umlauf, der die Sache genauer trifft.

Die gesamte Korrespondenz mit der ZEIT kann auf „Ärzte für das Leben“ eingesehen werden. Der Zeit-Artikel befindet sich hinter einer Bezahlsperre, kann jedoch als PDF-Datei von p.cullen[at]aerzte-fuer-das-leben[dot]de angefordert werden.

Prof. Dr. Paul Cullen ist der Vorsitzende des Vereins „Ärzte für das Leben“.

Prof. Dr. Paul Cullen wendet sich gegen aktive Sterbehilfe, unterstützt Gesetzentwurf Sensburg/Dörflinger/Hüppe - Marsch für das Leben 2015



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  5. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  6. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  7. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  8. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  9. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen







Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  2. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  3. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  6. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  7. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  12. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  13. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  14. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  15. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz