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Papst sieht "Risiko einer Auslöschung" der Christen in Nahost

24. Juni 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Begegnung im Vatikan mit Vertretern der Vereinigung der Hilfswerke für die katholischen Ostkirchen (ROACO)


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus ist besorgt über die Lage der Christen im Nahen Osten. "Es gibt das Risiko, ich will nicht sagen die Absicht, aber das Risiko, die Christen auszulöschen", sagte er am Freitag im Vatikan vor der Vereinigung der Hilfswerke für die katholischen Ostkirchen (ROACO). Franziskus sprach frei; seinen vorbereiteten Redetext händigte er aus.

Die Leiden der Menschen im Nahen Osten interessierten die Mächtigen der Welt nicht, sagte der Papst; es gehe ihnen nur um die Vorherrschaft. Für die Kriegsflüchtlinge in der Region machte er die "Sünde eines Widerspruchs zwischen Glauben und Leben" verantwortlich.


Im vorbereiteten Text verlangte der Papst erneut die Wahrung des Sonderstatus Jerusalems "jenseits verschiedener Spannungen und politischer Streitigkeiten". Die ROACO habe mit Hilfe materieller Unterstützung von Gläubigen aus aller Welt die Kirchen im Nahen Osten am Leben gehalten. Franziskus würdigte auch den Einsatz für die Ökumene. Die Unterstützung der Ostkirchen helfe dem Papst, Wege zur "sichtbaren Einheit aller Christen" zu suchen.

Die Hilfswerke hatten seit Dienstag in Rom über die Lage im Nahen Osten beraten. Schwerpunktthemen der Vollversammlung in der Zentrale des Jesuitenordens waren Syrien, der Irak und das Heilige Land, aber auch die Türkei. Die "Riunione Opere Aiuto Chiese Orientali" (ROACO) wurde 1968 mit dem Ziel gegründet, die Hilfe für die katholischen Ostkirchen zu bündeln und zu koordinieren.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 lenitas 25. Juni 2018 
 

Unvorstellbares Leid

Was den Christen im Nahen Osten widerfährt ist unvorstellbar. Alles was ich dazu gesehen habe, war zum Weinen. Gut, dass der Papst, die mögliche Auslöschung dieser Christen beim Namen nennt. Beten wir viel für die verfolgten Christen und helfen wir auch materiell, wenn wir es können.


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