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Patriarch Bartholomaios bei Friedensgebet mit Papst in Bari

30. Juni 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Moskauer Patriarchat entsendet Außenamtschef Metropolit Hilarion zu für 7. Juli geplantem Nahost-Friedensgebet - Papst Franziskus empfing Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel im Vatikan.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Franziskus hat am Donnerstag im Vatikan eine Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel empfangen. Dabei bestätigte der Papst, dass Patriarch Bartholomaios I. an dem für 7. Juli geplanten Friedensgebet im süditalienischen Bari teilnehmen wird. Zu dem Treffen hat Franziskus die Patriarchen der Ostkirchen eingeladen.

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. wird nach Informationen von Kathpress an dem Gebetstreffen für den Nahen Osten in Bari nicht teilnehmen, wohl aber der Leiter des Moskauer Außenamtes, Metropolit Hilarion. Vorgesehen sind laut dem vom Vatikan veröffentlichten Programm die Entzündung eines Lichts in Baris Basilika San Nicola und ein Friedensgebet am Hafen. Anschließend tauschen sich die Kirchenführer bei einem nicht öffentlichen Treffen aus.


Der Leiter des vatikanischen Presseamts, Greg Burke, hatte das Treffen Ende April als einen "Tag der Reflexion und des Gebets angesichts der dramatischen Situation im Nahen Osten" angekündigt. Dabei verwies er vor allem auf die Situation der Christen. Die Wahl der Hafenstadt Bari hängt mit ihrer historischen Rolle als Brücke zum Orient zusammen. Außerdem liegen dort die Reliquien des heiligen Bischofs Nikolaus (4. Jahrhundert), der auch in der Ostkirche hoch verehrt wird.

In seiner kurzen Ansprache an die Delegation des Ökumenischen Patriarchats am Donnerstag kritisierte der Papst, dass in vielen traditionell christlichen Ländern der Glauben schwächer werde, so dass er nicht mehr die Entscheidungen Einzelner wie der Politik beeinflusse. Stattdessen machten sich "Missachtung der Menschenwürde, Vergötzung des Geldes, Gewalt, die absolute Vorherrschaft von Wissenschaft und Technologie sowie rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen" breit. Dieser tragischen Wirklichkeit müssten die Kirchen sich stellen.

Daher begrüßte und bekräftigte Franziskus die wachsende Zusammenarbeit des Ökumenischen Patriarchats und der katholischen Kirche. "Es ist tröstlich für mich zu sehen, wie die gemeinsamen Sichtweisen mit meinem geliebten Bruder Bartholomaios in konkrete gemeinsame Arbeit umgesetzt werden", so Franziskus mit Bezug auf jüngste gemeinsame Veranstaltungen der beiden Kirchen.

Die Delegation des Ökumenischen Patriarchats wurde von Erzbischof Job Getcha von Telmissos angeführt, Co-Vorsitzender der Internationalen Kommission für den offiziellen theologischen Dialog zwischen römisch-katholischer und griechisch-orthodoxer Kirche.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: (C) Patriarchate.org


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