Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  6. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  12. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Staatlich anerkannter Islam

14. Juni 2018 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Gleichstellung zwischen Mann und Frau sollte eingehalten werden, ebenso die Gleichstellung der Religionen. Ein staatlich anerkannter Islam steht zur Debatte. Gastkommentar von Giuseppe Gracia/Blick.CH


Chur (kath.net/Blick.CH)
Kürzlich wurde ich vom Schweizer Fernsehen in die Sendung «Club» eingeladen. Es ging um den Vorschlag der SP, den Islam staatlich anzuerkennen, sofern Prinzipien wie die Gleichstellung von Mann und Frau eingehalten werden. Die Hoffnung: ein angepasster Schweizer Islam. Die Realität: Schon grosse Nachbarn wie Frankreich und Deutschland scheitern an der staatlichen Heranzüchtung eines Euro-Islam, während weltweit gesehen alle islamisch geprägten Länder totalitär sind und die Scharia über die Menschenrechte stellen.

Trotzdem ist die Integration der Muslime in der Schweiz ein wichtiges Anliegen. Ein moderner Rechtsstaat soll Menschen jedoch nicht religiös integrieren, sondern gesellschaftlich und kulturell: über Schule, Arbeitsmarkt, Sportvereine, Kulturvereine. Der Staat muss religionsneutral den Einzelnen adressieren, statt auf Glaubensgruppen zu setzen, sonst schiebt er zwischen sich und seine Bürger religiöse Institutionen und Autoritäten und stärkt diese. Ein liberaler Staat soll grundsätzlich keine Religionen organisieren und finanzieren. Das verhindert die Trennung von Staat und Religion.


Formale Gleichbehandlung

Natürlich ist der Ruf nach Gleichbehandlung aller Religionen legitim. Früher waren die meisten Schweizerinnen und Schweizer entweder reformiert oder katholisch, heute herrscht ein grosser Pluralismus. Es ist nicht gerecht, wenn weiterhin nur die klassischen Kirchen privilegiert werden. Aber statt wie die SP vorschlägt, nun auch den Islam ins mittelalterliche System einer staatlich organisierten Religion aufzunehmen, könnte man umgekehrt allen Religionen die Privilegien wegnehmen. Auf diesem Weg könnte der Staat ebenfalls formale Gleichbehandlung erreichen – ganz ähnlich wie die USA, die alle Religionen als private Organisationen gleich behandeln und seit Jahrzehnten vorbildlich darin sind, verschiedenste Gruppen zu integrieren.

Bald startet die Fussball-WM in Russland, dann können wir unsere Nationalmannschaft anfeuern. Diese ist für mich ein Spiegel der bunten Schweiz: Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religion, und doch alle in der gleichen Mannschaft. Für mich ein grossartiges Beispiel für gelungene Integration, ganz aus der Kraft der Zivilgesellschaft. Eine Kraft, an die man auch ohne Religion glauben kann.

Giuseppe Gracia (50) ist Schriftsteller und Medienbeauftragter des Bistums Chur. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. In seiner BLICK-Kolumne, die jeden zweiten Montag erscheint, äussert er persönliche Ansichten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  2. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  3. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  4. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  5. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  6. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  7. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  8. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  9. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  10. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  4. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  5. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  6. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  7. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt
  8. Damit die nächste Saat aufgehen kann
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  12. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  15. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz